#211 Was ist die Campfire Method mit Jan Keck
Shownotes
Hier erfährst du mehr über unsere erwähnten Aus- und Weiterbildungen.
Vernetze dich mit unserem Podcast-Host und unserem Gast: Lutz Hüser Jan Keck
Transkript anzeigen
00:00:00: Bevor es losgeht, Werbung in eigener Sache.
00:00:03: Wir sprechen in dieser Folge ganz viel über das Thema Facilitation.
00:00:08: Also wie kann ich Gruppen bestmöglich begleiten?
00:00:11: Und genau dafür haben wir auch eine ganze Menge in unserem Trainingsangebot, sei es ein Digitiv-Facilitation Training, Einmoderationstraining, dass sich ganz auf das Thema Gesprächsführung konzentriert, unser Stimme und Präsentstraining oder unser beliebtes allseits beliebtest Lego Serious Play Facilitator Training.
00:00:30: Schaut doch mal vorbei und wenn du unsicher bist, welches Angebot für dich in Frage kommt, melde ich gerne bei mir Lutz.
00:00:50: Herzlich willkommen zu Unboxing New Work!
00:00:53: Dein Podcast für wässeres Arbeiten.
00:00:55: Ich bin der Lutz und möchte gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen herausfinden wie modernes arbeiten Menschen erfüllt und Unternehmen erfolgreich macht.
00:01:03: Bei Hello Agile begleiten wir Menschen und Organisationen auf ihrem Weg zu new work unter gielen arbeiten Denn New Work ist vielschichtiger als es auf den ersten Blick erscheint und in diesem Podcast tauchen wir gemeinsam in all seine Facetten ein.
00:01:19: Mein Gast heute ist Jan Kek, Jan ist Workshop-Facilitator, Speaker, Trainer – und damit wirklich auch auf der ganzen Welt unterwegs, wenn man ihn verfolgt!
00:01:30: Als ich Jan das erste Mal getroffen habe, dachte ich mir wie sympathisch kann ein Mensch bitte sein und hab direkt mir seinen Buch bestellt dass vor einigen Monaten, kann man mittlerweile sagen rausgekommen ist.
00:01:46: The campfire method warm up any group without awkward icebreakers.
00:01:51: und da muss ich sagen der Titel hat mich geketcht und ich habe es gelesen und kann sagen dieses Buch kriegt einen Gütesegel von mir!
00:02:00: Und genau darüber möchte ich heute mit Jan sprechen.
00:02:03: Hallo Jan schön, dass du da bist.
00:02:05: Vielen Dank für die Einladung Lutz.
00:02:07: Es ist super toll, wenn man bemerkt dass ganz viele tolle Leute Bücher schreiben und dann auch noch mehr oder weniger im Abstand von ein paar Monaten der alle rauskommen.
00:02:19: Die Leseliste gerade ist total lang.
00:02:24: Jan wir nehmen an einem Freitag auf!
00:02:26: Und freitags habe ich immer meine Lieblings check-in Frage, die so ein bisschen den Blick zurückwirft.
00:02:33: Wofür hättest du in dieser Woche einen Orden verdient?
00:02:40: Sehr gute Frage!
00:02:41: Ich hab diese Woche angefangen in Toronto und Kanada am Ende eines viertägigen digital detox Sommerferienlagers für Erwachsene.
00:02:56: Ich hätte in den Orden verdient, dass ich nicht ein einziges Mal mein Telefon zurück haben wollte.
00:03:03: In der Zeit!
00:03:04: Es war wirklich so viel passiert... ...ich war richtig präsent und am Ende... Okay hier sind eure Handys wieder.
00:03:12: Wollte ich es eigentlich gar nicht wieder anmachen?
00:03:15: Krass also das... Ich habe die Frage schon oft gestellt.
00:03:19: Den Orten würde ich mir auch gerne verdienen.
00:03:23: Sehr gut, ich check mal mit ein.
00:03:26: mir diese Woche einen Fleiß Orden verteilen, ich bin echt von Termin zu Termin gesprungen und von Stadt zur Stadt.
00:03:34: Und freue mich jetzt aber total mit dir diese Woche beschließen zu können!
00:03:39: So Jan bevor wir auf dein Buch gucken nimm uns doch gerne einmal mit wer bist du?
00:03:44: Ich finde das bei Menschen die beruflich sich mit Facilitation beschäftigen auch immer super spannend.
00:03:51: wo kommt es her?
00:03:51: man wacht ja nicht morgens auf und sagt ich werde Facilitator
00:03:57: Und ich glaube, die meisten haben auch nicht unbedingt den Plan.
