#202 Warum Führung wieder autoritärer wird mit Patricia Döhle

Shownotes

Wie am Anfang der Folge gehört, hier geht's zu unserem neuen Kill Meetings Podcast, dem Begleitpodcast zu dem neuen Buch von David Hillmer und Lutz Hüser. Das neue Buch Kill Meetings kannst du hier vorbestellen.)

Wie du in der Folge gehört hast, können wir dir auch das Event Work Awesome nur wärmstens empfehlen. Und als Unboxing New Work Hörer bekommst du sogar noch einen Rabatt von uns.

Alle Infos zur Anmeldung findest du hier. Als Unboxing New Work Hörer bekommst du mit dem Code **WORK_10 **sogar 10% auf dein Ticket. Wir freuen uns auf alle, die wir in Berlin wiedersehen!

Vernetze dich mit unserem Podcast Host & Podcast Gästin: David Hillmer Patricia Döhle

Transkript anzeigen

00:00:00: Kill Meetings.

00:00:02: Ist nicht nur das, was du dir manchmal denkst wenn es besonders langweilig und unnütz im Teamsraum ist sondern auch das neue Buch von Lutz Hüser und von mir David Hilmer.

00:00:11: Das Buch erscheint am zweiundzwanzigsten September Und bis dahin gibt es den gleichnamigen Podcast zum Buch.

00:00:17: Jede Woche erscheinen zwei Folgen in denen wir mit schlauen Menschen über schlechte und vor allen Dingen auch gute meetings sprechen wollen.

00:00:24: Die folgendauen ungefähr fünfzehn Minuten sind also einfach weg zu snacken und bringen richtig viel Inspiration.

00:00:30: Also jetzt bitte den Podcast Kill Meetings abonnieren und natürlich sehr gerne auch das Buch Kill Meetnings vorbestellen, da bin ich dir und Lutz auch sehr dankbar für!

00:00:40: Und raus aus der Meetinghölle und damit rein in die Folge.

00:00:44: viel Spaß damit.

00:00:57: Hallo und herzlich willkommen zu Unboxing New Work, deine Podcasts für besseres Arbeiten.

00:01:02: Mein Name ist David Hilmer und ich will herausfinden wie zeitgemäßes arbeiten Menschen glücklich und Unternehmen erfolgreich macht.

00:01:09: Bei Hello Agile befähigen wir Menschen und Unternehmen auf dem Weg zu New Work, einer besseren Zusammenarbeit.

00:01:14: Aber New Work ist komplexer als man denkt – und genau deshalb möchte ich es mir und euch in allen Dimensionen erschließen!

00:01:21: Heute sprechen wir mal wieder über Führung.

00:01:24: Genauer darüber Warum die meisten Führungskräfte nie gelernt haben, was sie da eigentlich tun.

00:01:30: Und mit wem könnte man das besser besprechen als mit jemandem der Beides kann?

00:01:33: Führungen analysieren und Führungskräfte ausbilden – Patricia Döhle ist Wirtschaftsjournalistin hat über twenty-fünf Jahre für Wirtschaftswache Sternen und Managermagazine geschrieben, ist heute Redakteurin bei Brandeins und Gründerin der Brandeines Academy.

00:01:49: Dort bringt sie Führunkräfte in Peer Group zusammen, schreibt den Newsletter geht doch den ich sehr empfehlen kann, über Veränderung und Führung.

00:01:56: Und sie ist Mitgastgeberin der Work Awesome!

00:01:59: Der Brandeinskonferenz zur Zukunft der Arbeit zu der ihr ja in den letzten Folgen schon hin und wieder einen Hinweis gehört habt.

00:02:06: Da sprechen wir auch noch darüber.

00:02:07: jetzt aber erstmal herzlich willkommen liebe Patrizia Döhler.

00:02:11: Ja, ich freue mich.

00:02:12: Es schön hier zu sein und ich bin gespannt auf deine Fragen lieber David!

00:02:16: Wir haben uns ja im Vorgespräch schon ein bisschen kennengelernt.

00:02:18: trotzdem gibt es noch eine kleine Check-in Frage zum Warmwerden.

00:02:21: Du beschäftigst dich ja dein ganzes Berufsleben in irgendeiner Form mit Wirtschaft Und bis jetzt tief im Thema Leadership.

00:02:30: Was ist schwerer zu durchschauen?

00:02:32: Eine Bilanz oder eine Führungskraft?

00:02:35: Das ist eine interessante Frage, weil ich für Brandeins ja quasi das Format Blick in die Bilanz erfunden habe.

00:02:41: Ich hab viele Jahre lang Bilanzanalysen wirklich für BrandEins geschrieben.

00:02:46: Was ist schwieriger zu durchschauen?

00:02:49: Im Moment komme ich leider nicht mehr zum Schreiben, weil die Brandeinz Academy wächst und mich voll fordert Aber ich glaube, dass ich heute ganz anders über Führung und Wirtschaft schreiben würde.

00:03:02: Weil durch die Beschäftigung mit Führungen und Unternehmenskultur und Unternehmenstrukturen einfach so viel darüber gelernt habe warum die Vorstände at the top manchmal so sind wie sie sind.

00:03:19: Na ja, also man fokussiert sich natürlich gerade in der Magazinwelt aus der ich ja komme doch eben sehr stark auf die oberen Führungsetagen oder auch Unternehmerinnen und Unternehmer.

00:03:29: Und schreibt da manchmal doch mit ein bisschen wie soll ich das sagen?

00:03:34: Ein bisschen Bonnier-Teil vielleicht fast weil man als Journalist nie erfahren hat was es bedeutet andere Menschen zu führen.

00:03:43: Also es würde, glaube ich eigentlich jedem ganz gut tun selbst zu führen bevor man drüber schreibt oder sich sehr intensiv damit zu beschäftigen.

00:03:51: Insofern glaube ich schwerer zu durchschauen.

00:03:54: Die Führung gehört ja auch zur Wirtschaft aber es hilft, die Beschäftigung mit Führungen hilft sehr in den gesamten Wirtschaftsraum ... besser zu durchblicken.

00:04:04: Ja, das ist so ein bisschen wie ich erinnere mich noch in der Uni-Zeit... ... wo man sich immer über Dozenten beschwert hat die noch nie die Wirtschaft gesehen haben... ... noch nie irgendwo gearbeitet haben und dann aber mein einem irgendwie... ...Wilanzierung oder was beizubringen.

00:04:16: Irgendwie hört sich das so ein bissel an?

00:04:18: Absolut!

00:04:20: Nimm uns nochmal mit kurz auf deinen Weg also von der Bank Grau V über den Wirtschaftsjournalismus... ...mit den ganz vielen Formaten, von denen du auch schon welche genannt hast,... ...zugründeren der Brandeins Academy.

00:04:30: Ja, das ist jetzt acht Jahre her und ich war tatsächlich an einem Punkt angekommen wo ich so das Gefühl hatte alles so geschrieben zu haben jede Form von Geschichte wie jede form von Reportage Reisen dolle Menschen kennengelernt.

