#196 Work-Life-Remix: Was nach dem New Work Hype kommt mit Carsten Meier
Shownotes
Wie am Anfang der Folge erwähnt, bekommst du hier alle Infos zur Work Awesome Berlin.
Alle Infos zur Anmeldung findest du hier. Als Unboxing New Work Hörer bekommst du mit dem Code **WORK_10 **10% auf dein Ticket. Wir freuen uns auf alle, die wir in Berlin wiedersehen!
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00:00:00: Bevor es losgeht, noch ein kleiner Hinweis auf ein großes Event und ein Rabattcode den du hier abstauben kannst.
00:00:06: Die Work Awesome am XXVI November!
00:00:10: Die WorkAwesome ist die Konferenz von Brandeins für alle, die die Arbeitswelt von morgen heute schon gestalten.
00:00:15: Hier treffen sich VisionärInnen, HR-Pioniere und Tech-Expertinnen um Arbeit neu zu denken – von KI-Integrationen in den Alltag bis zur neuen Unternehmenskultur.
00:00:26: Ich bin auch am Start und freue mich vor allen Dingen auf das sehr gut kuratierte Programm.
00:00:30: Am sechstundzwanzigste November findet die Work Awesome in Berlin statt, und entwirft die Blaupause für die Zukunft.
00:00:37: Dein Ticket gibt es unter brandeins.de.
00:00:39: slash work-awesome oder in kurz b.eins dot e slash wea.
00:00:46: Also B wie Bertha, zahl eins de slash we
00:00:50: a.
00:00:51: Ein Rabattcode!
00:00:52: Den gebe ich dir auch noch mit, nämlich WORK unter Strich Zehn und damit bekommst du zehn Prozent auf dein Ticket.
00:00:57: Arbeit ist nicht nur ein Ort an dem wir gehen sondern auch einen Raum für Ideen die wirklich etwas verändern.
00:01:02: Und diese Ideen findest du nicht nur hier im Podcast sondern auch auf der Konferenz.
00:01:06: da könnte ich mir keinen besseren Werbepartner für Unboxing New Work vorstellen.
00:01:10: Bestell dir also jetzt deinen Ticket für die Work Awesome mit zehn Prozent Rabatt.
00:01:15: wenn du vor Ort bist dann sag kurz Bescheid damit wir uns mal kennenlernen.
00:01:18: Hast du das erledigt und du hast dein Ticket in der Tasche, dann geht's los mit diesem Podcast.
00:01:22: Viel
00:01:23: Spaß!
00:01:56: Heute darf ich Carsten Meier begrüßen.
00:01:59: Er ist Managing Partner und Mitbegründer der Berliner Unternehmensberatung Intrepreneur, die sich auf menschenzentrierte Organisationsentwicklung und die Zukunft der Arbeit spezialisiert hat.
00:02:09: Carsten begleitet seit über zehn Jahren Unternehmen dabei, Arbeitsstrukturen flexibler, wirksamer und menschlicher zu gestalten!
00:02:17: Er ist Initiator von Deutschlands größter Pilotstudie zur Viertagewoche, Mitgründern des Shift Collective und ganz aktuell Co-Autor des Buches Work Life Remix findet die Arbeitsweise, die zu deinem Leben passt.
00:02:29: Das im Februar diesen Jahres erschienen ist.
00:02:31: Zusammen mit Nina Meier-Haachschwilly und Gregor Kalkthaler, die ihr schon seit ihrem gemeinsamen Studium kennt legt er darin einen Ansatz vor der Flexibilität in Arbeit und Leben neu denkt – Mit Musikmetaphorik, Beispielen aus der eigenen Praxis und konkreten Methoden.
00:02:47: Karsten!
00:02:48: Ich freue mich sehr dich heute begrüßen zu dürfen.
00:02:51: Herzlich willkommen.
00:02:52: Schön dass ich hier sein darf.
00:02:53: Danke für die Einladung.
00:02:54: Ich freu' euch drauf.
00:02:55: Super Wie könnte es anders sein, wenn Menschen zusammenkommen und viele Workshops machen?
00:03:00: Wir starten mit einem kleinen Check-in.
00:03:02: Das ist eine Frage an dich!
00:03:04: Womit hast du als Kind gerne gespielt... ...und hatte das einen direkten Einfluss auf deine Karriere?
00:03:14: Und habe ich als Kind gern gespielt?
00:03:17: Boah, das wäre wirklich ne sehr spannende Frage.
00:03:20: Also ich hab als Kind viel mit Lego gespielt.
00:03:25: Das würde vielleicht das direkte Thema fallen, da habe ich immer viel Ärger für gekriegt wenn es irgendwo rum lag und dann irgendjemand drauf getreten ist.
00:03:32: Das kennst du vielleicht?
00:03:33: Und tatsächlich machen wir auch heutzutage immer noch Workshops wo Lego drin vorkommt also immer mal wieder gerade ein bisschen weniger als noch vor ein paar Jahren.
00:03:41: aber dieser Gedanke spielerisch an Themen ranzugehen oder vielleicht auch so Teamkonflikte ... spielerisch oder über diese bunte Plastikebene wieder sichtbar zu machen.
00:03:50: Das ist was das haben wir uns vielleicht ein bisschen behalten, dass es zumindest hat dazu geführt... ...dass ich glaube letztes Jahr mit meinen zwei Kindern, ich habe jetzt zwei kleine Kinder diesen vier und sieben Mal im Lego Store war hier in Berlin... ...und einfach eingekauft habe und die dachten Sie kriegen das alles.
00:04:04: aber tatsächlich habe ich das für die Arbeit eingekauft.
00:04:06: Und sie durften's dann danach nach dem Workshop durften sie es dann haben, aber genau!
00:04:11: Na immerhin ja ist auch ein schöner Tipp der Lego Store am Cudon wahrscheinlich
00:04:16: Genau.
00:04:18: Super, Karsten du Nina und Gregor ihr kennt euch noch aus dem Studium... ...und jetzt habt ihr gemeinsam ein Buch geschrieben.
00:04:25: wie kam es dazu?
00:04:27: Und warum jetzt?
00:04:30: Ja wir sind ja schon eine ganze Weile miteinander unterwegs.
00:04:33: Es ist immer so ein bisschen unklar vom Gründungsmythos her, wann deshalb gegründet wurde.
00:04:38: Weil das ja ein Projekt war was im Studium gestartet ist.
00:04:41: Deswegen haben wir irgendwann mal für uns festgelegt okay eigentlich ist es der richtige Startpunkt.
00:04:45: eher des Jahr zwei tausend vierzehnt, d. h. Wir haben zwölfundzwanzig unser zehnjähriges Jubiläum befeiert und auch große Veranstaltungen dazu gemacht.
00:04:53: Und ich finde so zu einem langen Zeitraum jetzt ist er nochmal zwei Jahre später gehört auch irgendwie mit der Zumal aufzuschreiben was man so gelernt und erlebt hat.
00:05:02: und dann wurde.
00:05:02: parallel kam das Thema mit der vier Tage Wochen Studie.
00:05:05: Da werden wir heute ja auch noch mal darüber sprechen und jetzt mal so ganz ... plakativ und blöd aus so einer Unternehmerperspektive gedacht haben.
00:05:13: Wir einfach uns gefragt, was macht man mit so viel Aufmerksamkeit?
00:05:16: Und da sagen dann viele Menschen typischerweise, man muss ein Buch schreiben... ...und dann wäre der Klassiker wahrscheinlich gewesen einen Buch über die Viertagewoche zu schreiben.
00:05:24: Und wir haben nicht den klassischen Weg gemacht auch dank unseres Verlags ehrlicher Weise,... ...der uns dazu auch ermutigt hat sondern haben eher ein ja teils fachliches, teils biografisches Buch darüber geschrieben wie es ist... New Work zu machen, ohne dass es so hieß.
00:05:42: Dann als ist so hies und jetzt als es vielleicht nicht mehr so heißt.
00:05:45: Und was das auch mit unserer Biografie gemacht hat und mit unserer Zusammenarbeit gemacht hat.
00:05:49: Und daraus ist diese Buche entstanden?
00:05:51: Das hätte man vorher gar nicht schreiben können!
00:05:52: Also das wird genau jetzt der richtige Moment gesehen.
00:05:55: Das
00:05:55: braucht du also die Jahre davor
00:05:56: Absolut, ja.
00:05:57: Dann ist es so ein bisschen wie so ein Jubiläumsbuch können wir sagen?
00:06:01: Ja, es ist so ein wenig einen Rückblick auf dieses Kapitel also auch das was für alle anderen in Deutschland natürlich auch zwischendurch im Jahr zwischen zwei Tausend vierzehnt und zweitausendsfünfundzwanzig alles so passiert ist und das mal zu reflektieren und sich zu fragen was das eigentlich mit Arbeit gemacht hat und dann natürlich ein Ausblick ... sich zu wagen, wie sich quasi Arbeit weiterentwickelt und was wir eigentlich mit diesem New Work-Thema machen jetzt wohl vielleicht der Hype so ein bisschen abgegangen ist.
