#197 Entscheidungsprozesse im Team mit Michel Eggebrecht

Shownotes

Wie am Anfang der Folge erwähnt, bekommst du hier alle Infos zur Work Awesome Berlin.

Alle Infos zur Anmeldung findest du hier. Als Unboxing New Work Hörer bekommst du mit dem Code **WORK_10 **10% auf dein Ticket. Wir freuen uns auf alle, die wir in Berlin wiedersehen!

Vernetze dich mit unserem Podcast Host & Podcast Gast:

Lutz Hüser auf LinkedIn Michel Eggebrecht auf LinkedIn

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00:00:00: Bevor es losgeht, noch ein kleiner Hinweis auf ein großes Event und ein Rabattcode den du hier abstauben kannst.

00:00:06: Die Work Awesome am XXVI November!

00:00:10: Die WorkAwesome ist die Konferenz von Brandeins für alle, die die Arbeitswelt von morgen heute schon gestalten.

00:00:15: Hier treffen sich VisionärInnen, HR-Pioniere und Tech-Expertinnen um Arbeit neu zu denken – von KI-Integrationen in den Alltag bis zur neuen Unternehmenskultur.

00:00:26: Ich bin auch am Start und freue mich vor allen Dingen auf das sehr gut kuratierte Programm.

00:00:30: Am sechstundzwanzigste November findet die Work Awesome in Berlin statt, und entwirft die Blaupause für die Zukunft.

00:00:37: Dein Ticket gibt es unter brandeins.de.

00:00:39: slash work-awesome oder in kurz b.eins dot e slash wea.

00:00:46: Also B wie Bertha, zahl eins de slash we a. Ein Rabattcode!

00:00:52: Den gebe ich dir auch noch mit, nämlich WORK unter Strich Zehn und damit bekommst du zehn Prozent auf dein Ticket.

00:00:57: Arbeit ist nicht nur ein Ort an dem wir gehen sondern auch einen Raum für Ideen die wirklich etwas verändern.

00:01:02: Und diese Ideen findest du nicht nur hier im Podcast sondern auch auf der Konferenz.

00:01:06: da könnte ich mir keinen besseren Werbepartner für Unboxing New Work vorstellen.

00:01:10: Bestell dir also jetzt deinen Ticket für die Work Awesome mit zehn Prozent Rabatt.

00:01:15: wenn du vor Ort bist dann sag kurz Bescheid damit wir uns mal kennenlernen.

00:01:18: Hast du das erledigt und hast ein Ticket in der Tasche?

00:01:20: Dann geht's los mit diesem Podcast.

00:01:22: Viel

00:01:23: Spaß!

00:01:34: Herzlich willkommen zu Unboxing New Work, deinem Podcast für besseres Arbeiten.

00:01:39: Ich bin der Lutz und möchte gemeinsam mit meinen Kolleginnen herausfinden wie modernes arbeiten, Menschen erfüllt und Unternehmen erfolgreich macht.

00:01:48: Bei Hello Agile begleiten wir Menschen und Organisationen auf ihrem Weg zur New Work unter Gielen arbeiten.

00:01:54: Denn New Work ist vielschichtiger als es auf den ersten Blick erscheint und in diesem Podcast tauchen wir gemeinsam in all seine Facetten ein.

00:02:02: Heute bin ich wieder der Lutz, euer Host!

00:02:04: Ich bin Workshop Facilitator und Trainer bei Hello Agile Und mein Gast heute ist Michel Egebrecht.

00:02:11: Michael ist Wirtschaftspsychologe, Autor, Teamentwickler, systemischer Organisationsberater und man kann auch sagen eine Stimme die gerade ganz viel Aufmerksamkeit erfährt sei es in Podcasts, Webinaren durch die Bücher und das hat uns auch heute zusammengeführt denn ein Buch steht bei mir ganz fest im Bücherschrank Entschieden, wie du im agilen Umfeld gute Beschlüsse herbeiführst.

00:02:41: Und darüber soll es heute gehen.

00:02:43: Entscheidungen!

00:02:44: Michael herzlich willkommen.

00:02:46: schön dass du da bist.

00:02:48: Hi Lutz freut mich.

00:02:49: Ja sehr gut.

00:02:52: Wir haben uns vor kurzem kennengelernt in einem Podcast zu dem Nebenprojekt und gewerkt.

00:02:56: okay Da gibt's noch so viel mehr Themen über die wir uns austauschen wollen.

00:03:01: Deswegen freut es mich sehr, dass das jetzt auch heute mit großem Besteck im Unboxing New Work Podcast

00:03:08: klappt.

00:03:09: Ich habe eine Check-in Frage dabei und da es um Entscheidungen geht wie könnte es anders sein?

00:03:15: Michael was war die letzte große Entscheidung, die du persönlich getroffen hast?

00:03:23: Das war der Beschluss in die Vollsebstständigkeit zu gehen.

00:03:28: Also ich war schon mal in der Vollselbstständigkeit, war dann lange auch angestellt.

00:03:32: In verschiedenen agilen Rollen und Führungsrollen unterwegs.

00:03:36: Und bin jetzt aber zurück in die Vollselbständigkeit.

00:03:39: Das war eine große Entscheidung für mich.

00:03:42: Kleines Quiz zu Hause.

00:03:43: Ein Haus das finanziert werden muss.

00:03:46: So dass da ein längerer intensivere Abwägungsprozesse im Vorfeld stattgefunden hat.

00:03:54: Wie lange hast du?

00:03:56: Ungefähr dir das Hirn darüber zermatert?

00:03:59: oder wie muss ich mir das vorstellen?

00:04:00: Pro Kontraliste, wie triffst du solche Entscheidungen.

00:04:04: Das war also im Prinzip eine jahrelange immer mal wieder drüber nachdenken.

00:04:10: dann mit Geburt meines Sohnes bis in den Hintergrund geraten wollte erstmal abwarten wie sich diese noch viel größere Veränderung so auswirkt.

00:04:22: und jetzt hatte In den ersten Monaten des Jahres eigentlich die schöne Situation, dass ich immer mehr Anfragen hatte als ich annehmen konnte in der Selbstständigkeit und das hat mir dann hier und da manchmal ein bisschen weh getan.

00:04:35: Dann Absagen zu müssen aus Kapazitätsgründen und gleichzeitig aber den Mut gemacht.

00:04:39: Na dann ist jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt den Schritt zu wagen.

00:04:42: Okay

00:04:43: sehr schön!

00:04:43: Und wann startest du durch?

00:04:48: Wann geht's los?

00:04:50: Ab Juli ... bin ich dann in einer Vollselbstständigkeit?

00:04:53: Ich weiß nicht genau, wann es ausgespielt wird.

00:04:55: Also wenn unsere Folge ja ausgespät wird aber ob Juli... Das ist viel... ...wie ich dann ganz selbstständig... Das

00:05:00: wird kurz vorher vermutlich sein!

00:05:02: Stark herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung.

00:05:05: und ob Entscheidungen was sind, worüber man überhaupt beglückwünschen muss darauf schauen wir gleich nochmal.

00:05:11: Aber Michael zuerst einmal zu dir, ich habe eben schon gesagt Du hast einen psychologischen Background du schreibst Bücher Du bist systemischer Organisationsberater.

00:05:25: Nimm uns einmal mit auf deinen Weg und in deinen Büchern, hab ich irgendwo gesehen ... du warst auch mal ein Rhetorik-Champion?

00:05:32: Kann man das so sagen?

00:05:34: Lass uns da mal anfangen!

00:05:37: Wo hast du das denn mitbekommen?

00:05:39: Ich habe tatsächlich, soll ich glaube, zwei Vierzehn, zwei Fünfzehn oder zwei Sechzehn Mal in der Organisation Toastmasters... ... als aktiver Teilnehmer mitgewirkt.

00:05:49: Das ist ein Rhetorik, also eine Redner-Organisation... ...mit Tausenden von Clubs weltweit,... ...wo man erst mal redentrainiert und da gibt es auch Wettbewerbe.

00:06:02: Und ich habe auch an Wett bewerben teilgenommen... ...und auch nicht so unerfolgreich teilgenommen.

00:06:08: Ja, im Jahr zwei tausendsechzehn hab' ich dann ne Norddeutsche Rednermeisterschaft.

00:06:15: Das heißt da noch ein bisschen anders?

00:06:17: Aber genau.

00:06:18: Im Prinzip bin ich dann für meinen Verein angetreten gegen ganz andere Vereine, nachdem ich da im Vorfeld auch schon mich zweimal... Gibt es auch so Hierarchien?

00:06:30: Wer war sich da konfiziert?

00:06:31: Genau und danach habe ich mir auch aufgehört!

00:06:33: Also das war dann doch eine relativ kurze Geschichte aber einer die mir total viel Spaß gemacht hat und wo ich dann auch einfach viel lernen konnte mit Leuten.

00:06:43: Das ist schon wirklich toll in der Organisation.

00:06:45: Da trifft man ... alle möglichen Leute, also von der ... ... siebzigjährigen Irmgardt die auch noch mal lernen möchte vor Leuten zu reden.

00:06:53: Und das war auch als einen Kontaktpunktsuch neben dem Manager... ...der große Angst hat vor Leuten zusprechen und neben... ...und leuten wie mich die quasi frisch noch ich glaube sogar noch im Studium angefangen haben.

00:07:07: So ah das macht mir irgendwie Spaß!

00:07:09: Ich möchte da mehr Bühne haben.

00:07:11: okay ja

00:07:12: Stark.

00:07:13: Und nach dem Studium ging es dann in verschiedene agilen Rollen oder kam erst die Selbstständigkeit, also vielleicht kannst du sein Werdegang ganz kurz skizzieren?

00:07:24: Ich habe schon relativ früh im Studium, zwei Tausend Dreizehn eine ständische Beratung gegründet und hab da alles möglich probiert.

00:07:33: und was funktioniert hat waren aber am Anfang so Kommunikations-Trainings und Teamentwicklung.

00:07:38: Das habe ich immer mehr gemacht.

00:07:40: Zwei Sechzehn, dann eine Mediationsausbildung.

00:07:42: Und nach dem Studium habe ich das eine Weile weitergemacht auch in der Vollsebstständigkeit schon mal und bin da... ...das Fantetätigkeiten total cool.

00:07:52: was mich aber genervt hat war so des administrative Rechnungsschreiben Angebote machen Akquise fand ich ätzend.

00:07:59: also ich hab auch kalter Quiz in der Zeit lang gemacht.

00:08:01: Da lernt man Ablehnungen aushalten War nicht so meins.