00:04:47: Und ich hatte irgendwie das gefühlt als wiederholt sich immer wieder.

00:04:51: Ich weiß noch dass ich in New York saß und da eine geschichte gemacht habe.

00:04:54: was gibt es eigentlich schöneres als nach new york zu fliegen?

00:04:58: Über ein auch sehr, sehr spannendes Start-up das in Deutschland und den USA an den Staat ging.

00:05:04: Und dachte so ja und jetzt wieder Gespräche führen schreiben, Play out, bredigieren und dann geht das Ganze wieder von vorne los.

00:05:13: Ich hatte einfach doll das Bedürfnis einmal zu gucken kann ich selbst auch etwas tun und gestalten anstatt In Anführungsstrichen nur darüber zu schreiben.

00:05:24: Und das Schreiben will ich überhaupt nicht runterreden, es ist enorm wichtig und ich bin eine große, große Leserin nach wie vor und liebe Geschichten und liebe den Journalismus.

00:05:37: aber ich hatte einfach diese Seite in mir die ich nochmal ausprobieren wollte.

00:05:42: Dann habe ich festgestellt, dass man als Journalistin oder Journalist doch eine ganze Menge Qualifikation hat die einen auch gut in die Lage versetzen unternehmerisch tätig zu werden.

00:05:54: Und dann hast du sozusagen die ja alles versucht in die Richtung zu lenken das so ein Switchmast von der JournalistIn hinzu.

00:06:05: Ja, genau.

00:06:06: Ich könnte meine Chef-Redakteurin

00:06:08: und Gründerin Gabriele Fischer überzeugen.

00:06:10: das war nicht so ganz leicht.

00:06:12: zu dem Zeitpunkt war auch einfach noch nicht so absehbar dass es eigentlich auch sinnvoll war als Magazin sich nochmal auf ein neues Geschäftsfeld zu fokussieren weil das Heft einfach noch in voller Blütenstand ist immer noch in Blüte aber wir alle wissen daß ich die Printlandschaft natürlich doch sehr verändert.

00:06:31: Heute ist es gut, weitere Standbeine zu haben.

00:06:34: Damals war das einfach noch nicht so absehbar und eigentlich im Nachhinein war genau der richtige Zeitpunkt nicht nur für mich sondern auch für Brandeins.

00:06:43: Und sagen wir mal wie groß ist die Academy?

00:06:45: Also wie viele Mitarbeiter sind da?

00:06:47: Wir sind jetzt fünf Festangestellte Mitarbeitende und dann haben wir aber ein großes Netzwerk von Partnern mit denen wir sehr eng und sehr regelmäßig zusammenarbeiten Und so anders würden wir diese große Produktpalette, die wir mittlerweile haben auch gar nicht hinbekommen.

00:07:07: und das ist witzigerweise eine Parallel zu Brandeins.

00:07:09: Dann auch Gabriele hat damals als sie bei Manager Magazin rausgegangen ist um brandeins zu gründen oder erst Acony aber dann wurde es ja brandeines Hat sie auch mit einer sehr kleinen Redaktion gestartet und sehr viele freie Kollegen von Anfang an mit ins Boot geholt und das war ungewöhnlich auch für die damalige Magazinlandschaft.

00:07:30: Die haben alle mit einem Riesenherr von fest angestellt gearbeitet.

00:07:34: Und ja, insofern hat sich da das Brandeins-Prinzip irgendwie auf die Academy fortgeschrieben.

00:07:41: Ja

00:07:42: und die Academy – was hat sie alles für Leistung?

00:07:46: Ich meine wir sind ja von einem Geschäftsfeld relativ ähnlich.

00:07:50: Hello Agile ist ja auch zum Teil Akademie.

00:07:52: aber das heißt ich habe verstanden ihr habt das, ihr habt die Leadership-Konferenz, dass es die Konferenz für Jugendführungskräfte.

00:08:00: Ihr habt die Work Awesome, das ist die Konference Reifere Führungskräfte.

00:08:05: Und ihr habt die Peer Groups als Führungskräfteprogramm, als Akademieprogramm?

00:08:10: Was habt ihr noch... Genau!

00:08:11: Dann haben wir noch Masterclasses und Deeps.

00:08:14: Das sind Online-Sessions aber begonnen haben wir mit den Peergroups.

00:08:18: das ist wirklich unser erstes Produkt und auch nach wie vor so bisschen würde ich sagen unser Herzstück weil sie daran so viel gelernt haben und weil es auch wirklich ein glaube ich ziemlich einzigartiges Angebot ist.

00:08:32: also Sie sind entstanden daraus, dass Brandeins eine Community hat.

00:08:37: Aber eine die nicht irgendwo stattfand.

00:08:39: aber wir wussten, wir haben Leser, die eigentlich mehr Fans als Leser sind und die auch immer sich untereinander gerne kennenlernen wollten oder uns kennenlern wollten.

00:08:50: Wir hatten das Gefühl sie zusammenzubringen in irgendeiner Form.

00:08:54: Das macht Sinn Und dann ist steht brandeins natürlich für Veränderungen.

00:08:58: Und auch damals war vor acht Jahren schon absehbar, dass sich die Wirtschaft in Veränderungen befindet.

00:09:05: Dann haben wir gesagt dann lasst uns mal ein Konzept entwickeln wie man unsere Community in kleinen Gruppen kuratieren kann, die dann über einen längeren Zeitraum miteinander arbeiten.

00:09:15: weil wir alle wissen Veränderung findet eben nicht an einem Tag statt sondern Man überlegt sich was man probiert aus, man scheitert.

00:09:24: Man möchte wieder Feedback haben.

00:09:25: und so ist das Konzept für die Peer Groups entstanden und das sind heute oder auch schon damals zehn von uns handkuratierte Führungskräfte, die sie auch bei uns bewerben müssen.

00:09:36: Wobei wir auf Kriterien wie zum Beispiel also wir achten darauf dass Sie wirklich erfahren in zum Thema Führungen sind aber auch dass sie offen sind.

00:09:44: Wir haben auf der Website den Dresscode stehen Hosen runter.

00:09:48: Also das ist ehrlich zugeht in der P-Roup, dass da auch mal unangenehme Wahrheiten ausgesprochen werden.

00:09:53: Und dann holen wir sie über ein Jahr verteilt viermal zusammen für zwei Tage und Sie kommen mit einem Case zu uns also mit einem Fall einer Fragestellung eine Herausforderung wo Sie sagen, da zu dieser Frageställung brauche ich jetzt mal Input von außen und an diesen Fragestellen arbeiten sie gemeinsam wertvollen Impulsen von unseren Partnern bekommen, übertragen wir immer auf ihre Fälle.

00:10:23: So dass die wirklich mit konkreten To-do's immer daraus gehen und dieses Produkt ist.

00:10:29: daran haben wir so viel gelernt über wie bringt man Menschen gut zusammen?

