#207 Was ist ein Restorative Circle mit Dana Hoffmann und Hendric Mostert.
Shownotes
Wie am Anfang der Folge erwähnt: Hier kannst du dir dein Ticket zur Buchlaunch-Party am 08.10. in Wiesbaden holen: https://www.eventbrite.de/e/1997154224046?aff=oddtdtcreator
Hier kannst du dich für die kostenfreie Online-Buchlaunch-Party am 24.09. anmelden: https://www.eventbrite.de/e/1998341578455?aff=oddtdtcreator
Vernetze dich jetzt mit unserem Podcast-Host Lutz und unserem Gäst:innen Dana Hoffmann und Hendric Mostert
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn ihr das hier hört, dann läuft der Countdown für unsere Buchparty zur Erscheinung von Kill Meetings.
00:00:06: Es sind sogar zwei Buchpartys und zwar am vierundzwanzigsten September feiern wir mit euch zusammen den Buchlaunch von KillMeetings digital und fahren dafür alles.
00:00:15: was geht Big Bang auf.
00:00:18: Lasst euch überraschen, was man aus einem digitalen Event alles so rausholen kann und wer noch mehr möchte.
00:00:23: am achten Oktober, fallen wir dann nochmal groß vor Ort in Wiesbaden moderiert von unserer lieben Freundin Julejankowski.
00:00:31: Unser Anspruch ist ein Event, von dem ihr euren Kindern auch erzählen werdet.
00:00:35: Irgendwas zwischen Keynote Theater After Work Party Netzwerkevent Das wird mega, holt euch jetzt eine Karte.
00:00:42: Der Zugang ist limitiert auf hundert Personen.
00:00:44: alle Infos dazu und die Anmeldung zu den beiden Events gibt es in den Show Notes oder auf helloagile.de.
00:00:51: Und jetzt starten wir rein in die Folge!
00:01:03: Herzlich Willkommen zu Unboxing New Work deinem Podcast für besseres Arbeiten.
00:01:08: Ich bin der Lutz und möchte gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen herausfinden wie modernes arbeiten Menschen erfüllt und Unternehmen erfolgreich macht.
00:01:16: Bei Hello Agile begleiten wir Menschen und Organisationen auf ihrem Weg zu New Work unter Kielen arbeiten.
00:01:21: Denn New Work ist viel schichtiger als es auf den ersten Blick scheint, und in diesem Podcast tauchen wir in all seine Facetten ein!
00:01:29: Wenn mich Menschen nach einem Buchtipp rund um das Thema Konflikte fragen, dann empfehle ich in der Regel das Conflikt Culture Playbook – ein kompaktes und wirklich liebevoll gestaltetes
00:01:39: Buch
00:01:39: rund um die Konflikte und den Umgang damit.
00:01:43: Und als ich zum ersten Mal das Buch gelesen habe, wurde darin auch von dem Ansatz der Ristor of Circles gesprochen.
00:01:49: In meinem Buch steht ganz dick mit Kuli daneben geschrieben spannender Ansatz darüber.
00:01:54: mal tiefer nachlesen und dann hab' ich mich gewundert weil so viel zum Nachlesen habe ich da gar nicht gefunden.
00:01:59: und umso mehr habe ich mich gefreut als ich gesehen habe dass Dana Hoffmann und Hendrik Mustard die Autorinnen hinter dem Konflikt Culture Playbook ihr neues Buch genau diesen Thema widmen.
00:02:10: Das Restore of Circles Workbook, der das unverzichtbare Praxisbuch für echte Konfliktklärung erscheint am vierundzwanzigsten neunten also genau in einer Woche im ehrenhaften Wurrmann Verlag.
00:02:22: Wir tauchen in dieser Folge ganz tief ins Format und die dahinterlichen Logik ein.
00:02:27: Liebe Dana, liebe Henrik schön dass ihr hier seid!
00:02:33: Hallo vielen Dank für die Einladungen
00:02:35: Danke für die Eindardung.
00:02:37: Sehr gut Wow, das war ein langes Intro.
00:02:40: Aber ich war ehrlicherweise sehr begeistert sowohl vom ersten Buch als auch wenn ich dann erfahren habe dass ihr in dieses spannende Format tiefer reintaucht.
00:02:52: aber es ist montag früh.
00:02:54: wir starten mal mit einer ganz kleinen check-in Frage bevor wir innerlich tiefer eintauchen.
00:02:59: und die frage ist eine Routine die euch beim schreiben des buches unterstützt hat?
00:03:05: wer zuerst zuckt darf anfangen Eine Routine, die euch beim Schreiben des Buches unterstützt hat.
00:03:13: Ich würde sagen ich hatte keine richtige Routine fürs Schreiben aber ich glaube eine Routine die mich generell sehr gut im Tag unterstützt ist meine tägliche Atempraxis.
00:03:23: also morgens nach dem Aufstehen nachdem ich in Bad war bevor ich mit den ersten Kaffee mache setze ich mich hin und nehme mir zehn, fünfzehn Minuten Zeit um mit meinem Atem auch einzuchecken bewusst zu atmen.
00:03:34: Und das hilft mir und gibt mir innere Kraft und Kapazität und hat mir vermutlich auch für den Schreibprozess kraftgegeben.
00:03:41: Stark!
00:03:42: Fünfzehn...fünfzehminuten jeden Morgen?
00:03:44: Also genau.
00:03:45: Wenn ich es hinbekomme heute tatsächlich nicht.
00:03:49: Dann schauen wir mal wie sich das auf diesem Podcast auswiegt.
00:03:54: Dana gab's bei dir eine Routine die dich unterstützt hat.
00:03:58: Also atmen ist immer gut, mache ich den ganzen Tag ganz automatisch nicht so bewusst wie Hendrik natürlich.
00:04:05: Tatsächlich habe ich nicht die eine Routine entwickelt aber ich habe immer geschaut wenn ich einen Schreibslott das waren in der Regel Wochenenden oder Tage wo ich wusste ich hab wirklich viel Zeit Da habe ich einfach alles andere ausgeschaltet und habe mich total fokussiert aufs Schreiben.
00:04:27: Und auch auf's Lesen, das darf man ja nicht vergessen ist ja nicht so dass man das Ding einmal von vorne bis hinten runter schreibt und dann ist fertig sondern... Ich weiß nicht wie viele Schleifen wir gedreht haben aber Ja!
00:04:40: Alles andere ausschalten
00:04:42: und
00:04:43: Fokus nur auf dieses eine.
00:04:45: Stark!
00:04:46: Ja Fokus sowieso die Superkraft des einzwanzigsten Jahrhunderts.
00:04:50: sehr gut Lass uns mal, bevor wir auf dieses Format schauen eben auch... ...auf euch nochmal gucken.
00:04:57: Also ihr habt eine ganze Sammlung an Qualifikationen wenn man euch mal googelt und nachschaut.
00:05:03: Da da du bist Journalistin, Moderatorin, systemische Organisationsentwicklerin Coach, Speaker und und und Hendrik Wirtschaftspsychologe Mediator Gründer von No-Bad Workdays.
00:05:15: Das ist richtig ne?
00:05:16: Die No Bad Workdays Genau also eine ganze breite Breite Sammlungen.
00:05:21: Ich habe mich gefragt, woher kommt diese Freude an Konflikten?
00:05:24: Weil ganz ehrlich in meiner Tätigkeit als Facilitator klar um Konflikte kommt man nicht drum herum.
00:05:31: Trotzdem bin ich immer froh wenn man drum herumkommt.
00:05:35: Ihr macht das zu eurem Beruf!
00:05:37: Woher kommt die Freude
00:05:38: daran?!
00:05:40: Tatsächlich war es da, um was geht.
00:05:41: Also ich bin ja als Facilitator in vielen Feldern unterwegs gewesen oder los ging's bei mir tatsächlich so.
00:05:48: Zwei tausend sechzehn siebzehn achtzehn als diese große Design-Thinking-Welle durch die Organisation geschwappt ist und dann gab's mal eine Zeit lang mit OKA dass man da viel mit OKAs gearbeitet hat.
00:05:59: aber ich habe immer wieder erlebt das alles oftmals eher Austauschverbindung, Vernetzung auf seiner oberflächlicheren Ebene und oftmals auf so einer vermeintlichen Sachebene.
00:06:10: Und die Faszination von Konflikten ist wirklich da tiefer zu tauchen dass der Emotion im Raum ist das da wirklich was bewegt wird.
00:06:18: und so ist diese Faszination entstanden und gleichzeitig aber auch so die Frage weil ich noch nicht die passende Methode entdeckt oder gefunden hatte.
00:06:28: Ich war ja vier Jahre auch als Organisationsentwickler Agila Coach bei der Deutschen Bahn im Einsatz, da war immerhin die Retrospektive ein sehr bekanntes Format.
