#206 Vom Theaterschauspieler zum DAX-CEO Coach: Michael Wanker über die Kunst des Auftritts

Shownotes

Wie am Anfang der Folge erwähnt: Hier kannst du dir dein Ticket zur Buchlaunch-Party am 08.10. in Wiesbaden holen: https://www.eventbrite.de/e/1997154224046?aff=oddtdtcreator

Hier kannst du dich für die Online-Buchlaunch-Party am 24.09. anmelden: https://www.eventbrite.de/e/1998341578455?aff=oddtdtcreator

Vernetze dich jetzt mit unserem Podcast-Host David und unserem Gast Michael Wanka:

David Hillmer Michael Wanker

Transkript anzeigen

00:00:00: Wenn ihr das hier hört, dann läuft der Countdown für unsere Buchparty zur Erscheinung von Kill Meetings.

00:00:06: Es sind sogar zwei Buchpartys und zwar am vierundzwanzigsten September feiern wir mit euch zusammen den Buchlaunch von KillMeetings digital und fahren dafür alles.

00:00:15: was geht Big Bang auf.

00:00:18: Lasst euch überraschen, was man aus einem digitalen Event alles so rausholen kann und wer noch mehr möchte.

00:00:23: am achten Oktober, fallen wir dann nochmal groß vor Ort in Wiesbaden moderiert von unserer lieben Freundin Julejankowski.

00:00:31: Unser Anspruch ist ein Event, von dem ihr euren Kinder noch erzählen werdet.

00:00:35: Irgendwas zwischen Keynote Theater After Work Party Netzwerkevent Das wird mega, holt euch jetzt eine Karte.

00:00:42: der Zugang ist limitiert auf hundert Personen.

00:00:44: Alle Infos dazu und die Anmeldung zu den beiden Events gibt es in den Show Notes oder auf helloagile.de.

00:00:51: Und jetzt starten wir rein in die Folge!

00:01:05: Herzlich Willkommen zu Unboxing New Work Deine Podcast für besseres Arbeiten.

00:01:10: Mein Name ist David Hilmer und ich will herausfinden wie zeitgemäßes arbeiten Menschen glücklich und Unternehmen erfolgreich macht.

00:01:16: Bei Hello Agile befähigen wir Menschen und Unternehmen auf dem Weg zu New Work, einer besseren Zusammenarbeit.

00:01:22: Unsere Arbeitswelt ist aber komplexer als man denkt und genau deshalb möchte ich sie mit dir hier in allen Dimensionen auseinandernehmen und erschließen und das mache ich heute zusammen mit Michael Wanka!

00:01:34: Und noch nie gab es eine Folge die so lange vorfällt irgendwie geplant wurde.

00:01:39: Ich habe Michael vor etwa zwei Jahren gefragt, aber nicht Lust hat und seitdem sind wir mal mehr, mal weniger engagiert dabei ein Termin zu finden.

00:01:47: Und jetzt sitzt er hier tatsächlich neben mir im Studi in Wiesbaden und ich freue mich sehr ihn hierzu haben!

00:01:54: Aber wer ist denn das überhaupt der Michael Wancker?

00:01:56: Wenn man ihn googelt dann steht da deutscher Schauspieler-und-Zunkronensprecher tatsächlich.

00:02:01: Habt mich sehr gewundert, aber da kommt er ursprünglich her.

00:02:04: und heute hilft den Menschen rund um öffentliche Auftritte, also Public Speaking von In-House Trainings wie heute gerade in meinem Team bei Hello Agile.

00:02:13: Deswegen ist auch hier in Wiesbaden bis hin zu DAX CEOs oder Spitzenpolitikerinnen hilft der Menschen bei ihrer Wirkung.

00:02:21: Und daneben ist er einer der nettesten sympathischsten Menschen die ich je kennengelernt habe und es macht sehr viel Spaß mit ihm Zeit zu verbringen und mit ihn zu reden.

00:02:31: Ich hab jetzt schon soviel geredet dass das Intro vorbei ist.

00:02:34: Herzlich willkommen!

00:02:35: Schön, dass du da bist.

00:02:36: Lieber Michael Wanker?

00:02:37: Endlich nach zwei Jahren schon ist er der Wahnsinn.

00:02:43: Vielen vielen Dank für die Einladung, die du vor zwei Jahren ausgesprochen hast und nachdem wir heute schon den ganzen Tag hier Training zusammen gemacht haben umso schöner jetzt dir zu sitzen.

00:02:52: Genau jetzt setzt man einfach noch einen drauf.

00:02:54: Ich hoffe meine Stimme hält durch.

00:02:55: ich merke immer das wenn ich so ein bisschen Zulange geredet habe, wenn ich selber Trainings gebe, dass am zweiten Tag mein Stimme höher wird und ich mich noch mehr reusperrer als sonst.

00:03:09: Aber morgen lernen wir auch was zum Thema Stimme, von daher lasse ich mich nur mal überraschen.

00:03:14: Ich habe eine Check-in Frage dabei.

00:03:16: Wovon lieber Michael?

00:03:18: Hättest du denn gerade mehr Zeit für dich oder Zeit für deine Arbeit wenn nicht dir ein Gutschein ausstehen könnte?

00:03:28: Welchen Gutsstein ich am ersten nehmen würde?

00:03:31: Genau würdest du gerne einen Gutsschein für hier Michael hast du mehr Zeit?

00:03:36: oder hier Michael das Gutschein, hier hast du mehr Zeit für deine Arbeit?

00:03:40: Boah.

00:03:42: Ich ... Wow!

00:03:46: Ich würde ja... ich nehme den tatsächlich für mehr Zeit von meiner Arbeit auch wenn man das vielleicht gar nicht so denken würde weil alle vielleicht sagen oh ich will jetzt mehr Zeit mit mich.

00:04:01: aber ich habe das Gefühl mir aber auch aktiv und bewusst gewählt genug Zeit für mich zu nehmen was ich brauche für mich, um dann wieder die Arbeit gut machen zu können.

00:04:15: Aber da wartet so viel Arbeit und so viele Ideen und deswegen würde ich den Gutschein nehmen für mehr Zeit für Arbeit weil ich habe schon genug Zeit für mich.

00:04:25: Super interessant, weil du fragtest Check-in Frage.

00:04:28: Was ist denn für ein Check in Frage?

00:04:29: Und ich sag ja lass dich überraschen die ist nicht schwer aber du hast schon ein bisschen überlegt.

00:04:32: Interessant okay da hätte ich nämlich jetzt weil die meisten würden wahrscheinlich sagen ja mehr Zeit für mich ich arbeite ziemlich viel und Familie und öde.

00:04:38: Aber das heißt wie viele Tage die Woche arbeitest du und wieviel Freizeit hast Du?

00:04:44: Ich Arbeite... Ich arbeite fünf bis sechs Tage die Woche

00:04:51: Und jetzt sieb nun achten hast Du dann für

00:04:54: Dich.

00:04:55: Denkt mich in so klassischen Wochenzyklen.

00:05:00: Also ich mach zum Beispiel, wenn ich frei mache z.B.

00:05:03: im Sommer, dann bin ich z. B. vier Wochen auf.

00:05:06: also ich nehme mir... Wenn nicht mehr Zeit nehmen, dann auch wirklich drei Tage auf, vier Tage auf und kümmere mich um die Familie komplett und macht da aber dann auch nicht Arbeitstehen sondern bin dann wirklich off!

00:05:20: Und das finde ich ist ein guter Ausgleich dazu.

00:05:24: Du sprichst seit dreißig Jahren, wie ich heute erfahren habe ungefähr professionell vor Menschen und bring es anderen Menschen bei.

00:05:31: Wie sie vor Menschen sprechen?

00:05:34: Wie viel Unsicherheit nimmst du noch nach dreizig Jahren mit auf die Bühne?

00:05:40: Unsicherkeit gar keine mehr Lampenfieber kurz vorher ja Und das ist ein Unterschied weil unsicherheit entsteht meiner Meinung nach wenn nicht gut vorbereitet bin Wenn ich nicht so richtig weiß A. Wer davor mir sitzt, wer ist meine Zielgruppe?

00:05:57: Oder B., wenn ich eben nicht so richtig weiß was ich eigentlich sagen soll oder warum ich hier bin.

00:06:01: Da bin ich aber eigentlich meistens oder wenn ich sogar fast immer gut vorbereitet.

00:06:07: Aber diese Lampenfieber das auch manchmal verwechselt wird Unsicherheit mit Lampenfiebern ist ein Unterschied.

00:06:13: Lampencwieber habe ich und Lamp enfieber ist auch wichtig um diesen kleine Prozent Prozentchen, Fokus und Aufmerksamkeit zu kriegen.

00:06:24: Nordrinalin-Level auf dem Marsch steigen zu lassen mit dem ich noch umgehen kann, den ich aber in positive Vollgasenergie umwandeln

00:06:30: kann.".

00:06:31: Und nach dreißig Jahren woher kommt das Lampenfieber?

00:06:34: Also kommt es nicht zum Beispiel aus der Unsicherheit dass die Leute noch nicht kennst?

00:06:38: Klar also absolut!

00:06:41: Es kommt daher... Ich weiß nicht wie die reagieren, die Menschen sowohl im Training als auch bei Keynotes.

00:06:48: Kommt das an obwohl ich schon so oft gemerkt habe, dass es ankommt.

00:06:51: Es ist trotzdem immer wieder dieses...es ist ein anderes Publikum, es ist eine andere Setting und deshalb mag ich das auch.

00:06:59: Ich hab's auch embraced.

00:07:00: Ich habe irgendwann mal gelernt, dass das Hormon was ausgeschüttet wird bei Angst aber auch bei großen Excitement dasselbe ist.

00:07:11: also habe ich mir einfach mal für mich fürs Mindset Excitment entschieden und frame das seitdem.

00:07:17: positiv bin aufgeregt, habe aber Bock

00:07:19: Lass uns später nochmal auf das Thema Lampenfieber kommen, weil ich finde das ein sehr relevantes Thema gerade wenn wir um Auftritte sprechen.

00:07:27: Nun habe ich ja schon gesagt du hilfst anderen Menschen dabei ihren Auftritt zu verbessern und trainierst sie.

00:07:32: was würdest du sagen?

00:07:34: gibt es einen Titel?

00:07:35: Ein Berufstitel?

00:07:36: also welchen Beruf gehst du nach?

00:07:39: Ist das Trainer, ist es Coach?

00:07:41: Das ist so geil die Frage.