00:10:35: Also wie ist mein guter Gastgeber?

00:10:37: Wie bringt man sie dazu sich zu öffnen?

00:10:40: Wie schafft man es das in Formaten, die Tiefe geht, dass es nicht an der Oberfläche bleibt?

00:10:44: Wie holt man auch Leute ab, die schüchterner sind?

00:10:46: Die introvertierter sind.

00:10:48: Wie sorgt man dafür, dass sie wirklich vorankommen?

00:10:51: Dass die am Ende nach einem Jahr sagen, hey, bei mir hat sich richtig was bewegt und das hat uns dann den Mut verliehen, weitere Formate zu entwickeln.

00:11:00: Und das ist dann... Das waren dann erst eintige Je-Masterclasses und dann war es irgendwann die Leadership.

00:11:06: Und die Work Awesome muss man sagen, die haben wir ja von jemandem übernommen der sie gegründet hatte.

00:11:12: Aber all diesen Produkten liegen diese Prinzipien zugrunde, nämlich gute Gastgeberschaft.

00:11:16: Leute zusammenbringen in die Tiefe gehen wirklich vorankommen deren individuelle Herausforderung mit einbeziehen und ja einfach miteinander wirklich sich bewegen.

00:11:31: Stark okay.

00:11:32: da lass uns mal jetzt ein Stück weit in das Thema Führung einsteigen.

00:11:37: Du hast den Newsletter wie schon erwähnt.

00:11:40: Newsletter.

00:11:41: Geht's noch, heißt er?

00:11:43: Hast du erwähnt... Ich doch!

00:11:44: Bitte geht

00:11:45: es noch.

00:11:45: Ja auch nicht schlecht.

00:11:47: Freutscher Versprecher okay.

00:11:49: Geh' doch genau hast du geschrieben.

00:11:51: Charisma ist eine überbewertete Führungskwalität.

00:11:54: So Führungen ist ein Handwerk.

00:11:55: was man lernen kann und lernen muss ist deine These dazu.

00:11:59: Welche Werkzeuge sind das denn die ich als Führungskraft beherrschen muss?

00:12:03: Boah ja das ist jetzt die große Frage.

00:12:05: also ich würde mal sagen weil um das Thema Charisma ging.

00:12:12: Ich denke immer, man muss als Führungskraft die richtige Persönlichkeit haben eine Persönlichkeit, die eben Charisma ausstrahlt, die andere mitnimmt.

00:12:22: So visionäre Führungsstil?

00:12:23: Visionäre Füllungskräfte genau und ich habe selbst schon sehr visionäre Vorgesetzte gehabt, die gar nicht so tolle Führunkräfte waren.

00:12:33: also ich glaube dass die Bereitschaft zuzuhören, die Bereitschaft Menschen Spielraum zulassen.

00:12:44: Die Bereitshaft sie in dem Moment wo man ihnen eine Aufgabe übertragen hat dann auch mal machen zu lassen allerdings auch dabei zu begleiten also sie neu Deutsch zu empowern ich glaube dass das alles Eigenschaften sind die mindestens ebenso wenig wichtig sind wie ne tolle Ausstrahlung.

00:13:04: Oft ist es ja sogar so, dass eine tolle Ausstrahlung auch dazu führt, dass Menschen dann sehr sich darauf verlassen und auf sich selbst fokussiert sind.

00:13:13: Und ich glaube, eine Führungskraft sollte jemand sein der sehr genau auf andere Menschen guckt und auch sehr reflektiert ist – auch das ist etwas was man bei sehr charismatischen Menschen nicht unbedingt immer findet.

00:13:27: Also manchmal gibt's natürlich die ideale Kombination, da ist jemand Charismatisch sehr gut mit anderen Menschen, in deren Befähigung.

00:13:35: Aber auf jeden Fall geht es auch ohne und ich habe auch schon Führungskräfte erlebt die bei mir, die man nicht unbedingt als charismatisch beschreiben würde, die aber nicht in der Stille, aber in der Zurückhaltung, die sie gelebt haben eben unglaublich unterstützend hilfreich waren und ihre Teams wirklich herausragend betreut haben.

00:14:00: Also

00:14:00: ich würde da gerne mal ein bisschen tiefer reingehen, weil also grundsätzlich unterstütze ich deine These.

00:14:05: Dass man sagt okay Führung kann man lernen muss man lernen und viele Führungskräfte werden führungskräfte, weil sie entweder lang genug im Unternehmen sind oder sehr gute fachliche Arbeit leisten was aber ja überhaupt keinen Einfluss darauf hat.

00:14:19: bin ich eine gute Führerskraft?

00:14:21: Ich frage mich tatsächlich Wir beide haben, glaube ich ein ähnliches Verständnis von guter Führung.

00:14:27: Eine situative Führungen auf Menschen eingehen, Servenledership diese ganzen Dinge die es da gibt.

00:14:33: aber gleichzeitig gibt es ja auch Menschen die von Natur aus vielleicht ihre Stärke in einem, ich sag mal irgendwie autoritären Auftreten haben oder in einer sehr starken Meinungsfestigkeit oder einen sehr guten Ja, das ist ja eine guten Art Dinge zu erklären.

00:14:54: Eures auch immer ne?

00:14:55: Aber die Frage

00:14:56: wäre natürlich ob das gute Eigenschaften für Führung sind.

00:15:00: also ein autoritäres Auftreten würde ich jetzt mal sagen... Also würde ich wenn ich jetzt jemandem führen würde eine junge Führungsgrafik sage du autoritäre Auftreten ist erstmal nichts was ich unbedingt als besonders empfehlen würde.

00:15:13: Genau würde ich auch sagen aber es wäre es leichter der von Natur aus autoritären Personen zu sagen okay wir versuchen dich jetzt mal irgendwie ähm, deine Stärke das Autoritären runterzubügeln und dir andere Sachen beizubringen.

00:15:28: Oder wir versuchen sozusagen die Stärke, die du mitbringst in die Bahn zu lenken weil du als autoritäre Führungskraft irgendwie besser wirken kannst.

00:15:36: also weißt du wie ich meine?

00:15:37: Ähm, dass halt... Also.. Ich will auch hinaus, dass es stärken basiert.

00:15:42: Da muss man als autoritiere Führungskraft besser wirten können!

00:15:44: Ich glaube, dass Klarheit wichtig ist.

00:15:46: Ja.

00:15:47: Man muss als Führerskraft klar sein.

00:15:51: ob das mit autoritär etwas zu tun hat, glaube ich gar nicht unbedingt.

00:15:56: Ich glaube es gibt auch Momente in denen man in Führung gehen muss und das bedeutet dann klare Orientierung zu geben und zu sagen da ist vorne, da geht's jetzt lang!

00:16:06: Ich glaube solche Momente auf die kommt es an und dazu muss man den Mut haben diese Momente dann auch zu nutzen.