00:04:00: Ich werd jetzt Facilitator und die machen irgendwie eine Ausbildung.
00:04:04: Es gibt auch nicht so viele Ausbildungen dazu oder einen Berufsweg.
00:04:08: Die meisten Facilitatoren, so ist das bei mir eher rückblickend auf die letzten paar Jahre her.
00:04:13: Wo kommt es eigentlich her?
00:04:16: Bei mir würde ich sagen, es kommt wirklich vom ... Ich hab's schon angesprochen.
00:04:20: Ich gehe gerne zum Ferienlager als Erwachsener aber bin sehr gern Camp-Counseler, also als Betreuer auf fairen Freizeiten mitgegangen.
00:04:28: Meistens oder hauptsächlich weil ich zu alt war als Kind mitzugehen und ich konnte mir den Sommer einfach nicht ohne vorstellen.
00:04:36: Und in dem ersten Jahr habe ich glaube so viel gelernt zum Thema wie man mit einer Gruppe umgeht Als ich gerade mal vierzehn war und noch kein Respekt vor den anderen Kindern hatte und Mir da auch sehr viel abgeguckt hat von den anderen Betreuern.
00:04:51: Also wenn ich ganz zurück gehe und vergleiche, was mache ich heute in dem Workshop?
00:04:55: In einem Training.
00:04:57: Ich mach sehr viele Sachen die ich wahrscheinlich auch im Ferienlage gemacht habe.
00:05:03: Absolut!
00:05:03: Und Jan, ich weiß gar nicht ob wir darüber schon mal gesprochen haben aber wir teilen da eine sehr ähnliche Historie.
00:05:09: also meine Wurzeln liegen auch in der Jugendarbeit und ich sage immer wer unsere Trainings bei Hello Nehmen die Gruppenleiterschulung der Verwende, die ich begleiten durfte legt.
00:05:22: Der findet erschreckend viele Parallelen.
00:05:25: Du hast schon gesagt Camp-Councilor und dein Buch ist auch auf Englisch geschrieben.
00:05:31: Du lebst gerade in Deutschland, kommst aus Kanada also kannst du uns da noch mal mitnehmen?
00:05:39: Wie binst du aufgewachsen?
00:05:41: wie bist du dort deutscher gekommen?
00:05:42: ja
00:05:43: es ist sehr kompliziert.
00:05:45: Also ich bin ursprünglich aus Deutschland.
00:05:47: Ich bin in Heilbronn aufgewachsen, war aber vierzehn Jahre in Toronto in Kanada.
00:05:54: Bin vor vierenhalb Jahren mit meiner Familie wieder nach Deutschland gekommen und damit es noch komplizierter wird nächstes Jahr ziehen wir wieder zurück nach Kanada.
00:06:03: das heißt ich habe auch auf meiner Webseite mir wirklich versucht wie schreibe ich das dann auf?
00:06:08: Schreibe sich dass ich Deutsch-Kanadier bin in Deutschland gerade bin, aber vielleicht später wieder woanders.
00:06:16: Dass ich auch in beiden Orten verfügbar bin und wie du auch am Anfang gemeint hast also ich arbeite sehr viel international als ich reihe es sehr oft.
00:06:24: Und Deutschland und Kanada fühlen sich wie meine Heimat an.
00:06:30: Ich bin mal hier einmal da, aber in beiden Ordenshause.
00:06:33: Ja oder auch total spannend wir haben uns ja im Mai auf dem Lego Series Bar Camp getroffen.
00:06:39: Bis dahin dachte ich einfach, du würdest in Kanada leben und arbeiten.
00:06:43: Und dann hatte ich... Also irgendwann hatte ich deinen Namen mit der Anmeldeliste gesehen und dann habe ich mir das so erschlossen.
00:06:49: aber bis zu dem Zeitpunkt bin ich fest davon ausgegangen dass du in Kanadar lebst.
00:06:57: Lass uns mal bevor wir aufs Buch gucken ganz pragmatisch reingucken wie unterscheiden sich Workshops im kanadischen Umfeld zu den Workshobs die wir in Deutschland kennen?
00:07:07: Gibt es da signifikante Unterschiede?
00:07:11: Also ich glaube, das hat nicht sehr viel mit den Workshops zu tun aber vielleicht ein bisschen mehr mit der Kultur wie man zwischenmenschlich in Kontakt trifft.
00:07:20: Ich vergleich oft Kanada und Deutschland oder Nordamerika.