00:06:36: und gleichzeitig erlebte ich immer in der Retro so einen ernüchterndes Rausgehen-Ja das soll jetzt richten diese nächsten Action Items oder man hat irgendwelche generischen Punkte nur auf Postsets geschrieben und sich hinter Postsits versteckt.
00:06:49: und so ging dann meine eigene Lern Reise und Forschungsreise los.
00:06:53: Und so sind wir dann auch auf die restorative Circles gestoßen.
00:06:58: Und da anschließend meine Liebe für Konflikte, und es ist wirklich so wurde tatsächlich durch Henrik entfacht.
00:07:07: also ich bin eigentlich erst an diesem Punkt dazu gestozen.
00:07:11: natürlich habe in meinem letzten beruflichen Leben auch ständig mit Konflikten zu tun gehabt auch privat.
00:07:19: das hat mich aber nie weiter Inhaltlich.
00:07:23: Methodisch beschäftigt.
00:07:24: Und als Henrik und ich uns kennengelernt haben, hat er mir von dieser Methode Restorative Circles erzählt.
00:07:30: also diese Methode ist für mich wirklich der Startpunkt gewesen für eine ganz große Liebesgeschichte weil ich seitlich mich so intensiv mit Konflikten und Dynamiken dahinter Beschäftige verstanden habe wie geil Konflikte sind und was die für ne Kraft haben Sofern wir natürlich richtig mit ihnen umgehen.
00:07:52: Also ich habe in diesem ganzen großen Themenbereich Coaching Facilitation vorher mir keine Gedanken und Konflikte gemacht, aber jetzt denke ich an fast nichts anderes
00:08:04: mehr.".
00:08:05: Okay stark!
00:08:07: Ich denke an fast nix anderes als an Konflikte.
00:08:10: mega.
00:08:12: Dana du hast gerade schon das Feld geöffnet für Restorative Circle.
00:08:17: Spreche ich das richtig aus?
00:08:19: Ihr neckt, das ist gut.
00:08:21: Sehr schön!
00:08:23: Vielleicht in ganz ganz wenigen Sätzen bevor wir vorher eintauchen.
00:08:27: was verbirgt sich hinter diesem Begriff?
00:08:29: und ich bin ehrlich bevor ich euer erstes Buch gelesen habe es mir dieser Begriff nie untergekommen.
00:08:34: also ich hab zum aller ersten Mal durch euch davon gehört.
00:08:38: Was verbiergt sich dahinter?
00:08:39: Da
00:08:40: musst du dich überhaupt nicht schämen Das geht den meisten so.
00:08:44: Und höchstens vielleicht mal beim Yoga hört man irgendwie restorative Yoga oder sowas, das ist vielleicht ein geläufiger Begriff aber tatsächlich auch einen Zungenbrecher.
00:08:52: wir hatten auch Probleme denen am Anfang auszusprechen.
00:08:55: Aber wenn wir uns nur diesen Wort stamm anschauen fernab von der Methode was heißt restorative?
00:09:01: eben von innen heraus transformieren Man könnte jetzt auch heilen verändern und Vielleicht auch so ein bisschen wie eine Restoration Area, also so ein Naturschutzgebiet.
00:09:16: Das wird sich ja auch ein Stück weit überlassen und entwickelt sich weiter.
00:09:21: Und das ist die Idee hinter der Methode der Restorative Service.
00:09:25: Dass wir wenig Input von außen reingehen aber eben einen Raum dafür halten dass da raus etwas Neues entstehen kann.
00:09:34: bekannte deutsche Begriffe, Restaurant oder Restaurator.
00:09:37: Also etwas ist kaputt gegangen und das bringen wir zum Restaurator also ein altes Möbelstück, einen Bild, ein Kunstwerk und wir bauen es nicht neu sondern wir versuchen eben die kaputten Stellen entsprechend zu flicken, zu heilen um das wieder als Ganzes dann zu haben.
00:09:55: Und um das vielleicht ein bisschen konkreter zu machen weil ich glaube jetzt kann sich erstmal auch wahrscheinlich niemand was darunter vorstellen.
00:10:02: Bei den Restorative Circles geht es darum, einer Gruppe – das kann ein Team sein.
00:10:08: Das kann eine Familie sein!
00:10:10: Das kann jede Art von Gruppe sein die Möglichkeit zu geben.
00:10:15: Das was gesagt oder getan wurde erst mal zu klären also erstmal sichtbar zu machen, was ist passiert und welche Wirkung hatte das auf die einzelnen Menschen?
00:10:26: Hier geht's nicht um Schuld oder wer hat angefangen oder keine Ahnung.
00:10:31: Darum geht es überhaupt nicht, sondern es geht wirklich erst mal um diese Klärung und auf Basis dieser Klarheit dieses Tiefenverständnisses füreinander kann dann im nächsten Schritt möglicherweise eine Lösung entstehen oder so eine Art Handlungsmaßnahmenplan.
00:10:54: Ich verstehe, in meinem Kopf ist es noch sehr abstrakt.
00:10:56: Aber das werden wir noch in dieser Folge führen.
00:11:00: Vielleicht zuallererst... ich habe irgendetwas belehrt mich, wenn Zwalsches irgendwas vom Ursprung der Methode in Brasilien gelesen hat.
00:11:08: Also Brasilien ist mir hängen geblieben.
00:11:10: Könnt ihr dazu ganz kurz sagen?
00:11:11: Also wo kommt das eigentlich...?
00:11:14: eigentlich her, bevor wir darauf schauen wie genau das funktioniert oder das Format.
00:11:18: Genau die Methode haben da noch nicht gar nicht selbst entwickelt oder erfunden sondern sie ist auch relativ alt schon also in den neunziger Jahren in Brasilien genau gesagt den Verwählers von Brasilien hatten Brite der damals ausgewandert ist auch vom Background Trainer für gewaltfreie Kommunikation ist sich die Frage stellt Wie kann er dort einen Beitrag leisten?
00:11:39: Wie kann ja vielleicht auch was für Alternativen gibt es in den Verwählers, um aus der Gewaltspirale auszubrechen.
00:11:46: Und so ist dieser Ansatz entstanden wo er auch verschiedene Haltungen Methoden eben diese Restorative Justice Bewegung ist auch so ein bekannter Begriff in diesem Kontext zusammengeführt hat und sich die Frage gestellt hat wie können wir Leute wirklich begleiten durch den Konflikt zu gehen fernab von Bestrafung oder der Frage wer hat Schuld oder wer hat Recht?
00:12:11: Okay und irgendwann ist die Methode dann weil sie erfolgreich war, rübergeschwappt nach Europa.
00:12:19: Hendrik erinnerst du dich noch als du zum ersten Mal so mit der Methode in Kontakt gekommen bist?
00:12:25: Weil danach haben wir gerade schon gehört das war über dich.
00:12:28: aber Hendrik weißt du noch wie was der erste
00:12:31: Kontakt war?
00:12:32: Tatsächlich habe ich schon eine Art weiterentwickelte Methode kennengelernt und wusste nicht, dass es die Restorative Circles sind.
00:12:39: Ich bin neben den ganzen Ausbildungen, die du eben aufgelistet hast auch Loop Approach Fellow von The Dive.
00:12:44: also Grüße gehen da auch raus an The Dives und die neue Narrative.
00:12:49: Und dort gibt es einen Ansatz in sogenannten Clear the Air-Ansatz Den Geoctane auch mitbegründer von Soul Bottles entwickelt hat der sich auch von Restoratives Circles letztlich inspirieren lassen hat.
00:13:00: Und ich war in meinem Training für gewaltfreie Kommunikation, also auch nächstes Zertifikat Jahres-Training Gewaltfreien Kommunikations und er meinte unsere Trainerin so im letzten Modul hat sie was von Restorative Circles erzählt.
00:13:13: Ich saß da drin und dachte das kenne ich doch!
00:13:16: Das ist doch dieser ClearCR-Ansatz aus dem Loop Approach.
00:13:18: und gleichzeitig habe ich da neue Qualitäten kennengelernt, die dort eben nicht in den ClearCR Ansatz reingeflossen sind.
00:13:26: Und so ist dann meine Neugierde entstanden und ein Phänomen warum kommen diese ganzen Zertifikat zustande ist?
00:13:33: Ich melde mich meistens schon zur nächsten Ausbildung an wenn ich gerade in einer Ausbildung bin und so war es tatsächlich dass ich mich auch zu einem Restorative Circles Training direkt angemeldet hab.
00:13:45: Stark, danke schön.
00:13:47: Geht mir übrigens ganz genauso und das ist ja schön, wir leben in so wunderbaren Zeiten wo man so viel lernen kann.
00:13:52: Lernen ist vielleicht ein gutes Stichwort.