00:07:43: Weil wirklich nach dreißig Jahren stehe ich da immer noch und denke was sage ich hier und habe immer leicht Panik vor der Frage auf Partys oder Events und so.

00:07:51: Da kommt dann mal Rhetorik-Coach, dann kommt das Speaker-Trainer, dann kommen Kommunikationstrainer, Kommunikationsberater.

00:07:59: also dieses Coach Beratertrainer, das sind ja ebe Griffe.

00:08:03: müssen wir irgendwie gucken wie wir die auseinanderdrösen?

00:08:05: ... aber ich antworte tatsächlich je nach Setting.

00:08:11: Also manchmal sage ich, wenn ich schon merke das geht in die Speaker-Richtung... ... sag' ich ganz klar, ich bin Speaker-Trainer und wenn ich merke es geht mehr um Storytelling, sage ich bin Rhetoricoach weil ich bediene das alles,... ... aber du kannst dir auch suchen wer soll hier sein für dich?

00:08:28: Nein, ich frage das weil ich ja auch in der Vorbereitung denke okay was ist jetzt für ein Titel?

00:08:33: und weil ich das selber schwer finde erinnere mich an eine Situation vor zwei Jahren von irgendeiner Freundin, die Mutter auf einem Weinfest.

00:08:42: Die kamen zu mir und die war ein bisschen angetüttelt und ich sag, Mensch, Schmarkrit, guck mal, David, der ist so interessant!

00:08:49: Du, David du musst mal erzählen was du beruflich machst?

00:08:51: Und dann denke ich mir ja okay, ich habe hier irgendjemanden vor mir eine Freundin von einer Mutter von einer Freundin die angetüdelt ist.

00:08:57: Ich weiß nicht, was deren Kontext ist wie irgendwas.

00:09:00: Wie pitche ich jetzt mich selber?

00:09:02: So...und Weil das Thema irgendwie so greifbar ist, die LEGO Series Play-Thema rausgeholt.

00:09:07: Dass ich das eben beruflich mache.

00:09:09: Aber es ist ja so vielschichtiger und also hast du sozusagen verschiedene Pitches für dich oder Erklärungen?

00:09:18: Michael war in einem Satz in dem Kontext.

00:09:20: Ja

00:09:20: aber ich mag das nicht mich ohne Kontext zu pitchen.

00:09:24: Also ich stelle meistens zur Vorne Gegenfrage.

00:09:27: So was wie wo arbeitest Du?

00:09:30: Hast Du eine Führungskraft?

00:09:32: Findest du, dass die gut kommuniziert.

00:09:37: Siehst du immer klar bei allem was sie für uns Kraft sagt?

00:09:40: Oder wie ist das mit der Kommunikation aus dem Vorstand?

00:09:43: findest du da immer, dass du immer verstehst was die sagen?

00:09:46: Nee überhaupt nicht!

00:09:48: Die könnten alle mal viel klarer reden aber ich ja genau und da komme mich ins Spiel und da arbeite ich mit denen und sorg dafür dass die klarer kommunizieren.

00:09:56: also ich komme immer über die Gegenfrage

00:09:59: Ja okay smart.

00:10:00: Nun, haben wir versucht einen Beruf ein bisschen einzugrenzen.

00:10:05: Aber besonders spannend ist ja die Geschichte.

00:10:08: wie bist du der geworden?

00:10:10: Also wie wird man von Beruf Speaker Trainer oder wie man das auch immer nennen möchte?

00:10:16: Du kommst aus dem Schauspiel habe ich auch schon im Intro gesagt irgendwie zum Google Widget was ich noch nie gesehen hab.

00:10:22: da stand und da war dann ein Bild von

00:10:23: dir

00:10:24: Nee, das war weder die KI noch die Suche.

00:10:27: Da war ein kleines Bild von dir und daneben stand Schauspieler- und Synchronsprecher.

00:10:34: Das heißt du kommst daher.

00:10:35: Erzähl doch mal!

00:10:36: Du bist im hohen Norden aufgewachsen.

00:10:39: Bist dann umgezogen habe ich gelernt.

00:10:40: aber... Okay

00:10:41: wie viel Zeit haben wir?

00:10:42: Let's go!

00:10:43: Ich komme schließlich Holstein.

00:10:45: genau da bin ich groß geworden und bin nach Freiburg gegangen darstellende Kunst zu lernen, also klassische Schauspielschule.

00:10:57: Wie bist du darauf gekommen?

00:10:58: Freu ich mich!

00:10:59: Also wie kommt man so... Erkennt das so?

00:11:02: Ich würde gerne Schauspieler werden in Theater AG oder...?

00:11:06: Absolut.

00:11:08: Absolut und zwar seit der ersten Klasse Und mein Abschluss war so Semi, also es ist eine Drei-Kommer zwei Und dann saß ich irgendwann da, auch nach dem Zivildienst und was soll ich jetzt eigentlich studieren?

00:11:24: Was soll ich es eigentlich

00:11:24: machen?".

00:11:26: Ich war tatsächlich so.

00:11:27: Ich saß wirklich da und habe mir übergelegt, Michael, was kannst du eigentlich?

00:11:31: Dann guckst du natürlich auf dein Zeugnis und guckest auf deine Schullaufbahn und guckt auf die Jahre, die irgendwie gut am Mathe waren, haben Informatik studiert und die Deutschleistungskurs hatten, haben Germanistische studiert oder... Ich war in allem so okay Aber ich habe immer Theater gespielt.

00:11:51: Erste Klasse, Grundschule, immer jede Theater AG und sogar mitten in der Pubertät – es wurde mir da tatsächlich in der Reflexion erst klar – hab' ich sogar mit fünfzehn in einer plattdeutschen Leinspielgruppe, mit fünfzig wo man eigentlich alles machen will nur nicht Theater spielen.

00:12:12: Habe ich das gemacht!

00:12:13: Und auch noch in der Oberstufe.

00:12:15: Und da habe ich irgendwie dann mir gedacht, okay das zieht sich wirklich wie ein roter Faden durch dein Leben.

00:12:21: Probier es doch mal.

00:12:22: Sprich doch mal vor an Schauspielschulen und guck mal ob das überhaupt was ist.

00:12:26: Damals war noch, damals wir schrieben von damals waren noch gelbe Telefonzelle hin, gelbe Seiten auf und gucken wo gibt's denn eigentlich Schulen?

00:12:35: Ein paar hatten schon Webseiten aber auch nur nicht so richtig viele.

00:12:39: und dann hab' ich ein paar rausgesucht und ich wollte immer schon mal einen schönen Schwarzwald hab mich in Freiburg beworben, auch noch ein paar anderen Schulen bin auch genommen worden.

00:12:48: Hab mich dann aber für Freiburger entschieden.

00:12:49: Ist

00:12:50: ins Freiberg freiburg eine besonders gute Renometer-Schule.

00:12:52: oder war das

00:12:54: einfach so?

00:12:54: Es war die Dritte oder so, die geantwortet hat und dann bin ich da sofort hin.

00:12:59: Dann haben die mir gesagt ja du kannst hier anfangen.

00:13:00: Ich suche geile Stadt!

00:13:02: Ich bleibe hier.

00:13:03: Ich fang hier an und hatte wenig Ahnung... auch mir das komplett selbst, mir die Vorsprechmonologe drauf geschafft.

00:13:11: Ich habe mit niemandem damals gesprochen der oder die vielleicht schon Schauspieler oder Schauspielerin war.

00:13:16: heute ist es ja ganz anders.

00:13:17: ich hab ja vor ein paar Jahren selber so jungen Absolventen von Gymnasien oder jungen Menschen mit den Vorsprech-Monologe erarbeitet um eine Schausprichschule überhaupt besuchen zu können.

00:13:28: da musste heute dich schon krass vorbereiten.

00:13:31: Ja, das war damals alles noch nicht.

00:13:32: Da hab ich selber den Faust mir irgendwie reingeprügelt und Fehlheim um nichts von Shakespeare bin da runtergefahren, habe das vorgesprochen und wurde genommen.

00:13:41: Und dann hab' ich vier Jahre das gelernt diesem Beruf!

00:13:46: Und mit diesem Beruf kann man zum Beispiel sich irgendwo beim Fernsehen bewerben oder klassisch am Theater?

00:13:52: Ja also Fernsehenbewerben so was gibt's nicht in der Form... Ah du wirst

00:13:55: gefunden?

00:13:56: Du wirst gefunden oder gehst zu Kassings?

00:13:59: Aber mir war immer klar Theaterlaufbahn Und ich wurde auch direkt von der Schule weggangagiert, kann man so sagen.

00:14:06: Also noch im achten Semester, Anfang achtes Semester gibt es die sogenannte Vorsprechrunden vor Theatern und ich war sofort wegengagiert.

00:14:16: Ich bin dann an Landesbühne in Baden-Württemberg gegangen und das war mein erstes Engagement.

00:14:21: Da war ich richtig klassisch rödeln alle sechs Wochen neues Theaterstück, weil ich klassisch in dieser Schauspielerei Theaterschauspieler blasen.

00:14:31: Ich stelle mir vor, als Theater-Schauspieler alle sechs Wochen gibt es dann irgendwie ein paar Wochen auswendig leeren Phase, die ich mir sehr arbeitsintensiv vorstelle und dann wird dann ein und dasselbe Stück einige Monate

00:14:49: gespielt.

00:14:49: Und parallel probst du schon das nächste Stück?

00:14:52: Okay, und das ist ein Vollzeitjob?

00:14:54: Das ist ein vollzeitjob.

00:14:55: Also wenn ich heute manchmal so lese, wenn Leute über fünfzig Stunden... ...und ich arbeite so viel um Theater kommen gerne mal sechszig-siebzig zusammen.

00:15:07: Du arbeitest einfach in diesem dunklen schwarzen Raum ohne Fenster.. ..und erschaffst den ganzen Tag Welten!

00:15:13: Und du probst morgens bis in den Nachmittag dann hast du die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit.

00:15:19: Ich weiß gar nicht mehr, wie viel das war.

00:15:20: Ich glaube zwei Stunden oder so?

00:15:22: Danach geht es wieder ins Theater und entweder probst du wieder bis zwanzig, dreinzwanzig Uhr oder du spielst.

00:15:28: Und das geht ja auch gerne mal bis elf.

00:15:30: Wie ist das Verhältnis zwischen Proben und Spielen?

00:15:33: also das kommen wir gerade zuvor als ob das mindestens fünftig-fünfzig ist.

00:15:38: Es sind mehr Proben als Spielen.