00:07:26: viele europäische sagen vor allem Deutschland so dass in Kanada ist es sehr einfach mit jemandem ins Gespräch zu kommen.
00:07:36: also so oft will ich auch in den letzten paar Wochen als ich in Toronto war einfach mit der Person ... im Supermarkt ins Gespräch gekommen bin oder man steht irgendwo in der Schlange und ... ... sprich mir den Leuten vor dir, hinter dir.
00:07:49: Also bist ganz schnell in einem Gespräch drin und... ...in Deutschland finde ich das sehr viel schwieriger also sehr viel anonymer kommt natürlich auch auf die Stadt an wo man ist.
00:07:59: aber bis man mal den ersten Teil von so einer Beziehung, von so eine Verbindung geschafft hat vergeht sehr viel Zeit.
00:08:09: Gleichzeitig würde ich aber auch sagen, dass in Kanada der zweite Schritt oder der letzte Schritt viel schwieriger ist.
00:08:14: Also man ist sehr freundlich.
00:08:17: Man bleibt oft noch auf der Oberfläche also so richtig tiefgründige Gespräche braucht ein paar mehr Schritte und in Deutschland würde ich sagen sobald man mal die Oberflächen durchbrochen hat Ich sage immer so als Beispiel wenn dich mal jemand zum Grillen einlädt also dann bist du schon fast richtig gut befreundet Aber bis dahin dauert sehr lang.
00:08:39: In Kanada lähde ich jeder Nachbar zum Grillen ein, aber das heißt noch nicht dass ihr gut befreundet
00:08:44: seid.".
00:08:45: Okay ja und Jan Verbindungen waren werden miteinander auftauen vielleicht das Eis brechen.
00:08:55: Das sind Themen die dich ja selber beschäftigen Und du hast Buch geschrieben.
00:09:01: Also der Titel hat mich auf zwei Ebenen angesprochen, einmal so Campfire-Messer als Ferienlagerkind.
00:09:07: Okay super!
00:09:09: Das hätte schon gereicht.
00:09:11: und dann wie du jede Gruppe anwärmst ohne seltsame Eisbrecher oder Eisbreaker und ich glaube das spricht viele Menschen an weil sie denken sich so... Echt, diese albernen Icebreaker.
00:09:26: Darauf haben wir keine Lust und du hast da ein Konzept geschaffen das ja das noch mal ganz genau unter die Lupe nimmt.
00:09:34: aber zuallererst ich habe von Michael Ergebrech gelernt kein Buch ohne Leidensgeschichte.
00:09:40: was ist deine Leidungsgeschichte hinter dem Buch?
00:09:43: Ja ich bin die Person die oft sich gedacht hat oh ich würde jetzt am liebsten aufs Klo gehen und verschwinden wenn wir irgendwelche Icebreaker Spiele gemacht haben vor allem wenn es darum ging dass ... jemand sich von einer Gruppe irgendwie präsentieren muss, bevor man überhaupt weiß wer in der Gruppe ist.
00:10:00: Also so eine Art... Wir stellen uns jetzt mal kurz vor im Kreis jeder teilt seinen Namen und ein Fun Fact.
00:10:08: Ist wirklich ein Horrorfilm für mich gewesen.
00:10:12: Vor allem als ich aufgewachsen bin und gerade das erste Mal bei dieser Camp-Counseler oder... weil dem Ferienlager mit dabei war und da standen dann wirklich dreißig Leute im Kreis.
00:10:21: Und dann haben wir das gemacht, ihr sagt das mal kurz seinen Namen.
00:10:23: Was euch gerade so interessiert?
00:10:30: Zuerst habe ich mir überlegt was ist jetzt okay hier zu teilen?
00:10:33: Also dass ich jetzt gerade angefangen hab, Gitarre zu lernen ist vielleicht nicht einzigartig.
00:10:39: Im Ferienlag kann irgendwie jeder Gitarren spielen Und ich dachte, das ist vielleicht nicht das richtige Beispiel.
00:10:44: Dann habe ich mir überlegt, oh, vielleicht teile ich, dass sich Kinder-Überraschungseier Figuren sammeln.
00:10:49: Weiss ich auch ob du dich daran erinnern kannst?
00:10:51: Ich hab sogar ein paar Happy Hippos hier auf meinem Tisch rumliegen und noch ganz viele Sets im Keller.
00:10:59: aber da habe ich gedacht es ist vielleicht bisschen zu komisch.
00:11:02: was denken dann die anderen von mir wenn ich hier irgendwie Kinderspielzeuge sammel?
00:11:06: und irgendwie habe ich mich nicht entscheiden können was ich denn jetzt teilen will?
