#204 Meetingcrafting mit Dr. Marie Ritter

Shownotes

Wie zu Beginn der Folge erwähnt: Hier findest du mehr Informationen zu unseren Trainings und Weiterbildungen bei HelloAgile.

Vernetz dich jetzt mit dem Podcast-Host und der Podcast-Gästin: Lutz Hüser Dr. Marie Ritter

Transkript anzeigen

00:00:00: bevor es losgeht Werbung in eigener Sache.

00:00:03: Die gute Begleitung von Gruppen, In-Meetings und Workshops ist ein Handwerk das man lernen kann und vor allen Dingen in der heutigen Zeit auch lernen sollte.

00:00:11: Und genau dafür haben wir bei HLOW Agile eine ganze Reihe von Angeboten.

00:00:15: Sei es Moderation, Facilitation, Digitifacilitation Präsenz und Stimme, Legoseries Play ... Wir haben da bestimmt genau das Passende für dich im Angebot.

00:00:26: Wenn du dir unsicher bist, welches Angebot passt denn zu mir?

00:00:30: Kein Thema, lass uns reden.

00:00:32: Schreib uns gerne an und wir finden das passende Angebot für dich!

00:00:48: Herzlich willkommen zu Unboxing New Work – deinem Podcast für besseres Arbeiten.

00:00:54: Ich bin der Lutz und möchte gemeinsam mit meinen Kolleginnen herausfinden wie moderne Arbeit Menschen erfüllt und Unternehmen erfolgreich macht.

00:01:03: Bei Hello Agile begleiten wir Menschen und Organisationen auf ihrem Weg zur New Work untergehend arbeiten Denn New Work ist vielschichtiger, als es auf den ersten Blick scheint.

00:01:13: In diesem Podcast tauchen wir gemeinsam in all seine Facetten ein!

00:01:17: Heute bin ich wieder der Lutz Euer Host Und mir gegenüber sitzt digital zugeschaltet Dr.

00:01:23: Marie Ritter von der Universität Braunschweig.

00:01:26: Sie forscht zu Kooperation und Wissenstransfer Geschlechtergerechtigkeit um Mail-Ellyship und vor allen Dingen auch zu Meetings und emergenten Gruppenprozessen.

00:01:36: Und genau darüber haben wir uns vor Kurzem kennengelernt und ich freue mich sehr, dass wir unser Gespräch hier in diesem Podcast vertiefen dürfen.

00:01:44: Marie, schön, dass du da bist!

00:01:47: Ja, hi Lutz, danke, dass ich dabei sein darf.

00:01:50: Ich sagte schon der Zufall hat uns zusammengeführt ist vielleicht auch für unsere Hörer ganz interessant.

00:01:55: Wir wurden beide unabhängig neulich von einem großen Magazin-Interviewt.

00:01:59: Und wir haben am Ende gefragt, mit wem habt ihr noch so gesprochen?

00:02:04: Da sind wir auf dich und eure Arbeit gestoßen und dachten uns okay da muss eine Folge rauskommen und da bin ich sehr gespannt drauf!

00:02:12: Ja, super dass du mir direkt geschrieben hast.

00:02:16: Weil wir freuen uns natürlich auch einfach immer wenn unsere Forschung irgendwie auf offene Ohren trifft und wenn man sagt ja lass uns mal darüber diskutieren.

00:02:24: Sehr gut!

00:02:25: Marie wie starten mit einer kleinen Check-in Frage?

00:02:28: Und nun ist das so, wir nehmen an einem Montag auf deswegen machen es einfach.

00:02:32: worauf freust Du Dich in dieser Woche besonders?

00:02:37: Ich freue mich darauf, dass ich diese Woche richtig tief in meine Lieblingsthemen einsteigen kann.

00:02:44: Nämlich Meetings weil also der Podcast ist ein super Auftakt dafür und ich habe die nächsten Tage ganz viel Zeit geblockt um mein nächstes Meeting Paper zu schreiben und darauf freue ich mich richtig.

00:02:55: Stark!

00:02:58: Kannst du ein Stichwort mehr dazu sagen?

00:02:59: Was wird das Schwerpunkt?

00:03:01: Von diesem Paper?

00:03:01: Der Schwerpunkt wird sein.

00:03:03: Vielleicht sprechen wir da heute auch noch mal drüber, finde ich auf jeden Fall spannend.

00:03:06: Meetingsreihe Tage und ob das sozusagen was ist, was für alle gut funktioniert oder nicht... Genau vielleicht können wir dann nochmal drauf.

00:03:13: Stark!

00:03:14: Cool!

00:03:15: Ich habe es mir gerade schon aufgeschrieben.

00:03:17: Wir werden ganz viele Klammern heute aufmachen und auch aufpassen, dass wir sie wieder zu machen.

00:03:21: Erstmal wenn ich hier schon eine Meetingforscherin sitzen hab.

00:03:24: hast du eine Meinung zu Check-Ins also zu diesen kurzen Aktivitäten zu beginnen?

00:03:29: Ja Also und ganz, ich bin ja Forscherin.

00:03:33: Und als ForscherIn hat man natürlich nie einfache Antwortungen deshalb ist das auch kein...

00:03:36: Halten wir aus hier!

00:03:39: Genau.

00:03:40: also grundsätzlich finde ich eigentlich check ins wichtig weil man wirklich gerade wenn man sich noch nicht gesehen hat an dem tag wirklich auch mal hören muss wie geht's den anderen was beschäftigt die grade?

00:03:52: Und dass kann so eine Distanz die vielleicht über grad ein virtuellen Meetings besteht über Brücken.

00:03:59: Auf der anderen Seite, was ich total nervig finde ist wenn Leute Kampfhaft-Checkins verwenden und sozusagen einfach immer einen Check in machen obwohl sich die Leute schon dreimal am Tag gesehen haben und eigentlich allen klar ist wie es ihnen geht.

00:04:12: Das heißt also auch das werde ich heute bestimmt ein paar mal sagen je nach Ziel des Meetings, je nach Kontext des Meetnings muss ich das unterschiedlich einsatzen.

00:04:22: Stark!

00:04:23: Danke dir.

00:04:24: Boah, jetzt sind wir direkt inhaltlich eingestiegen.

00:04:27: Marie, aber nimm uns mal kurz mit ... Also man wird ja nicht morgens wach und sagt heute bevorsch ich Meetings.

00:04:34: Was ich im Intro schon gesagt hab, du bist an der Uni Braunschweig.

00:04:38: Du bist Psychologin?

00:04:39: Das habe ich gar nicht dazu gesagt!

00:04:42: Und nehmts gerne einfach mal mit.

00:04:44: Wie kam das bei dir?

00:04:46: ... also wie kam die Idee auf Meetings aus einer wissenschaftlichen Sicht zu betrachten?

00:04:51: Ja... Also ich habe promoviert zum Gruppenprozessen und zu diesem lustigen Wort Emergenz.

00:05:01: Vielleicht ganz kurz, Emergens was ist das?

00:05:03: Also in sozusagen Gruppen bringt ja jeder sozusagen wie so ein kleines Bauteil mit in den Prozess.

00:05:11: Jeder bringt so ein Kleines Puzzleteil dazu und dann werden die irgendwie zusammen gepuzzelt.

00:05:16: Und Emergens beschreibt jetzt aber dieses Phänomen dass wenn ich alle Puzzle Teile zusammengesetzt habe kommt irgendwie nicht nur ein Ganzes raus, sondern sogar ein bisschen mehr als das Ganze.

00:05:27: Nämlich darüber dass wir miteinander gesprochen haben, dass wir irgendwie in Interaktionen getreten sind, Ideen zusammen entwickelt haben ist sozusagen am Ende oder das Ergebnis mehr als die Summe seiner Teile.

00:05:39: Das ist quasi Immergänz und das hat mich in meiner Promotion sehr stark beschäftigt.