00:06:30: Ja da kommen wir... Zu all dem kommen wir noch!
00:06:33: Wir haben ja das glaube ich kann nicht verraten auch ein kleines Vorgespräch geführt und schon ein bisschen unterhalten zur Einstimmung.
00:06:40: Und da hast du gesagt wenn ich mich richtig erinnere dass Work Live Remix auch ein Workshop Buch ist.
00:06:45: Dass es aus der Praxis entstanden ist, das hast du eben umschrieben.
00:06:51: Was ist da konkret mit gemeint, mit Work-Life Remix ist ein Workshopbuch?
00:06:58: Ja also ich kenne natürlich ganz viele Bücher die so gemacht sind dass man einfach eine Meinung liest sozusagen und ich tue mich dann immer schwer damit weil ich mich denn immer frage ja aber Was heißt das denn in der Praxis?
00:07:10: Wie setzt sich das denn um?
00:07:11: und dann kann man natürlich so einen typischen Weg gehen, dass man sagt, man protestiert irgendwie Unternehmensbeispiele wie die das machen.
00:07:17: Aber dann hat man immer noch nicht die Anleitung, wie man es tatsächlich machen kann.
00:07:21: Und als Menschen, die natürlich sehr viele Workshops machen und als Berater und Begleiter total viel damit beschäftigt sind, Menschen zu helfen, Dinge tatsächlich umzusetzen war's natürlich auch unser Anspruch Dass auch wenn wir ein Buch schreiben genau das am Ende rauskommt.
00:07:36: und gleichzeitig ist natürlich Es bei uns wie vielleicht nicht bei anderen Autoren könnte, das könnte ich mir vorstellen dass der Prozesse ist.
00:07:43: Es entsteht erst ein Gedanke oder eine Haltung und dann entsteht daraus ein Buch.
00:07:48: Bei uns ist er eher so.
00:07:49: es entsteht eine Umsetzungspraxis aus all den Projekten die wir machen für Konzerne oder für Mittelständler und daraus entstand am Ende ein Gedanker aus dem ein Buch entstanden ist.
00:07:59: also von daher kommen wir ja aus der Praxis.
00:08:01: dementsprechend musste das Buch natürlich auch einen großen Praxisanteil
00:08:04: haben komplett organisch gewachsen, das höre ich da raus ... übrigens sehr schönes Buch geworden ist, auch haptisch ... ... schön anzufassen in schönen knalligen Farben.
00:08:14: Und ich finde auch hapticch ... ... spiegelt sich das wieder was es am Ende ist ein Arbeitsbuch.
00:08:20: Ihr schreibt auch in dem Buch ... ... fass es an nimmst du in die Hand mal rein benutzt die Vorlagen die drin sind und ich find' dass es gut gelungen.
00:08:30: Aber mehr als das der Name spricht ja schon Bender Es geht um Work-Life Remix Und überhaupt lebt ihr in dem Buch eine konsequente Musikmetaphorik.
00:08:41: Die habt ihr wirklich auch durchgezogen, da kommen so Sachen vor wie das Mischpult der Break Synthesizer.
00:08:48: was war denn dazu?
00:08:49: Erst die Metapher oder der Inhalt von dem du gerade gesprochen hast.
00:08:54: Also man muss dazu sagen, unser in unserer Buchentwicklungsprozess war ja einer, wo der Moment Verlag sehr intensiv mit involviert war.
00:09:02: Wir haben das quasi in einem kontinuierlichen Workshop-Prozess entwickelt und sind so auch gemeinsam auf den Titel gekommen also unsere Gedanken als Remix zu beschreiben, als Work-Life-Remix zu schreiben.
00:09:13: Das heißt diesen Gedanken gab es.
00:09:15: und dann haben wir uns aber gefragt wie können diesen Grundgedanken, es geht irgendwie darum unterschiedliche Dinge einzustellen und sich nicht so sehr in Schablonen wieder zu finden sondern immer wieder in Anpassung.
00:09:27: Wie können wir den übersetzen sodass er greifbar wird?
00:09:29: Und haben uns dann am Ende ja über zwei Metaphern wollten wir uns dem nähern, entweder über Fotografie und das Denken in Filtern.
00:09:37: In Instagram-Filtern sozusagen.
00:09:39: Das andere wäre über die Musik gewesen und haben es dann für die Musik entschieden.
00:09:43: letztendlich was mich persönlich total gefreut hat weil ich ganz viel Musik gemacht habe als Kind oder als Jugendlicher und so diesen Gedanken von selber ja Musik produzieren und irgendwie mit Garageband auf Apple arbeiten und irgendwie so Regler hoch und runter ziehen Resoniert ganz persönlich mit mir besonders.
00:10:03: Deswegen freue ich mich, dass es das geworden ist und ich glaube, dass das anschlussfähig ist um Menschen so auch auf der persönlichen Ebene dadurch zu unterhalten aber die noch das Gefühl zu geben man kann das irgendwie persönlich einbinden.
00:10:13: wir wollten eben nicht nur einen Fachbuch mit Fachbegriffen machen sondern dass sie auf diese Metapher eben ziehen.
00:10:18: Ging das dann auch in die andere Richtung?
00:10:20: Also hat dann als die Entscheidung gefallen war mit der Musikmetapher hat das dann nochmal geholfen oder beeinflusst das Konzept dahinter Glatt zu ziehen, zu schärfen oder seid ihr da noch zusätzliche Ideen gekommen?
00:10:34: Ja also ich glaube teilweise haben wir es vielleicht auch übertrieben mit dem Meta-Metapher würde ich sagen.
00:10:40: Also mir fällt manchmal zum Beispiel selber nicht immer leicht jeden Regler den wir definiert haben in der Musikmetapher zu nennen weil der für mich natürlich dann... Natürlich mit Flexibilität zu tun hat und nicht deswegen eher aus dem Inhalt sozusagen, dann auf diese Regler Schauer also vielleicht hier und da auch zu viel geworden.
00:10:57: Aber ich glaube wo es uns geholfen hat war zu fragen wie endlich so ein Konzept ist und einen Mischpult als Grundidee.
00:11:05: dass du dein Leben an einem Misch-Pult einstellen kannst hat ja Grenzen.
00:11:08: da gibt's dann halt so viele Regler mehr nicht.
00:11:10: Und da haben wir uns gefragt, okay ist das jetzt irgendwie blöd oder wollen wir irgendwie mehr?
00:11:13: und dann sind wir ja nochmal auf diesen Begriff des Synthesizers gekommen.
00:11:17: also wenn Menschen wirklich anfangen nicht nur Musik zu mischen sondern selber Musik zu produzieren dann gibt es ja quasi zusätzliche Geräte die du anschließen kannst womit du dann auch noch deinen eigenen Sound weiter entwickeln kannst.
00:11:28: und das ist glaube ich als Metapher total hilfreich gewesen und hat uns vielleicht auch nochmal geholfen das Modell nochmal so zu öffnen oder den Gedanken nochmal so zur Öffnung für Menschen die sich da nicht einschränken lassen wollen und Lust haben noch mehr.
00:11:40: Die Frage habe ich mich tatsächlich auch gestellt beim Lesen zwischendurch, ob das immer nur hilft die Metaphorik.
00:11:46: Weil manchmal war es dann auch schon komplex wenn man vor allem... Ich kenne jetzt auch die eine oder andere Begrifflichkeit aus der Musik oder aus dem Produzieren von Musik.
00:11:55: da finde ich hab ja viel rausgefunden und hab' ich mich auch gefragt könnte man das auch mal missverstehen oder sich dann schwerer tun durch den Metaphorick?
00:12:06: aber das war keine große Angst die ihr hattet.
00:12:09: Ja, ich glaube da haben wir uns dann auch ein bisschen positiv leiten lassen von unserem Verlag.
00:12:13: Der hat gesagt er zuher aus unserer Erfahrung funktioniert das gut Menschen quasi in so eine Bildwelt reinzuholen.
00:12:19: Ich glaube als Leser oder als Leserin kannst du beides machen.
00:12:22: Du kannst total dieser Metapher folgen.
00:12:24: Du kannst natürlich dir auch so ein bisschen als Spielerei abtun und dich eher auf die fachliche Ebene ... fokussieren, die wir natürlich genauso drin haben... ... versuchen im Endeffekt beides so miteinander zu vereinen.
00:12:35: Und ich glaube dann so ein bisschen deine eigene Haltung als Leser oder als Leserin wie tief man dem jeweiligen Thema auch folgen möchte?
00:12:42: Voll da gebe ich dir absolut recht.
00:12:43: und am Ende muss man einfach feststellen dass gerade diese Mischpult wird hervorragt die du ja genannt hast mit den begrenzten Inputs
00:12:50: usw.,
00:12:51: das die durchaus Sinn macht und selbst für jemanden der nicht so bildlich unterwegs ist einen Nutzen hat.