00:13:54: ich habe mich gefragt und ich könnte mir vorstellen dass geht vielen unseren Zuhörerinnen auch so was ist vielleicht der wesentliche Unterschied zu Mediation im Wesentlichen?
00:14:06: Also wenn ich an Konflikte denke oder auch bei Kunden anfragen Ich weiß, da geht's hart um Konflikte.
00:14:13: Gebe ich weiter an zertifizierte Mediatoren.
00:14:16: Bin ich nicht so viel Transparenzmustern sein?
00:14:20: Wie verhält sich das im Feld zu Mediationen?
00:14:23: Ist das on top für Mediatoren?
00:14:25: Ist es eine Alternative?
00:14:28: Dana, ich seh dich ganz fleißig nicken!
00:14:29: Hast du dazu ein Gefühl?
00:14:31: Ja, das kommt natürlich immer ein bisschen drauf an wenn wir... An Mediation denken, denken wahrscheinlich die meisten an diese klassische Zwei-Partein-Mediation.
00:14:40: Mensch eins, Mensch zwei und ein Mediator oder eine Mediaturin.
00:14:46: Das wird natürlich der Mediation in all ihren Facetten nicht gerecht.
00:14:51: Es gibt ja auch Verfahrenformate für Gruppen, Mediation, Familien, Paare, was weiß ich.
00:14:56: Da gibts ja wirklich alles.
00:14:57: Aber um mal bei dieser klassischen Zwei Partein mediation zu bleiben Restorative Circles funktionieren einhundert Prozent systemisch.
00:15:07: Das heißt, wir glauben nicht dass es hilfreich ist nur in großen Anführungszeichen mit den zwei Hauptkonfliktparteien in die Klärung und Lösung zu gehen sondern wir wissen einen Konflikt betrifft ja nie nur zwei Personen weder im Job noch im privaten Umfeld.
00:15:26: wenn zwei Leute Stress haben dann kriegen das halt immer auch alle anderen mit.
00:15:30: Und deshalb ist der Ansatz der Restorative Circles zu fragen, okay liebe Konfliktparteien A und B wer muss eurer Meinung nach dabei sein damit wir das klären können.
00:15:41: Dann werden Namen benannt und am Ende haben wir eine Gruppe.
00:15:44: Das kann ein Team sein, muss es aber nicht.
00:15:47: Das können auch nur ein paar Leute aus dem Team sein plus Betriebsrat plus weiß ich nicht mehr.
00:15:53: also das System bestimmt sozusagen selber wer in dieses System, in diesen Stuhlkreis.
00:16:01: Denn das ist es wer da reinkommt und das ist schon mal der erste große Unterschied.
00:16:07: Ein zweiter ganz großer Unterschied ist die Rolle des Kreisbegleiters, der Kreis Begleiterin Facilitators wie auch immer man es nennt.
00:16:17: denn wir intervenieren im Grunde nicht, zumindest mit den klassischen Interventionsmaßnahmen die man so aus der Mediation kennt.
00:16:27: Wir haben ein bestimmtes Fragen-Set das wir immer und immer und vier Stunden lang wenn es darauf ankommt wiederholen diese ganzen anderen Sachen wie Spiegeln und Doppeln und sowas was man aus der klassischen mediation kennt.
00:16:42: Das passiert bei uns gar nicht.
00:16:44: also das wären vielleicht so die großen Unterschiede.
00:16:46: um deine Frage zu beantworten Es geht hier Nicht um entweder oder.
00:16:51: Mediation hat total ihre Daseinsberechtigung, die Restorative Circles sind eine systemische Ergänzung.
00:17:01: Okay meine Neugierde ist voll geweckt.
00:17:03: Henrik möchtest du noch was ergänzen?
00:17:05: Oder spielen wir das mal praktisch durch?
00:17:08: Ich glaube war es auch nochmal zu dieser Frage wenn Du ja sagst selber diese Herausforderung geschickst dann irgendwie ein Mediator vorbei weil Du eben dich nicht Traust oder sagst, das ist nicht ein Kompetenzbereich.
00:17:20: Dass diese Kompetenzen sehr wohl in den Organisationen verankert wird.
00:17:24: Das heißt Menschen werden da drin ausgebildet.
00:17:26: Es kann Führungskräfte sein.
00:17:27: Das können Agile Coaches sein und man kann diesen Ansatz der Moderation der Prozessbegleitung relativ schnell eben lernen.
00:17:34: Und dass Schöne dabei ist es dann deutlich niedrigschwelligeres Angebot weil ich in meiner Abteilung im Fachbereich Menschen habe die eben diese Diese Dienstleistung vielleicht noch als Ehrenamt oder als On-top, oder auch aus der Profession heraus.
00:17:49: Weil ich vielleicht Agila Coach irgendwie Scrum Master, Masterin bin, entsprechend da den Raum halte anstatt dann eben dem großen Einkaufsprozess zu starten.
00:17:59: die Idee ist tatsächlich dass diese Kompetenz in den Organisationen verankert ist.
00:18:05: Okay, super spannender Gedanke.
00:18:06: Weil mein Gefühl ist also ich habe selbst noch nie in einer Mediation teilgenommen als Konfliktpartei.
00:18:12: Ich wäre aber ganz schön schockiert wenn mir ein Kollege sagt lasst mal im Mediator buchen.
00:18:18: Also das ist ja die Ankündigung an sich schon eine starke Intervention
00:18:22: Ja und es ist auch immer wieder so dieses negativ konnotiert, jede Form von Konfliktklärung uns sich Unterstützung reinzuholen.
00:18:30: Wir sollten vielmehr diese Perspektive einnehmen.
00:18:32: hey wir holen uns Unterstützung egal sei es eine Restorative Circle oder sei es Mediation weil unsere Beziehung wichtig ist.
00:18:39: Wir wollen sicher gehen dass jeder sich entsprechend mit dem gehört und verstanden fühlt Währenddessen jetzt oftmals immer diese Perspektive ist, Mediation.
00:18:48: Ist der letzte Notnagel.
00:18:50: alles hat bisher nicht geklappt und jetzt probieren wir es da halt noch mit.
00:18:54: wenn's sich anders geht ist halt die Trennung steht im Raum sondern eher wir müssen dieser Haltung haben.
00:18:58: hey wir nehmen uns Raum und Zeit dafür um wirklich aneinander zuzuhören und zu verstehen.
00:19:04: ok stark sehr gut lasst uns einmal drauf schauen.
00:19:08: ich vermute wir brauchen einen Anlass Und ihr habt schon von ... oder Hendrik eben viel das Wort der Retrospektiven.
00:19:16: Die passieren ja ritualisiert, ich vermute die Star of Circles passieren eher wenn dann was passiert ist.
00:19:22: Das heißt nicht ... nicht ritualisiert regelmäßig.
00:19:25: Oder bin ich da falsch?
00:19:27: Genau das ist ein reaktives Dialogformat.
00:19:29: Also da ist was passiert, während es eine Retro eher ein proaktives dialog Format ist, ist etwas passiert.
00:19:36: Da hat jemand etwas gesagt oder getan, was gerne zur Klärung gebracht werden möchte.
00:19:41: Das ist so der Ausgangspunkt eines Restorative Circles.
00:19:44: Okay, dann stellen wir uns einfach mal vor.
00:19:46: Mein Kollegen Joche, der nicht Jochen ist, aber mein Lieblingsbeispiel sitzt mit mir in einer Retro und sagt was, was mich Massive verletzt?
00:19:56: Irgendwie so wie Lutz in der Retro spuckst du hohe Töne, aber wir wissen umsetzen tust Du eh nix oder vielleicht auch noch stärker und ich gehe aus dieser Retro raus und denk mir, du Arsch!
00:20:10: Also vielleicht ist mein Messer auch schon gezückt und ich merke, es brodelt in mir.
00:20:16: Anstelle dass ich jetzt sage, geben wir mal den Kampf ein, leutet das bei mir.
00:20:20: Restorative Circle Das könnte was sein.
00:20:23: Ich rufe Dana oder Henrik an Was würdet ihr... also wie würde das aussehen?
00:20:30: Was würdet ihr mich fragen?
00:20:31: Wie nähern wir uns dem Ganzen?
00:20:33: Im Grunde da ist das schon der aller erste Schritt.
00:20:37: Also irgendjemand muss ja erstmal wissen dass es sowas gibt wie die Restorative-Circles.
00:20:42: In diesem Fall weißt du das natürlich, weil das bei euch in der Organisation eingeführt ist, sag ich mal.
00:20:47: Das heißt, du bist in diesem Fall eine der Konfliktparteien – wir nennen das auch Empfänger oder Empfängere.
00:20:55: Einfach, weil es Täter und Opfer bei uns nicht gibt?