00:05:44: da war ich aber mehr so in den Grundlagen der Gruppenforschung interessiert bin ich an den Lehrstuhl der TU Braunschweig zu Professor Simone Kaufeld gekommen, die schon seit vielen, vielen Jahren richtig tolle Forschung zu Meetings macht und sich damit beschäftigt.

00:06:03: Und da habe ich gesagt Mensch das ist eigentlich total spannend weil ich möchte wissen wie diese grundlegenden Prozesse in Gruppen wie sich das wirklich auf der Arbeit und in der Anwendung zeigt?

00:06:14: Da waren dann Meetings irgendwie naheliegend.

00:06:19: Zusätzlich muss man sagen In der Forschung spricht man besonders in der Psychologie manchmal von Betroffenheitsforschung.

00:06:26: Ich weiß nicht ob du dieses Wort kennst, also dass

00:06:29: ich häufig

00:06:29: mit Themen beschäftigt...

00:06:30: Aber Meetings-Uptotrofenheit!

00:06:32: Richtig und ähm

00:06:34: ... Ich hatte eine Weile auch echt viele richtig schlechte Meetings.

00:06:39: Und genau, man sagt so ein bisschen in der Psychologie ... es ist so anektotisch dass sich Leute halt mit Themen beschäftigen die sie selber betroffen machen oder die sie selbst betreffen und man dann sozusagen daran auch arbeitet.

00:06:52: und ich glaube bei mir ist das auch ein bisschen so.

00:06:54: Okay, ich hätte noch eine persönliche Frage weil also ich sage ganz häufig über meinen Berufstand wir sind so Gruppenhandwerker.

00:07:04: Ich weiß, das ist ein verkürztes Bild aber wo kommt deine Leidenschaft für Gruppen her?

00:07:13: Jugend Kindheit was hatte ich da so begeistert?

00:07:17: also Die Psychologie ist ja sehr breit.

00:07:20: Man kann sich mit Fragen beschäftigen, die wirklich nur ganz innen drin im Menschen sind wie Dinge im Hirn funktionieren und so weiter.

00:07:29: Und mich hat aber schon immer eher auch dieser soziale Aspekt also der Sozialpsychologie interessiert Weil ich einfach, weil das glaube ich für mich immer das viel faszinierendere war.

00:07:42: Nicht nur zu wissen was wird jetzt sozusagen ein Objekt vielleicht erkannt auch wichtig sondern mich hat interessiert ja wie entstehen zum Beispiel Emotionen?

00:07:51: Wie entsteht zum Beispiel eine Beziehung oder Beziehungen untereinander?

00:07:56: und ich habe nicht glaube ich von dieser Von diesen grundlegenden Fragen einfach immer mehr in die Anwendung hin entwickelt weil ich gemerkt hab Ja dass ist einfach dass wir gegen uns so viel im Alltag, überall tritten wir in Interaktion und auf der Arbeit aber eben besonders.

00:08:12: Und da war es mir wichtig einfach zu verstehen wie funktioniert das.

00:08:16: Cool!

00:08:16: Dankeschön.

00:08:18: Wie erforscht man Meetings?

00:08:20: Also in meinem Gedanken... Wir haben ja auch mit wahnsinnig vielen Menschen für unser Buchprojekt DTC gesprochen Aber die Messlatte in der Forschung liegt ja noch mal woanders.

00:08:30: also wie nähert man sich dem?

00:08:32: Kannst du uns da mal mitnehmen?

00:08:34: Ja, ja ist total wichtige und interessante Frage.

00:08:39: Weil es ist echt nicht leicht, Meetings wirklich zu erforschen.

00:08:43: also in der Psychologie oder Arbeitspsychologie haben wir eben so eine Reihe an verschiedenen Methoden Und es gibt sehr viel Forschung zum Meetings wo Leute einfach befragt werden.

00:08:59: Also es scheint ja relativ einfach ich frage die Menschen wie viele Meetings hast du denn?

00:09:04: Wie sind die?

00:09:05: Und dann guckt man sich an, je nachdem wie ein Meeting beschrieben wird.

00:09:10: Wie auch vielleicht die Kontextvariablen sind also wie viele Meetings man insgesamt hat.

00:09:15: Wie zufrieden sind die Leute.

00:09:19: und das kann man machen und es ist auch wichtig und ich mache das auch weil auf diese Weise kann man einen relativ großes Bild abbilden.

00:09:25: Man kann viele Leute befragen, viele Informationen namen.

00:09:28: Aber was eigentlich interessant ist und was meine Neugier nach Gruppenprozessen und Immergans am ersten befriedigt, ist tatsächlich wirklich ganz tief reinzugucken.

00:09:38: Also quasi wir sagen manchmal so Meetings wie unter einem Mikroskop.

00:09:43: Und das funktioniert tatsächlich nur wenn man Meetings auch wirklich beobachtet.

00:09:48: Das heißt, wenn man sozusagen in echte Meetings reingeht und eben schaut, wie läuft denn das ab?

00:09:56: Wir machen Studien in Unternehmen vor Ort, wo wir Meetings aufzeichnen.

00:10:01: Auch da ist Simone Kaufeld hat das schon in verschiedenen Kontexten gemacht und dort tolle Daten gesammelt.

00:10:09: Und jetzt haben wir nochmal, wollten wir noch mal so ein bisschen eine Schippe drauflegen und haben einen sogenannten Meeting Labor jetzt aufgebaut.

00:10:17: Das Meeting Labor erlaubt es uns quasi die Leute zu uns einzuladen.

00:10:24: Also wir gucken uns jetzt nicht nur, ne?

00:10:26: Wir haben nicht nur eine Kamera die das aufzeichnet sondern wir schauen uns das Meeting wirklich aus ganz verschiedenen Perspektiven an.

00:10:33: Können sogar teilweise Stress aufzeichnen mit so den Wearables wie Apple Watch oder so kann man ja auch und haben dadurch die Möglichkeit nochmal ganz ganz tief eben rein zu gucken und wirklich zu schauen.

00:10:45: was sind denn die Verhaltensweisen in einem Meeting?

00:10:47: dies wirklich erfolgreich machen?

00:10:49: Und was sind vielleicht die, die dem im Weg stehen?

00:10:53: Das nutzen wir natürlich für unsere Forschung, also wir analysieren das.

00:10:57: Also muss ich wirklich vorstellen so ein Meeting, dass wird dann mehr oder weniger transkribiert, also abgeschrieben und dann durchkudiert.

00:11:03: Und dann gucken wir uns genau an und diskutieren wie sind die Zusammenhänge?

00:11:09: Aber wir nutzen es natürlich auch um direkt Rückmeldungen zu geben.

00:11:13: Wer zuhört und sagt hey, das klingt irgendwie interessant!

00:11:17: Wir sind immer offen für neue Teams im Meetinglabor und wenn ihr vorbeischaut Genau.

00:11:24: Fährten wir euch gerne, würden wir euch gern dort willkommen heißen und mit euch eure Meetings analysieren?

00:11:28: Stark!

00:11:29: Ich schreibe mir auf.

00:11:30: ich möchte einen Hello Ausflug machen.

00:11:33: Aber total spannend ne?

00:11:34: Ich hatte in diesem Sommersemester ein Lehrauftrag an der Fahrerau-Scholle Würzburg Und wir haben LEGO Series Play eine Studierende näher gebracht und der größte Raum den wir zur Verfügung gestellt bekommen haben war so Motion Tracking Studio und ich wusste das vorher nicht Zumindest an dem Präsenztermin drei Tage so und dachte mir, eigentlich will ich diese Technik nutzen.

00:11:58: Ich will wissen, lehnen die Leute sich zurück?

00:12:00: Wie bewegen sie sich?

00:12:01: wirklich total spannend?

00:12:05: Jetzt aus deiner Sicht wie stets denn um die Meetings gerade ... Nee, ich weiß das ist eine zu große Frage, die kann man nicht beantworten.