00:11:09: ... dass dann zu mir kam in dem Kreis, umso schneller ist mein Herz... ...gerast und um so nervöser wurde ich,... ...dass ich dann als ich dann in einem Spotlight war,... ...eigentlich nur noch weg wollte.
00:11:21: Und nur noch hier zur nächsten Person.
00:11:23: Ich habe irgendwas gesagt, keine Ahnung was aber ich war so froh... ...as er im Moment vorbei war und ich gedacht habe okay cool!
00:11:28: Ich hab es überlebt.
00:11:31: Im Nachhinein habe ich mich halt auch überlegt ok ich habe jetzt... ...keine anderen Personen zugehört.
00:11:35: Ich hab die Namen nicht gehört und die Funfacts nicht.
00:11:38: Was war denn eigentlich das Sinn dieser Aufgabe?
00:11:41: Deinem Kopf gefangen was in der Situation oder...
00:11:44: Genau, also ich habe einfach nichts zuhören können weil die ganze Zeit mich versucht hab vorzubereiten vielleicht noch zu proben.
00:11:52: In meinem Kopf was sage ich denn jetzt so welche Wörter benutze ich?
00:11:54: was?
00:11:55: Wort für Wort werde ich jetzt gleich sagen und das hat mich davon abgehalten wirklich zuzuhören Und es war bestimmt nicht das Sinn von dem Camp-Leiter, der das angeleitet hat.
00:12:06: Also wollte er dass wir uns besser kennenlernen?
00:12:08: Dass es vielleicht einfacher wird sich später einzubringen.
00:12:10: aber in dem Fall hat's genaues Gegenteil für mich bewirkt und es gibt sehr viele von diesen typischen oft benutzen Icebreaker Spielen die glaube ich auch so ein ähnliches Problem haben.
00:12:20: Das ist einfach das Gegenteils was man eigentlich wollte passiert zumindest mit einem Teil von den Teilnehmern.
00:12:27: Auf jeden Fall!
00:12:28: Und du gehst ja dein Buch Bewertes rigoros ein paar, ein paar der klassischen Eisbreakers.
00:12:38: Aber ich würde bevor wir mal auf deinen Ansatz gucken nochmal einmal von oben draufgucken.
00:12:44: wenn sich in Deutschland gerade Leute aus der Facilitation Szene treffen und dann sagt jemand Eisbrecher Dann sagen die belesenden leute Schmelzen statt brechen.
00:12:55: Und das ist ja eine Grundhese die du vertrittst die du ja gerade sprachlich auch prägst.
00:13:03: Warum sprichst du nicht gerne davon, das Eis zu brechen?
00:13:06: Was sind deine Hintergedanken da?
00:13:09: Mittlerweile habe ich ein sehr starkes Bild im Kopf wenn ich das Wort Icebreaker höre und dazu muss sich glaube ich auch erklären was denn das Eis eigentlich ist in einer Gruppe weil darüber habe ich mir auch sehr viel Gedanken gemacht, sehr viele Gespräche geführt.
00:13:21: Ich glaub jeder hat so ein anderes Bild im kopf.
00:13:24: Und für mich ist es wirklich so dass jede Person in der Gruppe ist es am stärksten individuell in Eis eingefroren.
00:13:34: Und das Eis ist so eine Art Schutzschicht,
00:13:38: d.h.,
00:13:38: wenn ich vielleicht eher schüchtern bin... Wenn ich vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht habe mit neuen Gruppen und die Sprache nicht gut kennen, dann hab' ich mehrere von diesen Schutzschichten von Eis, die mich beschützen sollten!
00:13:53: Es gibt aber auch Leute, die haben vielleicht gar keine nur seine dünne Schicht Die machen vielleicht ziemlich gerne keine Ahnung, Theater und lustige Spiele.
00:14:02: Und die haben da gar kein Problem vor Leuten zu sprechen.
00:14:06: Wenn jetzt jemand reinkommt der Facilitator, der Teamleader und sagt wir machen das ein Icebreaker dann stelle ich mir wirklich vor wie die Person einen riesen Vorschlagkammer hinter sich her auf dem Boden herzieht, weil das so schwer ist... ...und dann versucht die Leute in Anführungszeichen befreien.
00:14:25: Leute, die im Eis gefroren sind und sich eigentlich beschützen wollen versucht aus dem Eis rauszubrechen mit einem Vorschlagkammer dann ist das sehr gewaltvoll.
00:14:33: Man kann die wahrscheinlich auch einfach verletzen.