00:20:57: Du bist Empfenger einer Sache!
00:21:00: In diesem fall einer Sache, die Jochen gesagt hat.
00:21:04: Und dann sagst du hier Dana & Henrik Da wurde was gesagt und das möchte ich gerne klären.
00:21:11: Und dann führen wir mit dir erst mal ein Gespräch, um herauszufinden gar nicht im allerkleinsten Detail, was genaues da passiert?
00:21:19: Wie war das und was es vielleicht vorher schon passiert, sondern vor allem, um dich dabei zu unterstützen, dir über die emotionale Bedeutung dessen, was gesagt wurde erstmal klarzuwerden.
00:21:30: Aha!
00:21:31: Also der Jochen ist ein Piep hast du gerade gesagt.
00:21:35: Ja.
00:21:37: Macht es das mit dir?
00:21:38: Warum macht es dich wütend, was hat dich verletzt?
00:21:41: also wirklich um da mal rauszufinden für dich.
00:21:44: Das ist sozusagen schon die Vorbereitung auf den sogenannten Main Circle also auf das Herzstück der ganzen Methode.
00:21:52: Da leiten wir Dich so zu sagen dann hin.
00:21:56: Dann also dass jetzt wirklich ist.
00:21:57: jetzt die Kurzform dann klären wir natürlich noch Was is ein restorative circle?
00:22:01: wie läuft er ab?
00:22:03: Ganz wichtig, wir fragen dich wer muss deiner Meinung nach dabei sein damit wir das ganze klären können?
00:22:08: und zum Schluss fragen wir dich.
00:22:10: Und dass es ist wichtig bist du bereit jetzt den nächsten Schritt zu gehen?
00:22:14: sollen wir jetzt wirklich diesen Circle einberufen?
00:22:16: manchmal reicht dieses erste Klärungsgespräch vielleicht sogar schon aus und dann naja okay vielleicht so schlimm ist auch gar nicht.
00:22:22: in der Regel ist das aber natürlich nichts.
00:22:25: Jochen hat etwas gesagt oder getan.
00:22:27: Der ist also der Sender einer Sache.
00:22:32: Wahrscheinlich würdest du ihn sowieso benennen, weil wer doof darüber zu reden, wenn Jochen nicht dabei ist.
00:22:36: Dann gehen wir zu Jochen.
00:22:39: Darf
00:22:39: ich ganz kurz noch einhaken?
00:22:41: Unbedingt!
00:22:41: Ich finde diesen Gedanken von das ganze System dazu holen super spannend.
00:22:45: und würde es jetzt an der Stelle reichen dass sich sage naja aber mein Chef war dabei und hat irgendwie so'n bisschen genickt aber hat sich in der stelle überhaupt nicht verhalten?
00:22:56: Würde das dann also wäre das schon ausschlaggebend um zu sagen okay den holen wir auch noch mit da rein.
00:23:01: Das entscheiden nicht wir, wenn wir da reinholen.
00:23:03: Sondern wir fragen dich wer muss deiner Meinung nach dabei sein?
00:23:06: Und dann benennst du Jochen deinen Chef eine Betriebsräte noch ne Kollegin aus einer anderen Abteilung.
00:23:12: vielleicht hättest du auch gerne noch dein besten Freund dabei der das Händchen hält oder so.
00:23:16: keine Ahnung.
00:23:17: Wir bewerten das nicht und wir geben auch keine Vorschläge rein.
00:23:21: Wenn Du der Meinung bist diese x fünf sechs acht Leute müssen dabei sein Dann ist das in Ordnung.
00:23:28: und ob wir denken Chef soll dabei sein oder nicht, ist erst mal völlig unerheblich.
00:23:33: Und genau das Gleiche machen wir dann eben auch mit Jochen.
00:23:35: und Jochen nennt uns wieder eine Anzahl an Personen sehr wahrscheinlich, deckt sich das ziemlich genau um den Leuten die du benannt hast.
00:23:45: Mit all diesen Leuten wiederum führen wir diese kurzen Vorgespräche und fragen sie dieselbe Frage.
00:23:52: Daraus konstituiert sich dieser Kreis der im Main Circle zusammenkommt.
00:23:59: Und das Spannende da ist natürlich, dass wir über Teamgrenzen hinweg agieren können.
00:24:03: Währenddessen eine Retrojamaissance in einem Projekthemen irgendwie stattfindet.
00:24:08: aber meistens gibt es ja auch irgendwie Konflikte über Team Grenzen hin weg so dass darüber mit dieser zentralen Frage wer muss daran teilnehmen damit überhaupt Klärung möglich ist identifizieren wir den Teilnehmenskreis und so wie Dana gesagt hat, fühlen wir dann mit den Menschen auch eben genau ein Vorgespräch.
00:24:25: Wie wir das mit dir machen?
00:24:27: Das kann virtuell passieren.
00:24:28: Das kann am Telefon passieren.
00:24:30: Es kann auch Präsenz passieren.
00:24:31: Da sind auch zwanzig dreißig Minuten maximal.
00:24:33: Ich habe auch schon vor Gesprächen in acht Minuten bekommen.
00:24:37: Das ist jetzt keine tiefen psychologische Analyse oder ich brauche es letztlich nicht dass ich daraus eine Zusammenfassung mache um sage dann ja aber in dem Vorgesprechen Folgendes gesagt und der Bernd noch im Team hatte folgen Standpunkt das fasse ich nicht zusammen, das aggregiere ich nicht.
00:24:54: Das ist auch extrem entlastend.
00:24:56: wieder als Facilitator.
00:24:59: Das dient dir zur Vorbereitung uns dass wir uns erst mal auch persönlich kennenlernen und dass ein Vertrauensverhältnis entsteht.
00:25:06: Und es ist eine Entlastung ja und gleichzeitig, das möchte ich an dieser Stelle sagen, ist das auch eine krasse Herausforderung weil In unserer Rolle als Facilitatoren total zurücknehmen.
00:25:18: Wir müssen das nicht alles verstehen, aber vielleicht wollen wir es verstehen?
00:25:23: Also für mich zumindest immer noch eine krasse Herausforderung und gleichzeitig weiß ich dass ist auch ein Entlastungs.
00:25:32: Ja!
00:25:32: Ich habe da direkt einen kleinen Störgefühl und vielleicht könnt ihr aus eurer Praxis darüber berichten.
00:25:38: Mein Gefühl oder mein Eindruck bei Konflikten, Verletzungen vielleicht auch Übergriffen die passiert sind geht es ja ganz schnell darum einfach dass man Selbstachtung wiederherstellen will.
00:25:49: Also deswegen gehe ich aus dem Meeting raus und lesta in Anführungsstrichen an der Kaffeemaschine über meinen Chef weil ich mich in den Moment nicht getraut habe was zu sagen.
00:25:57: und so wie verhindert man das dann?
00:26:00: Restorative Circle quasi einfach nur die Bühne wird?
00:26:04: wo alle Leute, die dabei waren wieder dazugeholt werden und dann passiert wieder was.
00:26:11: Also versteht ihr so ein bisschen worauf ich hinaus will?
00:26:14: Also für mich klingt das so als müsste dann die ganze Retro wieder dazu kommen und dass man den Kreis eher größer macht und der Kreis immer größer wird.
00:26:24: Was ist euer Eindruck aus der Praxis da?
00:26:26: Na erstmal fragen wir ja auch die Freiwilligkeit ab.
00:26:30: jeder kann freiwillig dran teilnehmen nicht jeder muss.
00:26:33: Da könnte schon ne erster Filter entstehen und vor allem, dass es kein irgendwie Lestern tratschen wird ist ja auch dadurch das wir sie in den Vorgesprächen einmal auch begleiten deren emotionale Bedeutung herauszuarbeiten.
00:26:46: Weil das wird dann auch Fokus des sogenannten Main Circles werden wenn wir dann zusammenkommen und da stellen wir eben sicher durch unsere Moderation keine Vorwürfe, Urteile, Beleidigungen im Raum stehen.
00:27:00: Sondern dass es da wirklich ums Verstehen geht und es scheint vielleicht auch so, dass man das vielleicht zu zweit klären könnte.
00:27:09: aber letztlich kann natürlich auch der ganze Team Dynamik irgendwie vergiften.
00:27:15: Auch so ein kleiner Vorfall und vielleicht ist es auch nur irgendwie das was gerade sichtbar ist und so einen Anlasskonflikt.
00:27:25: Aber vor allen Dingen eben kann dieser Konflikt ja auch wo ganz anders herrühren.
00:27:29: Und das ist der spannende, wenn wir alle mit einbeziehen.
00:27:34: Ganz kurz Lutz du hattest vorhin gefragt ob Restorative Circles eine Alternative und oder Ergänzung zur klassischen Mediation sind?