00:12:13: aber als du tiefer in die Meetingwelt eingetaucht bist was hatte ich da besonders überrascht?

00:12:21: Welche Schlaglichte aus eurer Forschung kannst du mitgeben?

00:12:24: Ja, ja.

00:12:25: Also ich glaube das erste was mich überrascht hat aber positiv überraschte ist dass Meetings deutlich besser sind als ihr Ruf.

00:12:34: also wenn man unterwegs ist auf Social Media, weil man mit anderen Leuten über die Arbeit spricht dann ist ein sehr ersten Themen was aufkommt.

00:12:44: Also Meetings ist ja eigentlich das Schlimmste am Arbeitstag.

00:12:46: Absolut, absolut!

00:12:48: Nutzen wir auch immer als Einstieg ne?

00:12:49: Wenn wir Vorträge halten dann fragen wir immer okay wie war das letzte Meeting?

00:12:53: und die meisten fanden es ganz fürchterlich.

00:12:56: Total spannend, wir nehmen hier nachher noch eine Folge für den Kill Meetings Podcast auf und da hatten wir zuerst die Frage immer gestellt wenn dein Meeting eine Schulnote wäre und natürlich ein bisschen dann geschönt, denke ich von den Leuten.

00:13:10: Aber wir dachten diese Frage macht so richtig auf und wir kriegen die Schauergeschichten.

00:13:15: Wir haben sehr viel Positives gehört davon.

00:13:16: Zwei Minus etc... Ja,

00:13:21: das ist super!

00:13:23: Und genau das hat mich glaube auch überrascht, dass sozusagen obwohl diese öffentliche Meinung so negativ ist, und obwohl auch bisher zumindest wenn wir in die Zahlen geguckt haben im vorheriger Forschung.

00:13:37: Auch da er eine große Unzufriedenheit war mit den Meetings sind in unseren Erhebungen also wir haben jetzt einmal relativ repräsentativ hier in Deutschland und in den USA gefragt Und die Leute sind mehr oder weniger zufrieden mit Meetings und sie wollen Sie nicht unbedingt missen Also die Meetings dann wirklich auch wichtige Ressourcen weil ich eben neue Ideen bekomme, weil ich mich austauschen kann.

00:14:01: Also soziale Bindungen zu meinem Team natürlich auch in Meetings entstehen und Aufricht erhalten werden.

00:14:06: Und deshalb würde ich sagen ist das so ein bisschen eine Sache die mich positiv überrascht hat sozusagen in der Welt der Meetings.

00:14:17: Okay also das freut mich so.

00:14:19: Also meine Erfahrung ist auch wenn wir mit unserem sehr provokanten Titel Clean Meetings durch die Welt ziehen Erster Punkt ist immer ja total und zweiter Punkt aber.

00:14:31: Und auch wir sind gar nicht so, dass wir sagen das muss alles aus dem Kalender raus.

00:14:37: Trotzdem erlebe ich es schon so, vielleicht weniger die Meetings an sich sind sicherlich auch sondern eher die Masse an Meetings.

00:14:48: Ich bilde mir einen wissenschaftlichen Füßen.

00:14:53: Aber die Anzahl am Meetings hat doch... relativ stark zugenommen, oder?

00:14:57: Lässt sich das so deutlich belegen.

00:15:00: Ja also gar nicht so wissenschaftlich, gar nicht gewackelig deine wissenschaftlichen Füße.

00:15:08: Genau, also es gibt Untersuchungen die gezeigt haben.

00:15:12: Also man spricht von so einer Meetingization der Gesellschaft.

00:15:17: Also gerade im Vergleich zu vor zwanzig Jahren oder so gibt's eine deutlich erhöhter Erhöhung der Meetingszahl, das heißt oder der Meetinglast sagen wir in der Forschung.

00:15:30: Das zahlt sich einmal auf.

00:15:31: wie viele Meetings?

00:15:32: Die Anzahl habe ich pro Woche von das andere, wie viel Zeit verbringe ich in Meetings.

00:15:39: Und da haben wir jetzt vor allem auch gesehen während der Covid-IX Pandemie die natürlich eine große Zäsur für Zusammenarbeit und damit auch für Meetings war dass vor allem da die Meetinglast auch nochmal deutlich nach oben gegangen ist also die Meeting länger an sich.

00:15:56: Also ich habe sozusagen jedes Meeting war insgesamt etwas kürzer aber Ich hab sozusagen deutlich mehr Meetings gehabt.

00:16:04: Das kann man auch erklären, ne?

00:16:05: Wenn alle zu Hause alleine sind.

00:16:07: Ah!

00:16:08: Der Wunsch besteht, sozial trotzdem in Interaktion zu treten und ich muss natürlich auch Dinge absprechen die ich vielleicht vorher einfach mal kurz an der Kaffeemaschine klären konnte oder mal kurz ins nächste Büro gehen konnte.

00:16:21: das ist dann sozusagen ein Meeting geworden.

00:16:25: Wir haben jetzt diese in der repräsentativen Umfrage Die ist nach dem Ende der Pandemie da sind die Daten erhoben worden.

00:16:32: Finden wir jetzt wiederum dass, wenn ich mir die Gesamtbevölkerung angucke.

00:16:37: Also nicht nur große Unternehmen... also die Gesamtevölkerungen dann sehe ich, wir verbringen ungefähr zeitlich so einen Arbeitstag in Meetings, also sieben und halb Stunden.

00:16:49: Das ist etwas niedriger als die Zahlen, die davor immer sozusagen genannt wurden.

00:16:54: Ich finde es ist aber trotzdem immer noch ziemlich viel.

00:16:56: Wenn ich überlege in Fünftel meiner Arbeitszeit, wenn Ja, das ist echt ein Brocken.

00:17:02: Und dann müssen die auch wirklich gut sein damit sich das lohnt.

00:17:06: Total stark!

00:17:07: Also ich kann das bei mir sagen meine Meetinglast ist zum Glück geringer aber wenn ich... also ich sitze mit ziemlicher Sicherheit die sieben halb Stunden oder acht Stunden in der Bahn.

00:17:19: Das ist bei meinem Job.

00:17:20: Dann bin ich im besten Fall zwei oder drei Tage beim Kunden.

00:17:23: und wenn ich da noch acht Stunden im Meetings sitzen würde, dann könnte ich nur Schwellenpädagogik machen in meinen Workshops und Trainings.

00:17:29: Das wäre sehr schade.

00:17:31: Okay, super spannend jetzt.

00:17:33: Ich hab's mir eben aufgeschrieben, weil ich das so spannend finde... Du hast völlig unabgesprochen und du hast eben von Meetingsfreien Tagen gesprochen.

00:17:41: Und auch in unserem Begleitpodcast, den Gesprächen zu unserem Buch fanden viele Leute diesen Gedanken super spannend!

00:17:50: Also einfach Meeting Freitage.

00:17:52: An ein, zwei Stellen gab es natürlich irgendwie so organisatorische Bedenken.

00:17:55: aber wenn wir schon die Möglichkeit haben in dein ungeschriebenes Paper zu gucken.

00:17:59: was das kannst du zum Meeting freien Tagen sagen?

00:18:01: ist das der heilige Graal oder?

00:18:05: Genau also erstmal muss ich natürlich sagen ich schreibe das jetzt.

00:18:08: das heißt also vorläufige Ergebnisse sind noch nicht peer reviewed nahe als es ist noch nicht begutachtet worden.

00:18:13: das muss man ja immer dazu sagen.

00:18:14: Aber ich möchte euch natürlich nicht vorenthalten Mietingfreien Tage, vielleicht hole ich minimal ein bisschen aus.

00:18:24: Also eine Idee bei mieting freien Tagen ist dass man die Meetinglast insgesamt reduziert.

00:18:31: auch das da gibt es Forschung dazu, dass das teilweise auch klappt.