00:15:40: Spielen ist ja nur der Abend.

00:15:42: Ja

00:15:43: und Proben tust Du dann auch wenn Du nicht spielts.

00:15:47: hast Du morgens eine Abendsprobe gefühlt, glaube ich, probst mir das Spiel.

00:15:53: Ganz ehrlich David ist es aber verdammt lange her also merke ich jetzt gerade darüber zu reden.

00:16:00: Das fühlte sich an wieder um uraltes Leben zu leben.

00:16:03: Also das habe ich vor, hab' ich denn das gemacht?

00:16:05: Vor fünfundzwanzig Jahren.

00:16:08: Ich will ganz kurz, dann machen wir weiter mit deinem Lebenslauf, wenn ihr sehr spannend findet.

00:16:14: Aber weil eine einige Zuhörende sind ja auch jetzt auch als Kinospeaker mal mehr, mal weniger.

00:16:22: Als Workshop-Leiter, als Trainer, Trainerin in Berufen unterwegs wo das Thema Public Speaking irgendeiner Form relevant ist und ich krieg immer irgendwie schwitzige Hände wenn ich engagiert werde für eine Kino.

00:16:37: Das ist nicht mein Tagsgeschäft aber ich mache das gerne und es macht mir Spaß.

00:16:41: Aber wenn ich dann sehe, okay ja.

00:16:42: Ich kann mir irgendwie gerade so zwei Tage rausnehmen um die Präsentation vorzubereiten und das zu proben bis dann der eigentliche Kinot von eins-zwei Stunden ist.

00:16:52: Und jedes Mal denke ich, wenn ich die halte, hätte ich da mehr geprobt.

00:16:58: Würdest du sagen dass es so einen unterschätzter Hebel oder etwas was die Leute einfach viel zu wenig ernst nehmen?

00:17:03: Dass man wirklich proben muss?

00:17:04: Es ist DER unterschätze Hebel!

00:17:07: Der Hebel.

00:17:10: Klingt

00:17:10: sehr

00:17:10: logisch, wie du das jetzt sagst.

00:17:13: Ich sage immer stimmt für ein TED Talk.

00:17:15: wenn jemand mit mir einen TED Talk macht und zu mir kommt und

00:17:18: sagt das

00:17:19: Format ist TED Format und sagt ich will fünfzehn Minuten Top Vortrag haben der von der ersten bis zur letzten Sekunde rockt und sitzt und jedes Slide stimmt usw.

00:17:32: Da geht alleine mit mir als Speaker Trainer und Berater, dabei gehen alleine dreißig Stunden drauf.

00:17:41: Also dreizig Stunden Arbeit für fünfzehn Minuten Auftritt.

00:17:47: wenn also habe ich schon gehabt.

00:17:50: Und dann muss natürlich noch eine wie gesagt die Dreißigstunden mit dir aber ich muss ja selber nochmal

00:17:57: selber nochmal durchgehen usw.

00:17:59: Klar also mittlerweile man kann es ein bisschen runterbrechen so aber im Schnitt geht für, wenn jemand nicht nur TED Talks sondern sagt hier ich soll zwanzig Minuten reden gehen.

00:18:13: Schnitt zwanziger Stunden tatsächlich drauf kannst du dir vorstellen.

00:18:17: also es sind alleine acht Stunden sind Story finden Story tun nochmal rübergehen vielleicht doch noch mal eine andere Geschichte hier nochmal anders.

00:18:27: da nochmal die Kernmessage raus.

00:18:29: das sind dann immer zwei Stundentermine wöchentlich oder zweivöchendlich.

00:18:32: da gehen auf jeden Fall schonmal sechs acht Stunden drauf, dann kommt Sleitbesprechung.

00:18:38: Wie sollen die Slides aussehen?

00:18:39: Was passt dazu?

00:18:40: Dann kommt die Kliktramaturgie an welchen Stellen?

00:18:42: welche Animationen sollen rein, welche nicht?

00:18:44: wo klick ich wohl nicht.

00:18:45: Da sind wir schon mal vierzehn Stunden und dann kommt Proben.

00:18:51: Hauptprobe, Generalprobe vielleicht noch eine Probe vor sich einmal sechs Stunden bis bei zwanzig Stunden.

00:18:55: Und ich habe einen Kunden gehabt das war auch mit einer meiner ersten großer Manager eines Konzerns der diesen Satz werde ich nie vergessen wirklich der dachte Wieso vier Stunden easy.

00:19:07: Hauptversammlung, Aktionärs-Hauptversammlungen haben wir hier mal ein bisschen.

00:19:12: und als der gecheckt hat was da wirklich hintersteckt hat er irgendwann das für mich immer noch einen Satz der so nachhängt.

00:19:18: Er hat gesagt ich glaube ich muss mal anfangen über meinen Kalender nachzudenken.

00:19:23: Ja klar wie es halt ist in allem was man gut machen will muss man halt einfach Zeit rein investieren und talent ist eine und wissen das andere.

00:19:32: aber...

00:19:33: Ich muss mir übrigens verbessern, weil die dreißig Stunden, die habe ich so im Kopf.

00:19:37: Weil die ging drauf für wer zum Beispiel das OMR Festival kennt in Hamburg.

00:19:46: Da gibt es immer die Eröffnungskinode, die der Gründer Philipp Westermayr mit seinem Kompagnon dem Holland Eisenbrand hält und das ist die State of the Internet.

00:19:57: Die mache ich mit denen mittlerweile seit, ich glaube nächstes Jahr sind wir im zehnten Jahr.

00:20:02: Da begleite ich diese Keynote.

00:20:03: Die sind immer so, da kommen wir immer auf eine Dreiviertelstunde bis fünfzig Minuten.

00:20:08: Und das waren dreidreißig Stunden.

00:20:10: Alleine nur mit mir von Story-Entwicklungen und daneben arbeiten die ja noch selber an diesen

00:20:17: Hälften.

00:20:19: Also ein Ted Talk, das war ein bisschen zu ... Ein Ted Talk bist du so bei zwanzig bis zweinzwanzig Stunden und wenn du dann so ne dreiviertelt Stunde redest, bist du locker bei über dreißig Stunden.

00:20:29: Okay okay also... Du bist im Theater vor twenty-fünf Jahren.

00:20:33: Genau, ich bin im Theater und hab da irgendwann meine Zehntausend Stunden voll gehabt das heißt dieses ganze in Rollen schlüpfen Bühne begriffen alle Failures gab die man haben kann um auch dazu verstehen wie gehe ich damit um?

00:20:50: was kriegt das Publikum überhaupt nicht von dem Was du dir so denkst, dass selbe gilt ja beim Public Speaking.

00:20:55: Also was man sich da alles denkt oh Gott und das Publikum denkt doch jetzt nicht, es denkt gar nichts.

00:21:00: Das hört die einfach nur zu.

00:21:01: wenn du dann mal eine Pause machst, machst halt ne Pause und die gucken ja nicht in deinen Innerstes im Moment.

00:21:07: Zehntausend Stunden weil diese Regel... Nein,

00:21:10: man sagt ja zehntaun Stunden bist du Profi.

00:21:12: Genau,

00:21:12: genau.

00:21:13: Und

00:21:13: zehntausende etwas machen und dann bist du wirklich gut.

00:21:15: Genau!

00:21:18: Ja und dann habe ich tatsächlich relativ zügig Man kann wirklich klassisch sagen, ein bisschen die Lust an diesem... dieser Mühle verloren.

00:21:28: Weil wenn du im Theater bist, bist auch in der Mühlle alle sechs Wochen Neustück alles so.

00:21:34: und bei mir kam hinzu und das ist nun mal da meine eigene Geschichte.

00:21:39: also du bist jung steck voller Ideale.

00:21:41: Du denkst du machst jetzt eine große Kunst ja?

00:21:43: Und landest einem Theater wo du relativ schnell merkst oh ich krieg schon wieder einen Anzug an ... bei dem nächsten Theaterstück.

00:21:51: Und dann heißt es immer in die Schneiderreihe, also... ...Setzungsplan und dann siehst du die Rolle,... ...und dann geht's in den Schneiderai und da kriegst du deinen Kostüm.

00:21:58: Ich bin schon nach relativ kurzer Zeit habe ich realisiert, wenn ich in die... ...Schneiderei ging, ist das so?

00:22:05: ja für dich haben wir hier wieder diesen Anzug.

00:22:07: Ah okay, also du warst in einer Rolle?

00:22:10: Absolut!

00:22:11: Ich war gefangen wirklich in dieser Jahr der, ich bin halt... Schlank, würde man sagen.

00:22:19: Könnte es auch Manager

00:22:20: sein?

00:22:21: Ja oder ja?

00:22:22: ich war dann halt so der Schwiegersohnen, der jungen Anwalt... Ich habe immer irgendwann gesagt mein Rollenfach ist der junge Mann, der auf die Bühne kommt im Blumenstrauß und sich für irgendwas entschuldigt.

00:22:33: Das war dann irgendwo so mein Rollenfach.

00:22:34: Ich hab mir mal anzugt.

00:22:35: Ich habe gedacht ne das ist eigentlich nicht das weshalb ich das gelernt habe.

00:22:38: Und da habe ich gesagt gehe jetzt raus.

00:22:40: Ich gehe raus, ich kündige, ich will mal auf eigene Faust, ich werde gucken was da noch geht.

00:22:47: Freiburglichkeit gegangen und wollte mal ein bisschen Fernsehen machen.

00:22:50: Wollte sprechen, bin dann so ein Grundsprecher geworden habe da ein bisschen was gemacht, hab viel Werbung gedreht.

00:22:57: Fernsehen hat nie richtig geklappt.

00:23:00: das ist ja auch immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort und klappst im Casting.

00:23:03: ich war oft zu groß.

00:23:05: Ich war über einen zu neunzig eines einundneunzig.

00:23:08: laut pass es schon sportlich für zum drehen weil doch manchmal ein bisschen kleiner.

00:23:16: Und mich hat einfach irgendwann genervt, permanent nur angewiesen zu sein auf Goodwill von irgendwelchen Leuten.

00:23:22: Also du rennst zum Gassing und dann heißt es ja Daumen hoch oder Daumen runter.

00:23:26: aber es hat sehr wenig mit deiner Leistung zu tun sondern mit Passt dein Look, passt das in das Gefügel.

00:23:32: und da jemand gesagt ist mir zu blöd Ich gehe da jetzt raus.

00:23:36: was interessiert mich denn noch so in meinem Leben?