00:16:13: aber ich glaube es hat wirklich gar nichts mit autoritär zu tun sondern mit einem klaren auftreten, dass das unmissverständlich ist in dem Moment eindeutig zu sagen da es jetzt vorne wir sind ihr seid unsicher oder du bist unsicher.

00:16:27: Das ist die Richtung die ich vorgebe.

00:16:32: grundsätzlich halte ich wirklich überhaupt nichts davon jemanden ein Defizit auszumerzen.

00:16:36: also wenn jemand zu autoritäre ist den beibringt zu wollen oder der den Beilbring zu wollen wird das ist schlecht.

00:16:44: Ich glaube dass man stärken stärken sollte und nicht an Schwächen rumhantieren.

00:16:51: Und ja, das ist jetzt die Frage was macht man mit jemandem der ein sehr autoritäres Auftreten hat wenn man den jetzt als Führungskraft führen möchte?

00:17:00: Oder vielleicht auch nochmal andersrum?

00:17:03: also jemand der sehr wenig autoritär ist und Schwierigkeiten hat jemandem zu sagen hey pass auf da geht es lang sondern das irgendwie versteckt.

00:17:11: Also dann vielleicht nicht leichter... sozusagen diese diese Klarheit und den Mut irgendwie durch andere Talente, die diese Person hat auszugleichen.

00:17:25: Also ich finde es in der super schwieriger Aufgabe sozusagen allen Menschen egal wer das ist zu sagen okay passt auf um eine gute Führungskraft sein musst du dies das und jenes können?

00:17:38: Und dass es das Handwerk das musst du sozusagen lernen.

00:17:40: also Es ist schwer allen alles ... im selben Niveau sozusagen mitzugeben.

00:17:46: Es geht ja auch nicht um Perfektion, ne?

00:17:48: Also in der Führung, ich meine, nobody is perfect.

00:17:51: und gerade die Tatsache... ...dass meines Führungskraftmann nicht perfekt ist, es ist ja auch etwas das Nähe schafft,... ...das man zugeben kann.

00:17:58: Ich weiß jetzt hier grad auch nicht weiter oder...?

00:18:01: Das ist wirklich eine schwierige Situation.

00:18:03: Lasst uns mal gemeinsam denken weil ich habe jetzt keine Idee.

00:18:08: Eigentlich ist das ja das was sogar passieren sollte, dass man dann sagt.... zum Team, ich lade euch ein.

00:18:14: Ich lass es uns gemeinsam irgendwie

00:18:16: versuchen.".

00:18:18: Ich glaube trotzdem dass es bestimmte Grundsätze gibt die man schon als einer Führungskraft eine angehenden Führungskraft oder einen jungen Führerskraft mitgeben kann, die eindeutig sind über die man eigentlich nicht diskutieren muss also das Klarheit, dass sie da sein muss, dass die Fähigkeit zuzuhören und zu reflektieren da sein dass die Bereitschaft da sein muss, andere partizipieren zu lassen.

00:18:47: Ich glaube das sind so Dinge, die nicht verhandelbar sind, sondern nicht dass es in der Praxis nicht heißen soll, dass Führungskräfte ohne all diese Eigenschaften überall zu finden sind.

00:18:58: aber ich glaube es gibt schon ein paar unverrückbare Ein unverrückbares Handwerk, wo man sagt das gehört dazu wie auch im Journalismus.

00:19:05: Da gibt es auch bestimmte Dinge die muss man einfach beherrschen.

00:19:08: beim Schreiben da kann man nicht sagen ach du denn nun keine klare Struktur für Artikel hast nicht so schlimm schreib einfach mal drauf los.

00:19:14: ne da kommt eine schlechte Geschichte heraus den niemand liest irgendwie.

00:19:18: also ich glaube dass ist dieses Handwerk und auch eindeutige Regeln für dieses Handwerken im Führungsbereich absolut gibt.

00:19:26: was würdest du sagen ist so die die eine wichtigste Fähigkeit oder Skill ist, dass irgendwie eine Führungskraft haben sollte um eine gute Führungskraft zu sein?

00:19:38: Das ist eine wahnsinnig schwierige Frage.

00:19:40: Aber tatsächlich glaube ich mittlerweile nach diesen vielen Jahren durch das so intensiv beobachtet, dass karakterliche Reife also das karakterliche Reife eine sehr wichtige Voraussetzung ist.

00:19:59: Also damit meine ich, in sich ruht, dass er ein gesundes Selbstbewusstsein hat.

00:20:05: Dass er kein unsicherer Mensch ist sondern in der Lage ist sich selbst zu regulieren also in Situationen die schwierig wird so weit mit sich im Reihen ist das er sagt das krieg ich hier hin und das lässt sich so bisschen mit charakterlicher oder persönlicher Reife vielleicht umschreiben.

00:20:28: Also was ich auf jeden Fall beobachte, ist das Führungskräfte die unsicher sind.

00:20:32: Allein durch diese persönliche Unsicherheit einfach irrsinnig viele Fehler machen.

00:20:36: also weil sie zum Beispiel naja dieses berühmte Beispiel mit dem Hammer und dem will zum Nachbarn gehen und sagt Leimian Hammer von ihm ja der öffnet mir nicht die Tür Ich klingel ein zweites Mal, er öffnet mir immer noch nicht die Tür.

00:20:55: Beim dritten mal macht der auf und sagt jetzt will ich den Hammer auch gar nicht mehr von ihnen.

00:20:58: so, weil man als unsicherer Mensch die Annahme trifft, ah!

00:21:01: Er wollte mich nicht treffen, er wollte mir nicht die Türe öffnen.

00:21:04: Er wollte mir was Böses.

00:21:05: Und das beobachte ich einfach wirklich oft und große Unsicherheit bei Führungskräften hat wirklich teilweise fatale Folgen.

00:21:15: und deswegen persönliche Reife ist glaube ich etwas... sich das auch der Bewusstsein des eigenen Charakters, also was sind meine Stärken und Schwächen?

00:21:23: Was sind meine Glaubenssätze?

00:21:26: Das ist glaube ich ein ganz wichtiges Feld an dem man auch gut an sich arbeiten kann.

00:21:30: Das deckt sich ziemlich gut mit dem, was ich vor einigen Folgen mit Ranghild Strus, die kennst du ja auch in Dies auch beim Work Osten Festival besprochen habe... Da ist mir nochmal sehr klar geworden, da haben wir über das Thema Coaching gesprochen und dass das Thema Selbstreflektion etwas ist was so wichtig ist.

00:21:50: Und auch etwas, was ich für mich persönlich erst sehr spät irgendwie entdeckt habe wie wichtig es ist, wie viel es mitbringt und so.

00:22:01: Das Ganze sozusagen die Bubble drum herum ist die karaktärliche Reife Wie du sie beschrieben hast.

00:22:07: Ranghild ist natürlich, also ich bin eine große Bewundererin von Rang Hild und wir arbeiten ja auch schon seit acht Jahren professionell zusammen.