00:08:06: und dann war die agile Welle gerade auf so einem Hype würde ich sagen.

00:08:11: Und ich dachte Scrum Master klingt irgendwie cool, das klingt wie Team-Entwickler ohne Rechnung geschrieben.

00:08:16: Das würde ich gerne machen, habe mich dann bei der Autogruppe beworben und bin dann bei Hermes die Logistiker von Otto untergekommen war da Scrum master Agile Coach und dann nochmal disziplinärisch zwei Jahre für verschiedene Softwareentwicklungsteams verantwortlich hatte dann dort auf einmal wieder mehr administrativen Kram an der Hacke Und bin dann nochmal zur Generali gewechselt.

00:08:39: Also großer Versicherungskonzern war da, als Agile Coach unterwegs auch in verschiedenen Teams Scrum Master und zuletzt Release Train Engineer also unserem skalierten Safe Konstrukt für die übergreifende Koordination einer größeren Organisation, einer mit vielen Teams verantwortlich Genau, also das ist mein Angestellten dasein.

00:09:05: Ich hab immer nebenbei Projekte gemacht war zuletzt auch nur in Teilzeit noch angestellt und die Selbstständigkeit hatte so je nach Lebensphase mehr oder weniger Spielraum.

00:09:16: aber meine Lieblingskunden habe ich immer behalten durch die Bücher.

00:09:19: tatsächlich muss sich dann irgendwann auch keine Kalt acquisition machen sondern eigentlich über Marketing Buchmarketing oder ja auch bei Podcasts tatsächlich immer so dann Anfragen bekommen und das jetzt ein Ausmaß angenommen, wo ich gedacht habe, ja jetzt kann ich ohne kalte Akquise zurück in die Vollsebstständigkeit.

00:09:39: Stark!

00:09:40: Ja, das freut mich total.

00:09:42: Du bist gerade auch immer wieder ins systemische Agil den Podcast zu hören – absolute Hörempfehlung.

00:09:49: Und ... Ich war ein bisschen traurig als dieser Podcast... Als man merkte es lief so aus.

00:09:56: Dann habe ich mich sehr gefreut, dass es weitergeht und auch mit dir als Stimme da weiter geht.

00:10:02: Und der steckt ja der Begriff systemisch drin!

00:10:07: Ich weiß aus deinen Büchern deine Perspektive auf Organisationen ist stark system theoretisch geprägt würde ich sagen Kannst du?

00:10:18: Okay, gemeine Frage.

00:10:19: Aber kannst du unsere Hörerinnen und Hörern mal mitnehmen?

00:10:23: was steckt hinter dieser system?

00:10:24: theoretischen Betrachtungsweise also wie muss man sich das vorstellen?

00:10:29: ich weiß nicht ob ich jetzt unendlich weit den Sack aufmache aber Ich merke dass das System ist Systemtheorie dass das schnell so hingeworfen wird Und mein glaub darstellen sich wohl alle das gleiche drunter vor aber es ist ja ein bisschen komplexer.

00:10:44: Ja, das könnt ihr jetzt schon

00:10:45: dauern.

00:10:46: Aber ich versuch's mal sehr runterzubrechen!

00:10:52: Also meine Idee ist...

00:11:01: Das ist ja... Manchmal fragt man sich als Podcast-Host auch wie hätte ich diese Frage beantwortet?

00:11:10: Aber gut,

00:11:11: mich hau

00:11:12: raus!

00:11:16: Die Theorie, mit der man so auf die Welt guckt, bestimmt ja ganz stark von dem was man sieht und wie man sich das, was man sie erklärt.

00:11:24: Und je nachdem wie man es sich die Welt so erklärt kommt man auf andere Handlungsideen.

00:11:28: Deswegen finde ich die Theorie könnt mal wieso eine Brille betrachten durch die man durchschaut und die Systemische... Ich bin da relativ system theoretisch und dann auch speziell einigermaßen stark nach Luhmann ... geprägt, aber da gibt es dann noch andere große Namen wie... ... Herbert Simon Karl Weig.

00:11:50: Also so ein paar ... ... Organisationssoziologen die mich da sehr geprägte haben.

00:11:55: und ich mache mal nur einen Beispiel wie eine Brille anders ausschauen kann.

00:11:58: Wenn ich nicht auf Teams gucke, dann gucke ich ganz stark darauf welche soziale Ordnung im Sinne von Spielregeln haben sich hier eigentlich ausgebildet?

00:12:07: Und erkläre mir das was da im Team passiert gar nicht so sehr als Die Leute tun das, weil sie bestimmte Charaktere sind oder weil sie die Persönlichkeit mitbringen sondern viel stärker.

00:12:17: Was sind hier die Luhmanns-Begreffwärts Erwartungsstrukturen oder Erwartungserwartungen?

00:12:23: Wie man sich hier zu verhalten hat.

00:12:25: und dann gibt es Teams, die haben ganz viele alle Teams, haben explizite Erwartungen Strukturen wir beginnen jeden Morgen umzählen mit unserem Daily Wir verteilen Aufgaben auf eine bestimmte Art und Weise Und ganz viel bildet sich aber auch implizit aus, ohne dass man je drüber gesprochen hat.

00:12:45: Immer wieder ist Money der dafür verantwortlich ist das Dashboard für den Betrieb im Blick zu behalten.

00:12:52: Es ist irgendwie ganz klar bestimmte Entscheidungen architektonischer Art werden nur getroffen wenn alle in dem bestimmten Meeting dabei sind.

00:13:02: andere Entscheidungen dürfen auch getroffen werden Wenn es einfach mit denen die anwesend sind.

00:13:09: Und das ist so eine Brille, die ich immer aufhabe und gucke mir an.

00:13:13: Welche Spielregeln scheinen hier zu gelten?

00:13:16: Und lenken das Verhalten ganz stark.

00:13:19: Eine zweite Brille... ...die das themische auch stark betont ist.

00:13:24: Ich betrachte das was im Team passiert immer im Kontext des Rahms.

00:13:29: also inwieweit wird beeinflusst das was in der Organisation passiert, dass was im team passiert.

00:13:38: Aufträge, die damit beginnen dass ein Team nicht so performt aus Sicht eines Management Vertreters von Führungskräften.

00:13:47: Die dann sagen das Team ist wenn man vor Giel umgestellt.

00:13:52: wir haben die Idee und die Erwartungen gehabt dass sie jetzt irgendwie innovativer sind coole Ideen entstehen haben Design Thinking Workshops rauf und runter gemacht, da sind doch Ideen entstanden aber irgendwie richtig kreativ innovativ ist das Team überhaupt nicht.

00:14:10: Und dann gucke ich mir immer den Rahmen an weil ich davon ausgehe dass was in einem Team passiert ist ganz stark dadurch bedingt was die Rahmenbedingungen sind und stellt man möglicherweise fest ah okay spannend.

00:14:19: hier gibt es eine One-Face zu customer policy.

00:14:22: Das Team hat überhaupt keinen Draht zum Endkunden und darf ihn auch nicht haben weil's ne Fachabteilung gibt die sich das vorbehält kreative Ideen für Probleme zu überlegen, die es nicht aus erster Hand verstehen kann und darf.

00:14:36: Möglicherweise steht das Team so unter Zeitdruck, sodass es völlig absurd wäre wenn man sich jetzt Zeit nimmt, sich kreativ Ideen zu überlegt oder Sachen ausprobieren.

00:14:46: Das war eine zweite Brille, die für mich systemisch ist.

00:14:48: Ich gucke immer... Und das ist auch sehr lumanschisch systemtoretisch geprägt und da habe ich das finde ich sehr gelernt.

00:14:57: diesen Blick auf die Funktion Also die Annahme alles was passiert, kann Funktion haben.

00:15:04: Die man auf den ersten Blick vielleicht nicht so schnell sieht.

00:15:07: also wenn ich als Hardcore Agilist sehr normativ geprägt wir sollten alle... ...auf Augenhöhe sein und so weiter.

00:15:20: Und dann komme ich in Team Rheinland-Steff fest bohr.

00:15:23: immer wenn die Ute was sagt werden alle leise Und es scheint hier eine ganz stark ausgeprägte Informelle Hierarchie zu geben, also das Wort hat einfach massives Gewicht.

00:15:33: Dann versuche ich da... ...ne Distanz draufzubekommen und zu belegen, was daran ist über vielleicht auch gut?

00:15:40: Was auch nicht!

00:15:41: Das kann sein dass sich Leute Darüber so ärgern, dass die Nachts nicht mehr schlafen können.

00:15:46: Was nimmt sich eigentlich raus?

00:15:48: Das ist nicht so hilfreich für ein Team.

00:15:49: Es kann sein das die Ute aber auch ganz lange wartet bis sie das tut und es erst dann tut wenn das Team in so einer Sackgasse gelandet ist und darüber Verhandlungsfähigkeit sorgt weil ich sage komm jetzt lass uns mal links gehen!

00:15:59: Das kann sein, dass wenn Ute im Urlaub ist das Team überhaupt nicht entscheidungsfähig ist.

00:16:03: Soll ich sagen okay das ist ziemlich dysfunktional in dem Aspekt und da sehr differenziert drauf zu gucken und all das was man so in Organisationen sieht immer aus der Brille zu betrachten, was daran ist funktional.

00:16:15: Es gibt zum Beispiel auch den schönen Begriff erbrauchbare Illegalität.

00:16:19: Also selbst wenn Leute von Regeln abweichen kann man da immer noch hin gucken und sagen das ist vielleicht hilfreich, weichen die vielleicht genau in den richtigen Stellen von dem Regeln Ab und es ist auch gut dass sie's tun.

00:16:29: und natürlich gibt es aber auch Regeln wo es hilfreich und wichtig ist, dass die Regeln eingehalten werden.

00:16:33: also das wäre für mich... Typisch systemisch und ich mache noch ne vierte

00:16:37: gerne, gerne.

00:16:39: Aber also mich zu jeder Brille musst du nochmal in den Podcast wiederkommen.

00:16:45: Zumindest so ein zwei aber gerne die vierter Brille ja?

00:16:49: Genau man kann da... Also ich mach einen Dreiteger Team Entwicklungsseminar systemisch.

00:16:54: Da geht es im Prinzip genau darum diese vier Berillen aufzutröseln.

00:16:57: Und die vierte ist der die konstruktivistische Perspektive Also die Annahme, alles was wir sehen ist eine Konstruktion.

00:17:09: Und wenn ich dann mit Teams arbeite gehe auch davon aus okay der konzentriert sich hier erstmal seine Wirklichkeit und da leitet sich ganz viel daraus ab.