00:12:57: auf alle Fälle.
00:12:58: Aber lass mal dann noch nicht darauf eingehen zu sehr auf die Imput usw.
00:13:03: Und nochmal zu Work Live kommen und vielleicht noch eine Ebenhöhe zur New Work.
00:13:10: Ihr schreibt es auch im Buch, eine Blase, die schon geplatzt ist.
00:13:14: viele Lesende und auch viele, die jetzt zuhören werden sich aber selbst als Teil dieser Blase verstehen.
00:13:23: was meinst du?
00:13:25: Sind da Widerstände zu erwarten gegenüber der These?
00:13:28: Ja hoffentlich.
00:13:31: Das ist das Ziel von solchen Thesen, eine Reaktion zu erhalten in die eine oder andere Richtung.
00:13:38: und unsere Analyse dahinter ist ja wir waren ja ganz lange oder sind es immer verbunden gewesen mit dieser Spährspitze von New Work.
00:13:48: Wir haben diese New Work Awards gewonnen oder waren da irgendwie involviert haben viele über New Work geschrieben.
00:13:54: Wir haben viel New Work-Maßnahmen umgesetzt, haben uns ganz oft als Unternehmen selber auch als Prototyp für neues Arbeiten irgendwie positioniert und definiert.
00:14:03: also ich glaube wir können das sehr aus unserer eigenen Erfahrung sozusagen sagen wie wir das wahrnehmen Teil dieser Blase zu sein Und wie man die so gerade sieht.
00:14:13: und Ich würde sagen Aus meiner ganz persönlichen Erfahrungen sind da einfach ein paar Dinge vielleicht aber nicht gut gelaufen.
00:14:20: auch jeder, der sich in dem Bereich beschäftigt.
00:14:22: Also wenn ihr Berater ist Coach oder Unternehmer ist oder auch Angestellter, der es sich damit beschäftigt, ich glaube wir können alle ein bisschen selbstkritischer sein dass ich glaube das wir auf der einen Seite auch immer mal wieder Initiativen gefördert haben, die zu oberflächlich waren.
00:14:36: Also wo am Ende gar keine echte Veränderung entstanden ist sondern nur schöne Bildchen und stand New Work drauf oder einen schönen Meetingraum und es stand New work drauf oder coole neue Werte und stand newwork drauf.
00:14:47: aber das hat sich nichts verändert was aber ja immer das Versprechen einer neuen Arbeitswelt war.
00:14:52: Und auf der anderen Seite gab's das andere extrem also wo Menschen eben sehr ja radikal, fundamental gesagt haben wir brauchen jetzt keine Führungskräfte mehr.
00:15:03: Wir beenden quasi das Regime von Führungskräften und das heißt dann auch Newark.
00:15:07: also es hat sich mehr und mehr so in zwei unterschiedliche Richtungen entwickelt und ich würde sagen wir sind zum Teil daran gescheitert daraus eben ein ernstzunehmendes eine ernstnehmenden Entwicklungsmoment zu machen, wo wirklich Unternehmen heute sagen sie arbeiten anders als die vor sieben Jahren oder so gearbeitet haben.
00:15:26: Das hat sich sicherlich hier und da funktioniert aber es hat hier und auch seine Grenzen gehabt und ich denke jetzt reden wir viel weniger über dieses Thema sondern eben auch wieder aus meiner Sicht sehr altmodische Aspekte von Arbeit.
00:15:41: und ich glaube das ist ein Problem weil Ja, wir jetzt quasi nicht so anschlussfähig sind als Blase an diese Entwicklung die gerade kommen.
00:15:49: Und da glaube ich kann man ein bisschen kritisch drüber gehen und dann mal auf
00:15:52: gucken wie wir das weiterentwickeln können.
00:15:54: Ihr schreibt ja auch in dem Buch... Da kann ich euch zitieren Die Dynamiken, die der New Work Halb antrieben, sind destruktiver und aktueller denn je.
00:16:03: Also das Problem ist ja nicht weggegangen.
00:16:07: Was ist aber dann jetzt anders?
00:16:10: Wenn jetzt die Blase geplatzt ist Aber die Probleme die New Work eigentlich beheben wollte, ja schlimmer denn hier sind.
00:16:18: Ich glaube das ist eine neue Ernsthaftigkeit sozusagen, die wir da an den Tag legen müssen.
00:16:23: und ich denke auf der einen Seite dadurch dass dieses New Work-Thema immer auch so ein Hype und Positivismus Anteil hatte wird eben jetzt wo wir uns wirklich diese ehrlichen Fragen stellen wie wollen wir eigentlich arbeiten welchen Anteil hat KI noch?
00:16:40: Wie viel Büro brauchen wir etc... in diese Schublade gegriffen, sondern eben eher wieder eine ernsthaftere... ... professionelle Schublade, die teilweise vielleicht in den Jahrhunderts... ... aus den Neunzigern kommt oder so.
00:16:51: Und ich glaube da liegt ein Problem drin.
00:16:53: also man hätte weniger Schein draufsetzen müssen und mehr sich quasi mit den Ernsthaften auch dann ... ... der leistungsorientierten Aspekte von Arbeit auseinander setzen müssen.
00:17:04: Haben wir auch ehrlicherweise immer mal versucht es gab auch Kunden die wollten das einfach nicht oder hatten auch kein Interesse daran.
00:17:09: Also nicht Kennzahlen getrieben sich mit der neuen Arbeitswelt zu beschäftigen.
00:17:12: ... kann man auch sagen, es hängt natürlich am Ende auch irgendwie... ...am Gesamtbild.
00:17:17: Aber ja ich glaube das fehlt uns jetzt gerade.
00:17:19: und jetzt würde wahrscheinlich jemand der grade irgendwie die Frage sich stellt okay wie stellen wir uns zukunftsfähig auf im Kontext Arbeit nicht so sehr nach New Work Literatur suchen in der Umsetzung?
00:17:31: Das finde ich eigentlich schade weil dann natürlich viele wirklich gute Ideen drin sind.
00:17:35: Das heißt ich glaub wir brauchen einen Reframing und müssen uns nochmal neu mit der Frage beschäftigen wie gestalten wir eigentlich zukünftige Arbeitswelten?
00:17:42: Ja ... und nicht nur zukünftig Arbeitswelten, weil damit kommen wir wieder mehr zu eurem oder näher zum Inhalt eures Buchs.
00:17:49: Ihr sagt ja es ist Zeit nicht mehr Arbeit nicht länger isoliert so betrachten... ... sondern eben als Teil eines Lebens,... ... das eben auch mehr ist als Erwerbstätigkeit.
00:18:01: Klingt erstmal super!
00:18:04: Auf der anderen Seite habe ich mich gefragt,... ... Ist das nicht irgendwie eine Wunschvorstellung von Privilegierten?
00:18:10: Auch von... ... besonderen Berufen, die das besonders gut machen können.
00:18:15: Und löst das nicht vielleicht bei anderen oder bei vielen anderen... ... nicht auch einfach angst auszuhören?
00:18:21: Okay jetzt greift die Arbeit auf mein ganzes Leben aus und es gibt kein... ... kein Unterschied mehr zwischen Arbeit und Leben.
00:18:27: Und am Ende heißt es für mich nur, es gibt nur mehr Arbeit und weniger
00:18:31: Leben.".
00:18:32: Also eine reale Angst, die ja auch immer wieder diskutiert oder etabliert wird.
00:18:36: ne deswegen glaube ich auch dass dieser Begriff oder dieser New Work Balance Work-Live-Balance Begriff, das der halt am Ende zu Problemen führt.
00:18:45: Genauso wie ein Work-Life-Blending-Begriff, der ja so ein bisschen genau diese These verfolgt hat, löst sich einfach alles auf und am Ende ist es alles irgendwie eins oder so.
00:18:54: Dass das am Ende die Probleme sind.
00:18:56: Der Gedanke hinter dem Remix ist eher ich kann selber entscheiden was fahre ich zur welcher Phase meines Lebens?
00:19:03: Wie hoch und wie unter und ich gebe dieser Entscheidung nicht ab weder an einen Unternehmen noch meinen Umfeld sozusagen noch an mir den Zufall, sondern ich kann das quasi selber wieder mit in die Hand nehmen.
00:19:16: Vielleicht ist auch das was in dieser gesamten Yoga-Debatte so ein bisschen gefehlt hat die letzten Jahre aus meiner Sicht nämlich wieder mehr die Selbstverantwortung in den Fokus zu setzen und wenn ich so sagen, als Individuum.
00:19:28: Ich nehme mein Leben, meinen Arbeitsleben, mein Privatleben selber mit in die Hand und ich verhandle das auch aktiv.
00:19:34: dafür muss ich aber auch aktiv wissen was ich eigentlich will.