00:18:34: also dass man sagt okay wenn ich halt sage zum Beispiel am Freitag oder am Dorastag oder wann noch immer dürfen im keine Meetings mehr sein dann überlegt man sich vielleicht schon eher brauche ich einen Meeting wirklich weil sozusagen das zusammenschiebt dass die zweite Motivation ist aber vor allem, dass man das Meetings auch unter Brechungen sein können.

00:18:57: Also ich habe vorhin gesagt, ich freue mich auf diese Woche weil ich mir viel Zeit blocken konnte um wirklich in so einen tiefen Fokus reinzukommen.

00:19:04: und das kann wenn ich sozusagen einen normalen Arbeitstag hab wo ich um zehn ein Meeting hab' und dann wieder um elf Uhr dreißig Dann habe ich wenig Zeit zwischen meinen Meetings tatsächlich mal tief einzutauchen.

00:19:17: Und das wollen Meetingsfreitage eben lösen und man will eben die Möglichkeit schaffen sozusagen einfach mehr Zeit für tatsächliches Abarbeiten kommen.

00:19:29: Und in unserer Studie ist nun so, dass diese Gründe für meetingfreie Tage auch tatsächlich genannt werden.

00:19:38: also was wir gefragt haben das erst mal überhaupt habt ihr dann meeting freie Tage?

00:19:43: Da war schonmal die erste Überraschung weil Fast die Hälfte gesagt, ja habe ich sogar

00:19:49: schon.

00:19:49: Ach krass!

00:19:50: Hätte ich nicht gedacht.

00:19:51: Ein Fünftel hätte ich gewettet aber... Ja

00:19:54: richtig, hab mich auch total überrascht.

00:19:58: Kann ist glaube ich eine Mischung aus dass es wirklich eine Regel in der Organisation ist und das ist vielleicht bei manchen einfach die Meetinglast so gering oder dass sie sich sowieso schon so legen und deshalb halt das ein bisschen wie Ja, selbst passiert.

00:20:15: Aber genau eine Hälfte sagt ja habe ich schon und dann haben wir gefragt der wenn du so einen hast möchtest du den denn behalten?

00:20:23: Und da große Zustimmung.

00:20:25: Achtundneinzig Prozent fast sagen ja dem möchte ich auf jeden Fall behalten.

00:20:31: andersrum aber noch interessanter die eine hälfte die gesagt hat ja sie haben noch keinen Mieting freien Tag Da waren es deutlich weniger als erwartet.

00:20:43: Also auch ungefähr so ein bisschen mehr, als die Hälfte, die gesagt haben ja könnten sie sich durchaus vorstellen aber eben weitaus nicht alle.

00:20:55: und jetzt hat uns natürlich interessiert woran liegt das eigentlich?

00:20:59: Und da kommen wir wieder zu diesem okay Meetings haben zwei Seiten Die sagen ich finde das toll Ich will so einen Tag haben sagen Meetings sind eine Unterbrechung.

00:21:07: Es sind so viele Meetings Meetings holen mich raus.

00:21:12: Und die Leute sagen, ich möchte keinen Meetingsfreien Tag.

00:21:15: Die sagen ja aber Meetings sind für mich eine Ressource und ich will eigentlich Meetings haben weil ich dadurch meinen Team sehen kann wenn ich vielleicht remote arbeite oder ich möchte Meetings habe weil ich das brauche um meine Arbeit zu machen.

00:21:30: Das war für mich ne schöne Erkenntnis zu sehen so okay Es ist nicht schwarz oder weiß, sondern das ist letzten Endes unsere Empfehlung.

00:21:38: Oder wird unsere Empfehlungen sein?

00:21:40: Meeting-freie Tage sind kein Gießkartenprinzip.

00:21:43: Sondern man muss gucken was sind eigentlich die Bedürfnisse von einem Team und was braucht man?

00:21:51: Und wenn sie wirklich Zeit brauchen um Sachen abzuarbeiten kann man durchaus einen meeting freien Tag ein meeting Freien Vormittag machen.

00:21:59: vielleicht braucht es aber auch gar nicht.

00:22:02: Ja Mega spannend.

00:22:04: und ich glaube bei wie so vielen Sachen in der Welt, ne?

00:22:07: Das ist vielleicht eine einfache Lösung zu sagen dann Meeting Freitage.

00:22:13: Und andererseits was bringt mir Meeting freier Tag wenn ich gerade hier sitze und nicht weiterkomme?

00:22:18: Ja, mega gut!

00:22:21: Jetzt habt ihr ein Begriff... Ich weiß gar nicht ob er von euch kommt oder zumindest verbinde ich den sehr mit euch und das is Meeting Crafting.

00:22:31: So Lass uns da.

00:22:33: Ich glaube, es wird sehr wahrscheinlich auch der Titel für die Folge Meeting Crafting Marie.

00:22:38: was ist das?

00:22:39: Oder vielleicht doch also suchen da gerne raus.

00:22:43: Da stecken ja Grundannahmen hinterher.

00:22:45: Ja auf jeden Fall genau.

00:22:47: Also Meeting Crafting ist tatsächlich ein Begriff den wir so geprägt haben.

00:22:52: Der ist entstanden zusammen im Team mit Simone Kaufeld und einem ganz lieben Kollegen von mir, Darian Tatler.

00:23:01: Wir hatten schon immer einen Ansatz, man kann eigentlich viel bewegen wenn man über Meetings reflektiert.

00:23:11: Das heißt also was ist Reflektion?

00:23:13: Ich gucke mir an wie läuft es passt das noch zu dem Ziel was ich habe?

00:23:16: und dann nehme ich Anpassungen vor.

00:23:19: Das war so ein bisschen der Startpunkt und dann kam uns der Gedanke naja dass machen aber viele Leute überhaupt nicht weil sie gar nicht den Anspruch haben Meetings selbst zu gestalten Sondern ich sage mal, das ist dieser Satz.

00:23:31: Also Meetings sind für viele Leute Dinge die ihnen einfach passieren.

00:23:36: Da ist ein Meeting im Kalender da gehe ich rein Das ist gut oder schlecht und dann gehe ich raus Und ich habe aber kaum Einfluss darauf.

00:23:44: Das wollen wir eigentlich wollten Wir ändern und haben uns da so'n bisschen angelehnt an das Prinzip Job Crafting Was auch das Prinzip ist quasi dass sich eben nicht nur bestimmte Rahmenbedingungen in meiner Arbeit einfach als gegeben hinnehme, sondern eben in den Möglichkeiten die ich habe versuche meine eigenen Stärken zu betonen oder Dinge zu organisieren.

00:24:10: Dass sie mich mehr motivieren und mehr dazu passen.

00:24:13: Das haben wir gesagt hey das ist genau das was für uns eigentlich auch für Meetings vorstellen und deshalb kam mir dann auf dem Begriff Meeting Crafting also die Idee dass man Meetings gestalten kann, gestalten sollte Und eben nicht nur die Person, die das Meeting leitet.

00:24:32: Also Nicht nur die Moderation oder die Führungskraft oder die, der das Meeting eingestellt hat ist verantwortlich für das Meeting Sondern alle Personen in diesen Meetings sind verantwortlicht Für den Meeting Erfolg und können mitgestalten.

00:24:43: Das ist so das Grundkonzip.

00:24:46: Ich erinnere mich da gerade an ein Gespräch dass ich In der einige Podcast folgen zuvor zum Thema Moderation geführt habe.

00:24:56: Es ist aber also Wir arbeiten gemeinsam dran, das wird vorher geteilt.

00:25:00: Also ist es nicht Meeting Design through the Backdoor-Meeting Carporn oder vielleicht auch doch?

00:25:08: Wie offen wird dieses Meeting Crafting

00:25:11: ausgehandelt?

00:25:13: Also ich glaube unsere Empfehlung wäre, dass tatsächlich sehr offen zu machen weil wir sagen würden okay dadurch kommt man halt in ein Gespräch darüber und lernt ganz viele Dinge Übersicht über sich selbst, über das Meeting.