00:17:17: also dass ich sagen würde... Die Leute reagieren nicht auf dich sondern auf das Bild was sie von dir haben.

00:17:23: Es ist wichtig die Idee davon zu kriegen welches Bild haben Sie denn?

00:17:27: Deswegen stelle ich... Also wahnsinnig viele praktische Ableichterungen, Auftragsgärmung frage ich nach.

00:17:34: Welches Bild geistert mir denn voraus?

00:17:37: Und es macht einen Unterschied ob ich im Sinne...

00:17:39: Also dir persönlich als Mensch der da reinkommt?

00:17:43: Genau!

00:17:44: Das macht den Unterschied.

00:17:45: wenn das Bild ist, ah das könnte ... Der hat einen guten Draht zum Vorstand.

00:17:48: vielleicht ist er auch irgendwie nur ein Kontrolleur der jetzt mal hier rein gucken soll.

00:17:51: dann wird mir das Team anders begegnet als wenn ich aus der Ansicht ... genau die richtige Person bin.

00:17:56: Oder wenn ich, wenn mir in der Ruf vorauseilt... Ich bin Wadenbeißer,... dann treffe ich auf ein Team was ich denke,... Gott sei Dank endlich mal jemanden der hier das Management in die Schranke weisen kann oder... Bisschen Dinge für uns.

00:18:08: Endlich mal durch Boxe.

00:18:10: Oder ich treffe auf einem Team... Was unter dieser Zuschreibung eher die Reaktion von um Gottes Willen... Jetzt kommt hier wieder jemand, der uns von links nach rechts umkrempeln möchte und diese Bilder sind aber so entscheidend... Für das was mich da begegnet und für die Art und Weise wie ich da noch... in dem Team starte.

00:18:26: Das ist so eine Ableitung aus der Wirklichkeitskonstruktion, ich hatte eben schon eingeleitet für mich die Theorie ganz entscheidend wie man was man beobachtet und wie man sich die Welt erklärt mit welchen Annahmen man durch die Gegend guckt.

00:18:41: auch das ist eigentlich ein Aspekt von Wirklichkeit.

00:18:43: Konstruktionen.

00:18:45: und wenn wir Fragen stellen oder Modelle wählen dann lenken wir die Aufmerksamkeit immer auf bestimmte Aspekte Und auf ganz viele Aspekte nicht.

00:18:56: Also wenn ich in einem Team, in einem Veränderungsprozess irgendwie die auf die Change Kurve gucke... Ich glaube die kennen relativ viele.

00:19:03: Das sind Teams verschiedene emotionale Phasen zu laufen.

00:19:05: Dann gucke ich vor allem auf emotionale Verfasstheiten und gucke auch ganz viele andere nicht.

00:19:11: Da schwingt bestimmte Annahmen mit so dem Modell ein her nämlich dass es bestimmte Phasendipte durchlaufen werden.

00:19:17: Die können wiederum... Jetzt sehen wir das Zibrillen sich überlappen Funktional und dysfunktional sein.

00:19:23: Funktionale kann es sein, wenn die Leute merken, okay das ist ein Stück weit normal, dass hier bestimmte Emotionen auftauchen.

00:19:29: Das ist nicht schlimm sondern das gehört dazu.

00:19:31: Dysfunktional kann sein, dass vielleicht ankommt, wenn man dann so einen Modell nimmt... Dass bei den Leuten ankommt naja seid jetzt quasi wie in der Pubertät, das geht vorbei.

00:19:41: Und ich darüber einen Widerstand erzeuge weil die Leute sich denken ne ich habe hier einen ganz ernst gemeinten, ganz ernst gebein Grund warum ich da nix von halte?

00:19:48: Also auch da würde Der systemisch-konstruktivistische Blick macht ganz stark, das mitzureffektieren.

00:19:57: Also welche Annahmen habe ich eigentlich wenn ich mit einem bestimmten Modell arbeite?

00:20:00: Wenn ich eine bestimmte Frage stelle wo leucht ich hin und wo nicht... Und das sind Konstruktionen.

00:20:05: also man könnte immer auch anders auf die Welt gucken und ich komme nicht auf die Idee nach irgendwie einer Form von Objektivität zu suchen sondern wir müssen irgendwie miteinander klarkommen Auch wenn wir uns unterschiedliche Wirklichkeiten konstruieren und eben Diskurs kommt man ja dann häufig zusammen.

00:20:22: Stark, danke!

00:20:23: Das war eine sehr kompakte Einführung sozusagen.

00:20:28: jetzt wissen wir wer du bist und wir wissen mit welchen Brillen du auf deine Arbeitschaos oder deinen Wirkenschaus und jetzt schauen wir mal auf das Thema entscheiden.

00:20:41: Du hast dieses wundertolle Buch geschrieben.

00:20:44: also ich kann es unseren Hörerinnen und Hörern nur empfehlen.

00:20:47: wenn ihr Anfasst ist es rot.

00:20:53: Wie nimmt man das?

00:20:54: Abgeflachte Seiten, also auch ein Format, das ins Auge sticht und wenn's in der Hand hat... Also es fühlt sich an wie ein guter Verbündeter, so den man jetzt mitnimmt heimlich in seine Manteltasche im Buchhandel natürlich voll bezahlen.

00:21:08: Und du hast mal einen Satz gesagt kein Buch ohne Leidensgeschichte oder irgendwie sowas.

00:21:14: war denn die Leidensgeschichte hinter deinem Buch, oder wie ist das entstanden?

00:21:19: Bist du morgens aufgewacht und hast entschieden jetzt braucht es ein Buch über Entscheidungen.

00:21:25: Tatsächlich habe ich mich als ich so in die agile Welt reingesprungen bin immer wieder in so Runden wiedergefunden wo viele Leute um einen großen Tisch saßen und versucht haben meinen Konsens zu finden Und ich dann immer wieder festgestellt hab dass man sich ganz häufig nur auf die Beilbehaltung des Status Quo's eidigen konnte oder auf so minimale Veränderungen.

00:21:48: Und ich habe gedacht, erst mal ist das zählte Leute scheinen nicht... Also ich war nicht glücklich.

00:21:54: aber auch viele Leute sind nicht so glücklich zu sein, dass man jetzt hier irgendwie alles ausdiskutieren muss und man kommt nicht so richtig zur ernsthaften Veränderung.

00:22:02: Das wäre echt so ein großes Frage, da ich mich halt okay, das kann doch nicht als Rätselz-Lösung sein?

00:22:08: Ich glaube inzwischen Wenn man sich da auch in der Agilität ist nicht Basis-Demokratie, aber ich habe es damals erlebt als häufig von entscheidet jetzt selbst und wenn man an einer Gruppe sagt entscheidet sich jetzt selbst.

00:22:22: Und man hat keine Formaleherregie dann ist er erst ein Pilzhaar weg gut.

00:22:26: Dann wollen wir jetzt ja natürlich auch niemanden sozusagen einfach einen anderen Rang geben, dann wird mal diskutiert.

00:22:32: also ich halte das für eine Rahmenbedingung die oft dazu führt dass sich sowas wie eine Konsensnorm ausprägt Und das hat aber auch Dysfunktion, um in dem Gespräch von ihm zu kommen.

00:22:44: Ich habe mir dann überlegt... Das muss doch irgendwie anders gehen und hab dann recherchiert und hab mit vielen Organisationen gesprochen, die sich auf die Fahne geschrieben haben sehr agil zu sein.

00:22:56: Ich hab dann immer gefragt was lasst ihr denn von Teams entscheiden oder zwischen Teams entscheiden?

00:23:00: Dann findet man ja auch so Organisationen, die sagen uns werden auch Gehälter Partizipativ entschieden oder bis zur Kündigung.

00:23:12: Das sind so die extremen Beispiele, die fand ich spannend aber auch ganz viele andere Sachen.

00:23:16: und ich würde sagen es gibt viele Dinge die können Teams gut entscheiden und es gibt bestimmte Dinge wo ich sage boah da wäre ich vorsichtig das einfach in ein Team zu gehen.

00:23:23: Okay!

00:23:24: Da muss mir einen Knoten ins Taschentuch machen weil zu schauen Was sind diese Themen, die gut für ein Team sind?

00:23:33: Und was sind Themen ... wo Teams vielleicht auch an ihre Grenzen kommen, find ich super spannend.

00:23:38: Schauen wir gleich drauf.

00:23:39: Lass uns mal so ganz basic anfangen.

00:23:43: Was würdest du sagen ist eine Entscheidung!

00:23:46: Also dass wir eine gemeinsame Sprache treffen.

00:23:50: Ja, gerne.

00:23:51: Ich kann da meine Beobachtung teilen.

00:23:54: Ganz häufig sitze ich hier wie in Meetings oder in Workshops und die heißen Die heißen Großentscheidungs-Meeting oder so.

00:24:03: Ja, dann merkt man so richtig viel zu entscheiden gibt es ja gerade eigentlich nicht.

00:24:08: deswegen würde mich interessieren was würdest du sagen ist überhaupt eine Entscheidung?

00:24:13: Also die kurze Definition eine Wahl zwischen verschiedenen Optionen trotz Unsicherheit treffen?

00:24:18: also es gibt irgendwie mehrere Dinge zur Auswahl wäre Wege die man gehen könnte und man hat eine Unsicherkeit.

00:24:23: Und dieser Unsicherheitsaspekt, der ist zentral.

00:24:27: Also wenn klar wäre was richtig ist, wäre es keine Entscheidung.

00:24:30: Es gibt so ein schönes Zitat von Heinz von Förster, du nix schon, der sagt nur die Fragen, die prinzipiell unentscheidbar sind können wir entscheiden.

00:24:38: Natürlich total paradox gebaut das Zitat aber irgendwie passend.

00:24:42: also wenn klar ist was richtig dann ist keine Entscheidung mehr sondern es bleibt ein Stück Unsicherheit und den überwindet man transformiert dann quasi diese Unsicherheit in, naja wir tun jetzt mal so als wenn wir wüssten umhandlungsfähig zu sein.

00:24:55: Steck!

00:24:56: Du siehst mich lachen weil in unserem Buchprojekt fängt das aktuellen Buchprojkt fängt es Entscheidungskapitel mit diesem Zitat an Und ich bin mir noch unsicher, ob es am Ende da bleibt.

00:25:10: Ich find den Gedanken großartig zu sagen ... Man braucht nur ohne diese Unsicherheit keine Entscheidung.

00:25:16: Aber ich weiß nicht, ob's zersperrig ist.

00:25:18: Ich finde das eine wichtige Erkenntnis.