00:22:16: aber vorher bin ich auch bei ihr gewesen in der Coaching Und tatsächlich hat dieses Coaching dazu geführt dass ich gesagt habe Ich trau mich jetzt aus dem Journalismus rauszugehen und einer Academy aufzubauen

00:22:27: Ja, ich bin auch im Coaching hier.

00:22:33: Da hat sie mich wirklich auf die Schiene gesetzt und gesagt, du kannst das.

00:22:35: Und Du solltest es auch tun, weil wenn Du diesen Weg nicht gehst, wirst Du es irgendwann... Ich glaube Sie hat zu mir gesagt, Du wirst irgendwann auf jeden Fall unzufrieden werden oder sogar krank.

00:22:46: Also sie hat eine sehr...

00:22:51: tatsächlich muss ich jetzt auch mal ganz ehrlich sagen.

00:22:54: Ich bleibe im Kern immer Journalistin in dieser Academy, werde ich eigentlich nicht Selbstverführungsexpertin, ich hole einfach so viele Menschen zusammen die darin sehr viel besser sind als ich nämlich Ranghild oder Metaplan oder Kessels und Smith Und das sind dann ja auch die Inputgeber.

00:23:10: den Input geben ja nicht wir als Journalistinnen oder ich sondern Wir sitzen dabei und beobachten und korratieren für ein Gespräch.

00:23:16: aber Und Rang het ist da wirklich eine ganz besonders tolle Referente bei uns.

00:23:24: Ja, also sie hat ne sehr deutliche Klarheit in allem was sie so sagt und

00:23:29: damit... Wobei man natürlich immer sagen muss und also Rang Het guckt sich ja sehr stark die persönliche Seite oder nur die persönlichen Seite an und das ist ja sowieso ein kleines bisschen in Mode.

00:23:41: du sagst jetzt du hast erst spät von Coaching erfahren.

00:23:43: Also junge Leute heute nicht für dieses Coaching, was komplett normal ist.

00:23:48: Und auch für Unternehmen setzen ja häufig auch da an, dass sie das Mindset der Mitarbeitenden sich so ein bisschen angucken und sagen, da müssen wir etwas verbessern.

00:24:01: Also in Ergänzung dazu ist es eben immer super gesund als Führungskraft auch auf die Strukturen zu gucken.

00:24:09: sind denn die Prozesse und die Struktur, die wir haben, sodass die Menschen auch wirklich eine Chance haben darin gut zu arbeiten?

00:24:15: oder hätten wir sie beispielsweise durch eine Matrix-Organisation immer wieder in Konflikte rein und dann denken, die können nicht gut mit Konflikten umgehen.

00:24:24: Und arbeiten an ihrem Mindset?

00:24:25: aber eigentlich ist das Problem die Matrix, die an der Stelle einfach falsch ist so.

00:24:31: Das ist immer ein wichtiger.

00:24:32: zweiter Punkt, der im Mainstream manchmal so bisschen übersehen wird und den wir auch in unseren Peerloops versuchen eben... Wir machen eben beides.

00:24:40: Wir gucken auf die Persönlichkeit und wir gucken aber auch auf das System.

00:24:46: Was würdest du sagen, wie relevant ist das Thema Agile und New Work gerade noch für die Zielgruppe der Führungskräfte?

00:24:56: Du hast mir im Vorfeld geschrieben.

00:24:57: Führungen wird gerade wieder autoritärer – und das bewährt es als schlecht!

00:25:03: Ist es gerade der Schiff, der passiert weil eben New Work und Agiles Arbeiten nicht mehr der Hype sind?

00:25:10: Ich glaube nicht, weil sie nicht mehr den Hype haben sondern weil man sich glaubt... Sie sich leisten können, zu mischen.

00:25:17: Wir sind eben in der Krise und wir sind schon seit Längerem in der Krise und das sind Zeiten, in denen sich Führungskräfte – das zeigen ja viele Studien – wieder zurückwünschen in die alte Welt wo man einfach an Ordnung trifft dafür sorgt, dass sie ausgeführt werden.

00:25:38: Und also da gibt es eine ganz interessante Studie von Vera Starker auch ne ganz tolle Frau mit der wir eng zusammenarbeiten die sagt das gerade im mittleren Management viele Führungskräfte sich auch von oben mehr Autorität wünschen vermutlich als Entlastung.

00:25:57: Also im Sinne von ich hätte jetzt auch wirklich gerne mal eine klare Vorgabe und einen klaren Rahmen in dem ich agieren kann.

00:26:04: Und ganz oben ist die Wahrnehmung eben, naja also wenn ich durchregieren kann dann wird das einfacher.

00:26:13: Das ist natürlich ein totaler Fehlschluss irgendwie weil was die Menschen dann tun wenn sie an Ordnung bekommen die sich für nicht richtig oder unfair und auch unsinnig halten ist dass sie keine Selbstwirksamkeit mehr empfinden im Grunde in einem schlimmsten Fall in die innere Kündigung gehen.

00:26:33: führt autoritäre Führung dann eben nicht dazu, dass die Dinge besser werden.

00:26:37: Sondern das ist ein Gegenteil, dass sie schlechter werden.

00:26:40: Hat es auch was mit der Zeit zu tun in der wir leben?

00:26:43: Weil Menschen andere Ansprüche haben an ihrer Arbeit und andersmit Motivationen haushalten und umgehen?

00:26:55: Ja, dass sich die Menschen autoritärer Führungen nicht mehr so unterordnen wie das eben vor fünfzig Jahren der Fall geworden gewesen ist, dass glaube ich bestimmt.

00:27:06: Ich glaube aber auch es hat mit ganz grundsätzlichen Bedürfnissen des Menschen zu tun die sie vermutlich schon immer hatten nämlich also das weiß man ja aus der psychologischen und aus der neurologischen Forschung selbst Wirksamkeit zu erleben also zu erlebe.

00:27:19: ich habe einen Spielraum den kann ich nutzen.

00:27:21: wenn ich das tue dann verändert sich wirklich was.

00:27:24: das ist eben ein Weg zur Zufriedenheit und also auch im privaten Bereich nicht, wenn man sich ausgeliefert fühlt.

00:27:31: Und das Gefühl hat Gott, nee ich kann hier sowieso nichts tun dann verfällt man in Frustration und Depression und alles mögliche.

00:27:39: Das gilt natürlich im beruflichen Bereich ganz besonders.

00:27:43: Ich glaube dieses Selbstwirksamkeitsempfinden zu stärken ist zum einen psychologisch klug weil dadurch auch Zuversicht einfach entsteht.

00:27:51: Nicht die Zuversich-Aha!

00:27:55: Und weil Menschen dadurch, glaube ich auch einfach wirklich in der Lage sind, Lösungen zu entwickeln die besser sind als das was ihre Vorgesetzten vielleicht hervorbringen.

00:28:07: Also ich bin wirklich ein ganz starker Verfechter der These dass nur hau da sitzt wo die menschen wirklich umsetzen.