00:14:36: also es geht viel schief.
00:14:38: Und wenn das Eis schmilzt Dann ist es ein anderes Bild was ich im Kopf hab.
00:14:43: zum einen Schmelzen heißt Es dauert länger als ein Prozess funktioniert nicht irgendwie in einem Moment und Das andere was ich jetzt halt mit meinem Buch gemacht habe, es ist das Lagerfeuer, dass das Eis zum Schmelzen lässt.
00:14:57: Und wie ich mir das vorstelle in meiner visuellen Metapher ist, ich komme in den Raum rein und bemerke, dass Leute eingefroren sind aber ich mache erstmal mein Feuer an in der Mitte.
00:15:09: Und lad dann die Leute so ein wenn sie das Eis schmelzen lassen wollen, wenn sie aus ihrer Schale rauskommen wollen, dann sollen sie doch einen Schritt näher kommen ans Feuer.
00:15:17: Ein Schritt für Schritt wird das Feuer etwas größer Und am Ende hoffe ich, dass ich es geschafft habe.
00:15:22: Dass eine Gruppe sich bereit dazu fühlt auch ein Risiko reinzugehen aus ihrer Komfortzone raus zu gehen und dann ist wirklich das Eis geschmolzen.
00:15:31: Stark!
00:15:32: Ich finde das ist ein super super schönes Bild und übrigens auch also absoluter Lesetipp.
00:15:38: dieses Buch hab' ich in der Anmoderation schon gesagt aber... Ich habe selten ein Buch gelesen, wo ich dachte so da ist jeder Satz glaube ich sehr bedacht.
00:15:49: Also du hast keine Wegwerfsätze alles irgendwie sehr auf den Punkt.
00:15:55: sehr viele schöne sprachliche Bilder richtig klasse.
00:15:58: und auch dieser Gedanke von Lagerfeuer und tritt mal einen Schritt näher ran finde ich stark.
00:16:06: Lass uns mal einfach aus der freude am desk am unkonstruktiven bevor wir uns diese diese campfire method mal genauer angucken.
00:16:14: Mal nochmal einmal schauen was, was denn so schiefläuft.
00:16:19: und du hast in dein buch rechnest du mit einem icebreaker relativ rigoros ab der aber ich glaube Mit am Verbreiteten ist in der Workshop-Welt.
00:16:32: Also ich habe ihn eine Million mal schon gesehen, sicherlich auch schon das ein oder andere Mal angewendet.
00:16:38: Das ist dieses klassische zwei Wahrheiten und eine Lüge.
00:16:42: Und wir stellen uns vor neue Gruppe kommen zusammen alle sitzen im Kreis und man sagt hier, wir stellen jetzt mal vor mit zwei Wahrheit und einer Lüger.
00:16:49: Warum würde es so sagen?
00:16:50: Naja das ist vielleicht nicht das Mittel der Wahl.
00:16:52: Eine
00:16:54: lustige Geschichte zu dem... zu dem Spiel ist, dass ich letzte Woche bei meinem Buchlaunch auch angefangen habe über das Thema zu reden und warum es nicht funktioniert.
00:17:06: Und am Ende des Abends sah sich mit ein paar Freunden noch meine Mexikaner zum Essen in einer kleinen Runde – irgendwann haben wir angefangen zwei Wahrheiten und eine Lüge zu spielen!
00:17:16: Es war so ein komisches Gefühl von «Hey, habt ihr eigentlich nichts zugehört?».
00:17:22: Was ich gerade eben gesagt hab zu «Hey in dieser Runde So wie wir es gemacht haben, hat's doch irgendwie funktioniert.
00:17:30: Aber ich glaube das große Problem mit dem Spiel ist zum einen ... Es sind nicht nur drei Fun Facts, also du musst dir drei Sachen überlegen und wenn Leute keine Zeit haben, das vorzubereiten dann läuft es eigentlich immer schief.
00:17:46: Also ich kann nicht jener einer Person zuhören und gleichzeitig meine Sachen ausdenken Und oft ist es so dass es einfach viel zu schnell passiert.
00:17:54: Gleichzeitig würde auch sagen Man will nicht die langweiligste Person im Raum sein.
00:18:00: Also das geht für Fun Facts genauso wie zur Wahrheit nur eine Lüge,
00:18:04: d.h.,
00:18:05: ich will mir eigentlich irgendwas ausdenken was mich richtig interessant macht und wenn die Person vor mir die dran war schon irgendwas Interessantes gesagt hat dann wird der Druck noch größer.
00:18:17: Und ich glaube eines der größten Gründe warum ich die Übung nicht so gern mag v.a.