00:25:20: Weil wenn man ... Ich weiß nicht wie du das beobachtest, aber ich erlebste manchmal, dass Gruppen so glauben, wenn wir nur lang genug diskutieren, fällt die Entscheidung vom Himmel?

00:25:32: So!

00:25:32: Und dann denk ich mir so, nee.

00:25:34: Dann ist es im Prinzip keine Entscheidung mehr.

00:25:35: Wenn ihr lange ausdiskutiert und merkt von sieben Varianten Gipsen ... Ist nur die eine gangbar!

00:25:42: Der Rest steht gar nicht zur Wahl.

00:25:46: Dann habt ihr halt gut keine Entscheidung getroffen bzw.

00:25:49: habt ihr keine Entscheidung treffen müssen?

00:25:52: Wie siehst du das?

00:25:53: Ja, und da glaube daran, dass man diese Erleuchtung ... Dass irgendwann halt die goldene Option vor allem erscheint, der kann ja total dysfunktional sein.

00:26:02: Also kritisch sein weil man dann einfach ewig analysiert und sucht.

00:26:04: Und da kommt man aber oftmals nicht hin.

00:26:06: Und gerade wenn man auf Organisationen guckt und stellt mir fest es gibt immer wieder Spannungsfelder zwischen was hilft uns kurzfristig?

00:26:14: Was hilft uns langfristig ?

00:26:15: Kann sich widersprechen.

00:26:16: Da wird man nicht sozusagen das eine oder gegen das andere sondern bleibt ein Spannungfeld oder Sicherheit.

00:26:21: würde es Geschwindigkeit oder Qualität versus Quantität?

00:26:24: werden wir immer wieder diese Spannungen in Organisation wo wir Entscheidungen treffen müssen, um auf heran zu kommen.

00:26:31: Aber werden nicht sozusagen die Erleuchtung finden wenn wir nur lang genug analysieren.

00:26:36: Ich würde gerne einen Aspekt zur Definition machen nämlich ich wird Entscheidungen noch vom Entscheidungsprozess unterscheiden weil ich ganz viel eigentlich über Entscheidungs Prozesse spreche.

00:26:50: Wenn man sagt die Entscheidung ist die letztendliche Wahl passiert ja im Vorfeld häufig schon ganz viel und die letztendliche Wahl zusammen mit allen vorbereiten Schritte, der wir sammeln Optionen.

00:27:02: Wir bewerten die Option und so weiter.

00:27:06: Das würde ich sozusagen... das würde ich umklammern als den Entscheidungsprozess.

00:27:13: Und das finde ich wichtig.

00:27:14: also dann das sozusagen das was für uns in der Organisation eigentlich interessant ist und vor allem Entscheidungs Prozesse und nicht nur diese letzten Akte.

00:27:21: Ja

00:27:22: ja total spannend!

00:27:23: Ich find dass auch immens wichtig, das zu trennen.

00:27:26: Weil ich beobachte in Workshops zum Beispiel ganz häufig dieses ... Man bewertet gerade noch Optionen so und du hast, finde ich immer die eine Person oder zwei Personen, ja dann ist das jetzt ja entschieden.

00:27:41: Und man denkt so nee gar nicht.

00:27:45: im Moment betrachten wir nur die Sachen da aber auch nochmal die Bremse reinzulegen auf diese Entscheidungsprozesse zu schauen, finde ich ... ja.

00:27:54: Sehr wichtig!

00:27:56: Ähm so.

00:27:57: Knoten im Taschentuch bevor ich's vergesse.

00:27:59: Du hast eben gesagt es gibt Themen wo Teams gut entscheiden können.

00:28:03: Es gibt Themen, wo das aber vielleicht gar nicht der Fall sein muss.

00:28:07: Du hast beschrieben dass Teams manchmal so eine Konsensnorm entwickeln.

00:28:12: Nimm uns da mal mit.

00:28:13: Wo würdest du sagen sind Entscheidungen in Teams besonders gefragt?

00:28:19: Also ich würde mir immer die Frage stellen Wo haben die Leute das Know-how?

00:28:25: Also wo lohnt es sich, dass auch mehrere Leute zusammen diskutieren und denken.

00:28:30: Und wenn's irgendwie kreative Lösungen braucht... Wenn das notwendige Know-How für eine Entscheidung auf verschiedene Köpfe verteilt ist, dann brauchst du einer Thieler, einen Fachbereichler oder Juristen.

00:28:42: Dann finde ich es häufig hilfreich überhaupt in Gruppen zu entscheiden, also mit mehr Leuten zu entscheiden.

00:28:48: Ganz häufig brauchst du es aber auch gar nicht.

00:28:50: Also gibt ja genug Entscheidungen, die keine Einzelpersonen auch super entscheiden.

00:28:53: Es gibt bestimmte Entscheidungen wo's mir viel lieber ist um die Entscheidung von einem Juristen zu bekommen als dass sich der NPC-Leute kreativ werden lassen.

00:29:04: Das wäre so eine zentrale Frage um zu unterscheiden was kann das Team selbst entscheiden?

00:29:11: Was denke ich, wo hat das Team?

00:29:13: die Kompetenzen?

00:29:15: einfach selbst.

00:29:16: und dann gibts ein paar Kriterien.

00:29:19: dass ich einmal schaue, gibt es potenzielle Konflikte zwischen Teaminteressen und Organisationsinteressen.

00:29:25: Also in ganz vielen Fällen fällt das zusammen.

00:29:29: Also auch Teams haben Interesse daran einen wichtigen Beitrag für die Organisation zu leisten.

00:29:36: Auch Teams wollen sinnvolle Dinge tun.

00:29:38: Auch teams wollen Kundenzufriedenstellen.

00:29:40: In ganz vielen fällen passt zusammen Aber es gibt auch eine ganze Menge Fälle, wo das nicht so gut zusammenpasst.

00:29:44: Also, wo Team und Organisationsinteressen möglicherweise voneinander abweichen?

00:29:47: Also da kann's das Team geben was möglicherweise ein anderes Software auswählen würde.

00:29:53: aber die Organisation sagt naja wir wollen aber eines Software einkaufen mit den alle Teams arbeiten.

00:29:56: dass ist viel günstiger.

00:29:58: oder in dem Fall hatte ich mal... Was mir sehr auf die Fisse gefällt.

00:30:05: Die Programmiersprache, oder?

00:30:07: Ja, genau.

00:30:08: Habe ich schon mal erzählt irgendwo?

00:30:10: Nee,

00:30:10: ich glaube in deinem anderen Buch beschreibst du es aber ja was so fasziniert hier.

00:30:14: Ja.

00:30:15: Genau.

00:30:16: Offen gelassen... Ne, ihr dürft euch die Programmiersprache auswählen.

00:30:19: Da haben tolle Software entwickelt hat gut funktioniert und nach zwei Jahren haben wir festgestellt dass wir wahnsinnig abhängig von den Teammitgliedern waren, die zu einem großen Teil des Exzern bestanden und das hat sich in der Verhandlung dann Schwierig gestaltet, weil wir nicht berücksichtigt haben.

00:30:35: Ah okay das Interesse des Teams ist möglicherweise einfach eine Programmiersprache zu wählen die sie sinnvoll halten vielleicht auch die Spaß macht wo man was neues lernen kann.

00:30:47: Auch alles liege Team Interessen.

00:30:48: Vielleicht gab es auch Interesses weiß ich nicht will ich auch keinem unterstellen.

00:30:51: aber es könnte auch sein dass Leute schon karriere strategisch mitgedacht haben gesagt haben naja das ist doch gut.

00:30:56: wenn wir die einzigen sind die die Sprachgebeherrschen dann müssen wir nicht befürchten dass man sich austauschen kann Und gleichzeitig gibt es Organisationsinteressen, wie die Leute austauschbar halten.

00:31:09: So dass ich im Nachgang sagen würde das wird mir nicht normal passieren sondern wenn ich in der Verantwortung bin hier in die Organisations-Interessens zu schützen kann ich nicht erwarten, dass ein Team das immer mitdenkt also alle übergreifenden Interessen mit dem Kopf zu haben.

00:31:24: Das würde ich abwägen.

00:31:25: und wenn ich Interessenskonflikte zwischen Team und Organisationsinteressen vermute dann würde Zumindest nicht einseitig dem Team.

00:31:32: Ich kann trotzdem auch diskutieren mit dem Team, um Argumente anhören und so weiter... Aber da wäre ich vorsichtig!

00:31:37: Und manchmal gibt es ja auch wirklich Entscheidungen.

00:31:41: Der Bernd Österreich hat ein gutes Buch geschrieben über das kollegial geführte Unternehmen.

00:31:47: Das

00:31:47: erkenne ich nicht aber nimm uns

00:31:49: mal mit.

00:31:50: Also modernes Organisationsmodell wo im Prinzip viel Hierarchie, formale Hierarchies abgeschafft wird.

00:31:57: und der sagt aber die Entscheidung zu so einem Modell, die kommt immer hierarchisch.

00:32:05: Das wäre niemals im Konsenszustand gekommen.

00:32:07: und Stefan Kühl auch.

00:32:09: übrigens eine große Empfehlung für Leute, die den systemischen Blick auf Organisationen lernen wollen oder sich dafür interessieren.

00:32:17: der sagt in irgendeiner Podcast Folge agile Organisation sind strukturkonservativ.

00:32:25: also sie können sich gut voran iterieren.

00:32:28: aber so richtig Richtig große Änderungen kriegst du nicht hin, zumindest dann nicht wenn ganz viele Leute mitreden möchten und es einen Konsens braucht.

00:32:39: Und das passt sehr zu meiner Erfahrung.

00:32:41: also du kannst manche schwierigen Entscheidungen.

00:32:44: Kriegst so über eine Hierarchie, über eine Vorgabe einfach relativ leicht durchgesetzt die sonst nicht zustande käme.

00:32:52: und ich habe auch da ein Beispiel.

00:32:55: Da hatten wir Teams wirklich hoch selbstorganisierte Teams, die alle so ihre Domäne hatten.

00:33:04: Also einen sehr klaren Verantwortlichkeitsbereich.

00:33:09: und dann stand irgendwann im Raum... Und in diesem Verantwortungsbereich durften die Team selbst priorisieren, durften ganz viel selber entscheiden, konnten weitestgehend autonomen agieren, mussten sich kaum miteinander absprechen war total cool.

00:33:21: also da es Agilität auch finde ich total zum Fliegen gekommen.

00:33:25: Dann stand irgendwann dem Raum wir wollen jetzt mal ein Großprojekt machen Und die Organisation hat das gesagt.