00:28:16: Ja, also auch bei mir im Team und es ist ja wirklich ein super kleines Team.

00:28:20: Aber die Kollege, die sich bei uns um die Organisation der Konferenzen kümmert, die weiß natürlich viel besser darüber Bescheid wie man das gut macht als ich.

00:28:31: Also ich würde nie auf die Idee kommen da jetzt autoritär anzuordnen.

00:28:36: keine Ahnung hier nimmst du jetzt bitte so-und-soviel Prozentkosten raus irgendwie weil Ich dass gerade für angemessen halte.

00:28:44: Das würde ich niemals tun.

00:28:45: Ich würde immer sagen, du bist diejenige, die das nur hau hat.

00:28:49: Lass uns drüber sprechen!

00:28:52: Du hast vorhin gesagt und das finde ich ein Satz auf dem wir noch mal tiefer eingehen können, dass die Leute glauben, dass man sich Agiles arbeiten und die Work leisten können muss.

00:29:03: Und dass es der einfache Weg ist durchzuriegieren dann spart man Zeit und Kosten.

00:29:07: Ja... Das finde ich einen sehr klugen Gedanken.

00:29:14: Die Frage ist, also glaubst du das ist wirklich sozusagen den Zeitgeist der Krise geschuldet.

00:29:21: Und was ist sozusagen?

00:29:23: Das glaube ich vielleicht auch der Tatsache dass manche... Vielleicht in der älteren Generation des mit New York sowieso noch nie so richtig toll fanden sondern sich eher dem Zeitgeiss gebeugt haben.

00:29:37: es hat glaube ich fairerweise auch ganz doll damit zu tun das New York natürlich unfassbar missbraucht worden ist.

00:29:41: der Begriff nicht.

00:29:43: Wie viele haben sich da einfach irgendein Kickertisch drauf geflanscht und gesagt, das ist jetzt ein Work?

00:29:47: Oder gesagt wir arbeiten jetzt mal ein bisschen agil.

00:29:50: Und die meisten oder viele verstehen ja gar nicht was Agilität meint.

00:29:53: Die denken, agil ist irgendwie flexibel und jeder macht was er will.

00:29:57: Dabei ist ja Agilität tatsächlich ein total verregelter Prozess.

00:30:01: Also fast so verregelt wie die Hierarchie.

00:30:03: Es gibt ja total klare Rollen, klare Prozesse.

00:30:11: Da komme ich jetzt auf einen weiteren Punkt.

00:30:12: Manche, die wir in den Peergroups erleben, die sehr agil arbeiten oder sogar als ganz agile Unternehmen gestartet sind, haben natürlich schon festgestellt dass das auch manchmal ein bisschen bremst also dass Entscheidungen zum Beispiel sehr viel länger brauchen wenn man diesen agilen Strukturen immer folgt weil da eben Entscheidung auch unter Zusammenführung vieler Rollen getroffen werden sollen und eben nicht indem Einer sagt, ich glaube dass das richtig ist.

00:30:42: Das machen wir jetzt so.

00:30:43: und also wir haben da in der Pilgup auch wirklich Unternehmer gehabt die gesagt haben Wir sind ganz agil angefangen wir sind jetzt hundert leute Und wir lähmen uns mit diesen ganzen regeln die dazu gehören.

00:30:54: wir sind viel zu langsam geworden und wir brauchen wieder mehr Hierarchie.

00:30:59: Ich glaube also das sind mehrere faktoren die dazu Beigetragen haben dass das new work einfach Ach, der Begriff glaube ich so ein bisschen.

00:31:08: Das merken wir auch bei der Work-Out und New York will keiner mehr

00:31:11: hören.".

00:31:12: Ja ja klar.

00:31:12: also aus meiner Sicht ist auch ein Thema das KI einfach so viel Platz im Kopf einnimmt dass sozusagen andere Dinge weggedrängt werden.

00:31:23: So natürlich stellt man auch in Frage nachher wieviel Zeit und Geld haben wir noch um Organisationen zu entwickeln?

00:31:29: Und in irgendeiner Art und Weise agiles Arbeiten so einen Einklang zu bringen Was bringt?

00:31:35: Und das ist uns nicht lehnt bei hundert Personen, also da muss man ja... Da braucht man dann ja Lösungen sozusagen um sowohl die agilen Vorteile zu haben als auch die, ich sag mal hierarchischen Vorteil zu haben.

00:31:45: Aber jetzt kommt irgendwie neues Thema und jeder weiß KI wird alles ändern.

00:31:50: aber ich glaube wir sind immer noch so ein bisschen im Stadium dass man sich fragt Ja und wie genau?

00:31:56: Wir warten erst einmal ab.

00:31:57: So, naja interessant Ich habe gerade mit einer einer Speakerin für die Work Awesome gesprochen, die von, das kann ich schon verraten, von Workday kommt.

00:32:09: Und Workday ist ein großer Anbieter natürlich von Software aber sie sind... Sie forschen sehr viel!

00:32:16: Das haben wir ja immer gerne auf der Work Awesome und wir haben immer gerne Menschen da, die ihre Thesen oder ihre Produkte auch mit wissenschaftlichen Erkenntnissen unterlegen.

00:32:24: Die haben gerade eine wirklich spannende Studie herausgegeben, die nennt sich die Copy and Paste Economy und entspringt einer Befragung von sechs tausend einhundert Menschen, die befragt worden sind.

00:32:38: Wie zufrieden sie denn eigentlich sind mit dem was sich so im täglichen Leben tun?

00:32:44: Und die sagen ich bin dauernd dabei irgendwas von einem Tool in das nächste reinzukopieren also von mail ins lag von slack an asana von Asana in meinen KI-Agenten und wieder zurück.

00:32:57: Und dieses, dass man wahnsinnig viel Zeit damit verbringt diese unterschiedlichen Systeme über Copy and Paste miteinander in Verbindung zu bringen weil sie eben noch nicht integriert sind.

00:33:08: Es ist erst mal eine schöne Erkenntnis wo ich gesagt habe ja stimmt deswegen verbringe ich so viel Zeit mit Copy & Paste und die weitere Erkenntnisse von Workday.

00:33:17: aber das KI von vielen eben benutzt wird wie ein weiteres Tool also wie ein weiteren Slack Kanal einfach und dadurch hat man auch an vielen Stellen wirklich noch nicht so sehr das Gefühl, dass KI hilft oder dass KI entlastet oder effizienter macht.

00:33:35: Weil es eben ein weiteres Tool ist doch nur obendrauf kommt, dass aber nicht integrierte sondern was der KI-Agent gesagt hat Das muss man dann wieder den ganzen anderen Systemen mitteilen um dann irgendwie damit arbeiten zu können.

00:33:47: und ja das finde ich sehr interessant weil so geht es mir auch Ich habe eine tolle Erkenntnis von irgendeinem Agenten, mit dem wir arbeiten und dann denke ich so.

00:33:57: Und jetzt muss ich das allen anderen mitteilen dass sich das jetzt irgendwie besprechen weiterentwickeln was auch immer möchte und dann geht es der Wahnsinn los.