00:27:43: Ich glaube Restoratives Circles sind die Alternative zu dieser Lästerei an der Kaffeemaschine.
00:27:49: denn Wenn in den systemischen Austausch also auf Team-Ebene gehen.
00:27:56: Was haben wir dann?
00:27:58: Lästerei an der Kaffeemaschine, weilweise in der Raucherecke!
00:28:02: Weil die Störgefühle überhaupt die Gefühle der Konflikt... Der ist ja trotzdem da doof.
00:28:09: Wir reden nur nicht drüber zumindest nicht auf dieser offenen, systemischen Ebene und die Restorative Circles bieten einfach einen geschützten Raum um einfach mal alles auf den Tisch zu knallen.
00:28:23: Wie Henrik aber gerade gesagt hat.
00:28:24: natürlich dürfen sie sich da nicht wunderbar was für Beleidigungen an den Kopf schweißen oder das Willen?
00:28:29: also darum geht es jetzt nicht.
00:28:31: so drei zwei eins fight Das machen wir nicht.
00:28:34: Aber wenn wir nicht in die Klärung gehen dann bleiben wir einer Kaffeemaschine.
00:28:39: Und angenommen Jochen würde sagen, hey ich habe da gar keinen Bock drauf was der Lutz damit mir klären möchte.
00:28:46: Dann kann trotzdem auch ein sogenannter Main Circle stattfinden.
00:28:49: das ist auch das Spannende da.
00:28:51: wir bieten immer den Menschen die Möglichkeit in den Dialog zu gehen die bereit sind zu sprechen anders wie im klassischen zwei Parteien Setting.
00:28:59: also wenn du jetzt sagst okay mit dem Jochen will ich das mit einer Klassische Mediation klären und Jochen Will nicht Dann frisst du das irgendwie in dich hinein, dann bringst du es irgendwie an der Kaffeemaschine an und sagst ja der Jochen was ist das für einer?
00:29:11: Der will ja gar nicht sprechen wie unprofessionell.
00:29:14: Und hier gibt's die Möglichkeit dass du zumindest mal eben deinen Druck oder deine Gedanken mit dem wo du gerne gehört werden möchtest einfach auch den anderen Kollegen teilen möchtes und vielleicht entsteht daraus auch eine gemeinsame Wirklichkeit oder ein gemeinsames Bild.
00:29:30: Und vielleicht gibt es da auch neue Perspektiven darauf, auch wenn der Jochen nicht dabei ist.
00:29:36: Aber meistens nehmen immer alle teil aber das Prinzip ist Freiwilligkeit.
00:29:41: Okay stark vielen vielen Dank!
00:29:43: Das weckt total meiner Neugierde.
00:29:47: Auch das Prinzip der Freiwilligkeit finde ich noch mal super spannend und jetzt geht's natürlich darum.
00:29:52: Main Circle haben wir oft gehört.
00:29:56: Wir haben Vorgespräche mit allen, also von ganz vorn.
00:30:00: Es ist was passiert!
00:30:02: Es wurden erst Gespräche geführt alle sind freiwillig.
00:30:05: da wir sitzen im Dana hat das angeteasert Stuhlkreis und es öffnet sich der Main Circle.
00:30:14: wie muss ich mir das vorstellen?
00:30:15: Und da vielleicht einmal mit der Logik angefangen.
00:30:19: und da möchte ich ein kurzes Kompliment ausgeben.
00:30:22: Ich durfte ja schon einen kleinen Blick in euer Buch werfen und wenn das erste buch gelesen hat, dass es wunder wunderschön gestaltet Das zweite steht ihm nichts nach.
00:30:32: Und ich bin an einer an einem bild hängen geblieben wo zwischen ...itiative Logik, also bestrafene Logik oder so.
00:30:42: und dann hießt du... Leute!
00:30:45: Das ist ein Ansatz für Leute die flüssig reden können.
00:30:48: Wir
00:30:48: sind mega intelligent übrigens weil wir solche Wörter benutzen.
00:30:51: Ja
00:30:52: genau bitte einfach in einfacher Sprache.
00:30:55: mit welcher Logik setzt man sich da zusammen?
00:30:58: über Schuldfragen?
00:30:59: Habe ich schon so ein bisschen geredet.
00:31:00: aber was ist die Logik hinter diesen Main-Circle?
00:31:03: Schwer wie ein Burt Hoffentlich mehr einfache Antwort.
00:31:06: Die Fremdwörter, die muss man sich hier überhaupt nicht merken.
00:31:08: also es gibt einmal diese bestrafende Logik, die punitive Logik das ist im Grunde ist das auch eine Art Haltung.
00:31:15: und dann gibt es eben die restorative Haltung oder Logik die eher auf das zielt was wir vorhin beschrieben haben nämlich darauf aus der Situation aus dem Konflikt zu lernen und von innen heraus selber zu lösen.
00:31:32: so dafür braucht man möglicherweise ein bisschen Unterstützung von außen am Anfang.
00:31:40: Und wie sehr ist den Leuten das klar zu beginnen?
00:31:44: Ich kann es euch sagen, wenn mich jetzt jemand anruft und sagt wir treffen uns da zu einem Bezirkel ich würde innerlich so hochristen weil hat ja diese Schuldfrage und Bestrafung und Konsequenzfragen schon so verinnerlicht.
00:31:55: also wie gehen da Menschen rein?
00:31:57: was ist euer Eindruck aus der Praxis?
00:31:59: Ist die das im Vorfeld klar oder dauert das ein bisschen bis sie das verstanden haben?
00:32:04: Die gehen schon teilweise bewaffnet, innerlich bewaffned rein.
00:32:07: Dass sie auf jeden Fall sagen.
00:32:09: jetzt kann ich endlich mal tachendes reden und eben meinen Unmut preisgeben.
00:32:15: Und gleichzeitig hilft uns dabei die Art und Weise wie wir diesen Raum gestalten.
00:32:20: Einmal das Setting ist entscheidend.
00:32:22: Wir setzen es wirklich in Stuhlkreis und nicht an die lange Tafel wo man den Notebooks aufklappt und dann die Schutzschilder aufbaut.
00:32:29: Sondern wir gehen wirklich in Verbindung Alle sind gleichgestellt und es gibt eben keinen irgendwie Distanz, die dann aufgebaut wird.
00:32:40: Und dann ist natürlich diese Prozessführung eben entscheidend dass wir bevor jemand reagiert oder bevor jemand versucht irgendwie zu argumentieren laden wir immer wieder ein ins aktive Zuhören zu gehen.
00:32:53: Also wenn, wenn wir dich fragen Lutz hey womit möchtest du jetzt heute gehört werden stellen wir auch immer wieder die gleiche Frage an wen ist das gerichtet?
00:33:01: von wem möchtes du gehört werden?
00:33:03: und dann gucken wir nicht dann die Personen an in dem Fall vielleicht Jochen und warten mal was bei Jochen passiert sondern vor allen Dingen sobald Du aufhörst zu sprechen sprechen wir aktiv Jochen an.
00:33:16: Jochen, was hast du verstanden?
00:33:17: Was ist bei dir angekommen von dem, was Lutz gesagt hat.
00:33:20: Das heißt wenn wir da ein paar Millisekunden auch verpassen dann wird natürlich gegengetreten oder reagiert oder seine eigene Sichtweise preisgegeben.
00:33:30: aber wenn wir es schaffen relativ schnell mit dieser Frage rein zu grätschen Dann laden wir einen wirklich erst mal ins Verstehen zu kommen und das braucht natürlich eine gewisse Zeit.
00:33:41: also in der Erfahrung ist Wir brauchen erstmal so dreißig Minuten vielleicht auch sogar länger, bis die Leute sich wirklich da drauf einlassen erst mal ins Verstehen kommen.
00:33:50: Weil oftmals immer noch dieser Mythos im Raum steht, nee ich will gar nicht verstehen weil Verstehn heißt auch Einverstanden sein aber Verstehend heißt eigentlich nicht bezwingen Einverstand zu sein.
00:34:05: Ich wollte kurz sagen dieser Satz Verstehin heißt nicht Einverstanden sein.
00:34:09: habe ich mir hier so eine Notizpunkt?
00:34:12: Die Leser-Hörer könnt es nicht hören und schreibe immer wieder kluge Gedanken rein.
00:34:17: Und unter dem wie Dana und Harvey Hendrik steht tatsächlich dieser Satz, weil ich den sehr, sehr großartig finde.
00:34:24: Verstehen heißt nicht Einverstanden
00:34:26: sein.".
00:34:27: Das ist wirklich so!
00:34:28: Das ist ja eines unserer vielen Mantras.
00:34:32: Verstein heißt Nicht Einverstandensein.