00:25:29: Also zum Beispiel wir sind in einer großen Organisation unterwegs gewesen auch mit diesem Konzept und haben dann eben so Meeting Crafting Workshops quasi gemacht und waren eigentlich total überrascht was denn in diesen Workshop so rauskam dass die Leute dann gesagt haben so Moment mal also ich dachte Wir treffen uns hier um dieses Thema zu besprechen und eine andere Gruppe hat gesagt ne das habe ich nicht verstanden.

00:25:53: Ich dachte um in ein anderes Thema zu besprechen oder eben, um einfach nur zu sagen was ich die Woche getan habe.

00:26:02: Und das fand nicht sehr eindrücklich weil dass wir nicht rausgekommen hätte, hätte man dann nicht offen auch mal drüber geredet.

00:26:10: und deshalb verstehen wir Meeting Crafting schon auch eher als Prozess, dass man sich so ein bisschen gegenseitig auch die Tür öffnet, die Erlaubnis gibt zu sagen Wir wollen über unsere Meetings sprechen, wir wollen, dass unsere Meetnings veränderbar sind.

00:26:27: Gleichzeitig, jetzt komme ich auf das zurück was zu sagt ist.

00:26:31: Gibt es natürlich Situationen?

00:26:33: Das haben auch mir viele Leute schon rückgemeldet wo das nicht so geht, wo vielleicht eine Führungskraft dafür nicht so offen ist oder wo die Kultur vielleicht nicht so für da nicht so open dafür ist.

00:26:44: dann würden wir nicht sagen gut dann musst du's lassen mit dem Meeting Crafting sondern dann gehts vielleicht eher in die Richtung eben so kleine Kniffe quasi anzuwenden um vielleicht doch noch etwas zu bewegen.

00:26:55: Super schön.

00:26:56: und wenn man jetzt sagt, ne Meetings das ist nichts was mir einfach passiert übrigens ich finde diesen Satz toll.

00:27:02: Das kann man hier um Einblick hinter die Kulissen zu geben sagen werden uns vor anderthalb Wochen für ein kurzes Vorgespräch getroffen und es war da eine Eingangsthese und da war mir klar wir nehmen diesen Podcast auf.

00:27:14: im Buch beschreiben wir also geben wir dem Ganzen Zu.

00:27:19: lange passiert dem Begriff Meeting Resilienz.

00:27:21: Wir sagen die beeindruckende Fähigkeit von Menschen schlechte Meetings zu ertragen, wo wir uns überfragen warum eigentlich so?

00:27:27: und wir bleiben aber positiv.

00:27:28: also Organisation ist offen dafür oder die Organisation ist offender für.

00:27:33: Lass mal unseren Meetings Craften.

00:27:36: Wie gehen wir das an?

00:27:38: Karten auf den Tisch Marie.

00:27:40: Also wie kann es funktionieren?

00:27:43: was sind eure fundierten Empfehlungen?

00:27:46: Ja ganz verschiedene Level.

00:27:50: Also ich glaube, was wir natürlich am tollsten finden ist Sinn.

00:27:55: es werden sozusagen Unternehmen uns einladen ins Meeting Labor kommen und mit uns zusammen Meeting Crafting machen weil das glaube ich durchaus sehr helfen kann zu sagen Ich habe da jemanden der gibt mir extern Feedback.

00:28:06: also das heißt guckt sich an wie läuft das Meeting überhaupt?

00:28:10: Was sind vielleicht so die Stärken die Schwächen was sind wichtige Situation in dem Meeting Um das dann gar nicht direkt in eine Empfehlung umzuwandeln.

00:28:18: Also wir gehen auch nicht so vor, dass wir sagen Hallo!

00:28:21: Wir sind von der TU Braunschweig und wissen wie Meetings laufen.

00:28:24: Und jetzt... Das ist euer Problem, das ist die Lösung, sondern wir machen eigentlich das Feld auf, um über Dinge zu sprechen.

00:28:32: also ich gebe mal ein Beispiel.

00:28:35: Wir waren in ganz vielen Meetings wo ein ganz, ganz hoher Anteil an Informationsaustausch ist.

00:28:41: Also wir gucken uns wirklich dann an wenn ich in einem Meeting sitze kann ich quasi so mitkodieren, kann sozusagen gucken welche Verhaltensweisen werden gezeigt.

00:28:50: und dann war ich im Meetings.

00:28:51: die Hälfte der Aussagen waren Informations-Austausche.

00:28:54: Und da habe ich gesagt ja also das ist eigentlich immer ungünstig weil dieser Informations Austausch es meistens einen Hinweis darauf dass dieses Meeting auch hätte Eine E-Mail.

00:29:04: Das ist bei uns der Ersetzenpart in unserem Key Meetingskonzept, ja?

00:29:10: Exakt!

00:29:11: Und das war so ein bisschen... Darauf wollte ich eigentlich dann hinaus in der Rückmeidung.

00:29:15: und dann war es aber eine Meeting von vielen Führungskräften und die haben gesagt ne stopp, dieses Meeting ist extrem wichtig für mich und wenn ich diese ganzen Informationen, die hier bekomme, wenn ich die in der Mail lesen müsste, dann würde ich nicht hinterherkommen.

00:29:28: Deshalb ist das für uns und für dieses Meetingziel.

00:29:31: besonders ist das in Ordnung dass wir hier auf Informationsaustausch bekommen, weil ich auch nochmal eine Rückfrage zum Beispiel stellen kann.

00:29:38: Und das sind so.

00:29:39: und was ich damit sagen will mit diesem Beispiel ist Das war total wichtig, dass einerseits dieses Feedback zu geben, das Feedback aufzumachen aber andererseits war es auch wichtig noch mal über das Ziel des Meetings zu sprechen und die beiden Dinge abzugleichen und dann eben eigentlich am Ende mit der Schlussfolgerung rauszugehen okay Wir haben das irgendwie auch im Schirm, wir gucken.

00:30:01: Das ist sozusagen dass wir den Informationsaustausch nicht zu lang werden lassen.

00:30:06: Dass wir vielleicht gucken, dass wir das Meeting vielleicht etwas kürzen aber wir würden es jetzt nicht streichen wollen und ich glaube das zeigt ganz gut wie man bei Meeting Crafting vorgehen kann.

00:30:17: natürlich bin ich nicht immer dabei oder auch nicht Kollegen mit mir.

00:30:21: oder auch Das heißt, man kann Meetings auch lernen.

00:30:25: Das ist so der nächste Aspekt.

00:30:26: also Man kann sich informieren.

00:30:28: was ist denn eigentlich ein gutes Meeting?

00:30:30: Was wie kann ich vielleicht Meetings beobachten?

00:30:33: wir haben In einem unserer Projekte Konzert heißt es in Forschungskampus Open Hybrid Lab Factory wo auch das Meeting Labor ist.

00:30:42: Da machen wir Führungskräfte Entwicklung und haben unter anderem einen Thema auch Wie werde ich eigentlich Beobachtungsexperte für Meetings oder Experten und bringen sozusagen der Führungskräften bei, einen Meeting auch mal so aus einer Perspektive zu analysieren.

00:31:00: Was sind die Verhaltensweisen?

00:31:02: Und wie kann ich selber auch so ein Feedback

00:31:04: reinsteuern?".

00:31:05: Das ist meine Empfehlung für Meeting Crafting, sich das Meeting anzugucken.

00:31:11: Man kann damit anfangen am Ende zu fragen, Mensch, wie war es denn?

00:31:15: Wie findet ihr das?

00:31:16: Ist das Meeting sinnvoll?

00:31:17: Freut ihr euch auf das Meeting in dieser Woche Oder ist es der schlimmste Termin im Kalender?

00:31:21: Und davon ausgehen kann man auch schon starten.

00:31:24: Also, es gibt ganz verschiedene Level... Ich glaube das Wichtigste ist tatsächlich Anfang.

00:31:30: Ja stark!

00:31:31: Würde ich unterschreiben.