00:23:38: Und ich hab Psychologie immer interessiert und ich habe dann in Berlin eine Ausbildung gemacht zum systemischen Familientherapeuten.

00:23:49: Weil ich wissen wollte, warum ticken Menschen wie sie ticken?

00:23:52: Was sind die systemischen Verstreckungen?

00:23:54: Was ist die Dynamiken, die dafür verantwortlich sind dass man so ist wie man ist hat mich einfach interessiert und fing danach dann aber auch an Gruppen Therapie zu machen und habe gedacht super mein Leben läuft jetzt zweigleisig!

00:24:06: Ich hab zwei Jobs mega ich bin freiberuflicher Schauspieler das heißt ab und zu spiele ich mal Theater Und ich hab hier meine kleine psychologische, meine Insel wo ich ein bisschen was mache und so kann ich doch alt werden.

00:24:22: Das ist also könnte ja entfernt da kaum sein mit

00:24:27: diesen

00:24:27: zwei Themen.

00:24:28: Denkt man aber warum auch immer habe ich gerade Cordula Stratmann im Kopf die kennt man irgendwie als Comedian oder Frau des öffentlichen Lebens Die aber glaube ich auch irgendwas in der richtung psychologisch und familientherapie und so gemacht.

00:24:45: also anscheinend gibt's da schon viel überschneidung.

00:24:48: Ich habe die überschmeidung erst viel später verstanden als meine geschichte dann ja losging weshalb ich auch hier sitze.

00:24:54: jetzt im grunde weil vor fünfzehn jahren war es dann soweit wo diese beiden welten verschmolzen.

00:25:05: ich hab ein solo gespielt zu der zeit Alleine auf der Bühne, neunzig Minuten.

00:25:11: Was ja auch... Also das muss man sich auch mal vorstellen.

00:25:14: Also alleine wie lange es dauert bis man neunzig Minuten Solo drauf hat und dann... Sechsundfünfzig

00:25:20: Seitentext!

00:25:21: Wow!

00:25:23: Und dass ja nicht nur auswendig runterrattern sondern mit allen Emotionen... Ja aber

00:25:27: deswegen... Das probt man ja, ne?

00:25:29: Das probst den ganzen Tag.

00:25:31: Und du lernst an der Schauspielschule eben auch Emotionen zuzulassen um sie auszudrücken.

00:25:38: Also das lernt es ja, also ich habe ein Solo gespielt und dann bin ich nach diesem Solo.

00:25:46: Es muss dir so vorstellen dass da wirklich neunzig Minuten auf der Bühne gibt zu Vollgas und das Publikum ist von der ersten bis zur letzten Sekunde dabei!

00:25:54: Und als Schauspieler hast du irgendwann, das ist glaube ich wie so einen Tischler oder eine Tischlerin die irgendwann sagt hey ich will mein Meisterstück bauen und dann bauen sie ein ganz tolles Bett oder ein Tisch oder weiß ich nicht.

00:26:07: Und als Schauspieler hatte ich auch das Gefühl, ich will auch so eine Art Meisterstück und das ist in dieser Branche normal ein Solo.

00:26:14: Ja.

00:26:14: So schaffst du es alleine dein Publikum zu binden oder nicht?

00:26:19: Bist du in der Lage?

00:26:20: Das habe ich dann gespielt mehrfach gespielt und bis zu diesem besagten Tag wo es danach an meine Garderobe klopfte.

00:26:28: Ich saß da allein in meiner Garderober bin nur runtergekommen.

00:26:33: Dann klopft es und die Tür auf und dann stand er.

00:26:36: Ich glaube, der Name ist wahrscheinlich hier durchaus ein Begriff.

00:26:41: Dann stand da Michael Trautmann vor mir und er sagte zu mir und Michael hat ja die Gabel etwas in Menschen zu sehen uns so fort drauf zu springen und diese Menschen in diese Richtung zum Puschen von der er glaubt dass das gut für ihn wäre.

00:27:01: ich war jung war sehr offen und dann sagt er zu mir nur, das was du davorhin auf der Bühne gemacht hast kannst du das anderen Menschen beibringen.

00:27:12: Habe ich gesagt ja weil wenn du eins auf einer Schauspielschule lernst dann ist es Ja sagen.

00:27:18: und ich habe einfach gesagt ja, weil ich dachte der meint so Schauspielunterricht oder so.

00:27:23: und da meinte er ne ne nicht Schauspiele Unterricht sondern Wirtschaftsmenschen Managerin beizubringen auf eine Bühnen eine Büne zu ownen wo ihre Belegschaft zu stehen, eine Message rüberzubringen dass die Leute folgen.

00:27:41: Dass sie nicht sofort sagen was will der oder die schon wieder sondern okay dabei sein überzeugt werden abgeholt werden mitgenommen werden diese ganzen ganzen Worte.

00:27:54: und dann sagt er gut alles klar Dann kriegst du morgen ein Anruf.

00:27:59: Und dann habe ich erst verstanden Okay Der Mann hat ne Werbungentur und der hatten Kunden ne Firma.

00:28:05: Und offensichtlich hat er seinem Kunden dieser Firma gesagt, ich habe Medientrainer für euch.

00:28:11: Und ein Tag später klingelte mein Telefon und dran war die Kommunikationschefin des Energie-Riesen RWE.

00:28:21: Unternehmensgeäu... Heute weiß ich was das alles bedeutet?

00:28:24: Damals hatte ich keine Ahnung!

00:28:27: Ich hab die Therapiewelt ein bisschen verstanden und ich kannte die Theaterwelt, die Künstlerwelt.

00:28:32: Ich habe noch nie in einem Wirtschaftsunternehmen gearbeitet, du hattest keine Ahnung von Hierarchie oder Führung oder sonstiges.

00:28:37: Deswegen war ich sehr naiv und bin auch sehr naif in dieses Telefonat gegangen.

00:28:42: Sie meinte ja sie wurden uns empfohlen von unserer Agentur.

00:28:46: wir suchen nämlich einen Ideentrainer.

00:28:48: Ich gesagt ja können wir schon machen aber sie haben doch bestimmt Medientrainer?

00:28:53: Ja wir haben so Tagesschaussprecher.

00:28:56: Ja, aber was suchen Sie denn jetzt?

00:28:59: Jetzt suchen wir jemanden der nicht nur unseren Leuten beibringt bzw.

00:29:03: unsere Mitarbeiter – sie sagt immer «unsere Mitarbeiter».

00:29:07: Unser Mitarbeiter beibringt wie er besser artikuliert sondern wir suchen jemanden, der Storytelling aus ihm rauskitzelt und die Persönlichkeit in den Vordergrund stellt.

00:29:20: Und dann habe ich mir das so eine Weile angehört und so gedacht, ja okay, passt ja auch irgendwie mit Rolle- und Schauspielerei.

00:29:27: Ja ist ja gelehrt ja zu sagen.

00:29:28: Ich hab auch gelehrт ja zu sein!

00:29:29: Und dann hab' ich irgendwann gesagt, ja aber sie sagen immer Mitarbeiter, Mitarbeiter um wen geht's denn hier eigentlich?

00:29:35: Dann hat sie gesagt ach sorry ja also es geht um unseren Vorstandsvorsitz.

00:29:39: Und ja du lachst...

00:29:40: Das war verrückt wirklich.

00:29:41: ...ich war so ok weil es gab in keine Welt, die ich kannte wo ein Vorstandsvorsitzender jetzt irgendwie was tolles wäre oder so.

00:29:50: Ich war so ja okay das ist doch gut.

00:29:52: So sagen sie erst doch gleich weißt du?

00:29:54: Ja dann kann ich ihn immer kennenlernen.

00:29:56: und dann sagt er sich achso kennenlern ja achso ich dachte wir fangen gleich an nicht so nehmen uns da gucken ob es passt irgendwie zwischenwundern zu sehen.

00:30:02: ahja ok gut also alles im politikum fast schon.

00:30:05: Und dann to make a long story short, ich bin dahin.

00:30:10: Ich habe ihn kennengelernt.

00:30:11: Das war damals der CEO von RWE und es ging darum ihnen auf die Hauptversammlung, Aktionärs-Hauptversammlungen vorzubereiten.

00:30:20: Die erwartet wurde das ein bisschen heikel wird weil der Aktienkurs von Rwe damals ein bisschen abgerauscht ist.

00:30:27: und vorher hat es gereicht dass sich diese ganzen CEOs DAX CEOs und vor allen Dingen den Energieriesen Es hat gereicht, sich hinter einen Stebholz zu stellen bei so einer Aktionärs-Hauptversammlung.

00:30:38: Die Aktionäre in den Sassen da unten haben eine Bratwurst in der Hand gehabt, ihre Dividende abgeholt und sind nach Hause gefahren.

00:30:45: Und da war es aber so.

00:30:46: die Zahlen waren nicht mehr gut und es reichte nicht mehr, sich dahinter ein Stebholt zu stellen und Zahlen vorzulesen.

00:30:52: Jetzt hieß es mit einmal jetzt muss der CEO oder die Flugungskraft oder der Vorstand jetzt Persönlichkeit zeigen.

00:31:02: Das Wort hat sich damals so eingebrannt bei mir.

00:31:05: Eine Compelling-Story brauchen wir jetzt, die auch dann entsprechend gut und glaubwürdig rübergebracht wird.

00:31:12: Und da wurde offensichtlich gedacht dass ich das kann!

00:31:15: Und das Briefing war – ich werde es auch nie vergessen – Michael lasst ihn wie Steve Jobs aussehen.

00:31:27: Und die Poente, die danach kommt war ja das nach diesem Auftritt tatsächlich ein Wirtschaftsblatt geschrieben hat oder ihn mit Steve Jobs verglichen hat.

00:31:38: Ja wenn wir die Zeit noch haben, erzähle ich die Geschichte kurz weil jetzt habe ich die Poenthe

00:31:42: weggenommen.

00:31:46: Ich hab nie gedacht also Gottes Willen Steve Jobs.

00:31:49: Das habe ich schon verstanden dass er im Public Speaking schon sehr weit vorne war.

00:31:55: Aber jetzt den Kunden, wie Steve Jobs aussehen zu lassen als mein allerersten Job.

00:31:59: Ich dachte so ja okay gucken wir mal aber ich bin eh so drauf.

00:32:02: Ja ich probiere es und wenn's halt nicht klappt dann klappts halt nicht.

00:32:05: Dann gehe ich wieder auf meine Bühne und das war wie ein interessanter Nebenjob der da mal so entstand.