00:33:33: Das fanden die Teams überhaupt nicht gut, weil sie wussten wenn wir jetzt hier so ein Großprojekt machen dann sind wir auf einmal wieder in kleines Rädchen im Großen Ganzen.

00:33:41: Wir dürfen nicht mehr selbst entscheiden.

00:33:43: Wir müssen Priorisierung von anderer Stelle hinnehmen und uns viel mehr abstimmen.

00:33:49: Wir können nicht mehr auf die Kundenbedürfnisse selber direkt agieren sondern dafür gibt es einen anderen Bereich Und das kann ja für die Organisation durchaus sinnvoll sein, sich aber vorzubehalten.

00:33:57: Am bestimmten Stellen wollen wir über solche Entscheidungen treffen können und da würde ich sagen okay, da kann so eine Rahmenentscheidung von außen wirklich Sinn machen.

00:34:07: Und dann gibt es ein neuer Punkt, Entscheidungen, die einfach auch sehr fordern also gruppendynamisch überfordern oder von der Komplexität überforderen können.

00:34:21: Also nehmt ein Team zu sagen, eure Aufgabe ist es auch über Kündigung selbst zu entscheiden.

00:34:26: Das Gruppendynamisch aus meiner Sicht eine Zumutung.

00:34:30: Ich habe einige Organisationen untersucht die haben gehälter Partizipativentscheidend lassen oder Weiterbildungsbudgets partizipativ entscheiden lassen.

00:34:41: und was ich das ist damals keine super umfangreiche Studie.

00:34:46: aber was zumindest in den Organisation hier wiedergespiegelt wurde oder deutlich wurde ist, da bilden sich meistens dann relativ enge Spielregeln aus.

00:34:57: Also das dann doch irgendwie... Dann wird nicht mehr nach Leistung beispielsweise Gehalt verteilt sondern nach Seniorität weil dann hat man ein hartes Kriterium.

00:35:06: jetzt kann man messen da sind sich alle einig.

00:35:08: Also, ne?

00:35:09: Dann kann man sich angucken.

00:35:10: Okay aber wie viel hat man dann davon?

00:35:12: oder ist es nicht vielleicht doch funktional für die Organisationen dass man Gehäter noch mit seinen Führungskraft aushandeln muss und sich nicht vor allem sein Kollegen rechtfertigen muss?

00:35:19: so ich werde gerne das und das mehr.

00:35:23: also da würde ich auch immer gut hin.

00:35:24: schon was mutet man der Gruppe damit zu?

00:35:26: oder wenn man bei einer Kündigung auf seine Kollegen zeigen muss und sagen muss Ich finde eigentlich bräuchten wir dich nicht mehr.

00:35:32: Ja Das würde ich mir gut überlegen.

00:35:35: Da halte eine hierarchische Organisation mit disciplinarischen Führungskräften einfach auch wirklich für eine Entlastung.

00:35:43: Ja, und eine Organisation stellt halt darüber sicher das überhaupt eine Entscheidung getroffen werden kann.

00:35:50: also wenn wir sagen fünf Leute müssen im Konsens darüber entscheiden ob jetzt jemand gehen muss oder nicht Wir treffen keine Entscheidungen.

00:36:00: Dann sind wir wieder bei dem Eingangsbeispiel, die sehr nah daran sind, den Status kurz zu erhalten?

00:36:05: Ja.

00:36:06: Spannend!

00:36:08: Du hast gerade ... Also, wir fassen kurz zusammen.

00:36:11: Entscheidung und Sicherheit.

00:36:13: Man braucht die Auswahl nicht immer.

00:36:19: Es ist klug zu sagen, wir setzen komplett auf Teamsentscheiden selbst.

00:36:24: Da schauen wir auf... Teaminteresse oder das Organisationsinteresse, was häufig Deckungsgleich ist.

00:36:29: Aber nicht Deckungs-Gleich sein muss.

00:36:32: und auch wir gucken auf darauf wie viel Entscheidung kann man überhaupt zumuten?

00:36:40: Genau ja, zumuten ist da glaube ich das richtige Wort!

00:36:42: Du hast jetzt eben schon so Gruppendynamik gesagt und ich finde es auch in dem Buch.

00:36:48: Du schreibst über psychologische Effekte, Gruppendynamik diesen Entscheidungsprozess insgesamt.

00:36:54: Was müsste ich mir so in mein kleines Moderatoren-Notizbuch schreiben?

00:37:01: So aus einer gruppendynamischen Perspektive ... Weil ich finde erst mal überhaupt die Erkenntnis ist auch eine Zumutung gut.

00:37:08: Das gibt's dann noch so!

00:37:09: Ja also wenn man erstmal davon ausgeht es gibt bestimmte Entscheidungen das ist sinnvoll dass sie von der Gruppe getroffen werden.

00:37:17: Also mit Gruppe meine ich jetzt in Interaktion, da sitzen Leute zusammen zum Beispiel im Workshop und diskutieren.

00:37:25: Und das ist hofft sinnvoll.

00:37:27: wenn dann vieles gedacht werden muss, wenn unterschiedliche Kompetenzen berücksichtigt werden müssen, wenn Kreativität erforderlich ist.

00:37:34: Dann heißt es noch lange nicht dass man von den potentiellen Vorteilen auch Das kann nämlich sein, dass dort alle sitzen und eigentlich nur versuchen zu erahnen was der Chef will entscheiden würde.

00:37:53: Sie wissen naja ich will jetzt beim Chef gut stehen wenn wenn ich hier irgendwas vorschlage was da verschwache dann könnte es könnte das mir negativ ausgewertet werden.

00:38:05: also Das kennen wir, glaube ich alle.

00:38:10: Dass man auch mal mit Gruppen zuhört, wo man das Gefühl hat okay so richtig offen und frei wird nicht diskutiert Und da gibt es Methodistinge die man machen kann.

00:38:19: Ich würde mal auf ein paar gruppenfamilienische Phänomene eingehen.

00:38:24: Also es gibt Ein Phänomen der Psychologie, sprich nun von Konformität.

00:38:29: also die Leute Verhalten sich konform passen sich der Gruppe an ... um nicht ausgeschlossen zu werden, um nicht der Boomern zu sein... ...um nicht irgendwie blöd dazustehen.

00:38:40: Und das kann ja genau so sein,... ...dass irgendwer diskutiert wird und jemand denkt sich, brauche ich halt eigentlich gar nichts von dem was hier gerade diskutiert ist.

00:38:48: Aber ich befürchte wenn ich das hier offen sage dann kriege ich einen auf den Deckel oder die Leute denken komisch über mich.

00:38:56: Da gibt es methodisch finde ich in Workshops einfach viele Möglichkeiten.

00:39:01: Eine ist... ...leute mal in... Kein Gruppen schicken, also aus dem Plenum rausziehen und sagen, Murmelgruppe tut euch mal zu zweit zusammen.

00:39:09: Da testen Leute dann in der Regel gegen weil da hat man nicht so eine Angst in der Gruppe blöd darzustellen sondern erst einmal mit einer anderen Person.

00:39:17: das Risiko ist viel, viel geringer.

00:39:19: und wenn man dann feststellt Man ist nicht der einzige und es ist ja oft so dass die Befürchtung die man selbst hat auch von anderen geteilt werden Dann kann man es danach viel leicht.

00:39:26: aber weiß okay ich habe mindestens einen der mich dabei unterstützt risiko vier geringa.

00:39:30: Ich finde diese murmelgruppen die anfangen mit Ist es sein oder ihr ernst?

00:39:37: Da weiß man dann meistens schon, okay das kommt raus.

00:39:41: Man beobachtet das ja und da finde ich immer sehr spannend weil in der großen Gruppe würde das niemand sofort sagen.

00:39:50: Genau die Leute sind in Mormelgruppen deutlich offener.

00:39:53: Man kann zwischen Mietings informelle Räume schaffen.

00:39:55: Weil auch da prüfen die Leute mit vertrauten Kollegen und dann wissen sie schon beim nächsten Mal ... Kann wir das Argument noch mal auf den Tisch bringen?

00:40:03: Also ich baue Prozesse, Teamentwicklungsprozesse und Organisationenwirkungsprozese oft so.

00:40:10: Dass ich mir gut überlege.

00:40:11: wo brauchst zwischen was braucht es Phasen?

00:40:15: Zwischen den offiziellen formellen Meetings der Informalität?

00:40:18: wie baue ich das ein?

00:40:19: Wo mache ich mal eine Pause in einem Workshop?

00:40:21: Das sind so Möglichkeiten.

00:40:24: man kann konformität auch über Frage Technik ein bisschen entgegenwirken.

00:40:28: also Ich bau häufig zirkuläre Fragen in einem Workshop ein.

00:40:34: Wenn ich befürchte, die Leute trauen sich nicht zu sagen was sie denken dann kann ich fragen.

00:40:36: Was glaubt ihr wenn wir die Nachbarabteilung fragen würden was hier im Team besser laufen könnte?

00:40:42: Dann lasse ich den Leuten die Möglichkeit zu sagen, was Sie denken mit der Möglichkeit sich wieder distanzieren zu können.

00:40:48: also man kann dann sagen... Also ich kann mir vorstellen dass die Nachbeabteilungen denken wir müssen mal an unsere Aufgabenverteilung ran.

00:40:57: Wenn die Leute dann merken Dann sozusagen, also die Teamkollegen dann sozusagen direkt in Aufruhr gehen.

00:41:04: Da kann ich immer noch sagen als Teammitglied oder als Teilnehmer das ist ja nicht das was ich denke.

00:41:08: Das ist das was Ich vermute was die Sagen

00:41:10: fühlen.

00:41:10: Ja ich habe mich nur an den Arbeitsauftrag gehalten

00:41:13: Genau.

00:41:13: aber wir sollten ja sagen was sie denken.

00:41:16: und ganz häufig passiert aber nicht dass sondern es ist eine Befürchtung diese haben.

00:41:19: Ganz häufig kommt der Niminär und ich glaube da ist auch ein bisschen

00:41:22: etwas dran.

00:41:23: Dann wird's auf einmal besprechbar.

00:41:25: Das kann man genauso gut mit Skalierungsfragen machen Auf einer Skala von eins bis zehn, wir erlebsten die Stimmung im Team.

00:41:31: Eigentlich erlebe ich sie nicht so gut.

00:41:32: aber ich habe ein bisschen Angst.

00:41:33: was passiert wenn ich sage fünf oder vier?

00:41:35: Deswegen sag' ich acht und dann frage ich okay und was ist das wie bei einer neun oder bei einer zehn anders?