00:18:24: für neue Gruppen wo ich differenzieren wird, wenn du noch keinen Vertrauen gebaut hast mit der Gruppe und dann ein Spiel machst, wo das Ziel ist, der beste Lügner zu sein.
00:18:37: Dann ist es glaube ich das Gegenteil von dem was du erreichen willst mit der Übung.
00:18:42: also man will ja Vertrauen und Verbindungen aufbauen und nicht irgendwie Misstrauen und den Leuten beibringen wie man besser lügt.
00:18:52: Also ich glaub vor allem für einen Team zusammenarbeiten sollte.
00:18:58: Hätte ich glaube, ein paar andere Ideen was man da machen könnte?
00:19:01: Sehr gut!
00:19:02: Ja also total gut.
00:19:07: beim Lesen des Buches habe ich auch, ne man reflektiert ja automatisch schon mal seine Praxis und du hast schon recht.
00:19:15: Also niemand möchte die langweiligste Person im Raum sein ... unbewusste Wettbewerbssituationen auf, ne?
00:19:25: Und das ist schon... Also es ist ja auch eine Dynamik die eh schon die Extrovertierten nochmal befähigen.
00:19:32: Bin nicht befähigt befeuert.
00:19:34: Total spannend her.
00:19:36: Ganz oft frage ich in meinen Trainings wenn ich das Spiel erklärt dann tue ich immer so als ob wir's wirklich machen.
00:19:42: und dann frage' ich okay wer möchte denn jetzt freiwillig?
00:19:45: vielleicht nehme ich auch irgendeine wahllose Person aus dem Publikum.
00:19:50: Und es gibt immer ein paar Leute, die sind bereit.
00:19:52: Die tun ihre Hand hoch und meistens sind dann die Leute... Ich habe das gerade letzte Woche gespielt oder ich hab meine drei Sachen sowieso schon vorbereitet weil ich mache das sehr oft.
00:20:03: Die Leute, mit denen wir mehr Probleme haben, sind eben die, die sich nicht vorbereitet fühlen.
00:20:07: Das heißt wenn ich jetzt auch gucke an dem Abend von einem Buchlaunch lief's gut, weil Nummer eins ...die Leute hatten sehr viel Zeit zum Vorbereiten.
00:20:16: Nummer zwei war eine Gruppe von Leuten, die sie schon sehr gut gekannt hat.
00:20:20: Also für ein Team, das keine Ahnung jahrelang zusammenarbeitet von der Gruppe die sehr viel Vertrauen gebaut hat.
00:20:26: Ist das glaube ich gar nicht so eine schlechte Übung?
00:20:28: Aber ich würde es dann nicht mehr umbringt als Icebreaker bezeichnen.
00:20:33: Ja total, total und ich finde auch mit Gruppen, die sich kennen... Ich find' dich doch einfach witziger.
00:20:40: also, ne?
00:20:42: Okay!
00:20:43: Es geht um Verbindungen.
00:20:44: Es geht darum, das Eis zum Schmelzen zu bringen.
00:20:49: Jan, du hast ein Konzept entwickelt.
00:20:51: Nimm uns da mal mit vielleicht einmal im Großen und dann können wir uns ja so Stück für Stück mal durcharbeiten.
00:20:58: aber was hat das mit dieser Campfire Method auf sich?
00:21:03: Das Wichtigste, was ich herausgefunden habe beim Schreiben des Buches war dass eine Übung oder ein Eisbücher-Spiel nicht das erreichen kann was ich eigentlich möchte.
00:21:14: also mein Ziel ist ja eigentlich, wenn ich in einer Gruppe arbeite, dass sich Leute öffnen dass sie miteinander auch vielleicht schwierige Sachen teilen können.
00:21:25: Dass er aus ihrer Komfortzone rausgehen, dass wir ein Risiko eingehen möchten und dass Sie sich nicht gedrängt fühlen was zu machen wo es für Sie sich noch nicht bereit fühlen.
00:21:33: Und am Anfang habe ich gedacht okay eigentlich müssen wir ja nur die Eisbäcke besser facilitieren und vielleicht ein paar Parameter ändern mehr Zeit geben zum überlegen vorher Vielleicht verschiedene Optionen wie man mitmachen kann.
00:21:46: vielleicht ist alles optional.
00:21:48: Dann hab' ich gemerkt eigentlich mache ich sehr viele andere kleine Dinge, die auch eine große Auswirkung haben.
00:21:55: Wie schnell sich die Leute öffnen und manche von den Sachen passieren bevor sie überhaupt in den Raum reinkommen?