00:32:12: Und dann gab´s die... Da habe ich alles mit ihm geübt und wir haben auch eine Compelling Story gefunden und damals war das Thema Smart Home dass die Energieriesen jetzt anfangen durch Smart Home Zusatzgeschäft zu machen und das war so ein bisschen die Story.

00:32:27: Und ich werde es nie vergessen, das war die Generalprobe... Wir hatten glaube ich eine ganz gute Geschichte und wir haben auch gut Ideen gehabt.

00:32:35: dann sollte er das iPad zeigen auf der Bühne und da hatten wir die Idee dass wenn er auf so einen Punkt da drückt dann geht das Licht im Saal aus um zu zeigen wie man mit dem iPad steuert.

00:32:49: und dann ging in der Gruger Halle in Essen das Licht aus.

00:32:51: in den Moment ging wieder an und dann hat er ein bisschen darüber erzählt.

00:32:55: Und dann hatten wir die Generalprobe, da saßen so gelangweilte in der ersten Reihe die ganzen RWE Hausfotografen rum und haben ab und zu mal hier Knips damals geklickt.

00:33:06: Dann hatte er aber dieses iPad zur Hand genommen und da diesen Move gemacht.

00:33:11: Sofort waren alle Fotografe aufgesprungen und haben Fotos gemacht.

00:33:15: Das habe ich mir von einer Seite angeguckt und gedacht warte mal!

00:33:18: Die machen nur Fotos in dem Moment wo ihr das iPad in die Hand nimmt.

00:33:22: Nach der Generalprobe bin ich zum Hingegangen, habe gesagt, Ethereum morgen bei der Hauptversammlung.

00:33:29: Wenn Sie das da machen mit dem iPad danach wenn sie fertig sind halten Sie das iPad bitte mal hoch.

00:33:36: Stellen sich hinhalten das iPad hoch und sagen dann ihren Text.

00:33:44: also was wie das die Zukunft und so weiter.

00:33:47: Hat er gemacht war eine gute Hauptversamlung hat alles gut geklappt Und ich bin nach Hause gefahren und noch im Zug hat die Presse, es war damals die Welt Wirtschaftsteil getitelt der Steve Jobs der Energiebranche.

00:34:03: Mit dem mit dem Foto des iPads und da war mir halt klar okay wie Presse funktioniert, wie Fotos funktionieren, wie Story funktioniert?

00:34:12: So und am Ende war wahrscheinlich das der Startschuss im Grunde für meine will gar nicht Karriere nennen sondern für mein beruflichen Weg, den ich ab da gegangen bin bis heute.

00:34:25: Fünfzehn Jahre später sitzen wir hier und das ist mein Beruf

00:34:29: geworden.".

00:34:30: Das heißt dass du das Schauspiel aber auch das Thema Familientherapie oder Begleitung komplett aufgegeben hast weil das einfach so viel eingenommen hat?

00:34:40: Ja

00:34:40: komplett also das ging sofort los.

00:34:43: ja von RWE gings zu weiteren Konzernen, weil das ja so eine Bubble erstmal für sich ist.

00:34:49: Das spricht sich rum.

00:34:50: damals war die Geschichte mit.

00:34:51: wir haben angefangen.

00:34:53: Gott ich höre mich jetzt schon an wie Opa erzählt vom Krieg.

00:34:56: aber irgendwann ist es wohl mal so dass die Schlips die Krawatten abgenommen wurden bei Bilanzpressekonferenzen.

00:35:04: und das war so die Zeit noch vor den weißen Sneakern wo's eben darum ging wie werden wir ein bisschen lockerer ... menschlicher, persönlicher, nahbarer.

00:35:16: Weil die Zahlen alleine erzählen die Geschichte nicht

00:35:18: mehr.".

00:35:19: Das war dann halt wahrscheinlich für dich ein Punkt wie wenn eine Agentur von irgendeiner bekannten Brand das Logo neu gestaltet, dann ist es halt... Dann trägt das ein.

00:35:29: und wenn du halt ganz oben bei einem CEO vom DAX-Konzern anfängst und da den ersten Job direkt ins Ziel versenkt, klar!

00:35:37: Dann ist es natürlich ein richtiger

00:35:39: geiler Start.

00:35:40: Genau.

00:35:40: Es waren nie gewollt?

00:35:42: Das war kein Niem-Plan, sondern es entstanden.

00:35:46: Und dann ging's von Biss, von Konzern bis Startup, von Sport bis Politik mache ich jetzt alles wo mich jemand anruft und sagt hey ich muss da sprechen oder ich will das sprechen?

00:35:58: Ich darf das sprechen.

00:36:00: kannst du mir da helfen.

00:36:01: Du hast ja ein Kernprodukt nämlich diese... Ausbildung, diese zwei-tägige Ausbildung.

00:36:08: Die Art of Public Speaking was wir ja auch gerade machen.

00:36:12: Mein Team und ich und der erste Tag ist allein schon sehr... Also wir sitzen jetzt hier um neunzehn Uhr dreizehn und ich bin immer noch hellwach obwohl wir seit neun Uhr mit dir zusammenarbeiten.

00:36:23: aber ich finde immer das schönste Kompliment Ich bin ja selber Trainer als wenn die Leute dann am Ende sagen also ich habe nicht einmal auf die Uhr geguckt weil man merkt okay dann interessiert sich die Leute Dann kann man die abholen.

00:36:33: so.

00:36:35: Dann kommen wir nochmal auf das Thema Lampenfieber, um da noch mal den roten Faden vielleicht aufzunehmen.

00:36:42: Das ist glaube ich ein Thema was die meisten beschäftigt, die zumindest nicht routiniert auf der Bühne stehen und wahrscheinlich auch ein Thema mit dem du oft konfrontiert bist.

00:36:54: Wie gehst Du damit um?

00:36:55: Was rätste denn Leuten?

00:36:58: Erstmal höchstens natürlich zu!

00:36:59: Was ist das Thema?

00:37:01: Weil du kannst von zwei Seiten rangehen.

00:37:03: Du gehst auf körperliche Ebene... daran oder auf Mindset-Ebene.

00:37:08: Also versuchst erstmal zu verstehen, warum hast du es überhaupt und warum siehst du's als Gefahr?

00:37:13: Und nicht als Chance!

00:37:15: Das ist auch das was ich ja euch heute Morgen gesagt habe dass viele Menschen ja auch ein bisschen eine Scheu haben in so einen Training zu gehen und erst mal da sitzen am Anfang des Tages.

00:37:26: so was erwartet jetzt?

00:37:27: hier ist es jetzt ein Trainer der sagt steh mal gerade und sprich mal lauter und nehmt die Hand aus der Tasche.

00:37:32: oder wie arbeitet der, werde ich jetzt hart rangenommen und all diese ganzen Befürchtungen.

00:37:39: Und da habe ich irgendwann mal zugehört und gesagt wieso habt ihr eigentlich die Befürchung bei diesem Thema?

00:37:43: Dann kommt immer ja wegen der Kritik.

00:37:46: und dann habe ich auch einmal hingehört und gemerkt hier haben wir es echt mit einem Problem zu tun.

00:37:52: denn das Problem ist dass die meisten Menschen mit oder Kritik an ihrem Auftritt mit Kritik in ihrer Persönlichkeit gleichsetzen und damit auch verwechseln.

00:38:03: Sie haben das Gefühl, wenn sie eine Präsentation halten oder ein Keynote oder einen Auftritt und dann sagt danach jemand was dazu.

00:38:11: Dann haben sie sofort das Gefühl sie werden persönlich angegriffen oder sie werden so persönlich kritisiert.

00:38:18: Und irgendwann habe ich herausgefunden es liegt daran an den ganzen Glaubenssätzen die vielen Menschen schon sehr sehr früh Was öffentliche sprechen angeht eingetrichtert wird.

00:38:27: Das ist unglaublich was man da alles so So erfährt oder hört bis hin zu einer Geschichte von jemanden, die die Klassensprecherin werden wollte in der fünften Klasse und da waren wohl die Eltern so mit im Raum.

00:38:41: Und dann wollte sie nach vorne rennen und die Mutter zieht sich an eine Kapuze zurück und sagt sowas wie du bist viel zu leise.

00:38:50: Wird mal keine Klassenschrecherin.

00:38:52: Und sofort brennt sich dieser Glaubenssatz ein Du bist zu leiser und dieses Du bist du kannst du sollst.

00:39:00: Und die tragen diese Menschen ewig mit.

00:39:02: und dann gehen sie irgendwann im Erwachsenenleben auf eine Bühne.

00:39:05: Und dann sagt irgendjemand dem Publikum, Entschuldigung können Sie bitte ein bisschen lauter reden?

00:39:08: Und dann gibt es doch zwei Möglichkeiten damit umzugehen.

00:39:11: Möglichkeit eins und das machen die meisten ist Scheiße!

00:39:14: Wir haben wir schon wieder ich bin zu leise.

00:39:17: Ich lasse das jetzt mit der bühne.

00:39:18: ich will mich nicht nochmal vor allen Dingen nicht als erwachsender Mensch anhören dass ich zu leiser bin.

00:39:22: also lass ich's.

00:39:24: Das ist dieser innere Thema.

00:39:27: Deshalb da auch Lammenfieber entsteht bei einigen, weil die sagen kommt jetzt wieder diese Kritik statt.

00:39:33: Die Kritik am Auftritt diesen Auftritt mal wirklich sich genau anzugucken und zu realisieren.

00:39:38: was wir heute mit euch gemacht haben ist Technik am Ende.

00:39:42: es ist eine Zusammensetzung aus vielen Bausteinen Und die kann man einzeln Feedbacken und daran schrauben.

00:39:48: und weil der andere Weg damit umzugehen uns zu sagen hey danke dass du es mir gesagt hast ich war mit den Gedanken woanders.

00:39:53: Jetzt bin ich laut und deutlich is ok so ja ist okay super können weiter machen.

00:39:58: Aber eine Kritik am Auftritt trifft viele Leute direkt am Selbstwert.

00:40:04: Und da kommt schon mal so ein Dampenfieber-Thema her!

00:40:08: Ich habe gemerkt, dass angstfreien Menschen oder Menschen mit hohem Selbstwert die haben das weniger.

00:40:13: Wir gehen hin und sagen was kann mir hier schon schlimmstenfalls passieren?

00:40:17: Das ist so dieses... Dass man beiden Seiten arbeitet.

00:40:20: ich arbeite also ganz stark am Mindset Thema und gehe wirklich runter bis auf den Kern.

00:40:26: Was ist das Thema?

00:40:28: Warum hast du ein Thema Bühne?