00:41:40: und dann sagt er was ihn stört und dann hat er aber noch die Möglichkeit oder sieht die Möglichkeit zu sagen naja es ist ja meckern auf hohem Niveau.

00:41:47: also man kann über die fragetechnik finde ich Leuten so hintertüren offen lassen sodass ihr sich wieder distanzieren können falls ihr merkt dass funktioniert nicht.

00:41:57: Das wäre so ein Phänomen.

00:41:58: Ich nenne mal noch ein zweites.

00:42:01: Darf

00:42:01: ich da nochmal eben kurz reinhaken?

00:42:06: Also, Konformität drogt aus der Angst nicht mehr dazu zu hören, habe ich das... Ja okay.

00:42:13: Stark ja gut.

00:42:15: also weil ich finde dass es so.

00:42:18: Also wir sprechen da auch in unseren Trainings drüber und dann sagen uns aber ganz häufig Menschen so, ja wir sind ja alle erwachsen.

00:42:23: Wir sehen die alle auf der Arbeit und so.

00:42:25: Und also das Ausschluss und nicht dazugehören ist ja Kindergarten.

00:42:30: Ich glaube aber dass es ein ganz, ganz elementares Grundbedürfnis und greift auch in Entscheidungsprozessen.

00:42:36: Ja genau.

00:42:37: ich würde aufpassen dieses Nicht dazzugehören klingt zu absolut entweder gehörig dazu oder nicht.

00:42:43: Konformität wirkt auch wenn man nicht die große Angst hat komplett aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden, aber irgendwie schlechter betrachtet zu

00:42:51: werden.

00:42:52: Also ich gehöre nicht mehr mit meinen Beiträgen als kompetentes wertvolles integres Mitglied dazu, sondern es könnte irgendwie negativ aufgenommen werden.

00:43:03: Das ist vielleicht noch eine wichtige Unterscheidung.

00:43:05: Ich glaube auch dass nicht jeder die Angst hat das er sofort rausgeschmissen wird.

00:43:09: Aber die Angst wie stehe ich denn hier da wenn ich das sage?

00:43:12: Die würde ich sagen ist total allgegenwärtig und Ich würde sagen, den Filter lassen wir fast alle mehr oder weniger ein bisschen mitlaufen.

00:43:21: Was kann ich hier sagen?

00:43:22: Was nicht?

00:43:22: in welche Konstellation bin ich?

00:43:24: bei eingespielten Teams die viel Vertrauen aufeinander miteinander aufgebaut haben mit einem hohen Grad am Psychologischer Sicherheit wird das immer weniger.

00:43:33: aber ich würde erst mal dass als Normalfall annehmen, dass Leute sich die Überlegung machen was kann ich gut sagen und was auch nicht.

00:43:39: Das hängt dann auch vom Thema ab von der Konstellations.

00:43:43: Ja

00:43:44: okay super Haken an konformierte Knoten in der Zunge.

00:43:49: Haken, du warst schon auf dem Weg ins zweite Phänomen oder im zweiten Effekt?

00:43:54: Was wartet da noch?

00:43:58: Die Tragikkomödie der Gruppendynamik.

00:44:01: Das Phänomene heißt pluralistische Ignoranz und die Leute sagen etwas nicht weil sie denken wenn es wichtig wäre hätte ja schon jemand anders gesagt wir kennen das vielleicht noch aus der Schule ... wo man Lehrer fragt, hat noch jemanden fragen.

00:44:18: Man hat noch Fragen!

00:44:19: Aber man denkt sich... Okay die anderen scheinen es verstanden zu haben.

00:44:23: Ich will jetzt nicht der Blöde sein, der das fragt was alle schon verstanden haben.

00:44:28: und kritisch oder tragisch ist es wenn alle das denken.

00:44:31: Und manchmal gab's dann ja hatte man zum Glück hier mal eine Klasse oder die hat dann einfach gefragt und dann war das wie so ein Raul in der Erleichterung.

00:44:39: Wo auf einmal klar wurde alle hatten die Frage keiner hat es verstand.

00:44:45: Das ist pluralistische Ignoranz und das kann man auch in Workshops haben.

00:44:50: Dass Leute einfach überlegen, habe ich vielleicht eh weich nicht aufmerksam?

00:44:54: Habe ich einen Punkt verpasst?

00:44:55: Ich will jetzt nicht nur was nachhaken, wo wir gerade drüber gesprochen haben oder bewerte ich das über?

00:45:01: Ich habe ja einen Kritikpunkt oder sehe hier ein Risiko.

00:45:03: aber wenn es jetzt wirklich so eine Risiko wäre hätten sie anderen gesagt also dass Verhalten im Vergleich zu Komformität sehr ähnlich.

00:45:10: die Leute sagen etwas nicht was sie denken aber aus einem anderen Grund.

00:45:13: Hier deuten sie, dass nicht sagen der anderen als okay, es scheint nicht so wichtig zu sein oder so.

00:45:22: Es ist eine Fehlinterpretation des Nichts-Sagens der Anderen und auch dem kann man entgegenwirken.

00:45:30: methodisch also man könnte einen Blitzlicht machen jeder sagt mal die Reihe nach dann kann ich das nicht sagen den anderen nicht interpretieren als ist nicht wichtig sondern die waren einfach noch nicht dran.

00:45:41: Ich könnte Auch die Mormon-Gruppen kann ja wieder helfen.

00:45:46: Ich bin mir nicht ganz sicher, hatten wir das schon gesagt oder nicht?

00:45:48: Kann man sich kurz abstimmen... Also auch da gibt's finde ich relativ simple Möglichkeiten wenn man's dann auf dem Schirm hat dagegen anzugehen.

00:45:59: Ich war mal Zeuge in einem Meeting wo Zahlen vorgestellt wurden und es war wirklich super relevant und der Finanzer hat was vorgestellt und hatte aber eine völlig falsche Grafik dabei.

00:46:15: Und ich dachte mir, das stimmt nicht so ... Da ist doch Strange und so.

00:46:19: Ich hab mich aber nicht getraut, weil alle anderen auch irgendwie geguckt haben.

00:46:25: Dann bin ich wohl derjenige, der es nicht raft wie das in Verhältnis steht.

00:46:30: Dann haben wir auf dem Flur ein bisschen drüber geredet.

00:46:33: Dann kamen einen halben Tag später ne Mail so... Ey, Leute.

00:46:38: Danke noch mal für eure Rückmeldung!

00:46:39: Jetzt ist es bei mir angekommen.

00:46:42: Ihr dürft gerne was sagen, wenn ich so offensichtlich hier falsch gewickelt bin.

00:46:45: Ja ...

00:46:47: ja, das ... ähm ... ja.

00:46:51: Passiert nicht?

00:46:52: Ja, gerne.

00:46:53: In Dritten.

00:46:54: nehmen wir noch.

00:46:55: Ein drittes Gruppen, ein dynamisches Phänomen, das bei Entscheidungen eine Rolle spielen kann.

00:47:02: Wenn's schief geht, fällt's dann nicht auf mich allein zurück.

00:47:06: Also es kann das Phänomen geben, dass Gruppen riskanterer Entscheidungen treffen als es Einzelpersonen tun werden würden.

00:47:12: Weil sie wissen naja wenn's daneben läuft dann teilen wir die Verantwortung.

00:47:19: also nicht mir der Kopf abgeschlagen weil Sie können ja auch schlecht dem ganzen Team den Kopf abschlagen.

00:47:26: Das kann vor Nachteil haben.

00:47:27: Wenn ich als Organisation eh möchte dass die Leute mutiger agieren Dann kann das hilfreich sein.

00:47:32: aber es kann auch könnte es sein, weil sich niemand so ganz verantwortlich fühlt für die Entscheidung der Gruppe.

00:47:37: Sondern alle so ein bisschen und auch dem kann man aber leicht entgegenwirken.

00:47:42: methodisch mit so einer Methode Advocatis Diaboli.

00:47:48: Geht er gerne tiefer drauf an?

00:47:49: Ich finde das sehr wertvoll.

00:47:51: Also Advocates Diaboli des Teufels Anwalt zu sagen jetzt In der nächsten Phase des Workshops geht es darum, dass wir die Diskussion, die wird rausgearbeitet und nochmal von allen Seiten gut beleuchten.

00:48:04: So ist eine Entscheidung mit einer hohen Tragweite.

00:48:06: Deswegen nehmen uns jetzt halt da wirklich Pro- und Kontra zusammen und gibt's irgendwo was in Chancen oder Risiken.

00:48:14: Und damit wir das gut machen verteilen wir die Rolle des Advocatos Diaboli.

00:48:20: Ich hatte gerne eine Person, die sich breit erklärt mal auf alles so kritisch wie möglich drauf zu gucken.

00:48:27: Also nur das schlechtzusehen, die Risiken zu sehen und gerne hier darf man mal so pessimistisch sein wie es geht.

00:48:36: Und dann wird sich diese Person sehr verantwortlich dafür fühlen, Risiken zubenennen und auch überhaupt keine Angst haben sie zu benennen.

00:48:44: also auch immer dieses Distanzierungsphänomen heißt ja nicht dass ich das wirklich so kritischehe.

00:48:48: aber ich soll jetzt ja diese Rolle vertreten.

00:48:50: also auch diesen Effekt haben wir da wieder.

00:48:53: Aber es ist auch klar, wenn jetzt hier irgendeine Risiko eingegangen wird und ich das nicht benannt habe.

00:48:58: Könnte das irgendwie doch auf mich zurückfallen?

00:49:01: Das finde ich hilfreich.

00:49:02: Und man kann's auch... Ich mach so manchmal Phasenweise.

00:49:04: Jetzt sagen wir mal alle, jetzt haben wir nochmal Risiken.

00:49:06: Übersehen wir vielleicht irgendwas.

00:49:07: Auch das kann schon helfen um dem entgegenzuwirken dass man vielleicht zu leicht für die Entscheidung in der Gruppe trifft.

00:49:17: Ja spannend!

00:49:24: Ich glaube, es ist normal.

00:49:25: Aber bei vielen... Also ich bin ein sehr entscheidungsfreudiger Mensch.

00:49:31: Ich spiele aber schon sehr klug, dass ich zumindest meinen Führerskräften sage.

00:49:38: Übrigens, wie führt das jetzt so entscheiden?

00:49:40: Also, oder ich habe das jetzt so entschieden.

00:49:42: So kannst du dich ja bremmen.

00:49:43: also und da dachte ich gerade der ist ja auch ein bisschen eine Art von Verantwortungsdiffusionen ne?

00:49:48: Ich treff zwar die Entscheidung.