00:22:01: Wenn ich überlege... Ich mach sehr viele Sessions online.
00:22:05: Ich bin sehr viel auf Zoom unterwegs Und immer mal wieder gibt's eine Community, die mich einlädt und sagt hey Jan macht doch mal einen Workshop für uns!
00:22:14: Und dann frage ich immer ja wie macht ihr normalerweise Webinare, also gibt's Breakout Drooms bei euch oder ist das was ganz Neues?
00:22:22: Was ich vielleicht einführen würde.
00:22:24: Ich hab leider auch schon die Erfahrung gemacht dass wenn sich jeder darauf vorbereitet und sagt ich habe dieses im Hintergrund laufen nicht mach nebenher keine Ahnung mein Mittagessen oder ich bin noch in Pyjama.
00:22:36: Ich muss ja meine Kamera nicht anmachen ich muss nicht interagieren.
00:22:38: dann höre ich einfach mal nur zu Und dass die Erwartung ist und ich dann sage, okay wir gehen jetzt in Breaker Drooms... ...und machen mal eure Kamera an und teilt was miteinander.
00:22:49: Dann habe ich gemerkt, dass viele Leute einfach das Meeting verlassen.. ..und gar nicht mehr dabei sind weil es eben nicht die Erwartungen erfüllt hat, was sie am Anfang hatten.
00:23:00: Das heißt viel was mit dem Eis schmelzen zu tun hat, das sind wirklich Erwartungen vor dem Meeting, vor der Session zu teilnehmen.
00:23:11: Und für mich ist das, das richtige Feuerholz einzusammeln.
00:23:15: Also wenn mein Feuerholzen nass ist dann ist es viel schwieriger einen Feuer an zu machen oder wenn ich gar keins mitgenommen habe und ich erst am Anfang suchen muss, dann ist auch wieder schwieriger.
00:23:24: Das heißt viel hat damit zu tun wie ich den Anfang gestalte... ...und dann sind ganz viele kleine Momente die wirklich einen großen Ausfluss oder Einfluss haben auf die Gruppe von Wie stelle ich mich vor?
00:23:39: Was ist das Erste was passiert, wenn Leute in Raum reinlaufen oder sich zum Online-Meeting anmelden.
00:23:46: Was ist die erste Einladung?
00:23:47: Sich mit jemand vielleicht zu zweit auszutauschen?
00:23:50: Gibt es verschiedene Optionen wie sich Leute einbringen können?
00:23:53: also für jeden Schritt habe ich praktisch immer im Buch gedacht okay was sind die kleinen Stellhebeln, die ich so einstellen kann?
00:24:01: Wenn man genügend davon macht die Leute dazu bringen dass sie mehr mitmachen und sich einbringen
00:24:07: stark und du bleibst die ganze zeit im buch in dieser lagerfeuer mit der vorigen also erstmals holz das holz aufschichten.
00:24:16: edc finde ich sprachlich super schön gelöst weil man es ist auch ein bisschen viel gut booken buch taucht so nach und nach tiefer ein.
00:24:28: ja ok Aber du sagst das jetzt gerade schon so, bevor ich vielleicht irgendwas sage.
00:24:33: Lass uns da doch mal drauf gucken!
00:24:35: Was kann ich als Facilitator, Moderator, Workshop kann man nennen wie man will?
00:24:40: Also was kann ich dann eigentlich schon machen, bevor es losgeht um das Eis bestmöglich zum Schmelzen zu ringen?
00:24:48: Also wir haben mich ein bisschen über Erwartungen teilen geredet.
00:24:51: Eins meiner Lieblings-Tipps ist wirklich dass sich wenn ich mit einer neuen Gruppe arbeite sich eine Videonachricht raus schick und mich einfach ein bisschen vorstellen.
00:25:01: Und die Erwartung nicht nur als Text, sondern auch für mich... Also direkt in die Kamera reinspricht wurde Leute dann mich wiedererkennen.
00:25:11: Ich beschreibe das oft dass ich einen Teil von unserer Beziehung schon anfangen zu bauen ohne dass ich überhaupt da bin.
00:25:17: also oft passiert es, dass sich mit mich Leute wiedererkennen weil sie mich im Video gesehen haben und ich auch meinen Hut den ich jetzt gerade aufhab' im Video aufhab', den ich auch im Workshop-Raum aufhab'.
00:25:29: Es braucht glaube ich nicht sehr viel Arbeit, wobei sich sehr viele Leute noch davor fürchten einfach eine Videonachricht aufzunehmen.