00:19:37: dann kann mich nicht nur ins gemachte Nest setzen dass mir eine Arbeitgeber vorgibt und dementsprechend soll dieses Buch natürlich auch ein bisschen dazu motivieren wieder mehr selbst Verantwortung zu übernehmen.
00:19:48: Trotzdem jetzt haben wir auch du hast es schon mal kurz angesprochen.
00:19:51: Es gab viele gute Ideen bei New Work, die dann auch am Ende ein Stück weit missbräuchlich behandelt wurden.
00:19:57: Da wurden dann die Begriffe übernommen und ja wurde eine andere Agenda mit durchgezogen.
00:20:03: Siehst Du da grundsätzlich auf die Gefahr für Work-Life Remix?
00:20:07: Wenn das jetzt absolut die Decke geht und Beratungen jetzt Workshops geben für Life Remix.
00:20:13: Ich glaube die Herausforderung gibt's immer, also dass man immer so... Dinge durch Hype auch kaputt macht und zerstört.
00:20:22: Ich glaube da ist kein Konzept vorgeweiht, dass das nicht passieren kann absolut.
00:20:25: ich glaube es ist eher weniger Konzeptaufgabe als mehr Menschenaufgaben, dass wir ernsthaft mit diesen Themen umgehen und diese Langfristperspektive irgendwie mit bedenken.
00:20:35: und ich würde halt einfach also am Ende kann ich eine New Work Blase und mir selber vorwerfen, dass einer kapitalistischen Idee von Wachstum quasi auf den Leiben gegangen sind zu sagen, wir verkaufen jetzt einfach möglichst viele New Work-Projekte in irgendeine Richtung und hoffen das es schon irgendwie stimmt.
00:20:54: anstatt halt auf die Ernsthaftigkeit zu blicken.
00:20:56: Wie gesagt, ich will sagen dass wir da schon immer wieder versucht haben und auch gechallengt haben aber am Ende war es dann doch eben ein wirtschaftliches Unterfangen.
00:21:05: Und deswegen das wird glaube ich bleibt Problem für jedes Konzept.
00:21:07: also glaube nicht jedem der irgendwie einen Konzept versucht zu verkaufen dass er immer das Beste im Sinn hat.
00:21:13: Das gehört natürlich dazu
00:21:15: ja oder nicht auch selber zwingen?
00:21:17: unterworfen ist in irgendeiner Form genau Und das passt auch irgendwie wieder zu eurem Buch.
00:21:27: Es geht ja um eine neue Form von Flexibilität, mir hat es Zitat sehr gefallen dass es nicht mehr darum geht Work and Life irgendwie möglich zu machen sondern wie kann's zusammen funktionieren ist also zusammen so denken.
00:21:44: Und um jetzt noch mal mehr in eure Metaphorik einzutauchen, ihr habt da Flexibilität in erstmal fünf Grunddimensionen unterteilt.
00:21:53: Ihr nennt die Inputs so wie es einen Input gibt am Mischpult wo das Kabel reinkommt von dem Gerät und abgenommen wird.
00:22:02: Und diese FünfInputs die er nennt sind Raum Zeit das nennt ihr Takt Arrangement Das ist sowas wie Struktur ... dann noch was, das heißt Bass bei euch.
00:22:15: Das meint sowas wie Energie oder Intensität... ... von Dingen und Verbindung.
00:22:21: Was den schönen Metapher des Echoes bekommen hat.
00:22:25: Welche dieser fünf Inputs?
00:22:29: Raum, Takt, Anschmarr, Bass, Echo... ... glaubst du wird so in der Praxis unterschätzt oder am meisten unterschädzt?
00:22:38: Also ich glaube die beiden, die vielleicht am klarsten sind,... ... Ort und Zeit beschäftigen.
00:22:44: Also mit der Frage, wie arbeite ich?
00:22:46: Wie lange arbeite Ich oder wie viel?
00:22:47: Umso die Frage wo arbeite... ...ich oder wo lebe ich?
00:22:50: Und das sind so die Klassiker.
00:22:53: Die anderen werden aus meiner Sicht alle unterschätzt... ...oder halt zu wenig in diesem Konzept mit bedacht.
00:23:00: also wenn ich darüber nachdenke wie ich arbeite dann denke ich eben viel über Zeit.. ..und Ort nach aber wenig darüber in welchen Rahmenbedingungen ich eigentlich arbeite, wie viel Verbindung ich mir wünsche oder wie viele Intensität auch brauche.
00:23:15: Ich glaube wir hatten die längsten Diskussion um dieses Intensitätsthema weil ich das total interessant finde kann auch im aktuellen ja so Performance-Debatte, wir reden viel über.
00:23:25: Wir müssen mehr arbeiten dann sind wir produktiver und ich glaube was sich Menschen dann vorstellen ist quasi mehr Arbeiten in der Zeit auch noch mehr schaffen also mehr Aufgaben abarbeiten das ist die Taktzahl sich erhöht.
00:23:38: dabei funktioniert Leistung eigentlich ganz anders.
00:23:41: Menschen sind ja ganz unterschiedliche.
00:23:42: und Aufgaben auch.
00:23:44: es gibt Aufgaben da.
00:23:45: Es ist gut wenn man eine hohe Takt Zahl hat weil mein E so im Flow ist.
00:23:48: Man will einfach nur Dinge abarbeiten und dann gibt es Aufgaben.
00:23:51: Da brauche ich lange Zeit nachdenken können und auch Ruhe für diese Aufgabe.
00:23:56: Und dann gibt es darüber hinaus ja noch Persönlichkeitstypen, die besonders gut mit diesen schnellen Taktzahlen klarkommen oder besonders viel Ruhe und Tiefe brauchen.
00:24:04: Das mal zu reflektieren.
00:24:06: also wie sieht das eigentlich mein Unternehmen?
00:24:09: Was ist für dich eine gute Intensität oder was erwarten Sie da von mir?
00:24:13: Und was brauche ich auch selber?
00:24:14: und passt das zusammen?
00:24:17: Wenn das zusammenpasst, wie können wir da auch eine gemeinsame Lösung finden?
00:24:21: Die für alle passt.
00:24:22: Ich glaube, dass ist ne total unterschätzte Frage, die man sich mal ganz offensichtlich angucken kann und auch mal gut reflektieren kann oder durch unterschiedliche Übungen erleben kann um so rauszufinden wo man dahin gesteht.
00:24:35: Ich finde schön, dass du Intensität ansprichst weil es hat auch bei mir resoniert mit der Vorung zu bleiben Auch im Kontext von Debatten Burnout und so weiter, wo man ja auch feststellen muss dass die Arbeitszeit an sich nicht der alleinige Faktor ist sondern auch das Gefühl oder die psychische Belastung dich dabei empfinde während ich arbeite.
00:25:04: Oder anders gesagt wenn ich in eine Tätigkeit aufgehe und es mich erfüllt dann kann ich da bis zur körperlichen Erschöpfung arbeiten ohne dass es mich nachhaltig psychisch belastet
00:25:16: aber ...
00:25:17: schon wenige Stunden mit einer Tätigkeit, die mich ... ... psychisch aufreiben, reichen um mich da auf Dauer krank zu machen.
00:25:24: Und das beschreibt Intensität auch oder?
00:25:26: Absolut, absolut und ich glaube... Meistens haben wir ja nicht diese hohe Vielfalt in unseren Jobs, wo wir irgendwie wirklich einen Tag so und einen Tag So haben.
00:25:35: Sondern meistens gibt es ja irgendeinen Arbeitstypus der quasi mehrheitlich unseren Alltag beschreibt.
00:25:42: Und ich glaube ist gut sich eben mal zu fragen, ist da die Intensität?
00:25:45: Ist die in Ordnung?
00:25:46: Die kann ja sowohl zu gering als auch zu hoch sein.
00:25:49: Zu gering gibt's ja auch.
00:25:50: also wo man wirklich das Gefühl hat, boah!
00:25:52: In den Rahmenbedingungen hier, da komme ich eigentlich gar nicht so richtig in ein produktives Gefühl rein.
00:25:59: Und diese Regler, das muss man ja nochmal dazu sagen die beziehen sich immer auf Beides also auf Leben und auf Arbeiten.
00:26:05: Die Frage ist auch da wenn ich ein sehr intensives Arbeitsleben habe mit einer hohen Taktung zum Beispiel kann ich dann gleichzeitig einen sehr intensiven Leben haben oder Beißt sich das dann irgendwann?
00:26:20: also wie viel davon kann ich nicht erlebt.
00:26:22: und zum Beispiel in der Vorbereitung haben wir wieder so Interviews geführt.
00:26:25: Ich erlebe, dass
00:26:26: z.B.,
00:26:26: dass Menschen die lange Hochleistungssport getrieben haben, also irgendwie viel gerannt sind oder bei Wettkämpfen mitgemacht haben Und jetzt im Arbeitskontext sind, dass sie diesen Hochleistungsanspruch eben an ihre Arbeit ansetzen und wirklich halt mit dieser Intensität und dieser Taktzahl Arbeiten, was ja cool ist.