00:49:49: aber ich gebe euch mit Das Gefühl dass wir das jetzt irgendwie gemeinsam getroffen haben.

00:49:54: Oder Du hattest ja die Möglichkeit mich in dem Moment zu stoppen Ne?

00:49:57: Ich würde es nicht ändern Aber ich hab das noch nicht aus der Brille betrachtet.

00:50:01: Ja, das muss ja auch gar nicht schlecht sein.

00:50:05: Man kann auch finde ich Gruppen genau aus dem Grunde einsetzen Dass man den Einzelnen Angst nehmen möchte.

00:50:12: Also es gibt ja durchaus Kontexte, wo man vielleicht eher sagt, ich würde gern dass die Leute mutiger werden mit Entscheidungen.

00:50:19: Und wenn man das Gefühl hat, bei denen lag das bisher aber die haben sich echt Probleme damit gemacht, sie wussten sie danach dafür verantwortlich.

00:50:28: Da kann man ganz bewusst auch sich überlegen.

00:50:30: Wenn man es verteilt, wird's vielleicht ein bisschen einfacher diese Last auszuhalten.

00:50:34: Hat Vor-Nachteile ne?

00:50:35: Ich würde mir angucken an welchem Kontext bin ich da unterwegs und um was gehts eigentlich?

00:50:39: Also gibt ja Entscheidungen die kann man im Zweifel wieder gut anpassen.

00:50:42: also gerade in so Softwareentwicklungskontexten finde ich lässt sich zumindest einiges noch gut wieder revidieren wenn man erstmal loslauft, Experimente macht.

00:50:53: Wenn das irgendwie um ganz sicherheitskritische Kontexte geht würde ich sagen oh nee bei dem Bau der Challenger wäre schon gut gewesen

00:51:01: Ja, Raumfähre.

00:51:02: Die Raumfahre die da abgestürzt ist, hätte man... Gibt ja einige Analysen darüber ne?

00:51:10: Aber unter der Annahme haben Risiken nicht genug Gewicht bekommen.

00:51:15: Wäre das vielleicht gut gewesen wenn der Einzelnen noch mehr Gewicht gehabt hätten und sich noch stärker verantwortlich gefühlt hätten.

00:51:22: Das stimmt also.

00:51:24: ich mach in unseren Trainings immer wenn wir so bei den Arten von Entscheidem Mehrheitsentscheider Widerstandsabfragen und so reden.

00:51:31: Das sage ich auch immer, wenn es um einzelne Entscheidungen geht, wenn ich operiert werde, dann will die bestmögliche, fachliche Person, die Entscheidungen trifft und nicht das ganze Klinikum diskutiert.

00:51:48: Immer noch gut, wenn die im Zweifel auch gestoppt wird, wenn sie offensichtliche Fehler begeht.

00:51:53: Aber ... ne Herz-OP machst du nicht im Konsens durch alle Hierarchie oder Expertisenstufen?

00:52:04: Stimmt!

00:52:04: Und da hätte ich gerne einverantwortlichen.

00:52:06: Ja, ja.

00:52:07: Also ... Jetzt haben wir den Sack damit aufgemacht und ... Lass uns mal so ein bisschen Entscheidungsmodi durchgehen.

00:52:18: Und gerne mit dem Blick auf ... Funktional wann wird's vielleicht auch un- oder dysfunktional?

00:52:27: Klassisch Einzelentscheid eine Person entscheidet.

00:52:31: Wann würdest du sagen ist das Mittel der Wahl?

00:52:35: wenn die Person gut entscheiden kann.

00:52:37: Also, weil sie erst mal das notwendige Wissen, die notwendige Kompetenz hat.

00:52:41: Wenn ich damit rechnen kann, dass es die Getragenheit der Entscheidung da ist... Also, generell bringt mir nichts, wenn ich eine Einzibau so einen entscheiden lasse aber am Ende von Leuten, die's mit umsetzen müssen nicht getragen wird, würde ich mir angucken.

00:52:56: Aber wenn beides gegeben ist, also ich davon ausgegangen bin und die Person wird eine gute Entscheidung treffen und die wird auch getragen werden, auch von anderen, die es tragen müssen.

00:53:01: Ich sage, ist doch gut!

00:53:02: ... geht oft zügig, man bindet nicht so viel Aufwand, nicht so viele Kapazitäten.

00:53:08: Wenn ich hingegen davon ausgehe und die Entscheidung hat eine hohe Tragweite... ...und sie wird deutlich besser wenn Leute diskutieren miteinander,... ...dann würde ich sagen es ist vielleicht nicht so gut, ne Einzelpersonen scheinen zu lassen.

00:53:20: Dann greife ich vielleicht eher auf eine Diskussion,... ...die dann im Konsens enden muss weil's mir auch wichtig ist,... ...das das von allen getragen wird.

00:53:28: Und ich kann aber natürlich auch... ... ganz viel kombinieren, ich kann auch sagen wir diskutieren in der großen Gruppe.

00:53:33: Ich höre mir alles an und mache aber von Anfang an klaren am Ende entscheide ich als Führungskraft dann ist zumindest mal sichergestellt dass es irgendwann weitergeht.

00:53:41: das ist eine dysfunktionen Risiko form Konsens... ...dass man irgendwie nicht richtig weiter kommt oder... ...so ich sag mal Kompromisse schließt die nicht so richtig im Interesse der Organisation sind.

00:53:53: also ich hatte mal Beispiel Entscheidung zwischen zwei Teams.

00:53:58: die Organisation hat gesagt Wir haben ja ein Thema, das muss von einem Team bearbeitet werden.

00:54:06: Und wir wissen nicht genau in welches Team das besser passt und die Teams haben sich dann das Thema aufgeteilt wo die Organisation im Nachgang gesagt hat es sei nicht blöd, wir hätten gerne einen Verantwortlichen dafür.

00:54:15: Das war der Kompromiss zwischen den Teams.

00:54:17: Der ist im Klanzinz entstanden.

00:54:19: man hat's da nicht torpediert aber am nachgang gedacht so ah eigentlich was Blöd.

00:54:23: oder wir hätten den Dram geben müssen es muss ein Team sein Und dann wäre es aber möglicherweise auch eine Zumutung gewesen, für die Teams das selbst zu entscheiden.

00:54:31: Also da kann man z.B.

00:54:32: einfach eine Entlastung sein... ...wenn dann in Hierarchien einzelne Entscheidmacht und sagt ich höre mit die Argumente an.. ..und dann entscheide ich oder in dem anderen Gremium oder ähnliches.

00:54:43: Also Konsens finde ich stellt sicher das oft einigermaßen sicher dass die Getragenheit relativ hoch ist weil jeder so lange mitdiskutiert bis er's mitgehen kann.

00:54:53: Lass uns mal einmal wir sind also den Einzelentscheid quasi eine Person und den Konsens.

00:54:59: Und in dem Spektrum dazwischen, was ist deine Meinung zu Mehrheitsentscheide?

00:55:05: Wir stimmen mal schnell ab ... Ähm, am Ende gilt die abgestimmte Variante!

00:55:13: Ich halte in verschiedenen Kontexten viel von Abstimmung weil sie schnell gehen Wenn die Leute das Verfahren akzeptieren, häufig auch eine einigermaßen hohe Getragenheit haben.

00:55:26: Ich würde mir natürlich den Kontext gut angucken also wenn ich hier auch das Gefühl habe er will können abstimmen aber ich muss damit rechnen dass die Verlierer der Abstimmung und die Entscheidung nicht mittragen.

00:55:38: kann ich auf die Abstimmung verzichten ne?

00:55:39: Also eine Entscheidung faltet dann Wirksamkeit wenn es Ableitung für's Handeln danach gibt und eine Umsetzung passiert.

00:55:49: Aber grundsätzlich finde ich hat eine Abstimmung durchaus den Vorteil, in der Regel gibt es ja eine Diskussion noch vorher.

00:55:56: Dass sie dann zu einer Handlungsfähigkeit führt und dann häufig auch handlungsfähig macht mit der Gefahr dass ein Abstimmung natürlich zu schnell kommen kann.

00:56:10: also das erlebe ich manchmal dass man so kommt jetzt ist am Abschirm, dass man eine schnelle Entscheidung hat Und man danach merkt, es hat keine Getragenheit und dann ist man auf einmal da noch mal drin mit der Diskussion.

00:56:20: Also ich würde mir schon genau angucken worum geht's?

00:56:23: Joris die Tragweite wie wichtig ist das?

00:56:25: alle das mittragen können Wie eilig hab ichs?

00:56:28: Ja

00:56:30: Und eilich wäre dann ein Argument für Abstimmung.

00:56:33: im Prinzip?

00:56:34: Ja

00:56:35: wenn klar wir haben jetzt lang genug diskutiert.

00:56:37: mehr Zeit kann wir nicht.

00:56:38: Wir müssen irgendwie eine Entscheidung treffen.

00:56:41: Lass uns abstimmen.

00:56:42: Super.

00:56:43: Ich fühl mit dir gerne noch über ein Ding reden, denn ich fühle immer so Schreibgespräche mit den Büchern, die ich lese und dann stehen da Blitze ... Keine Ahnung, ist sonst blin von mir.

00:56:59: Relativ weit hinten in deinem Buch schreibst du einen Satz und daneben steht dick vor mir, seh' ich ganz genau so!

00:57:06: Nämlich du redest über den Konsent und auch über Verfahren der Widerstandserhebung.

00:57:13: Und du schreibst sinngemäß, dass dich das wundert ... Dass das in Wirtschaftsunternehmen oder in der Businesswelt noch nicht so eine weite Verbreitung hat?

00:57:27: Die Beobachtung, die Erfahrung teile ich total.

00:57:30: Aber da sollten wir die Leute mal mitnehmen.

00:57:32: Einmal was ist das mit dem Konsent?

00:57:39: Ich glaube, ich habe das zum systemischen Konsensieren geschrieben.

00:57:42: Kann das sein?

00:57:42: Ja.

00:57:44: Okay.

00:57:45: Konsent ist ja auch noch ein Verfahren aber ich würde auf das Systemische Konsensiren eingehen.

00:57:50: Das ist das wo ich wirklich sage da mache ich so gute Erfahrungen und erlebe es aber relativ selten.

00:57:56: Das Systemische konsensieren ist eine Art Kombination wenn man's jetzt in der Vollvariante nimmt aus einer skalierten Abstimmung und einem skalierten Stimmungsbild.

00:58:11: Es gibt zwei Runden, wir haben erstmal die Situation... Wir haben mehrere Leute, die beteiligt sind also zum Beispiel ein Team oder eine Gruppe Und es gibt mehrere Optionen.