00:34:08: Deswegen ist die Frage nicht wie hilft uns KI?

00:34:10: Die wird uns natürlich massiv helfen irgendwann.

00:34:12: aber im Moment ist es einfach noch mal etwas das noch on top kommt und für viele Menschen eben auch in dieser Krise gerade on top auf eine Situation, in der sie sowieso schon überlastet sind und sagen so ich kann nicht mehr.

00:34:26: Ich habe hier noch keine Kapazitäten mehr frei und nun kommt auch einer AKI obendrauf.

00:34:33: Genau das ist das Problem an der KI-Transformation mit vielen Umfeldern natürlich klar.

00:34:38: im Konzern ist es ganze Thema Liegerechte und Sicherheit und so mal ausgeklammert aber... Die KI-Transformation scheitert daran, dass die Menschen einfach keine Zeit haben sich damit zu beschäftigen.

00:34:52: Und ich bin fest davon überzeugt das habe ich ja schon ganz oft in diesem Podcast gesagt, wenn man sich sozusagen die Zeit nimmt in einem Trainingsformat oder so.

00:35:00: Setz mal die Leute einen Tag zusammen wo sie ein Blocker haben ... und sich da nur mit KI beschäftigen.

00:35:07: Alleine, wenn dieser Blocker da ist... ...und sie dürfen sich alleine nur mit KAI beschäftigen!

00:35:11: Wie viel Vorsprung das bringen würde?

00:35:13: Im Gegensatz zum Status quo wo man sagt ne dann schreibe ich das lieber selber schnell anstatt mich da irgendwie ein neues Toolwunder zu laden... ...dann muss ich das lernen und die sind das.

00:35:22: Aber ich glaube dass es ganz normal in so einem großen transformativen Prozess... ...das da viele einfach sagen ey ich beschäftige mich damit aber jetzt gerade habe ich soviel auf dem Tisch das muss erstmal alles

00:35:33: weg.

00:35:35: diesen Blocker in den Kalender setzen würde, dann ist es eben die Aufgabe einer guten Führungskraft an anderer Stelle für Entlastung zu sorgen.

00:35:43: Und das passiert eben auch in vielen Fällen nicht sondern da kommt der Blocker im Kalender aber die Aufgaben die du erledigen musst, die bleiben die gleichen und dann hilft es eben auch nicht deswegen... Das ist zum Beispiel etwas was ich für einen Tool oder für ein Tool nicht für eine Erkenntnis Fähigkeit halten würde, die jede Führungskraft haben muss.

00:36:05: Dass sie sich ihr Team anguckt und wirklich guckt wo sind Belastungsgrenzen erreicht?

00:36:10: Und wenn ich irgendwas anderes neu draufpacke dann nehme mich woanders was weg!

00:36:16: Das ist übrigens eine Erkenntnis, die Peter Drucker schon gehabt hat.

00:36:18: Ich habe mir jetzt aus einem gegebenen Anlass seinen Buch irgendwie gute Führungen oder sowas nochmal zur Gemüte geführt und da hat er schon gesagt das musst du sein Du kannst nicht neue Aufgaben verteilen und nicht eine alte wegnehmen

00:36:33: Ist ja das Logischste der Welt, aber in einem Unternehmenskontext.

00:36:36: In einer Wirtschaft die in der Rezession ist und wir sind in einer Multimeter-Krise.

00:36:43: Ja es ist klar dass halt irgendwie alles gemacht werden muss und gleichzeitig um sozusagen das Risiko zu minimieren, dass das Unternehmen eben stirbt wird halt immer mehr oben draufgestoffelt.

00:36:58: Genau das führt dann dazu, dass das Unternehmen stirbt.

00:37:00: Wenn du immer weiter immer mehr obendrauf packst, ist es vorbei und dann gehen die Leute in die innere Kündigung.

00:37:09: Und deswegen ist es glaube ich auch ein ganz wichtiger Skill von Führungskräften, priorisieren zu können.

00:37:17: Das ist nicht so leicht.

00:37:18: Ich weiß ja nur da die andere Kollegin hier zuhört bei mir und ich weiß, dass sich selber irgendwie mit dem Thema Priorisierung wenn zum großen strategisch Projekte geht Ist nun mal nicht leicht, aber ist trotzdem eine wichtige Fähigkeit, priorisieren zu können und so sagen.

00:37:31: So das machen wir jetzt nicht weiter.

00:37:33: Und es ist viel schwieriger etwas nicht weiterzumachen was irgendwie rumdümpelt als irgendwie drei neue Sachen anzufangen.

00:37:40: Ja und auch dass zum Beispiel sich mit einem Kollegen oder Kollegin hinzu sagen hey du bist gerade überfordert lass uns mal durch deine Aufgaben durchgehen und das gemeinsam machen.

00:37:51: So war es zum Beispiel ziemlich gute Idee.

00:37:54: eigentlich glaube ich hat auf der Bühne der Leadership letztes Jahr Alicia Lindner gesagt, dass es die Geschäftsführerin von Burlendt also eine sehr traditionstreichen Kosmetikmarke.

00:38:04: Und da hat danach eine junge Teilnehmerin zu mir gesagt ja so das solche Details erzählt werden, das hätte ich gar nicht gedacht, die so konkret sind und so konkret ist es eben manchmal nicht?

00:38:15: Also Führung ist man absolut

00:38:18: konkret

00:38:18: und war auch eigentlich so einfach.

00:38:20: Ich las mal zusammensetzen gucken was hast du denn alles auf dem Zettel?

00:38:24: Können wir irgendwas rausnehmen.

00:38:25: Und das ist ja auch Teil des Handwerks, ne?

00:38:27: Genau!

00:38:30: Das wusste er als Charisma nicht.

00:38:31: also die Alicia Linda ist eine super charismatische Frau.

00:38:34: aber das könnte auch ein sehr introvertierter Mensch sein der sich da hinsetzt und sagt Komm lass uns das zusammen machen.

00:38:41: vielleicht kann der sogar besser als jemand der enormes Charisma hat.

00:38:46: Nimm es doch nochmal mit auf die Work Awesome und verrate mir und den Leuten ob was du dich am meisten freust

00:38:53: Was ich mich am besten freue, also es ist schwierig.

00:38:56: Ich freu mich auf so viele.

00:38:58: Ich freue mich ganz doll auf eine sehr exklusive Geschichte die wir haben über die Schwarzgruppe.

00:39:07: Die Schwarz Gruppe kennt jeder Lidl und vor allem Kaufland und Lidle natürlich aber ja heute weit mehr.

00:39:16: Ein inhabergeführtes Unternehmen, aber ein Ries, also konzernartig in seiner Größe Und die haben ja ein, verziehen hier gerade einen bemerkenswerten Wandel hin eben von der Supermarkt Kette zu einem Hightech-Anbieter.