00:26:45: Das ist dann etwas, das haben Sie übertragen aber dementsprechend machen sie es auch weniger jetzt in Ihrer Freizeit weil sie es eben in ihrer Arbeit machen.
00:26:51: und so fände ich zum Beispiel auch die Frage wenn ich gerade kleine Kinder habe oder mehrere Kinder und einen sehr intensiven Lebensanteil habe immer die Frage wie sehr kann ich mir zusätzlich ein sehr intensiver Arbeitsanteil gerade leisten?
00:27:06: Wie erlebe ich das und muss sich vielleicht eins mal für eine gewisse Phase unterdrehen um das andere erleben und nutzen zu können.
00:27:13: Ich glaube diese Diskussion, die wollen wir damit so ein bisschen provozieren.
00:27:17: Dass sie entstehen können.
00:27:18: Ja wenn du drüber redest dann würde jeder sagen ja ich sage klar Wenn ich so und so viel Energie reingebe in die Arbeit oder ins private Leben Dann kann nicht genauso viel Energie auf der anderen Seite haben.
00:27:31: irgendwo habe ich nur die Energie die da ist.
00:27:34: aber ich finde trotzdem So einfach ist es gar nicht.
00:27:37: Und das ist ein riesen Mehrwert.
00:27:38: und dazu inspiriert ihr euer Buch sich hinzusetzen, sich zu überlegen welche Inputs habe ich denn und wie?
00:27:46: es schlagen die Regler aus.
00:27:49: Bin ich überall auf Anschlag?
00:27:51: Und dann brauche ich mich nicht mehr wundern warum ich ausgebrannt bin und dann im nächsten Schritt sozusagen ja gut welche Regler kann ich denn schieben so dass das am Ende besser wird?
00:28:01: Oder habe ich das jetzt zu sehr vereinfacht?
00:28:03: Ne absolut, also ich glaube den Gedanken aufzumachen sozusagen.
00:28:06: Ich reflektiere oder erlebe das mal so wie meine Regler eigentlich jetzt eingestellt sind und dann schaue ich mir mal an welche ich eigentlich verschieben kann oder welcher ich auch verschieben möchte... ...und wo vielleicht aber auch die größten Dissonanzen kommen jetzt in der Musiksprache zu bleiben.
00:28:21: Also wo klingt's schräg dass ich das mal anzuschauen und sozusagen, wo klingt es gut?
00:28:26: Ist natürlich ein ganz spannender erster Schritt um dann bestenfalls erstmal zu einem Selbstbild zu kommen was sich mir eigentlich wünsche oder was mein Idealzustand wäre.
00:28:34: Und wie gesagt meine These ist ganz wenige haben das überhaupt.
00:28:38: also ... viele wissen gar nicht, wie sie irgendwie ideal arbeiten und leben möchten.
00:28:42: Und deswegen sind Sie quasi ein Spielball ihrer Umgebung... ...und wundern sich dann wenn es ihnen gut geht oder nicht so gut geht,... ...das möchte ich ja gerne ändern, dass die dadurch wirklich... ...einfach nochmal anders herausgefordert werden eben... ...sich selber
00:28:53: einzuordnen.".
00:28:54: Ja.
00:28:56: Lass uns noch mal auf einen anderen Input eingehen.
00:29:00: Als jemand der sein Geld mit Trainings- und Workshops verdient... ...finde ich selber den Inputraum sehr spannend.
00:29:07: Auf eine besondere Art und Weise... und zwar ihr denkt es ja sehr weit.
00:29:13: Und gerade wenn wir jetzt nicht mehr nur aufs Individuum gucken, sondern auch auf Teams, euer Buch beschäftigt sich ja nicht nur mit dem eigenen Work-Life Remix, sondern spricht auch davon, wenn Team sich zusammensetzen und ganze Organisationen.
00:29:29: Gerade im Kontext von Teams.
00:29:30: welche Rolle spielen denn Workshops vielleicht in eurer Sprache Jam Sessions als Raumdimension in Hymnblick auf Arbeit?
00:29:39: Und vielleicht sogar aufs Leben und die ganze Gesellschaft.
00:29:43: Ja, also der Gedanke ist quasi der.
00:29:45: Also du machst das erstmal für dich selber?
00:29:47: diesen Remix und definierst quasi deinen Mischpult für deine Leben, für deine Arbeit.
00:29:52: Und dann ist aber natürlich ganz klar wir leben ja nicht alleine auf der Welt sondern das Ganze muss natürlich so funktionieren dass es eingebettet in unsere Systeme funktioniert.
00:30:01: und das ist ja meistens im Kontext Leben irgendwie sowas wie Familie oder Partnerschaft und im Kontekt Arbeiten dann eben sowas Wie dein Team Deine Gruppe sozusagen mit der du unterwegs bist.
00:30:14: und die Idee hinter der Jam Session ist im Endeffekt das was wir ganz oft erlebt haben in Workshops, gerade so im Kontext hybrides Arbeiten zu übertragen.
00:30:23: Und dir quasi eine Anleitung zu geben wie du mit deinem Team herausarbeiten kannst.
00:30:27: ja wie wollen wir jetzt einen gemeinsamen Remix definieren für uns?
00:30:31: Das ist ein total spannender Prozess den wir wie gesagt in dem Kontext von Hybrid Workshop schon oft erlebt habe.
00:30:36: wenn eben jeder mal herausfindet wie will er eigentlich arbeiten da ist natürlich auch das Thema Ort spielt eine große Rolle, wie viel will ich ins Büro?
00:30:44: Wie viele will ich zu Hause arbeiten?
00:30:46: aber auch des Thema Zeit.
00:30:47: Wie verfügbar will ich sein?
00:30:50: Wie fix sollen meine Stunden sein?
00:30:52: Wann will ich irgendwie Fokuszeit haben oder nicht?
00:30:54: also wenn all diese Themen quasi zusammenkommen dann sieht man eben ganz gut wo sind die Spannungsfelder ja also wo sind wir uns schnell einig und wo haben wir ganz unterschiedliche Perspektiven und dann kann man über die sprechen und gemeinsam versuchen Vereinbarungen zu treffen.
00:31:08: Ein disklaimer, den wir da noch eingebaut haben ist dass man natürlich aber auch das nicht im luftleeren Raum machen kann.
00:31:14: Sondern man hat natürlich eine Kundenperspektive oder eine Partnerperspektives die man auch mit einbeziehen kann.
00:31:21: also selbst wenn jetzt alle Teammitglieder sagen wir arbeiten gern von neun bis zwölf und von zwölfe bis achtzehn Uhr möchten wir gerne ... bereit sein für Anrufe, aber meine Kunden möchten es genau andersrum.
00:31:32: Dann habe ich dann auch einen Siegkonflikt, den ich diskutieren muss.
00:31:35: Aber damit das nicht so kompliziert wird haben wir eben diese Jam Session als ... ... Methodik gewählt die man eben Schritt-für-Schritt durchgehen kann um am Ende ein Remix zu finden der fürs gesamte Team funktioniert und das ist ein ganz klares Workshop Format.
00:31:48: Ja vielleicht nochmal eins weiter gedacht.
00:31:54: jetzt haben wir über Individuen mal länger gesprochen.
00:31:56: Ich glaube das ist auch ein großer Schwerpunkt.
00:31:58: Jetzt hast du die Champs-Sessions kurz vorgestellt.
00:32:02: Ihr redet aber auch über Organisationen, da brauchen wir vielleicht gar nicht allzu sehr drauf eingehen.
00:32:06: am Ende darf man natürlich gerne das Buch kaufen.
00:32:10: Aber so viel verraten wir noch.
00:32:12: Die Metapher, die ihr da habt Das sind die Festivals für die ganzen Organisationen.
00:32:18: Meine Frage geht in eine andere Richtung Wo glaubst Du greift denn eure Logik mit dem Work Live Remix am besten?
00:32:25: Beim Individuum im Team oder übers Festival bei den Organisationen?
00:32:30: Also
00:32:31: ich glaube, die Logik greift am besten wenn man aus der individuellen Ebene in die anderen Ebenen reingeht.
00:32:37: Ich würde mich gar nicht für einer Ebene entscheiden wollen aber für den Weg dahin.
00:32:43: Vielleicht kennst du das auch aus deiner Workshoparbeit dass Unternehmen kommen und sagen wir wollen jetzt mal festlegen wie viel Office es hier für Leute sein muss und wie viele Homeoffice machen dürfen.
00:32:52: Und dann wäre meine Antwort darauf Ja können wir machen aber bitte nicht am reisbrett sondern lass uns doch erst mal herausfinden wie denn die menschen hier bestmöglich arbeiten und eben Bestmöglich auch ihre ergebnisse erzielen.