00:40:29: vielleicht hier eine Anekdote an der Stelle dazu.

00:40:34: Ich habe mal mit einem Manager gearbeitet, der eine Rede halten musste ganz klar.

00:40:39: Das ist ein klassischer Auftrag.

00:40:41: ich lerne die Person kennen top eloquenter Typ hat mega was zu sagen im Dialog wahnsinnig stark und dann setzen wir uns hin, schreiben eine tolle Rede.

00:40:53: Den fallen gute Bilder ein alles macht richtig Spaß!

00:40:57: Und dann geht's zur Probe.

00:40:58: wie ich gesagt habe vorher am Tisch alles Konzept und Slides.

00:41:02: Dann geht es zur Proben.

00:41:04: mit einmal steht er da oben und kriegt kaum Wort raus nur durch die drei Schritte auf diese Bühne.

00:41:10: Und dann war ich so, was ist jetzt los?

00:41:12: Also es war gerade eben noch der eloquenteste Mensch am Tisch und mit einmal erschützte sich vor seinem Körper, hielt die eine Hand.

00:41:20: Mit der einen Hand seinen Arm fest, guckte wenig Richtung Publikum, Stimme war ein bisschen flacher.

00:41:28: Habe ich gesagt Moment kommen Sie mal bitte wieder von der Bühne runter.

00:41:30: wir müssen erst mal darüber reden was hier los ist.

00:41:32: Was fühlen sie eigentlich wenn sie da oben stehen?

00:41:35: Ja ich fühle mich nicht so richtig gut Ich fühl mich komisch, aber das ist kein Gefühl.

00:41:40: Ja, merkwürdig auch kein Gefühl.

00:41:42: Und dann sind wir ein bisschen auf Gefühlsuche gegangen und irgendwann sagt er etwas was zwar auch kein gefühl ist das aber sofort klar war im raum.

00:41:50: Er sagte ich fühl mich ausgeliefert weil ich gesagt wow okay ausgeliefert ist ein starkes wort warum fühlen sich aus geliefert?

00:41:59: ja keine ahnung weiß nicht.

00:42:00: und dann fängst du an zu fragen.

00:42:02: also ich denke damit erst mal nur auf mein set.

00:42:04: eben da bin ich noch gar nicht.

00:42:06: Körper und Klopfen und Atmen und so, das will ich noch gar nicht.

00:42:09: Ich will erst den Grund verstehen warum?

00:42:12: Und dann sagt er ja mir fällt da nichts ein.

00:42:15: Ja, ich mochte jetzt an der Uni Nicht besonders gern präsentieren aber das ging eigentlich schon.

00:42:20: ich weiß auch nicht was los ist.

00:42:22: Wichtig zu verstehen is Inhaltlich ging es bei dieser Rede die erhalten sollte um das Überleben Der Firma.

00:42:32: Die mussten sich hart digitalisieren Weil wenn sie das nicht getan hätten, werden Sie weg vom Fenster gelesen.

00:42:37: Und das war so eine Hauruck-Rede, sondern Motivationsrede wie er da halten sollte und das viel im Wahnsinnig wahnsinnig schwer.

00:42:46: Und dann sind wir bis in die Kindheit zurück.

00:42:48: Und irgendwann sagt der ja, da kommt mir jetzt ein Bild aber das kann damit nichts zu tun haben.

00:42:53: Aber ich probieren wir es nochmal.

00:42:56: Da sagt er Ja, mir kommt gerade so ein Bild.

00:42:58: Da war ich ungefähr sechs Jahre alt Da war ich in meinem Zimmer.

00:43:03: Ich bin Einzelkind, war in meinem Zimmer abgespielt und da riefen mich meine Eltern ins Wohnzimmer.

00:43:09: Man hört ja schon an der Stimme wie die Eltern rufen man geht lieber hin.

00:43:13: Und er sagte er, da saßen meine Eltern nebeneinander auf dem Sofa Wie bei L'Orio.

00:43:19: Ja?

00:43:19: Das musst du nicht mal vorstellen.

00:43:20: Die Eltern nebeneinander kerzen gerade aufm Sofa.

00:43:23: Er sagt sie saßen noch nie nebenein auf dem SOFA Und für mich war in dem Moment klar Wir haben es hier mit einem Publikum zu tun Zwei Menschen, die nebeneinander sitzen und in dieselbe Richtung gucken.

00:43:37: Das ist ein Publikum.

00:43:39: Und er sagt ja, ich sollte mich vor sie stellen... ...und ich erinnere mich bis heute an diesen Wohnzimmerteppich.

00:43:46: Bühne!

00:43:48: Und dann haben meine Eltern mir gesagt, dass sie sich scheiden lassen und ich solle entscheiden zu wem ich will.

00:43:55: Habe ich lang geguckt?

00:43:58: Ich habe nicht gesagt noch Fragen aber es lag mehr auf der Zunge.

00:44:04: Und er hat das gar nicht damit in Verbindung gemacht.

00:44:06: Aber erst als wir die Geschichte ans Licht geholt haben, war ihm klar... ...damals so eine Entscheidung einen fünfjährigen abzuringen zu entscheiden wo man hin will zu welchem Elternteil.

00:44:18: Das ist eine Entscheidung ums Überleben, ums eigene überleben und dieselbe Entscheidung hatte er ja zu verkünden.

00:44:27: es ging also auch wieder ums überleben nur es überleben der Firma.

00:44:32: Tief im Inneren gab's diese Geschichte, die ihnen wahnsinnig blockiert hat auf der Bühne.

00:44:38: Und das sind Themen da kann man mal anfangen sich mit zu beschäftigen.

00:44:44: Solltest du so starkes Lampenfieber haben dass es schon langsam Richtung Bühnenangst geht kannst du immer anfangen dir mal Gedanken zu machen sag ich jetzt.

00:44:53: Aber dann hilft es ja nicht irgendwie ein zweimal drüber zu sprechen.

00:44:56: Das muss ja richtig psychologisch Bei

00:44:59: ihm hat es ehrlich gesagt geholfen, wir haben ein bisschen drüber geredet.

00:45:03: Dann haben wir klargestellt dass er ja erwachsen ist mittlerweile achtunddreiß Jahre alt und nicht mehr fünf.

00:45:10: Und das ist hier um was anderes geht.

00:45:12: aber allein die Erkenntnis, dass irgendwie gelingt hat, hat ihm schon total geholpen das da sein zu lassen wo's hingehört nämlich in die Kindheit.

00:45:20: wieder in seinen Erwachsenen ist ich zu kommen uns sagen okay Ja ich schicke jetzt mein inneres Kind spielen um mal den strapazierten Begriff zu benutzen.

00:45:28: Und ich stehe hier als Erwachsener und bin jetzt hier Verantwortung für diese Firma.

00:45:31: Hat dem Wahnsinn nicht geholfen, das auch zu lösen?

00:45:33: Relativ zügig schon!

00:45:35: Aber klar... je nach Schwere und je nach Wehmens und nach Quantität.

00:45:40: wie oft mir was eingeredet wurde, dass umso schwieriger ist es.

00:45:45: Aber das ist die eine Seite, das ist meine Zeitsache.

00:45:48: Dann gibt's die andere Seite körperlich zu arbeiten mit Lampenfiebern.

00:45:53: Weil was passiert bei Lampenfiebern?

00:45:55: Dein Nordadrenalin-Pegel steigt Reptilienhirn ruft Gefahr, Gefahr.

00:46:02: In dem Moment setzt dein Körper alle Energie auf den Körper und nicht auf den Geist.

00:46:12: Der Körper fährt hoch.

00:46:14: Du fängst an zu zittern... Kannst sehr schnell rennen!

00:46:17: Du kannst sehr schnell ran ... du fängest an zu zittern, kriegst witzige Hände, kriegs rote Flecken, du kriegts zittrige Stimme, du krijgst noch hohe Atmung.

00:46:25: der Körper spricht was machen wir?

00:46:28: Wir fangen an zu sagen, Dinge wie das reiste ich mal zusammen.

00:46:32: Jetzt komm' ma wieder runter.

00:46:33: Jetzt konzentrier dich mal!

00:46:35: Aber wenn man verstanden hat was Neuadrenalin mit dem Körper macht, hat man auch verstanden dass der Geist irgendwann gar nicht mehr in der Lage ist komplex zu denken.

00:46:45: Der fährt diese Fähigkeit runter.

00:46:47: Das ist ein biologischer Vorgang.

00:46:50: Du kannst gar nicht klardenken für alle Zuhörenden da draußen bitte googelt Michael Bay und Samsung.

00:46:59: Ja, die beiden Worte reichen schon.

00:47:01: Michael Bay und Samsung auf YouTube.

00:47:03: guckt euch das mal an da seht ihr was passiert wenn Nordrinalin den Körper flutet und der Kopf einfach komplett raus ist.

00:47:12: wir aber versuchen es über einen Kopf zu lösen.

00:47:15: alles was wir machen müssen es über ein Körper zu löse weil der Körper meldet sich auch.

00:47:19: und dann gibt's verschiedenste Techniken.

00:47:21: die einen schwören da auf eine Klopftechnik wie anderen, so wie ich zum Beispiel auf Atmung.

00:47:28: Und das ist aber ein biologischer Vorgang!

00:47:30: Ich versuche einfach nur mein neuer Adrenalinspiegel zu senken um wieder komplexe Denkfähigkeit herzustellen und da gibt es verschiedene Atemtechniken.

00:47:37: fängt an euch damit zu beschäftigen an alle die dieses Thema haben.

00:47:41: Das ist mein Vorschlag dazu.

00:47:44: Was gibt's noch für Dinge wo du sagst dass steht den Leuten eigentlich am meisten im Weg oder das sind die größten Herausforderungen?

00:47:51: meiner Kunden und Kundinnen rund um das Thema Auftritt vor Menschen.

00:47:56: Es ist weder Lampenfieber, es auch nicht die dass sie keine Lust hätten.

00:48:02: wir haben das Thema am Anfang schon angesprochen.

00:48:04: Das ist ganz klar, dass Sie zu wenig Zeit investieren.

00:48:07: Ja.

00:48:08: Sie investen, Sie glauben das auf einer Backe abreißen zu können?

00:48:13: Und dann stehen Sie da oben und dann sitzen damit einmal dreinhalb Leute und dann realisieren Sie eigentlich was wirklich bedeutet.

00:48:20: Hätte ich

00:48:21: mal mich hingesetzt, hätte ich mal besser vorbereitet gewesen.