00:39:30: Also sie bieten eben auch Hightec an und Cyber Security und Cradle to Cradle Nachhaltigkeits-Themen.

00:39:39: also da ist ja wirklich alles mittlerweile in dem Geschäftsmodell drin was wirklich ein Kreislauf dann ergibt.

00:39:45: das ist auch die Idee dahinter und da haben wir Christian Groh auf der Bühne CEO von Schwarz-Corpel Solutions.

00:39:53: Das ist der imteine Dienstleister, der Zentral für alle Schwarze Töchter, also für alle diese unterschiedlichen Töchterthemen wie Finanzen aber eben auch Personal, HR irgendwie betreut.

00:40:07: und mit dem rede ich darüber, wie man das schafft, dass alles in einer Unternehmenskultur zu vereinen oder eher so unterschiedliche Kulturen erfolgreich nebeneinanderzustellen.

00:40:18: Die sind ja eine eher verschlossene Gruppe, deswegen glaube ich den mal im O-Tut zu hören.

00:40:23: Das ist super spannend.

00:40:25: Eine zweite Sache auf die mich sehr freue ist die Geschichte einer deutschen Ingenieurin, die vor dem Fernseher saß und eine Reportage über achtzig junge Afghanen saß, die im Oman festsaßen nach der Machtübernahme durch die Taliban und der Streichung von USA.

00:40:45: Sie waren eigentlich von den USA unterstützt im Oman zu studieren und zwar die Mintfächer zu studierend, um dann nach Afghanistan zurückzugehen.

00:40:53: Und dort eben die Wirtschaft zu unterstützen.

00:40:59: Die saßen dort fest und ihn drohte die Rückkehr nach Afghanistan.

00:41:02: Und was mit jungen Frauen in Afghanistan passiert, die dann auch noch gebildet und talentiert sind und von den Amerikanern ausgewählt wurden, mag man sich gar nicht vorstellen.

00:41:12: Auf jeden Fall hat diese einzelne Frau gesagt wir brauchen doch solche solche Fachkräfte, talentierte junge Frauen in den Windfächern.

00:41:20: Die brauchen wir doch für die Energiewirtschaft.

00:41:23: und hatte tatsächlich sie diese einzelne Person gesagt da tue ich jetzt was und hat es geschafft.

00:41:29: Dreiundvierzig von diesen Frauen jetzt nach Deutschland zu holen Und die sind die sind jetzt alle im Praktika in deutschen Unternehmen auf dem Weg ins Studium und eine unfassbare Geschichte wie wirklich jeder Einzelne wirklich was tun kann, nicht?

00:41:44: Man sitzt ja manchmal vom Fernseher und denkt Gott das ist schlimm.

00:41:47: Da müsste man eigentlich etwas tun Und dann tut man aber eben doch nichts.

00:41:51: und sie hat wirklich den Hörer in die Hand genommen und hat die deutsche Botschaft im Oman angerufen und gesagt Wir müssen was tun.

00:41:56: Krass

00:41:57: also tolle Geschichte und es kommt auch eine der jungen Afghanen mit auf die Bühne.

00:42:01: und Dann haben wir was auch tolles ein neues Format entwickelt weil wir wissen dass die Teilnehmenden nicht mehr nur gespannt auf die bühne gucken wollen.

00:42:09: Die wollen mit ihren eigenen Themen dort sich austauschen zu ihren eigenen Herausforderungen.

00:42:15: Und wir haben da etwas geschaffen, wie das nennt sich Peer-Dating und machen unter allen Teilnehmern im Vorfeld eine große Umfrage und bitten Sie uns Ihre individuellen Herausforderung über die sie sich gerne austauschern würden zu schicken.

00:42:31: Dann klasstern wir die und bilden in den Pausen moderierte Kleingruppen von jeweils zehn bis fünfzehn Teilnehmenden Indem wir sie sozusagen zu diesen Themen einander zuführen und auf die Schiene setzen.

00:42:43: Und ich glaube, das ist auch etwas was sich so noch auf keine anderen Konferenz erlebt habe und was eben hoffentlich dazu führt dass jeder Teilnehmer der das möchte am Ende mit zwei drei Sparings Partnern daraus geht, die er dort kennengelernt hat und mit denen er an seinem Thema weiterarbeiten kann.

00:42:59: Stark!

00:43:00: Das waren gleich drei Dinge, auf die du dich freust?

00:43:02: Ich freue mich.

00:43:04: Ich freu mich, du verriehst ja alles.

00:43:08: Du musst auch noch was in Platz für Vorfreude lassen.

00:43:10: also ich freue mich auf jeden Fall sehr auf der Ranghil die den Live Coaching durchführen wird.

00:43:15: wir haben schon viel für sie geworben hier im Podcast.

00:43:18: Ich freue mich dass wir uns persönlich sehen.

00:43:20: ich bin auch da als Gast und wenn ihr auch dabei sein wollt die Zuhörerinnen und zuhörern.

00:43:25: es gibt noch einen Gutschein Code und zwar work unterstrich zehn.

00:43:29: damit bekommt er zehn Prozent Rabatt auf das Ticket.

00:43:33: könnt mir und der Patricia auf jeden Fall ein High-Five geben.

00:43:36: Dann wissen wir auch, dass ihr von diesem Podcast

00:43:38: kommt.".

00:43:38: Okay!

00:43:39: Letzte Frage, liebe Patricia.

00:43:44: Glaubst du an eine Welt in der jeder gern zur Arbeit geht?

00:43:49: Nein.

00:43:50: Ehrlich gesagt nicht.

00:43:52: Warum?

00:43:54: Naja ... weil ich zu viel ... Ich bin ja auch viel unterwegs gewesen als Journalistin.

00:43:59: Und ich hab einen Mann, der sehr international arbeitet alle Menschen jemals gern zur Arbeit geben werden.

00:44:07: Dazu gibt es einfach zu viele Regionen, in denen die wirtschaftlichen Verhältnisse so einfach zu schwierig sind und so sind die Menschen leider auch nicht.

00:44:18: also wir sehen das hier an den vielen Konflikten dieser Welt was Menschen einander anschuhen können.

00:44:22: also nein ich glaube dass wird nicht passieren aber es ist trotzdem eine ein schönes Ideal dass man anstreben kann.

00:44:32: Danke dir.

00:44:33: Vielen lieben Dank liebe Patrizia, es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

00:44:35: wir sehen uns auf der Work Awesome und ja

00:44:40: wenn ihr euch... Ich danke dir für die guten Fragen und ich freue mich auch sehr dichter zu sehen aber auch alle anderen die jetzt durch diesen Podcast auch uns auch merksam geworden sind.

00:44:49: Ja ich freu mich auch auf viele gesichter bekannte Gesichter auf dich bei der Work awesome.

00:44:53: Und wie gesagt Wudschank Code workunterstrich zehn Alle Infos zur Work awesome einfach googeln dann findet ihr das Und wir hören uns dann nächste Woche wieder.

00:45:02: Bis dahin, tschau-tschau!

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