00:33:05: Und lasst uns das mal gemeinsam anschauen und dann aggregieren wir das hoch auf eine policy Eine strategie sozusagen die dann für alle auch ein bisschen einen rahmenschaft womit alle gut arbeiten können.
00:33:16: Aber wenn man es eben andersrum macht dann passiert ja genau genau dass da wird halt dann aus dem Es ist ja nie im Flairluft deren Raum.
00:33:23: Das heißt, wenn das irgendwie einen Vorstand alleine entwickeln würde dann würde er aus seiner eigenen Lebenserfahrung ableiten.
00:33:28: Ich bin vier oder fünf Tage im Büro.
00:33:30: Das ist also die beste leistungsfähige Form für meinen Unternehmen und ich will dass alle jetzt auch so arbeiten wie ich.
00:33:36: Weil andere Ansatzpunkte hat man ganz oft nicht Und der gegenteilige Vorschlag wäre eben zu sagen wir schauen uns mal an Wie die Lebenserfahrungen oder Arbeitserfahrungen von jedem einzelnen sind und entwickeln daraus dann ein Gesamtbild ... so einen Prozess würde ich immer empfehlen, starten wir wieder beim ... ... Individuen.
00:33:53: Das heißt selbst wenn man jetzt im Workshop machen würde für ... ... repräsentativ für ein Unternehmen mit mehreren Teilnehmenden dann würde ich die erst mal... ... ihr individuelles Arbeits- und Lebensmodell ihren individuellen Remix definieren lassen bevor wir über Team oder Organisation sprechen.
00:34:09: Ja das finde ich auch sympathisch an der ganzen Sache dass es zwar gedacht ist ausrollen zu können aber dass es nicht eben nicht in muss ist.
00:34:17: also dass es Voraussetzung ist für den ganzen Ansatz zu sagen, entweder alle im Unternehmen.
00:34:24: Alle in der Organisation oder ihr könnt es gleich lassen sondern dass der Mehrwert schon da entsteht wo eine Einzelperson sagt ich möchte für mich selber drauf gucken.
00:34:32: Das finde ich ganz elegant daran.
00:34:34: Ganz anderes Thema was du heute schon erwähnt hast ist Du warst ja vor eurem Buch Beteiligt an dieser großen Pilotstudie Zu vier Tage Woche.
00:34:47: Wir können jetzt das nicht groß ausrollen aber Was für ein Ergebnis hatte ich da vielleicht überrascht.
00:34:52: oder nimmst du da besonders mit?
00:34:56: Ja, also in der Pilotstudie haben wir ja forty-fünf Unternehmen begleitet.
00:35:00: Die sechs Monate lang eine Vier Tage Woche bei vollem Lohnausgleich getestet haben.
00:35:03: Das heißt weniger Arbeit gleiches Gehalt mit eben dem Ziel mit weniger Arbeit am Ende die gleiche Produktivität zu halten bzw produktiver zu sein.
00:35:13: Also mehr Ergebnisse sozusagen umsetzen zu können.
00:35:17: Und mich hat erst mal überhaupt überrascht, dass so viele Unternehmen da bereit waren es zu tun und das sie auch viel bis zum Ende durchgezogen haben.
00:35:25: Und wir hatten nach dem der ersten Erhebung also nach den ersten sechs Monaten die Erkenntnis, dass ein Großteil über seventy fünf Prozent der Unternehmen gesagt haben ich habe einen Modell gefunden was für mich funktionieren kann.
00:35:36: Also ein vier Tage Woche Modell und ich möchte gerne damit weiter arbeiten.
00:35:39: Das heißt ein Groß Teil hat das tatsächlich geschafft nach sechs Monaten etwas zu finden wo genau das möglich ist also mit weniger Zeit das gleiche Ergebnis rausgekommen ist, dementsprechend haben die alle Produktivitätssteigerungen umsetzen können.
00:35:53: Und die große Erkenntnis darin neben natürlich so Themen wie man muss irgendwie vielleicht beim Meetingszeit sparen und ein bisschen Digitalisierung einführen und vielleicht mal Prozesse hinterfragen war eigentlich die dass das Partizipieren von Mitarbeitenden also das Einbeziehen von Menschen in die Frage Wie können wir denn produktiver arbeiten?
00:36:14: Am Ende auch weniger zu arbeiten, dass das am Ende eigentlich der Erfolgsfaktor war.
00:36:19: Also der Unterschied zu anderen Effizienzprozessen ist ja oft wieder es sitzen irgendwie Vorständen im Raum und sagen wir müssen jetzt hier mal schneller arbeiten.
00:36:27: Und dann wird in den Berater angerufen und er rechnet irgendwie wo jetzt was irgendwie schneller laufen muss und versucht da irgendwo noch ein paar Prozent Effizient Optimierung raus zu drücken.
00:36:38: und das Spannende ist ja Ja, zehn, fünfzehn, zwanzig Prozent mehr Effizienzen drin sind.
00:36:43: Wenn man Menschen intrinsisch motiviert mit ihr gemeinsam nach diesen Effizenzen zu suchen und sie auch umzusetzen.
00:36:50: Und das bestätigt einfach nur meine These wenn man wieder beim Individuum ansetzt und alle motiviert sind gemeinsam eben diesen Leistungsbestandteil weniger Arbeit umzusetzten dass dann da eine enorme Energie freigesetzt werden kann.
00:37:04: positiv überrascht und jetzt haben wir eine Veröffentlichung nochmal gemacht zwei Jahre danach.
00:37:08: Und da haben wir aber auch noch mal festgestellt, selbst die Unternehmen, die nach der Pilotphase sich entschieden haben nicht nur vier Tage Woche umzusetzen sondern wieder zurückzugehen zu einer fünf Tage Woche dass selbst die Unternehmens sehr positive Erkenntnisse aus diesem Prozess gezogen haben weil sie resilienter geworden sind bei ihrer Mitarbeiter gelernt haben sich anzupassen in unterschiedliche Rahmenbedingungen.
00:37:29: das heißt Das ziehen wir ja auch so ein bisschen aus dem Buch einen ausprobieren, also überhaupt über neue Arbeitsmodelle nachzudenken und neue Remixes zu testen.
00:37:39: Dass es immer gut selbst wenn du am Ende nicht erfolgreich bist um ne vier Tage Woche einführst oder andere Modelle.
00:37:45: Also einfach dich auf den Weg zumachen, zu pilotieren und Menschen mitzunehmen auf diese Reise das kann dir gar nicht weh tun Und das finde ich eine sehr schöne Erkenntnis.
00:37:53: Deswegen bin ich sehr dankbar dafür dass wir dieses Pilotprojekt zusammen mit der Uni Münster durchschöpfen.
00:38:00: Ich kann mir auch gut vorstellen, dass du hast es so am Rande erwähnt.
00:38:04: Das ist ein riesen Incentive natürlich für die Motivation des Individuums zu den Ausblick zu haben.
00:38:10: okay hey wenn das hier klappt dann gehe ich nur noch vier Tage arbeiten statt fünf.
00:38:15: Wenn wir das gemeinsam schaffen vielleicht sogar darüber hinaus die Perspektive der Teil von etwas größerem zu sein, vom Experiment das ja wirklich Gesellschaft verändern kann was du auch erwähnten hast dass es notwendig war für die Unternehmen, ihre Arbeit zu ändern.
00:38:34: Also Strukturen anzufassen, Tools, Digitalisierung hast du erwähnt vielleicht auch die Meeting-Struktur anzugucken unter dem wahrscheinlich die meisten Unterleben leiden ist das dann auch so ein Experiment wie du das in der Studie gemacht habt.
00:38:51: Ein schönes Druckmittel oder ein schöner Hebel um solche Prozesse anzustoßen Die eigentlich ja profitabel wären.
00:38:59: so oder so egal ob ich jetzt vier oder fünf Tage anvisiere.
00:39:04: Ja, ich glaube also ich erlebe einfach immer wieder Unternehmen wo das eben ohne diesen intrinsischen zielorientierten Anteil gemacht wird.
00:39:11: Wo einfach nur gesagt wird wir müssen jetzt Effizienzen holen und Kosten sparen und dann ist natürlich... die Energie, um sich um solche Themen auseinanderzusetzen ist natürlich eine ganz andere.
00:39:20: Und dann klar findest du da auch Themen und kannst irgendwie digitalisieren oder irgendwie Meetings abschaffen oder all diese Themen tun aber du machst das halt aus dem quasi ohne Zweck der einzige Zweck dass es weniger wird.
00:39:36: Ich erlebe einfach in dieser Debatte den Vorteil darin Menschen eben daran zu beteiligen wie du gerade gesagt hast gar nicht so sehr als Benefit also egal was du machst, am Ende arbeitest du nur vier Tage statt fünf sondern wirklich als Leistungsbestandteil.
00:39:50: Wir gemeinsam als Team und als Kultur machen uns auf den Weg.