00:48:24: Hätt ich es doch einmal mehr noch geprobt?

00:48:27: Also pass auf!

00:48:27: Ich habe die Herausforderung... ich probte das dann schon zu Hause alleine oder tanze zweimal meiner Frau vor.

00:48:36: aber schaffe mich nicht geistig in den Modus zu versetzen.

00:48:40: da sitzen jetzt dreihundert Leute vor mir sondern ich bin dann immer irgendwie gefangen in meine Rolle.

00:48:45: ja weil keine Ahnung

00:48:47: welche Rolle

00:48:49: Ja, die Rolle des Ehmanns der Jogginghose zu Hause ist oder das Menschen in Feierabendposition und ich weiß nicht.

00:48:56: Ich werde gerade von niemandem anmoderiert!

00:48:58: Ich kann da nicht darauf reagieren.

00:49:00: also wie fange ich an?

00:49:01: Ja hallo schön dass sich heute da sein darf aber das sind ja so Sachen die lernt man nicht aus wenn nicht sondern die passieren dann einfach auf der Bühne.

00:49:10: Und

00:49:10: wer sagt das?

00:49:11: also du kannst es auch Kannst dir doch dein Anfang glasklar überlegen.

00:49:16: Was sage ich?

00:49:17: die ersten fünf Sätze, machen viele?

00:49:20: Um eben nicht da so rein zu stolpern.

00:49:23: Ja klar aber dann bleibt vielleicht zu wenig Zeit um auf das zu reagieren was dort vor Ort ist.

00:49:32: oder glaubst du eine bessere Vorbereitung führt automatisch dazu dass sich auch so entspannt?

00:49:35: natürlich

00:49:37: also ja klar Punkt und das geht bis hinzu mit meinen Mandanten oder Klientinnen oder Kundinnen, wenn die einen Vortrag halten sollen.

00:49:51: Meine wegen auf einer Konferenz kommen sie zu mir und sagen hier ich soll so wie du auch da ich sollen vortragen dann.

00:49:58: Ich nenne das Stage-Safe Care sage ich immer sorg dafür dass alles so ist, dass ihr gut auftreten könnt deine ersten drei Sätze sitzen.

00:50:06: was gehört dazu?

00:50:07: Zu Stage-Save Care.

00:50:09: erstmal kompletten Fragenkatalog den ich an Veranstalter schicke.

00:50:12: Da ist drin, was für ein Mikro habe ich?

00:50:15: Habe ich einen Headset oder habe ich eine Handkeule.

00:50:18: Kann ich selber einen Klicker mitbringen?

00:50:19: Präsenter oder habt ihr einen?

00:50:20: Welchen habt ihr?

00:50:21: Gibt es einen Vorschau-Monitor?

00:50:22: sehe ich die Referentenansicht.

00:50:25: Kann nicht meine Shownotes im Zweifel wenn ich sie dann brauche sehen.

00:50:28: Wie breit ist die Bühne wie tief ist sie?

00:50:31: sind die Slides über mir?

00:50:34: Ja kann ich also in der Mitte der bühne stehen und das Publikum guckt über mich rüber Oder stehe ich im Beamerlicht?

00:50:40: all diese Fragen, Klassisch-Fragen-Katalog erstmal abarbeiten.

00:50:43: Weil dann weißt du schon wie du zu Hause proben musst?

00:50:45: Wenn du das weißt, da weißt auch schon wie dich hinstellen musst.

00:50:50: und noch ein wichtiger Punkt ich sage den auch immer meistens schreibe ich es auch gemeinsam mit denen einen Anmoderationstexte weil das kann dir total helfen für dein Einstieg.

00:51:02: wenn du so gut anmoderiert wirst dass du schon direkt mit deinem Content loslegen kannst, dann musst du nicht anfangen dich da irgendwie komisch noch selber vorzustellen.

00:51:12: Und mit all meinen Speakern und Speakerinnen mache ich das zumindest so, dass wir einen Text schreiben an Moderationstext den dem Veranstaltungen der Veranstaltung schicken und sagen bitte so anmoderieren.

00:51:22: Das ist der Text.

00:51:24: würde mich freuen wenn sie das genauso sagen weil dann kann ich gut in meine Kino landsteigen.

00:51:28: Es sind alles so kleine Sachen die helfen können da sich wesentlich vorbereiteter zu fühlen.

00:51:34: Ich habe mich für eine, wie gesagt, das Keynote-Business.

00:51:38: Ich bin kein beruflicher Keynotespeaker aber ich mache das öfter und mach das gerne... ...und lerne auch immer wieder dazu zum Beispiel dass ich persönlich meinen Lampenfieber abbaue indem ich mich wirklich versuche in die Zieggruppe rein zu versetzen.

00:51:52: In dem Sinne wer sitzt da vor mir?

00:51:55: Was kann im schlimmsten Fall passieren?

00:51:56: Das hilft mir, mich da so ein bisschen das Adrenalin runterzufahren.

00:52:02: Und jetzt war ich vor kurzem auf der Keynote relativ groß mit sechshundert Leuten und im Vorfeld, die hatten einen Technik-Dienstleister.

00:52:11: Im Vorfeld sollte ich den die Präsentation schicken.

00:52:14: Natürlich, ich sage ja pass auf, ich habe eine Keynote das ist Apple-Pondant zu PowerPoint und ich schick euch hier die Schriftart dazu.

00:52:21: So dann kam mir irgendwie eine Rückfrage.

00:52:23: da kamen so ein bisschen keine Ahnung Kommunikationsschwierigkeiten.

00:52:26: hab' ich denen das nochmal geschickt?

00:52:28: Dann komme ich an dem Tag da an und sag Ja wollen wir das kurz mal testen?

00:52:32: Und dann sagt der Kerl allen Ernstes, ich habe keine Präsentation von dir.

00:52:36: Hast du eine Präsension geliefert?

00:52:38: Weiß ich jetzt nix von.

00:52:40: So und dann haben wir das zum Glück geschafft die Präsensation darüber zu bringen, die Schrift da zu installieren alles was ich eigentlich vorab den klären wollte oder eigentlich geklärt hatte.

00:52:49: so und dann sage ich wie sieht es aus mit dem Klicker?

00:52:52: Ich hab ja einen dabei lassen mal gucken ob das von der Reichweite passt.

00:52:55: Passte natürlich nicht!

00:52:57: Das waren dreizig Meter.

00:52:59: Wir machen das einfach so sagt er zu mir Nickt mir einfach zu, wenn ich eine Folie weiter machen soll.

00:53:04: Und äh... Also das war wie gesagt irgendwie ne größere Geschichte aber zum Glück war das Publikum so viel besser als ich mir das irgendwie vorgestellt hatte.

00:53:14: Wie gesagt es war ne?

00:53:16: Ich bin davon Leuten ausgegangen die da wirklich was dagegen hatten dass ich da stehe und was ich sage Die ist ein bisschen So verweigerer waren.

00:53:23: Es War Ne Verwaltung Kann man ja schon mal irgendwie die Schublade aufmachen und alle mögliche Vorurteile reinpacken.

00:53:30: Und die waren alles super locker drauf, ich war gut vorbereitet.

00:53:32: deswegen ging das... ...und zunicken hat nicht funktioniert weil er die ganze irgendwo anders hingeschaut hat.

00:53:36: Ich habe dann bei jeder einzelnen Folge gesagt eine Folie weiter mit jetzt zweimal klicken weil ich natürlich auch übergekriegt bin.

00:53:42: Ich krieg körperliche Schmerzen beim Zuhören!

00:53:44: Aber um das und alleine dass sich heute jetzt schon zwei Mal von dir erfahren habt naja schick da einfach ein Fragenkatalog davor der auch sowas.

00:53:53: ne Also mit Handkeule, wo ist der Beamer?

00:53:55: Wie groß die Bühne?

00:53:56: Das ist wirklich kein Aufwand das zu machen.

00:53:58: Und ein sehr einfacher Heck...

00:54:01: Ja und da ein Set selber dabei zu haben habe ich natürlich auch immer noch mein USB-Stick oder mit auch in Powerpoint, in Keynote, also mehreren Versionen, meinen eigenen Klicker für den Fall dass er auch dreißig Meter kann.

00:54:16: Klar!

00:54:17: Habe ich schon alles erlebt.

00:54:18: deswegen hab ich irgendwann angefangen diese Liste zu wahren.

00:54:21: Ich bin auch penetrant.

00:54:22: dann Ich nenne das Machtumstände.

00:54:26: Weil ich oft höre, ja, ich will keine Umstände machen und so doch macht umstände!

00:54:30: Das ist euer Moment.

00:54:31: Das ist eure Chance.

00:54:32: Das is'n One-Shot.

00:54:33: Ihr habt nur diese eine.

00:54:35: Wenn ihr dann sagt Ja weil wir wollen die Technik auch nicht nerven und ich will die nicht nehmen, doch nervt bis du die Bühne so eingerichtet bist dass du gut loslegen kannst.

00:54:44: Und noch eine Sache, weil es ganz spannend warst du gesagt hast, dir hilft es dich auf deine Zielgruppe zu fokussieren.

00:54:53: Das ist natürlich der größte Heck.

00:54:56: Das ist nur sehr schwer, dass Menschen beizubringen die noch am Anfang des Lampenfiebers sind.

00:55:03: aber wenn du diesen Schritt einmal gemacht hast das ist das Beste was dir passieren kann sag ich auch oft es gibt einen Kollegen von mir der sagt da kann man drüber streiten.

00:55:10: Aber mittlerweile habe ich mich ein bisschen angefreundet mit dem Satz Der sagt Lampenfiebers.

00:55:16: egocentrisch war ich total spannend.

00:55:20: Ich war erstmal so was und war auch erst mal ein bisschen kurz auf Zinne, aber ich weiß, was er meint nämlich bei Lampenfieber bist du mit dir selbst beschäftigt.

00:55:29: Du kümmerst dich nur um dich selbst statt dich um die zu kümmern, um dies hier eigentlich wirklich geht.

00:55:35: Und wer ist das?

00:55:36: Das Publikum.

00:55:37: Ja klar!

00:55:38: Und je mehr du dich um Dich kümmerst, je mehr Du bei denen bist, je meer Du bereit bist, die zu adressieren... um so weniger Lampenfieber hast du währenddessen, weil du und das ist wiederum Satz den ich gerne sage nicht heute ja auch bei euch mehrfach gesagt habe dieses auf über ein Thema zu reden sondern fang an mit dem Publikum über das Thema zu reden sie zu adressieren Sie anzusprechen zu sagen ihr kennt das doch vielleicht.