00:34:35: Was Henrik gerade gesagt hat dadurch dass wir nur in Anführungszeichen diese Fragensets hin- und herspielen Strukturieren und leiten wir natürlich das Gespräch.
00:34:46: Wir schaffen einen Rahmen oder ein Raum, aber ganz bewusstes Aber an der Stelle.
00:34:53: Wir beeinflussen nicht Das Gespräch.
00:34:59: also wir fragen ja nicht wie fühlst du dich damit?
00:35:02: siehst du dass genau so?
00:35:03: das wäre dann eine Diskussion oder was, die auch an anderer Stelle vielleicht ihre Daseinsberechtigung hätte.
00:35:10: Aber wir schaffen durch unsere Fragen eine sichere Struktur.
00:35:14: und hat Henrik gerade gesagt, die meisten Leute brauchen vielleicht ne halbe Stunde manchmal auch ne Stunde um da so ein bisschen reinzukommen.
00:35:21: aber irgendwann läuft es quasi wie von alleine.
00:35:24: am Anfang melden sich die die meisten leute dann sogar noch wenn sie irgendwie etwas sagen wollen?
00:35:29: So haben wir das gelernt!
00:35:33: Ich glaube, das ist sowas ganz subtiles.
00:35:36: Tröpfelt es so ein und die wissen genau wie sie aufeinander reagieren?
00:35:43: Spannend!
00:35:44: Er fordert aber auch viel Demut.
00:35:46: Also im Buch habt ihr diesen wunderbaren Satz der mich überzeugt hat mal eine Weiterbildung bei euch zu besuchen.
00:35:52: Nichts von dem was einen Facilitator normalerweise macht findet hier statt.
00:35:56: Das ist eine Zuutung und eine Chance.
00:36:00: Wow, ich glaube da gehört auch ganz viel Mut dazu sich reinzusetzen und die Leute müssen ganz schön selbst arbeiten.
00:36:08: Ja und das ist das Entscheidende, dass selbst arbeiten.
00:36:11: Wenn wir eben anfangen immer wieder zu übersetzen zusammenzufassen dann lernen die Menschen es auch nicht für sich selbst einzugestehen sondern dann wird die Kompetenz ausgelagert.
00:36:20: ich bin auch eben als Mediator unterwegs und in einem zwei Parteien.
00:36:23: Setting ist natürlich etwas anderes.
00:36:26: da muss ich auch oftmals Fragen stellen, da musste ich oft mal zusammenfassen damit überhaupt das System oder die beiden Parteien ist ja gar kein System überhaupt in den Dialog kommen.
00:36:37: eben wenn wir mit mehreren Menschen im Kreis sitzen, dann reguliert sich das System auch von selbst.
00:36:43: Das heißt es gibt auch immer wieder neue Impulse die ich nicht reinbringen muss und so lernen die Menschen wirklich auch Verantwortung für sich zu übernehmen.
00:36:51: Und das Spannende bei der ganzen Sache ist dann auch dass wir auf die Sprache der Menschen verwenden.
00:36:56: Das heißt, es gibt nicht vorher ein Training in gewaltfreier Kommunikation oder es gibt das nicht das Flip-Shot mit den zehn Gesprächsregeln.
00:37:04: wir lassen einander aussprechen immer nur in Ich-Botschaften.
00:37:07: Wir nutzen die WWWDE Methode was auch immer sondern wir legen letztlich einen Brennglas auf deren Kommunikationsmuster mit der Methode.
00:37:18: Finde ich super spannend weil ich habe manchmal das Gefühl dass so Stuhlkreisformate ja nach ungeschriebenen Regeln funktionieren.
00:37:29: Also wer sich im Stuhlkreis-Setting besonders gut auskennt, der gewinnt so.
00:37:33: und das sind dann eben so Sachen wie Ichbotschaftengewaltfreie Kommunikation Und das führt glaube ich am Ende dazu dass manche Leute auch kein Bock mehr darauf haben.
00:37:42: Deswegen spannend.
00:37:45: Okay wir sitzen in diesem Kreis Jochen vielleicht unser Chef und ich Wir werfen uns die Bälle hin und her und es entsteht sowas wie ein Verständnis.
00:37:53: also Jochen versteht, dass seine vielleicht überspitzte Aussage mich verletzt hat.
00:37:59: Ich verstehe das Jochen vielleicht schon auch ein Problem mit mir hatte und meiner Unzuverlässigkeit.
00:38:05: Und dann geben wir uns die Hand und gehen auseinander.
00:38:07: oder wie schließt sich so... Also was kommt bei so einem Circle raus?
00:38:12: jetzt ganz pragmatisch?
00:38:15: Wir haben ja so angefangen.
00:38:17: du hast erzählt so und so.
00:38:19: irgendwas wurde gesagt gerichtet an Jochen Jochen, was ist bei dir angekommen?
00:38:24: Jochen sagt also bei mir ist angekommen.
00:38:27: Der Lutz, irgendwas so und dann geht es sofort zurück zu dir und wir fragen Lutz Ist das was du sagen wolltest und womit möchtest du noch gehört werden Und dann hast Du die Möglichkeit vielleicht nochmal ein bisschen nachzuschärfen.
00:38:41: Vielleicht ist jochen aber auch ein super Dude und hat sofort verstanden was du meinst.
00:38:48: Und dann würden wir entweder Jochen oder in die große Runde fragen, gibt es noch etwas womit ihr gehört werden möchtet?
00:38:55: Das machen wir im Grunde so lange bis auf diese Frage.
00:38:59: Gibt es noch was womit Ihr gehört werden möchte bis darauf keine Reaktion mehr kommt?
00:39:04: weil das bedeutet hier wurde alles gesagt und vor allem alle fühlen sich verstanden in dem was sie sagen wollten.
00:39:12: dieser ganze Prozess Der kann auch lockerflockig drei bis vier Stunden dauern.
00:39:18: Glaubt man jetzt erst mal nicht, wenn man das so hört?
00:39:20: Aber es braucht einfach seine Zeit.
00:39:24: So und jetzt sagen wir nach drei, vier Stunden alle fühlen sich verstanden.
00:39:28: Dann fragen wir okay was schlagt ihr vor was als nächstes geschieht?
00:39:34: also worum möchtet ihr bitten was möchte dir anbieten?
00:39:36: und dann entwickeln wir große Anführungszeichen, also dass die Teilnehmenden an diesem Main-Circle entwickeln dann eine Art Handlungsplan.
00:39:46: Auch hier ganz wichtig wir geben da nichts rein.
00:39:50: natürlich haben Henrik und ich hunderttausend Ideen im Kopf was man jetzt anders machen könnte oder Moment mal über das um das Thema haben wir nur kurz gesprochen aber eigentlich so... Das ist völlig egal es geht ja nicht um uns sondern es geht das System, sag ich mal um die Teilnehmenden.
00:40:07: Das heißt sie entwickeln dann so einen kleinen Handlungsplan.
00:40:10: da können drei vier Sachen draufstehen.
00:40:12: manchmal steht auch nur eine Sache darauf.
00:40:13: manchmal braucht es auch keinen Handlungs plan weil schon alleine dieser offene Austausch und die Tatsache dass alle sich gesehen gehört fühlen manchmal reicht das schon aus um den Konflikt ein bisschen abzumildern.
00:40:30: Es geht ja nicht darum dass wir am Ende aller einer Meinung sind und Gottes Willen werden wir auch nicht schaffen.
00:40:36: Aber manchmal reicht dieser Main-Circle aus, damit
00:40:41: alle
00:40:42: sehen und verstehen und anerkennen... Ah guck mal!
00:40:46: Jochen meint so, Lutz meint So, Ossi meint SO Und das ist okay dass ihr eine andere Meinung habt.
00:40:53: aber ihr habt jetzt vielleicht zum ersten Mal so drüber gesprochen.
00:40:56: Dann gibt es sagen wir es gibt einen kleinen Handlungsplan dann sagen wir tschüss und sehen uns ein paar Wochen, sechs, acht, zwölf Wochen je nachdem wie es sich ergibt später nochmal wieder.
00:41:08: Das ist dann der Post-Zirkel um drüber zu sprechen.
00:41:14: Wie geht es euch heute mit dem?
00:41:17: Wir gucken noch mal auf den Handlungsplan.
00:41:19: muss man da vielleicht noch was anpassen?
00:41:22: aber im Grunde wollen wir einfach nur feiern dass ich alle auf diesen Prozess eingelassen haben und das und dass immer so etwas in Bewegung gekommen ist, dass da etwas passiert ist
00:41:33: Und in Bewegung kommen ist tatsächlich auf allen Ebenen in den Prozess.
00:41:38: Also es bewegt sich was allein durch die Vorgespräche, da ist ja auch ein Zeitraum dazwischen zwischen Pre-Circle und Main Circle und vielleicht dadurch dass wir eben in den Vorgesprüchen das die Menschen überhaupt erstmal für sich verstanden hat.