00:58:21: Also wir könnten Lieferant ABC oder D oder E auswählen.

00:58:27: Jetzt im ersten Schritt bitte ich die Leute mal zu sagen auf einer Skala von null bis zehn In der Original-Variante ist das eine Widerstandsabfrage Zähne heißt, ihr habt maximal einen Widerstand.

00:58:41: Null heißt, Ihr habt gar keinen Widerstand.

00:58:43: Bewertet mal jede der Optionen und dann bildet... Dann hat man eine Tabelle.

00:58:50: Auf der einen Seite die entscheidende Potenzial-Entscheidungsoption auf der anderen Seite die Teammitglieder und dazwischen die Zellen mit Zahlen wo Werte drin stehen für den Wider Stand.

00:59:02: Und dann ist diese erste Matrix.

00:59:06: anstanden ist erstmal nur ein skaliertes Stimmungsbild.

00:59:09: Jetzt sehen alle, ah okay das ist da scheint Tino zu sein und es finden viele ganz gut.

00:59:13: Da haben die Kollegen...da hat der eine Kollege einen enormen Widerstand, da scheint vieler ganz ok mitzuseilen.

00:59:19: Das findet die Hälfte gut, dass sich andere hälften schlecht.

00:59:21: Also man hat ein Stimmungspil, was sehr differenziert darstellt wer hat wo noch den Wider Stand?

00:59:30: Und das ist ja möglich.

00:59:30: toll für eine ganz tolle effiziente Diskussion.

00:59:35: Es ist klar, okay über Lieferant D müssen wir nicht mehr sprechen.

00:59:37: Da hat niemand, da haben alle einen hohen Widerstand.

00:59:40: das scheint für keine Eminyoption zu sein.

00:59:43: Dann wird deutlich ach krass hier haben wir völlig unterschiedlichen Blick drauf.

00:59:46: lassen Sanon mal drüber reden und es wird deutlich komisch dass finden irgendwie aller gut.

00:59:50: aber der Peter hat ein hohen widerstand Und dann fangen die Leute an natürlich danach zu haken.

00:59:55: Peter ich habe noch nicht nicht verstanden warum Ganz häufig ... arbeite ich schon wirklich nur mit diesem ersten Teil, mit dem Skalierungsbild.

01:00:03: Und dann häufig ist der Konsens auch gar nicht mehr so weit wenn man das macht.

01:00:10: In der Vollvariante würde man jetzt sagen... So ihr kennt jetzt die Einschätzung eurer Kollegen.

01:00:17: Ihr bekommt jetzt eine Stunde Zeit, Optionen anzupassen und ihr könnt auch oder ne Woche Zeit.

01:00:24: also es kann man unterschiedlich spielen.

01:00:27: Ihr könnt natürlich auf Leute zugehen Und mal fragen und versuchen zu verstehen, warum gibt es da einen Widerstand?

01:00:34: So weil wenn ihr eine Chance haben muss.

01:00:36: Das kündige ich auch jetzt an der Stelle immer an Wenn ihr eine chance haben wollt dass eure option am Ende gewählt wird müsst ihr gucken das sie diese widerstände irgendwie integriert bekommt.

01:00:46: Weil sonst wird eure option nicht gewählt weil wir stimmen später ab.

01:00:51: Also dann machen wir nochmal so ein stimmungsbild und dann wählen wir die option mit dem geringsten widerstand Und was dann passiert.

01:00:59: und ich finde, dass es wirklich klug ist.

01:01:02: Dass dieses diese Methodik ganz automatisch dazu führt das die Leute in Interesse haben über die Widerstände der anderen nachzudenken weil sie wissen sonst hab ich keine Chance meine Option durch zu bekommen.

01:01:15: Ich find' das so wahnsinnig clever weil man muss da nicht gut moderieren können.

01:01:18: Nee gar nicht.

01:01:19: Das moderiert sich häufig dann von selbst ne?

01:01:21: Also weil so aufrichtiges Interesse kommt.

01:01:24: Genau wenn die dieses Verfahren akzeptieren und auch klar ist, das war jetzt ein Stimmungsbild.

01:01:30: Und später wird abgestimmt.

01:01:32: Dann hat es einfach einen massiven Effekt.

01:01:36: Ich finde auch stark... ganz kurz, ich find's auch noch mal stark dass du diesen Effizienzpunkt davor hast weil wenn ich darüber rede dann sagen Leute mal schnell so, boah das klingt aber super kompliziert und so.

01:01:47: Aber in Visionsworkshops super viel Text entstanden ist, hab ich das schon mal gemacht.

01:01:53: Einfach Widerstände skaliert erhoben von null bis zehn und ... Dadurch ist so viel über das wir nicht mehr diskutieren mussten klar geworden.

01:02:04: Und dafür, worüber diskutiert wurde, da war's wirklich wert.

01:02:08: Genau!

01:02:08: Aber schuldigung, ich hatte dich unterbrochen du.

01:02:10: Warst dann beim Punkt

01:02:12: Widerstand

01:02:14: oder denkt dein Gedanke gerne weiter?

01:02:18: Genau, also was ich schon noch interessant finde an dem Originalverfahren ist dass sie auf Widerstand zielen.

01:02:25: Man könnte auch sagen warum macht ihr nicht eine Zustandungsabfrage?

01:02:27: Warum nicht?

01:02:28: Null den die Verwandten würde ich gar nicht wählen und zehn denen auf jeden Fall, den hätte ich super gerne Und Ich mache das mal so mal so.

01:02:37: Ein Widerstand mache ich wenn es mir wichtig ist, denn wenn mir vor allem die Getragenheit im Vordergrund steht Weil das kann sein, dass sich eine Option nicht für besonders sinnvoll halte aber auch trotzdem gar kein Wider Stand habe.

01:02:46: Und es gibt bestimmte Dinge, wenn ich einen Team-Event entscheiden muss.

01:02:51: Da muss nicht jeder die letztendlich mal super gut finden.

01:02:54: aber mir ist schon wichtig dass jeder dabei sein kann.

01:02:56: Dann finde ich das Widerstand ganz wichtig.

01:02:58: Mir bringt gar nichts wenn fünf von sieben Leuten total Bock auf Klettergarten haben und zwei haben panische Höhenangst und würden dann nicht mitmachen.

01:03:07: Dann find ich das Wiederstand total hilfreich.

01:03:11: Und ich mache manchmal auch Zustimmung, wenn ich sage hier geht es eigentlich gar nicht so sehr um die Getragenheit sondern um eine sinnvolle Entscheidung und also sozusagen da steht mehr die Sache dann im Vordergrund.

01:03:21: Das sagt immer das was ihr für sinnvollsten haltet mit zehn oder das was wir für gar nicht sind verhaltete null.

01:03:26: natürlich korreliert Widerstand und Zustimmung ein Stück weit negativ aber nicht voll sitzt.

01:03:31: einen anderen Fokus finde da kann man noch kann man doch mitspielen und ich würde auch echt dafür werben.

01:03:36: Ich habe jetzt ja dieses Vollverfahren erklärt Ich viel, viel häufiger mache ich das gar nicht.

01:03:41: Sondern ich nutze einfach diese skalierte Abstimmung schon um diesen Effizienzgewinn zu haben weil klar als wiederes gesagt dass darüber müssen wir nicht mehr reden darüber nicht mehr reden.

01:03:51: eigentlich sind es nur noch zwei Optionen.

01:03:52: wo der TNO großes lass uns die doch mal genauer diskutieren und lasst uns dort mal genau da reinspringen wo Leute irgendwie mit ihren Bewertungen rausleuchten sagen warum bist du denn da?

01:04:02: was siehst du da als Gefahr oder warum ist dein Widerstand dazu hoch?

01:04:04: Ich mache die gleiche Erfahrung wie du, dass Leute erst sagen Boah das klingt irgendwie aufwendig.

01:04:11: Das Zahlen reinkleben ist oft eine Sache von fünf bis zehn Minuten und dann ist die Diskussion so viel schneller.

01:04:17: Ja, voll.

01:04:18: Oder man kann ja auch einen ganz kurzen Varianten.

01:04:20: Eben einmal Hand hinter den Rücken von null bis fünf.

01:04:23: Also wenn es jetzt nicht die riesige Entscheidung ist, sondern ... Einfach sind wir dran?

01:04:26: Okay.

01:04:27: Ey stark!

01:04:28: Wir haben gesprochen über ein system theoretischen Blick.

01:04:32: Wir haben die Story hinter dem Buch erfahren und wir haben auch geguckte Wanneignen... also wann macht das eigentlich Sinn, Entscheidungen auf Gruppen zu übertragen oder zuzumuten.

01:04:44: Wir haben auf gruppendynamische Effekte geguckt.

01:04:48: Konformität war der eine, boah kriege ich sie noch alle zusammen!

01:04:54: Pluristische Ignoranz war der zweite und der dritte Punkt.

01:04:58: da musst du mir kurz helfen... Verantwortungsdiffusion.

01:05:02: Super, dann haben wir noch bei jedem dieser Themen geguckt.

01:05:07: was sind denn kleine methodische Kniffe?

01:05:09: Haben gerade nochmal im Schnelldurchlauf ein paar Entscheidungsmodis mitgenommen.

01:05:13: Wir müssen uns auf jeden Fall noch mal treffen weil ich finde es wahnsinnig spannend was du alles so aus dem Stegreif aus deinem Kopf holst!

01:05:21: Jetzt sind wir aber knapp über eine Stunde und es gibt eine Frage, die kriegt jeder Podcast-Gast hier am Ende gestellt.

01:05:29: Und damit machen wir den Sack zu!

01:05:30: Es geht überhaupt nicht um das Thema entscheiden sondern es geht darum glaubst du an eine Welt in der jeder gerne zur Arbeit geht?

01:05:41: Das ist immer unsere

01:05:42: Ausstiegsfrage...

01:05:43: Eine Welt, in der jede gerne zur arbeit geht?

01:05:50: Ich würde sie mir sehr wünschen.

01:05:53: ich Ich sehe Sie noch nicht zum Greifen da.

01:05:58: Mhm.

01:06:00: Ich will sie nicht ausschließen,

01:06:02: okay?

01:06:03: Sehr schön!

01:06:04: Wir schließen sie nicht aus und wir hoffen dass unsere Entscheidungen die wir so jeden Tag treffen den Weg dahin bereiten.

01:06:11: Michael sehr sehr vielen Dank für dieses tolle Gespräch.

01:06:15: Danke schön!

01:06:16: Ist ja gern.

01:06:16: danke für die Einladung.

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