00:56:08: oder falls ihr euch jetzt fragt also beschäftige ich mit der zielgruppe sprich sie an dann bist du bei denen.

00:56:14: da bist du nicht genau dieselbe frage wohin?

00:56:16: mit meinen händen sage ich auch mal falsche frage du bist mit dir beschäftigt.

00:56:21: das scheiß egal wo hin mit deinen händens wichtig ist.

00:56:24: sendest du die message an die leute bist du beide in leuten dann sind die hände auch automatisch bei den leuten.

00:56:28: und das finde ich also in verbindung mit der mit der tatsache dass der job eines vortragenden unter geht es ja gar nicht drum vor hundert Leuten zu sprechen.

00:56:37: Es geht auch darum, in einem Meeting einfach etwas vorbereitet zu haben und das den Leuten zu präsentieren, vier Stück die zuhören.

00:56:43: Das ist ja wirklich scheißegal!

00:56:46: Und dass der Job dann nicht nur ist Information weiterzugeben weil dann könnte man denn auch ein Blatt Papier geben wo was draufsteht oder einen Buch empfehlen oder so.

00:56:56: Oder die Lese-Präse schicken diese E halten?

00:56:58: Genau genau sondern eben auch das Thema Entertainment.

00:57:02: Also am Ende sind die Leute da, um in irgendeiner Art und Weise nicht mehr Informationen sondern auch Unterhaltung zu bekommen.

00:57:07: Und das im Zusammenhang mit dem Satz den du gerade eben gesagt hast.

00:57:11: Ja aber die meisten Leute verstehen das Wort unterhalten falsch weißt du?

00:57:16: du sagst informieren?

00:57:18: Aber auch entertainen und dann kriegen sie sofort Krämpfe weil die denken Sie müssen jetzt lustig sein.

00:57:23: Ja genau

00:57:24: darum geht es nicht.

00:57:26: Achtung Achtungen!

00:57:26: Das Wort unter halten.

00:57:29: Was heißt das eigentlich, das Wort?

00:57:30: Dann sagen die meisten ja für gute Laune Sorgen.

00:57:33: So ne, nee!

00:57:34: Das Wort unterhalten heißt ich unterhalte dich.

00:57:39: D.h.,

00:57:39: Ich lüfte dich ab.

00:57:40: Ich sorg dafür dass du die ganze Zeit aufmerksam bist und das mache ich nicht mit Witzen.

00:57:46: Das mach' ich mit Musterbrüchen jeglicher Art.

00:57:48: Das mache ich indem ich dich anspreche, das mache in dem ich mal die Bühnseite wechsle... ...das mache ich, indem ich mal ein Bild zeige... ...dass mache ich in dem mich dich kurz ansprecher und vielleicht irgendwas antizipiere, das sind diese Musterbrüche die für Unterhaltung sorgen.

00:58:04: Aber deshalb heißt nicht immer Comedy zu machen.

00:58:08: Ja absolut ich hoffe dass ihr liebe Hörer und Hörern so ein bisschen jetzt die Lust und die Relevanz davon mitbekommen und mitgenommen habt und das so durchgedrungen ist in eure Ohren.

00:58:20: was dieses Thema Public Speaking eigentlich?

00:58:24: Ja was ist für eine Relevanz?

00:58:25: Für jeden und für jeden Beruf, jedes Meeting im Grunde auch hat.

00:58:30: Wen könnte man sich anschauen wo du sagst wenn das ein richtig guter Public Speaker oder Public Speakerin?

00:58:38: schaut euch mal ein paar Videos an.

00:58:40: von dem kann man gut lernen.

00:58:41: einfach wenn man zuschaut.

00:58:43: erste Frage und danach komme ich mit den anderen.

00:58:48: vielleicht mag dass jetzt bisschen ausgelutscht klingen an der einen oder anderen Stelle aber ich gucke mir bis heute Reden von Barack Obama an.

00:58:58: Ich guck mir die immer wieder an, ich werde da gar nicht müde davon weil er diese ganzen rhetorischen Stilmittel die ganzen Punkte die ganzen Storytelling Elemente finde ich sensationell gut einsetzt um die Aufmerksamkeit des Publikums hochzuhalten aber arbeitet in schönen Bildern macht die perfekten Pausen dass sich gut processen kann.

00:59:20: in der Zeit was hat er gerade gesagt?

00:59:24: das Ja, ist für mich immer noch eine Benchmark.

00:59:28: Wen gibt's in Deutschland?

00:59:30: Rhetorisch habe ich mir immer sehr gerne die Reden von Robert Habeck angeguckt gerade die Social Media-Reden, die er zu gewissen Tages aktuellen Themen gehalten hat.

00:59:41: Immer sehr gute Storytelling, sehr auf dem Punkt.

00:59:49: Ansonsten Leute guckt euch Ted Talks an also weil ihr könnt davon ausgehen wenn es Ted Talks sind, die nicht TEDx-Talks sind sondern wirklich von der Haupt-, von der Dachorganisation organisiert.

01:00:04: Die gehen alle durch eine harte Schule bevor sie überhaupt zugelassen werden für diese dachtads.

01:00:12: TEDx ist so ein bisschen was anderes.

01:00:14: da darf mittlerweile jeder reden und klingt das auch manchmal.

01:00:19: aber da seht ihr diesen ganzen Stilmittel Da seht ihr den Kontakt zum Publikum, da sieht ihr die Pausen.

01:00:25: Da sieht ihr sensationelle Storytelling und guten Einsatz von Folien.

01:00:30: Und da ist es fast egal welches Thema.

01:00:34: Buchenfellow?

01:00:37: Lustig!

01:00:38: Weil das Buch was ich jetzt gerade lese – und das ist wirklich purer Zufall gerade – heißt Say It Well Und es ist tatsächlich von dem Redenschreiber von Barack Obama.

01:00:49: Ach guck!

01:00:50: Ja, weil das wirklich jetzt Zufall... Es liest sich so schön amerikanisch runter, say it well mit guten Anekdoten und guten Geschichten aber doch auch immer guten Tipps.

01:01:03: Okay dann runden wir jetzt nochmal ab mit vielleicht einem kleinen Heck.

01:01:06: also ich habe leider mich zu wenig vorbereitet hab aber trotzdem eine Rede oder irgendwas was ansteht wo ich vor Menschen sprechen muss.

01:01:16: Was würdest du sagen, so eine Sache die man wirklich einfach versteht und super einfach umsetzen kann?

01:01:22: Ganz klar.

01:01:23: Why What How Call To Action?

01:01:26: Das ist meine klassische Formel für Leute, die wenig Zeit haben und spontan irgendwo reden.

01:01:34: Why what how call to action?

01:01:36: Nicht wie bei Simon Sinek why or what sondern ich habe es nochmal umgedreht weil why damit starte.

01:01:44: warum sind wir hier?

01:01:47: Warum solltet ihr mir jetzt zuhören?

01:01:49: Was ist hier das Thema, why.

01:01:52: Dann what was ist das Thema beziehungsweise die Lösung?

01:01:56: also Why ist oft ein Problem.

01:01:57: warum sind wir hier?

01:01:58: ja weil weiß ich nicht sag du mir ein problem Fachkräftemangel.

01:02:05: deswegen reden wir hier.

01:02:06: wir müssen irgendwie die firma neu in neue richtungen und finden keine leute und deswegen so.

01:02:12: Jetzt kommt das Wort was die lösung müssen die teams Neue strukturieren.

01:02:18: Wir machen hier jetzt neue Teams, das ist das Wort.

01:02:20: es reicht Einsatz oder zwei Sätze.

01:02:22: Teams werden neu gemischt okay dann kommt's hau wie machen wir das?

01:02:27: und am besten klassischer Dreiklang.

01:02:29: Das machen wir so so und so.

01:02:32: ja jetzt machen wir erstmal indem wir euch fragen wer will mit wem?

01:02:37: Dann machen wir ein Sitzplan und danach weiß ich nicht ein Sommerfest also dass Und wenn die Haus geklärt sind, kommt der Call to Action.

01:02:48: Bloß kein vielen Dank für eure Aufmerksamkeit am Ende sondern Call To Action.

01:02:52: und jetzt Leute starten wir mit der Umfrage.

01:02:56: ich wünsche euch viel Spaß dabei denn nur so kriegen wir es sehen.

01:02:58: let's go!

01:02:59: Why?

01:03:00: What?

01:03:00: How?

01:03:01: Call to action.

01:03:02: Vielen dank für diese Formel.

01:03:04: auch du bekommst die allerletzte Frage hier jeder Gast und jede Gäste bekommt nämlich glaubst Du an eine Welt in der jeder ganze Arbeit geht.

01:03:19: Du glaubst nicht an eine Welt, in der jeder gerne zur Arbeit geht?

01:03:23: Nein.

01:03:26: Dafür sind glaube ich die Unterschiede, die Schere in sozialen Schichten, die es manchmal auch braucht weil es Arbeit gibt, die verrichtet werden muss, die nun mal auch entstanden sind aufgrund der Ungleichheit so stark dass es glaube ich immer Berufsgruppen geben wird die übrigens auch so sozialisiert sind, dass sie eher im Complaining und das Leben ist schwer.

01:03:58: Und das muss auch schwer sein weil sonst hätte ich gar keine Identifikation mit mir selbst.

01:04:04: Ich glaube es wird immer geben und deswegen sage ich klar, ich glaube nicht an eine Welt in der jeder – du redest ja wirklich von jedem!

01:04:15: Dafür ist die Welt viel zu ungleich und viel zu kaputt.

01:04:21: ob ich Hoffnung habe, dass es mehr Menschen machen als bisher.

01:04:25: Definitiv!

01:04:29: Vielen lieben Dank für diese Antwort Michael.

01:04:31: Schön, dass du da warst und ich hab jede Menge mitgenommen auch aus diesem Gespräch das ja zum Teil eine Wiederholung war.

01:04:40: aber Wiederholungen sind gut um das zu festigen.

01:04:43: Ich hoffe ihr liebe Zuhörer seid jetzt bis zum Schluss noch dabei geblieben, war ein bisschen längere Folge.

01:04:49: Aber dafür umso mehr Inhalt und so netter und sympathischer mit dem lieben Michael Wanker.

01:04:54: schön dass du dabei warst und

01:04:56: bis dahin!

01:04:56: Ich sage vielen vielen Dank nicht für eure Aufmerksamkeit sondern für die Einladung

01:05:00: Bis bald, ciao.

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