00:39:54: wir lösen gemeinsam so ein paar Bürokratisierungsprozesse und Herausforderungsthemen in unserem Alltag.
00:40:01: Und wenn wir das schaffen Wenn wir vielleicht auch mit KI noch mehr Effizienzen schaffen dann haben wir uns das alle ermöglicht auch mit weniger Zeit des gleiche Ergebnisses zu erzielen.
00:40:11: Das ist ja das was man jetzt auch in der KI Thematik immer wieder diskutiert, die Frage der Dividende.
00:40:16: Also wer gewinnt eigentlich?
00:40:18: Wer kriegt eigentlich die Effizienzgewinne durch KI-Effekte?
00:40:23: und da würde ich eben sagen das lernen wir aus dieser vier Tage Woche.
00:40:26: du wirst wahrscheinlich noch viel mehr Effizenzen heben wenn du von Anfang an Menschen daran beteiligst um den auch ermöglicht davon zu profitieren.
00:40:34: Das ist natürlich eine Utopie, viele werden sagen es mir zu risikoreich.
00:40:38: Mache ich nicht aber die Studier belegt eben ganz, ganz viele positive Effekte und belegt vor allem dass die Risiken gar nicht so groß sind wie andere.
00:40:45: immer so offen.
00:40:46: Das ist ne sehr erfrischende Perspektive du mitbringst in einer Zeit in der wir eigentlich ne Gegenbewegung erleben.
00:40:54: Ich hab nicht das Gefühl was wir gerade groß über vier Tage Woche reden.
00:40:59: Back to Office is eher soes Thema mehr Kontrolle weniger vertrauen.
00:41:05: Ich merke es selbst auch immer wieder bei Kunden, also selbst bei dem Thema Home Office.
00:41:10: Pflicht oder nicht?
00:41:12: Da ist eher Nase rümpfen und alles ist ich einig dass man doch wesentlich effizienter arbeitet wenn alle möglichst viel Zeit in einem gleichen Büro verbringen.
00:41:22: Ist diese Gegenbewegung von der ich jetzt gerade erzählt habe... ...ist das dann nur ein vorübergehendes Pendel wenn sowas wie eure Studie da klar dagegen spricht?
00:41:31: Oder haben wir dann Echten strukturellen Rückschritt.
00:41:37: Ja, ich glaube das kommt zurück auf meine These zum Thema New Work.
00:41:41: also wir müssen diese Themen egal ob wir es jetzt Work-Life Remix nennen oder ob wir als Arbeitszeit Flexibilisierung nennen... Wir müssten die so positionieren dass sie nicht nur die Mitarbeitenden, sondern eben auch die Unternehmensperspektive mit in den Fokus rücken und das sie ganz klar positioniert werden können als etwas was auch am Ende Umsatz- und Produktivitätssteigern funktionieren kann.
00:42:08: Und wenn wir das schaffen dann würde ich sagen sind wir anschlussfähig für die aktuelle Debatte.
00:42:13: Ich meine die aktuellen Debatten die sind ja einfach aus Angst geprägt und sind einfach unterkomplex.
00:42:19: Also da wird nicht auf die Gesamtheit einer Studienlage geschaut, sondern dann wird halt schnell reagiert.
00:42:25: Ich würde sagen ich würde das nicht übergewerten insbesondere nicht diese Back-to-Office Themen, sondern ehrlicherweise erlebe ich dass eher als Ausrede für mitarbeitenden Abbau.
00:42:36: also ich glaube Unternehmen, die das sehr radikal fahren machen das vor allem deswegen weil sie menschenlos werden möchten und nicht wissen, wie bzw.
00:42:47: nicht den ehrlichen Weg gehen wollen weil der teurer ist oder auch weil sie sich selber dazu nicht zu durchringen können und nehmen dann eben den Weg über das Büro.
00:42:56: also einfach zu sagen hey muss wieder vier Tage hierher kommen dann werden Menschen wie du merken will ich vielleicht nicht und dann selber eine Entscheidung für ihr Leben treffen was da wiederum dem Unternehmen mehr Freiheiten gibt irgendwie anders zu reagieren.
00:43:10: wahrscheinlich werden die alle in ein bis zwei Jahren das Thema wieder anders ordnen und Menschen dann auch wieder mehr Freiheiten geben, wäre zumindest so meine Perspektive.
00:43:20: Ich glaube generell geht es nicht weg.
00:43:22: also generell werden wir immer mehr feststellen dass sich die Arbeitswelt verändert.
00:43:26: und vielleicht noch eine Anekdote die ich aus dieser Studienarbeit zu mitnehme ist ja die, dass sowohl jetzt das Thema künstliche Intelligenz als auch das Thema vier Tage Woche sich am Ende eigentlich darum dreht was eigentlich Leistung ist.
00:43:40: Also nur wenn ich raus weiß, was Leistung isst kann ich ja überhaupt entscheiden ob ich das auch in weniger Zeit schaffen kann oder nicht und ob ich dass mit KI besser schaffen kann?
00:43:49: Ganz viele Firmen, mit denen wir auch arbeiten können mir gar nicht beantworten um was Leistungen eigentlich bedeutet bei ihnen außerhalb vielleicht von einer Umsatzzahl.
00:44:00: aber was heißt das konkret für jede Abteilung im Callcenter.
00:44:04: Wann ist dieses Callcenter leistungsfähig?
00:44:08: Und wann ist es höchst leistungspfähig?
00:44:09: oder in Marketing, wie sieht das denn aus?
00:44:11: und bevor ich das nicht definieren kann als Unternehmer, als Führungskraft, kann ich eigentlich gar nichts machen.
00:44:17: Ich kann weniger effizienter arbeiten noch kann ich irgendwie flexibler arbeiten, ich kann überhaupt gar nichts verändern bei mir quasi die Zahlen Grundlagen fehlen.
00:44:26: und wenn man das aber mal gelöst hat Dann kann man die Debatte auch ganz neutral fühlen, weil dann geht es nicht mehr um Bauchgefühle und mehr Arbeit und weniger Arbeit und all diese Themen.
00:44:36: Sondern geht's eher darum wie man eigentlich diese Kennzahlen bewegen bekommt.
00:44:40: Und ich glaube da werden wir hinkommen über kurz oder lang.
00:44:42: Wir müssen Leistungen neu definieren.
00:44:44: das wird nicht nur über Schreibt-Tische, schreibt Plätze und irgendwie Zeituhren funktionieren.
00:44:53: und spätestens wenn wir das gelöst haben wenn wir alle diese Themen ... wieder neu und vielleicht auch noch mal aus einem neuen Licht betrachten können.
00:45:01: Du hast in dem Vorgespräch zurückgeführt, haben auch gesagt... ...in zehn Jahren sind die Organisationen erfolgreich,... ...die sich nicht klein gemacht haben?
00:45:10: Jetzt was braucht es um heute diese Haltung zu behalten?
00:45:15: Gerade wenn das Umfeld oder der Trend, also worüber jetzt wir auch gerade gesprochen haben, richtig Druck macht.
00:45:22: Und ist das Remix'n dann als...?
00:45:27: Organisationale Fähigkeit auch eine Antwort.
00:45:31: Ja, also die gerade diese Folge Studie von der Vier Tage Woche hat ja genau das gezeigt, dass diese Fähigkeiten der Anpassungsfähigkeit sich immer wieder neuen Rahmenbedingungen anpassen zu können ist.
00:45:42: Das was Menschen in so einem Pilotprojekt lernen und das ist eigentlich auch das was wir mit dem Work-Life Remix Buch nochmal verlängern wollen.
00:45:51: Also dass man rausgeht aus diesem Arbeitsbuch sich immer wieder resilient, neuen Umgebungen anpassen zu können und gleichzeitig aber auch immer zu wissen was man selber will und wie man mit der Situation umgehen möchte.
00:46:06: Und das ist am Endeffekt das, was glaube ich zählt in der Zukunft.
00:46:09: Das heißt die Unternehmen, die das erleben, die es ermöglichen werden langfristig erfolgreicher sein.
00:46:14: Ich glaube dass kann man jetzt auch schon sagen egal wie die Zukunft aussieht und wenn man diese Aber als Zeitdebatte verlängert, also über die fünf Tage Woche gesprochen haben vor vielen Jahrzehnten.
00:46:27: Da gab es natürlich genauso wieder gesagt haben, dass das nicht geht, dass zu früh ist, dass die ganze Wirtschaft zerstören wird.
00:46:36: und dann gab's aber auch wieder ein paar Pioniere, die losgelegt haben und das ausprobiert haben... Und einer dieser Pioniere war dann am Ende Henry Ford, der dann quasi angefangen hat zu sagen die fünf Tage Woche ist besser als die sechs Tage Woche.
00:46:49: Wir setzen das jetzt bei uns im Werk um und zeigen euch dass wir damit aber trotzdem super viele Autos bauen können und erst als es dann jemand mit der Größe gemacht hat haben dann viele andere nachgezogen.