00:31:34: Anfang auf jeden Fall.

00:31:36: was sind so...?

00:31:36: Also ne und ich weiß, man muss immer auf Kontext schauen Klar, ich laufe ja auch mit wenigen fahren durch die Welt und sag für betreutes Vorlesen von Informationen ist in Organisation kein Platz.

00:31:48: Jetzt hast du gerade ein gutes Beispiel gegeben für wann das auch anders sein kann.

00:31:52: aber wenn man anfangen will vielleicht auf sondermethodischen Ebenen was sind so die kleinen Kniffe und Standards?

00:32:01: wo du sagen würdest, damit macht man's nicht verkehrt.

00:32:03: Und ich hab parallel unser Kapitel auf und wir können ja mal ... Wir haben so ein paar einfache Hebel, weil definiert wird.

00:32:11: Wir können ja gucken, wo wir dekungsgleich sind.

00:32:14: Genau, total spannend aber fangst du gerne an.

00:32:18: also was würdest du sagen?

00:32:20: Einfache Hebe im Meeting Crafting die sich, die lohnenswert sind auszuprobieren?

00:32:26: Ja Genau, also das kann ich so ein bisschen aus unserer Forschung oder vor allem aus der Forschung von Simone Kauffeld auch sprechen.

00:32:35: Also Simone Kaufeld oder mittlerweile ich jetzt auch folgend Teile Meetings oder Meeting Verhalten in vier Kompetenzbereiche ein.

00:32:46: Das ist so Aufgaben bezogenes Verhalten, professionelles Verhalten wie ich weiß, wie Sachen funktionieren und ich kann Probleme erkennen, Problem erklären vor allem aber Lösungen finden.

00:32:59: Dann gibt es noch methodisches Verhalten, Agenda im Protokoll

00:33:03: etc.,

00:33:04: soziales Verhalten und eben auch so proaktives Verhalten.

00:33:09: also das heißt wie gehe ich selber rein in die Gestaltung aber auch in die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Meeting?

00:33:17: Und was funktioniert immer?

00:33:19: Also haben wir natürlich für jeden Bereich verschiedene Sachen.

00:33:22: Das erste ist Und das ist eines, was ich immer, aber auch mein Lieblings-Trick ist.

00:33:28: Maßnahmenplanung – das ist in diesem Bestaltungsbereich proaktives Verhalten.

00:33:32: also am Ende finde ich es toll oder ist es immer gut eine Meeting zu sagen wer macht jetzt eigentlich etwas bis wann?

00:33:41: Ja und...

00:33:42: Ich, äh woher ... ja sprich weiter!

00:33:46: Genau, wer macht was bis wann?

00:33:49: Weil?

00:33:49: dann ist es sozusagen, da muss man gar nicht noch mal zusätzlich eine große Zusammenfassung machen.

00:33:54: Sondern es ist relativ klar das sind die Dinge, die besprochen wurden.

00:33:57: Das geht jetzt an und alle wissen was sie jetzt zu tun haben.

00:34:00: Und das Meeting hat sofort irgendwie auch etwas gebracht.

00:34:03: Also man kommt irgendwie weiter.

00:34:06: Ich hab's parallel in unser PDF eingegeben.

00:34:08: Kommt zwölf Mal!

00:34:10: Sehr gut ich bin beruhigt.

00:34:14: Sehr schön.

00:34:15: Genau, also deshalb dieser Bereich der ist extrem wichtig aus unserer Sicht.

00:34:19: Darf ich dazu kurz was sagen?

00:34:21: Ich finde das auch nochmal sehr, sehr stark weil wir sprechen ganz häufig darüber und das haben wir aus dem Trainingsdesign enorm dieses Sing from the End.

00:34:31: Also was soll am Ende da sein?

00:34:34: Und damit kann man sich ja einfach schon super, super guten Merker setzen.

00:34:38: wenn ich das nicht beantworten kann.

00:34:40: Ja dann braucht es vielleicht noch andere Arteverbereitungen.

00:34:44: Stark

00:34:45: oder weglassen.

00:34:46: Oder weglassen, ja.

00:34:47: Also genau.

00:34:49: Okay, Maßnahmenplanung was wäre noch so Sachen wo du sagst hey da lohnt sich es auf jeden Fall hinzuschauen?

00:34:55: Was wären auch so Sachen?

00:34:57: das zweite was ich immer sehr gerne erzähle da gehe jetzt mehr in diesen Aufgaben bezogenen professionellen Kompetenzbereich und zwar Fokus auf Lösungssuche.

00:35:07: wir haben vielleicht in Deutschland oder da gibt es sogar Daten dazu, in Deutschland einen recht großen Problemfokus.

00:35:15: Das heißt also es wird sehr häufig im Meetings lange darüber diskutiert was ein Problem ist und was die verschiedensten Details von Problem sind und was damit ein Zusammenhängnisproblem sein könnte.

00:35:27: aber eigentlich sind die Meetings besonders effektiv wo ich auf Lösungssuche gehe.

00:35:33: das heißt also Ich muss das umdrehen können Und sozusagen von der Problembetrachtung, die ist auch wichtig.

00:35:40: Muss wissen was mein Problem ist?

00:35:41: Das muss aber schnell und effektiv sein.

00:35:43: Dann muss ich in die Lösungszuche gehen.

00:35:45: Und das muss sich eigentlich als Moderation oder eben vielleicht auch als teilnehmende Person wenn mir das auffällt, muss ich diesen Switch irgendwie sozusagen reingehen und sagen Leute jetzt müssen wir über Lösungen sprechen und damit verbunden also Wir finden ja je mehr Lösungen in einem Meeting gesprochen werden dass zu effektiver es hinten raus hat sogar Auswirkungen auf die Gesamtleistung der Organisation, können wir sozusagen in Daten sehen.

00:36:12: Und ...

00:36:14: Stopp, stopp!

00:36:14: Darf ich noch mal rein?

00:36:15: Also umso mehr Lösungsideen entstehen... also jetzt unabhängig davon, man könnte ja sagen es ist egal, ich brauche nur eine Lösung aber die Anzahl an Lösungsiden hat auch schon einen positiven Impact.

00:36:29: weil ich frag deswegen ganz bewusst, weil manchmal habe In so kreativ Prozessen klingt zu groß, aber wie lösen wir es?

00:36:37: Das Leute sagen ja, aber wir müssen doch jetzt gar nicht zehn Ideen entwickeln.

00:36:40: Uns reicht der eine.

00:36:41: Deswegen frage ich mich so interessiert nach.

00:36:43: Ja

00:36:45: genau also die Anzahl das können wir schon sehen.

00:36:48: mehr Lösungen haben schon auch einen positiven Effekt gibt's sicherlich.

00:36:52: irgendwann flach das ab.

00:36:53: wenn ich nur jede Lösung nach der anderen dann werfe ich aber jetzt das Stichwort Vernetzung noch mal rein.

00:37:01: eine Reihe an Lösungen, zehn Lösungen die nichts miteinander zu tun haben.

00:37:06: Das ist weniger effektiv als wenn ich sozusagen Lösungen vernetze und das bedeutet, dass heißt Ich kann Lösungen zusammenbringen, die entwickelt worden?

00:37:14: Ich kann aber auch und das möchte ich auf sagen Probleme mit Lösungen vernetzen.

00:37:20: was heißt das?

00:37:22: Das heißt, dass ich sozusagen es gibt ne Lösung dies im Raum.

00:37:26: Und jetzt sage ich als sozusagen Teilnehmerin Mensch tolle Lösungen.

00:37:31: Ich sehe da aber sozusagen ein Problem in der Lösung nicht um die Lösung schlecht zu machen, sondern um sie besser zu machen.

00:37:37: Also das ist dann ganz wichtiger.