00:41:52: worum geht's mir eigentlich hier?
00:41:53: Was mir wichtig kann sich auch schon etwas im Alltag verändern aber dafür haben wir dann nochmal den Main Circle um darauf zu schauen und eben auch ein Main-Circle, der wirkt auch darüber hinaus.
00:42:03: Und das muss nicht immer zwingend irgendwie das nächste Action Item sein sondern was vor allen Dingen auch entsteht ist so ein kollektives Bewusstsein für die Bedürfnisse jedes Einzelnen in der Runde.
00:42:13: Das heißt vielleicht wird dort irgendwie dir bewusst dass es Uschi genauso geht wie dir und dass Uschi das und das in der Zusammenarbeit wichtig ist.
00:42:22: Das heisst du würdest auch ohne das eine Vereinbarung getroffen ist vielleicht Uschi zukünftig auch anders begegnen und hast was Neues kennengelernt, neuen Aspekt der dir vielleicht bisher verborgen geblieben ist.
00:42:35: Der vielleicht auch ohne hättest du das jetzt kompliziert wird es jetzt glaube ich kompliziert.
00:42:41: Hättest Du wäre vielleicht der nächste Konflikt schon vorprogrammiert gewesen aber der wurde vielleicht dadurch schon frühzeitiger bearbeitet worden.
00:42:51: Wow in meinem körper ratt hat es dann ganz ganz vielen Stellen.
00:42:54: also das heißt aber nochmal zusammengefasst.
00:42:58: Also es entsteht was, im besten Fall Verständnis sowieso.
00:43:02: Handlungsplan ist tendenziell optional also das gut wenn Leute beschreiben und aber man kann sich auch die hand geben und einige Wochen nach dem Format findet ein Postcycle also ein Follow-up statt wo man sich noch mal die Hand gibt und im besten fall sagt Prozess abgeschlossen.
00:43:22: habe ich das richtig verstanden?
00:43:24: Genau und beim Post-Circle ist es aber auch vor allen Dingen so, wir nutzen genau die gleiche Dialogstruktur wie aus dem Main Circle.
00:43:32: Und nicht nur einfach sagen okay hallo schön dass ihr da seid, wie geht's jetzt euch mit dem Handlungsplan?
00:43:36: Und du nix und alle anderen sagen ja passt schon und gut dann haben wir den Termin beendet sondern wir nutzen genau diese gleiche Struktur wieder um wirklich sicher zu gehen das auch wirklich alles gesagt werden kann.
00:43:49: in dem Moment und auch wenn du sagst hey Das hat jetzt super Maßnahmen, eins hat jetzt Super Wirkung entfaltet.
00:43:56: Dann würde ich dich trotzdem aktiv ansprechen okay Lutz und an wen war das jetzt gerichtet?
00:44:01: von wen möchtest du gehört werden?
00:44:02: Ja meine Führungskraft.
00:44:03: dann würde ich die Führungskraft auch einladen was hast Du jetzt verstanden von dem was Lutz gesagt hat, damit wir wirklich auch dann Dialograum ermöglichen.
00:44:12: Weil ja oftmals immer wenn man so auf einem Maßnahmenplan am Ende schaut eher einen Abnicken oder wieder schnell zur Tagesordnung zurückkehren Modus zu beobachten ist dass wir da auch Dialogs sicherstellen.
00:44:27: Wahnsinn!
00:44:29: Super super spannend.
00:44:30: Ich habe Bock das zu lernen, aber wir machen mal den Werkzeug Koffer oder die Handwerk ist eben geradezu und schauen nochmal auf Ebene der Organisation.
00:44:38: weil ihr habt ganz zu Beginn noch einmal gesagt also ich hab gesagt ich rufe Dana und Hendrik an dann hat gesagt naja Erster Schritt ich muss ja erstmal wissen dass es sowas gibt.
00:44:48: Das heißt eure Empfehlung wäre Organisationen bilden Kompetenzen in diesem Format aus oder schließen einen Vertrag
00:44:58: mit
00:44:59: Facilitatoren für restorative Circles, die dann im Hintergrund stehen.
00:45:03: Also wenn ich jetzt sage, finde ich geil für meine Firma was ist der erste Schritt?
00:45:07: Wie kriege ich dieses Format bei mir etabliert?
00:45:10: Die große Überschrift ist wirklich eine restaurative Kultur zu entwickeln und Restaurative Kultur heißt letztlich wir müssen auf unterschiedlichen Ebenen Dialog in der Organisation sicherstellen und das beschreiben wir ja auch im ersten Buch im Konflikt Kalscher Playbook dass wir einmal informell einen Dialog sicherstelle müssen.
00:45:27: das heißt dass du auch Lutz dem Jochen mal was an der Kaffeemaschine, eine Rückmeldung Feedback geben kannst oder eben auf gewaltfreie Kommunikation zurückgreifen kann.
00:45:37: Wir brauchen proaktiven Dialogformate.
00:45:40: Das wäre jetzt zum Beispiel die klassische Retro- oder auch das Team Space Meeting, was wir im neuen Buch beschreiben.
00:45:48: Das sind so Formate oder andere Formate wie so ein Circle Way.
00:45:51: Sind alles pro aktive Dialog Format und wir brauchen eben reaktiven dialog Formate.
00:45:59: stattgefunden hat, wenn was passiert ist.
00:46:00: Was zur Klärung gebracht wird.
00:46:02: und im besten Fall hat man wirklich auch einen Pool an FacilitatorInnen in Haus in der Abteilung Und da kann ich können wir auch direkt mal in die Praxis gehen.
00:46:11: wie schaut das aus?
00:46:12: Ich war vier Jahre als Agila Coaching Organisations Entwickler bei der Deutschen Bahn in einem CIO und CDO Bereich.
00:46:19: Wir waren so knapp hundertfünfzig Menschen und da haben wir regelmäßig immer wieder unterschiedliche Menschen darin ausgeblieben.
00:46:25: Bildet einmal natürlich der Pool an agilen Coaches, die waren natürlich sehr fit in der Methode.
00:46:31: Aber wir haben auch immer wieder anderen Mitarbeitenden die Möglichkeit gegeben und das können Führungskräfte gewesen sein oder waren viel mehr Führungskräfte.
00:46:39: Das waren auch Mitarbeiterinnen.
00:46:41: Und was auch durch diese Workshops immer wieder spannend zu beobachten war, war dadurch entwickelte sich eine andere Perspektive auf das Thema Konflikt.
00:46:50: Beispielsweise.
00:46:50: Führungskräfte sind dann nachher, nach so einem zwei Tages Training bei uns vorbeigekommen und haben gesagt hey da gibt es ein Thema.
00:46:57: Jetzt habe ich diese Methode verstanden und das macht ja total Sinn.
00:47:00: Könnt ihr nicht uns im Team zu folgender Fragestellungen begleiten?
00:47:04: Das heißt da muss auch erst mal... Es müssen Erfahrungen gesammelt werden und wir können natürlich mit so einem Facilitator Pool starten.
00:47:11: in einer Organisation oder ein anderer Schritt wäre zu sagen Wir schauen uns an, ob überhaupt diese Methode passt indem wir erstmal Konflikte mit dieser Methode bearbeiten und daraus entsteht dann eben auch ein restauratives System.
00:47:28: Okay!
00:47:29: Wir haben ein super leerenwilliges Publikum und ich weiß ihr seid gar nicht so die, die mit so einer Werbeflagge durchs Dorf gehen aber ihr bietet einen Training dazu an.
00:47:39: könnt ihr uns mal mitnehmen also uns die gesammelte Zuhörerschaft in dieses Training?
00:47:46: Wie läuft das grob ab?
00:47:47: Wie lange dauert das, was lernen ich da besonders?
00:47:51: und vielleicht auch welche Voraussetzungen brauche ich.
00:47:54: Schieß mal los!
00:47:55: Da bin ich super gespannt drauf.
00:47:57: Ach Voraussetzungen braucht man glaube ich erst einmal gar nicht so viele außer eine Offenheit natürlich ne Neugier für diesen Ansatz weil wie Henrik schon gesagt hat auf der technisch-methodischen Seite ist das easy peasy zu lernen.
00:48:13: Du kriegst ein paar Fragensets an die Hand und bitteschön, aber es geht um die Haltung und da schließt sich der Kreis zu dem Lutz was du gesagt hast.
00:48:25: wir müssen alles verlernen was wir sonst als Facilitatorin so praktizieren.
00:48:31: Das hat mit einer Haltung zu tun.
00:48:33: das System regelt sich selbst Auch wieder so ein Mantra.
00:48:37: Das muss man wirklich verinnerlichen und das muss man üben, üben... üben!