00:47:01: so wird das denke ich bei anderen Arbeitsmodellen, egal ob es jetzt Arbeitszeit, Arbeitsort oder whatever ist auch sein.
00:47:08: Es wird viele kleine Pioniere geben die damit starten.
00:47:10: Irgendwann werden zwei große Organisationen umsetzen.
00:47:15: Die werden natürlich enorme Effekte davon mitnehmen, egal, ob jetzt.
00:47:19: weil sie bessere Mitarbeitende bekommen oder bessere Ergebnisse erzielen.
00:47:24: Und dann werden irgendwann alle anderen nachziehen, so ist es ja immer mit gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Veränderungen und deswegen glaube ich lohnt es sich dran zu bleiben und immer am Ende aus der eigenen unternehmerischen Haltung heraus solche Themen zu definieren oder zu entscheiden und sich weniger vom öffentlichen Diskurs so sehr leiten zu lassen.
00:47:42: Das hast du schön gesagt!
00:47:44: Ich überleg gerade wenn Du sprichst inwiefern hängt das auch mit den Entwicklungen zusammen die mit KI einhergehen und den Voraussagen, dass viel Arbeit auch in Zukunft übernommen wird von KI.
00:48:00: Und am Ende auch von der Verbindung von KI und Robotik wo dann nicht mehr nur Wissensarbeit übernimmt wird sondern auch physische Arbeit und wir in einer ja man könnte es utopisch oder dystopischen in Zukunft in der Welt leben in der es einfach weniger Arbeit geben könnte und das dann auch einfach gar nicht mehr sinnvoll ist dass alle oder die, die arbeiten fünf Tage arbeiten.
00:48:24: Werden das eigentlich gar nicht genug Arbeit gibt?
00:48:26: Ja ich glaube es hängt total eng miteinander zusammen und ich glaube ist diese große gesellschaftliche Frage wer wem gehören denn jetzt die Effizienzgebinde von KI eigentlich?
00:48:36: Gehören die den einzelnen Unternehmen, gehören die der Gesellschaft um?
00:48:40: wie gestalten wir das?
00:48:41: Ich glaube das ist noch nicht gelöst dieses Thema und deswegen glaube ich eben werden wir an diesen Themen nicht vorbeikommen.
00:48:47: Wir werden dann noch mal viel darüber diskutieren müssen auf das gesellschaftliche Ebenen, um herauszufinden wie das in Zukunft aussieht.
00:48:54: Und deswegen umso mehr macht es Sinn, darin das schon mal zu trainieren.
00:48:58: Es gibt so einen Policy Paper von OpenAI.
00:49:01: Da wird auch das Thema Arbeitszeitreduktion und vier Tage Woche genannt als ein Thema wo es jetzt Sinn machen würde wenn Unternehmen sich damit auseinandersetzen Damit sie eben schon Erfahrungen gemacht haben wie Sie Arbeit organisieren Wenn weniger gearbeitet wird, wenn flexibler gearbeitet werden Wenn Aufgaben anders verteilt werden, wenn Effizienzen gehoben werden damit sie dann auch ready sind für den Moment wo eben KI nochmal viel viel mehr übernimmt kann als heute, also der Weg dahin.
00:49:25: Ich glaube das sieht relativ klar aus.
00:49:28: Die Frage ist halt nur wer fängt früh an und wer er spät?
00:49:32: Lass uns bevor wir zur Checkout-Frage kommen noch einmal zurück zum Individuum kommen.
00:49:40: ich habe ein Zitat mitgebracht es gefällt mir sehr gut aus eurem Buch.
00:49:43: Wer synthesizer wird hört nicht nur den Lärm der Welt erformt daraus einen Sound der trägt.
00:49:50: was habt ihr damit gemeint Und was hat das für den einzelnen Leser die einzelne Leserin?
00:49:56: Ja, ich habe das ja vorher schon beschrieben.
00:49:58: Also neben diesem Bild des Mischpuls gibt es dann eben noch das Bild dessen dass du nicht nur dein Sound einstellen kannst Du kannst auch deinen eigenen Sound kreieren und das ist das was Menschen an einem Synthesizer machen Dinge neu zu mischen Neu zusammenzubringen und quasi das was sie hören in der Umgebung so neu zu ordnen Dass daraus ein für sie stimmiges Bild wird.
00:50:21: Und ich glaube, dass das was ich damit gerade beschreibe also diese Fähigkeit zu synthetisieren.
00:50:28: Also Dinge aufzunehmen, zu hören und zu verstehen aber dann aus dem eigenen Filter auch richtig einzusetzen, dass eigentlich die Zukunftsfähigkeit ist, die wir brauchen.
00:50:38: Die Umgebung zu hören, uns von der nicht über Mann zu lassen die Möglichkeit selber Dinge einzustellen, sich als Gestalterin wahrzunehmen an dieser Schnittstelle sozusagen.
00:50:54: Ich glaube da ist Menschlichkeit wichtig auch in Zukunft und ich glaube das kann auch keine KI uns wegnehmen sondern weil das ja... Da geht es um Interpretation, um Urteilsvermögen.
00:51:04: Um die Frage wie wir uns eben anpassungsfähig machen können und ich hoffe dass wir mit dem Buch einen Beitrag dazu leisten können das Menschen sich nicht als Spielball von Veränderungen sehen sondern eben als Gestalter oder Gestalterin von Verhinderung und das haben wir in dieser Metapher dann als Synthesizer beschrieben oder versucht zu bezeichnen.
00:51:23: Diese Perspektive vermittelt ihr auf alle Fälle Das kann ich bestätigen.
00:51:28: an der Stelle große Empfehlung für das Buch.
00:51:31: Es liest sich schön, es ist einfach ein anderes Buch und das macht auch Spaß.
00:51:36: und dadurch dass es nicht bei Team oder Organisation stehen bleibt sondern beim Individuum anfängt kann man auch direkt etwas für sich mitnehmen.
00:51:47: Lass uns zum Checkout kommen Karsten!
00:51:50: In eurem Buch habe ich auch gelesen, dass er ja daran glaubt, dass gute Arbeit aus gemeinsamer Verantwortung entsteht.
00:51:58: Das gefällt mir sehr.
00:52:00: Aber verrate uns, verrate den Zuhören Lennon und mir was ist denn gute Arbeit?
00:52:07: Ich glaube, gute Arbeit ist für dich persönlich der Moment wo deine Stärken und deine Talente auf eine Umgebung kommen die diese Talente wahrnimmt und wo du als Mensch am Ende das Gefühl hast dass du etwas tust was einen guten Beitrag zu der Welt leistet.
00:52:26: Also dieses Wenn-Diagramm aus, was wird gefragt?
00:52:30: Was bringe ich mit und was braucht die Welt für dich zusammenkommt?
00:52:34: Das ist für mich gute Arbeit!
00:52:35: Und das braucht eben alle.
00:52:37: Das braucht dich persönlich also dass du weißt, was du kannst und was du mitbringst.
00:52:40: Es braucht wirklicherweise deinen Arbeitgeber, deine Organisationen, die dir dann ermöglicht umzusetzen oder die Rahmenbedingungen dafür schafft und es braucht aber am Ende auch ein Markt oder eine Gesellschaft.
00:52:54: formulieren kann, was sie braucht oder was sie fordert.
00:52:56: Was man dann auch erreichen kann und ich glaube dieses Gefühl gebraucht zu sein, wirksam zu sein lachstumsfähig zu sein.
00:53:02: Ich glaube das ist ein total wichtiges Gefühl aber auch dass das am Ende das ist was uns gerade so abhanden kommt warum wir ja auch gesellschaftlich große Probleme haben manchmal was das Thema Zusammenhalt und Sinn Stiftung angeht.
00:53:13: deswegen glaube ich es gute Arbeit einen enormer Beitrag dem wiederzuleisten können
00:53:18: Und ich glaub damit sind wir schon auf den Weg nicht nur nach der Frage Von guter Arbeit, sondern eines guten Lebens.
00:53:25: Ganz im Sinne von eurem Buch!
00:53:27: Vielen Dank Carsten für euer Buch... ...für deine Antworten heute und für diese Folge.
00:53:33: Es hat mir großen Spaß gemacht.
00:53:36: Danke für deine Einladung und für die gute Fragen.
00:53:38: Mir auch.
00:53:39: Sehr gerne.
00:53:40: Zum Schluss noch eine Frage an euch liebe Zuhörende.
00:53:43: Wie steht es um euer Verhältnis aus Arbeit und Leben?
00:53:46: Trennt ihr noch oder spielt ihr schon damit?
00:53:49: Schreibt uns Schreibt uns eure Gedanken, ich bin gespannt auf eure Perspektiven.
00:53:54: Das war Unboxing New Work mit Carsten Meyer und mir Konstantin Eckert.
00:53:58: Vielen Dank fürs Zuhören und bis bald!
00:54:00: Adios.
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