00:37:38: Da sind wir natürlich auch bei Konzepten wie psychologischer Sicherheit, Fehlerkultur

00:37:43: etc.,

00:37:43: Aber dass es auch ein ganz ganz wichtiger Punkt diese Vernetzung von Lösungen weil dadurch wird's wirklich erst dann damit wird die Lösung dann besser und das Meeting dann natürlich auch besser.

00:37:54: Okay stark ja auch ich finde schon Folge Probleme mit Denken.

00:37:57: also Mein Blick ist ja system theoretisch geprägt, aber sich nicht der Versuchung der perfekten Lösungen hinzugeben, sondern immer bewusst sein.

00:38:07: Jede Lösung wird auch ein gewisses Potenzial-Erfolgeproblem haben und manchmal lassen sie sich ja schon alle antizipieren.

00:38:13: Cool!

00:38:14: Ja genau also das was du meintest, klar man eigentlich braucht vielleicht nur eine Lösung, aber man sollte halt zumindest gucken, kann man die noch besser machen?

00:38:23: Kann man die weiterentwickeln?

00:38:25: Und genau, sozusagen man sollte nicht nach der ersten einfach unbedingt nicht unbedingt aufhören.

00:38:32: Was empfiehlst du noch?

00:38:33: Ich find's großartig!

00:38:36: Das ist der weitere Fahrplan.

00:38:38: ich werde jetzt einfach nur alle drei Minuten und was noch sagen.

00:38:40: Nein, aber du hast bestimmt auch jede Menge.

00:38:43: Ja, naja, ich habe ja vier Bereiche genannt und die würde ich jetzt sozusagen die.

00:38:48: lass uns die doch durchgehen.

00:38:49: also methodischer Bereich.

00:38:53: klar Ein Meeting sollte eine Agenda haben, es sollte mindestens ein Ziel haben und das Ziel sollte allen bekannt sein.

00:38:59: Das ist sozusagen auch ein wichtiger Punkt weil mir selbst als Person die das einstellt ich weiß vielleicht warum ich dieses Meeting einstelle aber nicht alle anderen.

00:39:10: Da rennst du bei mir so offene Türen ein weil in unserem Vorträgen aber auch im Buch sagen wir kein Meeting oder Agenda Sagen aber immer so, weil dann sagen Leute ja Agenda haben wir.

00:39:21: Naja moment mal die Agenda gehört allen und nicht nur in den Kopf der moderierenden Person.

00:39:26: oder ist es so ein einfacher?

00:39:28: Also das wird so oft falsch gemacht.

00:39:30: Das ist schon beeindruckend.

00:39:31: sprich gerne weiter dazu.

00:39:32: Ja

00:39:33: auf jeden Fall.

00:39:34: also das ist sozusagen dass es einen easy fix dem man machen kann.

00:39:38: also sind eigentlich in diesem methodischen Bereich tatsächlich relativ einfache Stellschrauben, die wir wählen können.

00:39:46: Eine andere, die ich nennen würde ist Visualisierung.

00:39:49: also Wir sehen das sozusagen Visualisierungen im Meeting extrem wichtig für den Meeting Erfolg ist.

00:39:56: Das heißt Ich muss nicht unbedingt jemand haben der toll vorne eine Flipchart malt aber ich muss irgendwen haben der vielleicht was mit schreibt.

00:40:03: Wir empfehlen immer Protokolle direkt währenddessen zu schreiben und quasi Mit auf dem Bild schon zu bringen oder auf den Beamer oder sie halt zu teilen.

00:40:12: warum?

00:40:13: Ich kann direkt überprüfen, ob das was jetzt die protogliere Personen hinschreibt tatsächlich auch.

00:40:20: Das ist was alle anderen gedacht haben und verstanden haben.

00:40:22: man kann direkt noch mal Missverständnisse klären und spart sich am Ende das Überprüfen vom Protokoll.

00:40:28: also dass es auf jeden Fall etwas was wir auf jeden fall machen oder halt natürlich bei kreativeren Prozessen flip chart malen auf mein visualisierung ganz ganz

00:40:36: wichtig Absolut.

00:40:37: Und ich finde das immer wieder so spannend, wie schnell sich das gesprochene Wort verflüchtigt und allein mal dieses ... Ich mach das in der Auftragsklärung schon super oft.

00:40:45: Also dieses Festschreiben was wird gerade gesagt?

00:40:49: Das hilft so sehr!

00:40:51: Ja also ich schmunze bei uns Hebel Nr.

00:40:53: sieben Schaffkleid durch einfache Visualisierung und dann aber noch einmal den Zahn zu ziehen du musst nicht super gut malen können.

00:41:00: Also auch Ergebnis ab jetzt gilt Komma das Ist eine Visualisierung.

00:41:07: Ja,

00:41:08: exakt genau das reicht schon aus.

00:41:11: was ich bei einem Punkt noch manchmal dazu sagen möchte.

00:41:14: also Natürlich ist Moderation auch ganz wichtig in der Mieting.

00:41:18: also dass sozusagen Das ist auch wichtig das ist auch nicht immer ganz einfach.

00:41:21: also das muss man auch ein bisschen üben.

00:41:25: Aus der Forschung wissen wir aber auch da gibt es so einen Es gibt auch einen zu viel an Moderation.

00:41:31: gerade wenn vor darauf

00:41:33: Wenn ich kreative Prozesse habe, wir haben vorhin Überlösungen gesprochen und man sagt ja immer ne?

00:41:38: Wir brauchen Time-Boxing in Meetings.

00:41:40: Wir brauchen Struktur im Meetings!

00:41:42: Wir müssen uns daran halten und natürlich grundsätzlich unterstützen wird das.

00:41:46: aber wenn ich jetzt merke also ein Meeting ist ja immer auch noch ein Prozess zwischen Personen und wenn ich zu stark sozusagen moderiere, zu stark quasi mich an Versuche an so eine Struktur zu halten dann kann ich auch manchmal Meetings ja, oder kreative Prozesse in dem Meeting auch einschränken.

00:42:04: Das heißt das erfordert so ein bisschen Fingerspitzengefühl wann.

00:42:09: sozusagen lass ich es vielleicht doch noch mal laufen und verschiebe dann lieber andere Punkte aufs nächste Mal weil jetzt die Priorität ist das jetzt zu Ende zu diskutieren?

00:42:19: Und wenn sage ich ne wir verlieren uns wirklich gerade in Details das ist nicht mehr wichtig da mache ich den Cut.

00:42:25: also das ist sozusagen eine Abwägungssache.

00:42:28: Total und ich tab selber regelmäßig in diese Falle, erst letzte Woche ein Feedback dazu gekriegt.

00:42:35: Ich versuche möglichst viel so die Gruppen zu beteiligen.

00:42:38: Daumen hoch, daumen runter.

00:42:39: Also bringt euch die Diskussion jetzt gerade noch was?

00:42:42: Ja.

00:42:44: Aber ja total ... Ich find das gehört zur Wahrheit dazu.

00:42:48: Mir grade aufgeschrieben!

00:42:49: Es gibt auch einen zu viele an Moderationen.

00:42:51: Ja

00:42:52: aber sowas finde ich total gut.

00:42:54: also zu sagen okay Ist das jetzt wirklich auch noch mal zu überlegen?

00:42:59: Erlebe ich häufig in Meetings, so in der Forschung.

00:43:02: Dass dann zwei Leute total abtauchen und ein Hin- und Her entsteht.

00:43:07: Und dann merkt man... Nee also es ist zwar eine gute Diskussion gerade aber eigentlich muss man einen Katzen sagen okay ihr müsst das auch nochmal separat sozusagen diskutieren.

00:43:17: Aber man kann natürlich auch fragen, ist das vielleicht für andere grad spannend weil man grade was lernt?

00:43:21: ne?

00:43:21: Weil zwei Experten sich unterhalten.

00:43:23: Deshalb, Daumen hoch, Daum runter finde ich eine super Idee.

00:43:26: Super!

00:43:26: Ich lasse mich gerade weil es so ein Leidenschafts Thema von mir ist sehr da reinziehen.