00:48:42: Dieses sich selbst zurücknehmen und sich wirklich an diesen Fragen-Sets also womit möchtest du gehört werden?
00:48:48: An wen ist das gerichtet?
00:48:49: usw.
00:48:51: sich an diesem Set zu orientieren.
00:48:54: Das klingt so einfach aber das ist für mich die größte Herausforderung.
00:49:00: Weil ich mich zu einhundert Prozent darauf verlassen muss, dass diese Fragen ausreichen und das die den Prozess tragen.
00:49:09: Und in unseren Workshops, die wir zusammen geben – das sind so zweieinhalb-tägige Präsenzworkshops in Köln wunderschöne Location tolles Essen!
00:49:20: Was macht denn das mit dem Werbeblock?
00:49:24: Da arbeiten wir ganz viel mit der Haltung Wie gehen wir ganz persönlich eigentlich in Konflikte rein?
00:49:32: Welche besonderen Muster haben wir vielleicht auch.
00:49:36: Und dann wird geübt zuerst im kleinen Rahmen, werden so die Pre-Circle also diese Vorgespräche geübte und natürlich das große Highlight am letzten Tag üben wir dann auch einmal diesen Main Circle in einer semi-simulierten Form.
00:49:51: Das bedeutet, ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin bringt einen echten Fall ein und andere Teilnehmende bekommen dann ein Namensschild und gehen in die Stellvertretung der beteiligten Personen weil wir sie natürlich nicht da haben.
00:50:06: Und das kann ich gar nicht beschreiben aber ich kriege Gänsehaut obwohl die wirklich Betroffenen Personen ja gar nicht anwesend sind, außer eine Person die in den Fall einbringt.
00:50:18: Obwohl sie nicht da sind passiert da so extrem viel emotional obwohl ich nur einen Schild auf habe wo jetzt halt nicht mehr Dana steht sondern Andrea das ist wirklich abgefahren.
00:50:31: also wir sorgen dafür dass man die Methode und die Haltung dahinter und den Wert dieser Methode erlebt anders geht es nicht.
00:50:37: Also Buch lesen super Idee aber vielleicht gerne auch noch bei uns vorbeikommen
00:50:43: Genau, das ist das Entscheidende also Buchlesen.
00:50:45: Wir haben das Buch so weit geschrieben oder unser Anspruch war es auch selber eigenständig damit in die Umsetzung zu gehen.
00:50:51: und gleichzeitig muss man die Dynamiken wirklich erleben.
00:50:55: und da kommt eben unser Restorative Circle Training ins Spiel dass man da wirklich reinschnuppern kann alle Elemente wirklich mal erleben kann.
00:51:03: Und wenn man dann noch mehr Übungsraum haben möchte und vor allem sich auch die Frage stellt, wie können wir das in die Organisation etablieren?
00:51:10: Wie kann man ein restauratives System... etablieren.
00:51:14: Wie können wir Konfliktkultur in Organisation gestalten?
00:51:17: Da kommt dann eben unsere Ausbildung, das sind fünf Module zum Konflik-Culture Facilitator im Spiel und da hat man wirklich in diesen fünf Modulen ganz viele Möglichkeiten die Restorative Circles in allen Facetten auch auszuprobieren um zu erleben.
00:51:32: Währenddessen in drei Tagen ist es ja vor allem so dieses Reinschnuppern erste Erfahrung machen aber der kann nicht jeder zum Beispiel auch ein Main Circle facilitieren.
00:51:42: So haben wir gesagt, okay nach diesen zweieinhalb Tagen ist man auf jeden Fall schon mal sattelfest wenn man Erfahrungen mitbringt in der Moderation Prozessführung und kann davon auch ausgehen alleine weitermachen oder man geht direkt in die große Ausbildung und dann geht es vor allem darum noch weitere Methoden und Tumuls auch noch kennen zu lernen.
00:52:03: Dankeschön!
00:52:04: Wir haben gehört Woher eure Leidenschaft für Konflikte kommt?
00:52:08: Wir haben erfahren, wo dieses Format ist.
00:52:14: Sorry, ich glaube den Knoten...
00:52:15: Es wird!
00:52:16: Es wird ja.
00:52:18: Woher dieses Formate kommt wie ihr selbst damit in Kontakt bekommen seid welche Logik dahinter steckt welche Haltung.
00:52:26: darüber haben wir ganz viel gesprochen Und haben also einen ganz kleinen Ablauf durchgegangen, etwas ist vorgefallen.
00:52:32: Pre-Circle, Main-CIRcle, Post-Cirkle... Haben am Ende darüber gesprochen wie man das Ganze auch lernen kann abgesehen davon, dass jeder dir diesen Podcast hört jetzt in die Buchhandlung seines Vertrauens geht und sagt das für Storative Circles Workbook aus dem Urwand Verlag.
00:52:50: Leute, das brauche ich!
00:52:52: Fühlt ihr euch verstanden?
00:52:54: oder was würdet ihr gerne noch zu der Methode ergänzen?
00:52:57: Was vielleicht noch unbedingt gesagt werden müsste.
00:53:02: Ihr seht... Ich versuch es anzuwenden.
00:53:08: Oder eine Ergänzung, die ihr gerne geben.
00:53:11: Möchtet.
00:53:13: Also ich möchte gerne, das ist jetzt nicht meine Formulierung sondern von lieben Podcast-Kollegen von dir die mal im Methodenmontag gesagt haben als wir dort die Restorative Circuits vorgestellt haben.
00:53:29: Aha!
00:53:30: Das ist also sozusagen die Methode im Schafspelz weil Es sieht erst mal alles total putzig und einfach aus, wenn wir erklären, wir sitzen im Stuhlkreis.
00:53:42: Wir haben ein paar Fragensets und dann wird geredet und gib ihm
00:53:46: Ja!
00:53:47: Und gleichzeitig ist diese Methode extrem anstrengend für uns als Facilitatoren.
00:53:54: Das ist wirklich Hochleistungssport was wir da machen und sie ist extrem kraftvoll und sie isst nicht nicht lapidar in ihrer Wirkung.
00:54:05: also da darf man sich wirklich nicht täuschen lassen, denken ja ja easy peasy ich mache das mal eben.
00:54:14: Da ist ganz schön Wumms dahinter.
00:54:18: Und was ich noch gerne sagen möchte auch der Wert, der hinter dieser eigentlichen Konfliktklärung auch steckt.
00:54:26: also wenn wir eben auch gesellschaftlich schauen was gerade alles los ist.
00:54:30: Wir haben schlichtweg einfach nicht gelernt gut in Konflikte reinzugehen wir haben springens nicht aus dem elternhaus mit der lernt es nicht wirklich in der schule in der uni und greifen darauf verhaltensmuster zurück die nicht so zielführend sind.
00:54:44: und restorative circles sind wirklich auch eine chance überhaupt mal zu erleben wie wertvoll ist ist für sich selber einzugestehen.
00:54:52: sich selbst mitzutalen und dann eben auch Transformationen mitzubekommen.
00:54:56: Und vielleicht klärt ein Restorative Circle auf einer oberflächlichen Ebene irgendein Konflikt zwischen uns zwei, drei vier Leuten und gleichzeitig glaube ich aber dass das auch Spuren in weiteren Begegnungen verändert weil wir eben gelernt haben wie wichtig es ist wirklich ins Verstehen, ins Zuhören zu kommen anstatt einfach nur Plattitüden unter Standpunkte zu vertreten.
00:55:21: Das ist gerade jetzt glaube ich extrem wichtig, Dialogräume zu eröffnen und die Wirtschaftswelt ist wirklich auch ein Riesenhebel.
00:55:29: Wenn wir es dort lernen wenn wir da Zeit haben Beziehungsarbeit zu gestalten dann kann das auch auf die Gesamtgesellschaft übertragen werden.
00:55:42: Wir müssen verstehen wollen.
00:55:44: Ein starkes Schlusswort.
00:55:46: Ich sage vielen Dank, lieber Dana, lieber Henrik!
00:55:50: Ganz viel Erfolg in den nächsten Wochen.
00:55:52: also ab nächster Woche kann man das Buch in den Händen halten.
00:55:56: Meine Empfehlung noch folgt dem beiden auf LinkedIn.
00:55:58: da werdet ihr immer informiert über Podcasts die angesprochenen Weiterbildung oder auch die ein oder andere Buchpartie, die ihr geplant habt.
00:56:07: Wo man sich vielleicht eine Widmung abholen kann?
00:56:10: Ich drücke euch den Daumen!
00:56:11: Bin mir sicher das wird einschlagen wie ne Bombe und sagt vielen Dank für eure Zeit!
00:56:16: Danke schön!
00:56:17: Vielen dank dir!
00:56:18: Danke dir tschau tschaw.
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