00:43:30: aber guck mal wir haben die methodische Ebene und wir hatten weitere Ebenen.

00:43:34: du muss mir grad helfen den roten Faden wieder zu finden?

00:43:38: Ja

00:43:39: genau die letzte waren war die sozialemotionale Ebene.

00:43:43: das heißt also natürlich ne ich hab's grad schon gesagt einen Meeting ist ein Prozess zwischen Menschen zwischen Personen Und natürlich spielt auch das eine Rolle.

00:43:53: Interessanterweise finden wir in der Forschung, dass die größten Auswirkungen tatsächlich sind.

00:43:59: Dass in Meetings natürlich keine dysfunktionalen, also destruktiven Verhaltensweisen gezeigt werden.

00:44:05: Das heißt ich sollte versuchen nicht... Also das klingt so trivial.

00:44:11: Ich sag trotzdem niemandem zu tadellen vor der Gruppe oder abzuwerten.

00:44:19: schlecht über andere sozusagen sprechen.

00:44:22: Das macht sozusagen eine schlechte Stimmung und das kann genau das Meeting nachhaltig negativ beeinflussen, weil man eben vielleicht die Beteiligung sinkt usw.

00:44:33: Und wir haben uns dann gefragt dass darauf würde ich kurz eingehen, aber ich

00:44:36: finde es

00:44:37: total spannend woran liegt das eigentlich?

00:44:39: Weil in der Forschung jetzt finden das zum Beispiel so was wie aktives Zuhören eine Zustimmung oder gegenseitige Unterstützung sozusagen, wo wir Stein und Bein davon überzeugt gewesen wären dass das auch einen total starken Effekt aufs Meeting hat.

00:44:56: Und da haben wir uns gefragt woran liegt das?

00:44:58: Ganz interessant ist, dass wir auch hier wieder so eine Frage haben ja was wird denn eigentlich unterstützt und zwar auch das von Simone Kaufeld ganz spannend untersucht gibt es in Meetings manchmal, sogenannte Yammer-Zirkel.

00:45:14: Was ist ein Yammer Zirkel?

00:45:14: Ich liebe den Mikrofiat schon!

00:45:16: Ja also ich mag ihn auch total.

00:45:18: Ich finde das ist auch ein total tolles Bild.

00:45:20: Irgendwer fängt an und sagt nee brauchen wir gar nicht versuchen.

00:45:23: Das hat das letzte mal schon nicht geklappt.

00:45:26: Und dann kommt eine Unterstützung.

00:45:27: ja du hast vollkommen recht und diese Unterstützung motiviert da natürlich andere Teilnehmende auch zu jammern.

00:45:34: Das heißt naja und es war ja mit dem Chef das letzte Mal eh so schlimm.

00:45:38: Da kommt wieder eine Unterstützung Und so quasi ist das wie ein Teufelskreis, der eben sozusagen immer weiter in die Unproduktivität führt.

00:45:47: Deshalb und weil diese Zustimmung sowas befeuern kann oder die unter gegenseitige Unterstützung hat es nicht nur positive Auswirkungen.

00:45:55: Jetzt kommt aber die gute Nachricht – ich kann das natürlich auch umdrehen!

00:45:59: Das heißt also ich kann aus einem Yammer-Zirkel einen Lösungszirkel machen.

00:46:03: Das heißt also wenn Leute, wir haben vorhin über Lösungen gesprochen.

00:46:06: Wenn Leute Lösungen nennen oder Lösungen verknüpfen kann ich das unterstützen.

00:46:10: Kann zum Beispiel auch sagen Mensch finde ich eine tolle Idee und das motiviert natürlich andere oder öffnet so den Raum ob für anderen nochmal Ideen oder Lösung reinzubringen.

00:46:23: Du meinst jetzt von Seiten der Moderation?

00:46:25: Oder eigentlich auch von Seiten des Teilnehmern.

00:46:27: Ja stimmt ja.

00:46:30: Und was ich da, das finde ich im Bezug auf unvirtuelle Meetings auch ganz interessant.

00:46:35: Weil da ist die Schwelle sehr hoch mich so reinzuschalten.

00:46:38: Man kennt dass man sitzt sofort in den Kaffeln, man ist irgendwie stumm geschaltet und es heißt also in einem Präsenzmeeting kann ich relativ schnell mal sagen hey find' ich super aber in dem virtuellen Meeting fällt das häufig weg.

00:46:50: Wir waren ja bei Meeting Hacks auch ein bisschen... Da würde ich sagen diese gegenseitige Unterstützung Lösungen auf Ideen, auf sozusagen Proaktivität.

00:47:01: Die kann man in einem virtuellen Meeting zum Beispiel auch mal zeigen wenn man wirklich einfach den Daumen in die Kamera hält.

00:47:08: oder bei Zoom gibt es das bei fast allen Plattformen, die Möglichkeit auch so ein Emoji zu senden oder in den Chat und darüber sozusagen solche Lösungszirke herzustellen.

00:47:19: Und daran ist dann wieder eine so emotionale Ebene ganz wichtig.

00:47:24: Mega!

00:47:25: Marie Vielen, vielen Dank.

00:47:27: Ich merke schon wir könnten uns bestimmt noch drei Stunden weiter unterhalten.

00:47:31: ich hätte große Freude daran.

00:47:33: Aber es muss ja nicht das letzte Mal gewesen sein.

00:47:38: Wenn du sagen würdest ein Buch zum... also bitte nicht unser das kannst du auch noch gar nicht gelesen haben.

00:47:46: aber so wenn du sagst die all die Themen über die Du gesprochen hast ne?

00:47:49: Ein Buch oder einen Podcast-Tipp oder wo können unsere Hörer und Hörern da tiefer einsteigen?

00:47:56: Also es gibt ein ganz, ganz tolles Buch von Simone Kauffeldt und Nils Sauer zum Thema Meetings.

00:48:04: Das ist bei Zurkamp erschienen.

00:48:07: Ich gucke das gerade einmal nach, dass ich den Titel auch noch nachliefern kann.

00:48:11: Und ansonsten würde ich sagen, ist natürlich auch unsere Seite zum Thema Meeting Hex eine super Idee.

00:48:20: Das heißt also, das kann man Google in Theo Braunschweig, Meeting Hacks.

00:48:23: Da kann man sich auch so fünf kurze Videos anschauen wo ein paar von den Sachen über die wir heute gesprochen sind, auch nochmal ganz gut erklärt

00:48:32: werden.

00:48:33: Stark!

00:48:34: Packen wir mit in die Show-Notes.

00:48:36: die Videos kenne ich auch und finde die echt gut geworden.

00:48:40: Ja super,

00:48:41: danke, das freut mich.

00:48:42: Also es ist ein

00:48:44: tolles Feedback für uns natürlich.

00:48:46: Cool Marie, wir den genauen Titel packen wir in die Show notes.

00:48:51: Wir stellen jedem Menschen der bei uns im Podcast kommt zum Ende eine Frage.

00:48:57: Abseits von Meetings aber ich glaube sie haben schon noch ein bisschen was mit Meetings zu tun.

00:49:01: wenn du bei uns in die Firma reinkommst und siehst du so ein großes große Vision über uns schweben da steht für eine Welt in der jeder gerne zur Arbeit geht.

00:49:12: Marie glaubst du sowas kann es geben?

00:49:15: Die Welt, in der jeder gerne zur Arbeit geht.

00:49:19: Ähm ... Ja doch!

00:49:21: Doch ich glaub so was kannst geben.

00:49:24: Doch das würde ich sagen also Meetings haben dann natürlich einen großen Einfluss drauf auch andere Sachen.

00:49:28: aber das führt jetzt soweit da müsste man noch mal eine Stunde sprechen.

00:49:31: Das machen wir dann beim Anders.

00:49:33: Ich sag vielen vielen lieben Dank.

00:49:36: Dr.

00:49:36: Vary Hitta von der TU Braunschweig Vielen vielen dank.

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