00:25:41: Aber es hat einen riesengroßen Eindruck auf ne Gruppe!
00:25:45: Lass uns über diese Videobotschaften reden weil ich komme gerade aus zwei Tagen gegen Meeting-Tradings und da sprechen wir viel über Loom also ein Tool um Videobotschaften auf zu machen.
00:25:55: Ich bin immer wieder überrascht wie neu das doch wohl ist ... Nerdfrage mit welchem Tool nimmst du deine Videobotschaften auf?
00:26:02: Also was nutzt du dafür.
00:26:04: Ich benutze einen Tool, das heißt Video Ask... Das benutze ich auch auf meiner Webseite, fast jeder Seite weil ich kurze Videonachrichten aufnehmen kann und dann ist es also die Firma.
00:26:16: dahinter ist Typeform,... Die machen auch so Umfragetools und ich kann nach jedem Video eine Frage stellen mit Multiple Choice und je nachdem wo Leute hingehen noch mal ne Antwort und so fast ein Gespräch simulieren.
00:26:30: Und oft mache ich das so, dass ich eben meine Erwartungen teile... ...und dann vielleicht eine Frage stelle.
00:26:35: Hey was erhoffst du denn von dir?
00:26:38: Von dem Workshop?
00:26:39: Und dann teilen die Leute das.
00:26:41: und dann frage ich vielleicht eine zweite Frage.
00:26:44: Was hoffst Du, dass nicht passiert in einem Workshop?
00:26:48: So kann ich bisschen mehr interaktiv des gestalten und deshalb mag ich das Tool
00:26:53: sehr.".
00:26:53: ...
00:26:56: schon öfter gesagt so, ich teile meine Erwartungen.
00:27:00: Ganz pragmatisch.
00:27:01: also was erwartest du denn da?
00:27:02: Also wie sieht das aus?
00:27:05: Was sagst Du?
00:27:06: Hi!
00:27:06: Ich bin der Jan.
00:27:07: Das ist vermutlich.
00:27:09: und wie geht es dann weiter?
00:27:11: Wie muss ich mir das vorstellen?
00:27:13: Also sagen wir mal so... Ich mache jetzt vielleicht einen Team Retreat und in letzter Zeit habe mich viele Organisationen angerufen und gesagt hey wir brauchen jemand der die Verbindung herstellt Die Gruppe aufwärmt, bevor wir dann hier strategische Planung machen für das Jahr.
00:27:31: Also einfach damit die Leute besser zusammenkommen und da würde ich dann halt auch Nummer eins sagen hey das wird interaktiv also es wird zum mitmachen.
00:27:43: Ich würde wahrscheinlich auch sagen Wir machen keine peinlichen Icebreaker Wenn das vielleicht die Erwartungen sind, die die Leute hätten.
00:27:50: also ich spreche da oft über Was stellen sich die Leute vor, wenn sie vielleicht den Titel lesen und was passiert dann wirklich?
00:28:00: Und ich halte meistens ziemlich kurz.
00:28:03: Also es ist vielleicht zwei Minuten mehr will ich eigentlich gar nicht Zeit wegnehmen weil auch weiß wird nicht jeder anschauen.
00:28:11: aber einfach damit Ich mich vorgestellt habe.
00:28:13: sobald ich in die Krammer rede und mein Gesicht zeig und meine Stimme gehört wird Es eigentlich fast egal was ich sag solange ich Nicht irgendein Skript ablese.
00:28:22: Also ich glaube, das ist das Einzige wo ich sagen wird.
00:28:27: Je mehr Fehler du machst und je mehr Wörter du falsch ausprichst... ...und dann verbesserst umso menschlicher kommst du rüber und umso freundlicher kommt es dann auch an so lange man professionell is.
00:28:41: Sind so paar kleine Versprecher, da glaub' ich sogar besser!
00:28:45: Ja, das glaube ich auch total witzig als ich bei Hello angefangen hab wir nutzen ja Loom auch für Angebote Alles drum und dran.
00:28:53: Dann habe ich gefragt, wie lange darf ich denn an so einem Loom Video... ...sitzen?
00:28:59: Bei Muss man sich mehrfach aufnehmen und so.
00:29:01: Wo meine Kollegen so einfach Kamera ansprechen, weg schicken.
00:29:06: Klar wenn du Stoß erzählst, mach noch mal von vorne aber ansonsten einfach frei raus.
00:29:12: So ist am besten.
00:29:13: das musste man auch erst lernen.
00:29:15: Okay Jan!
00:29:16: Ich hab nächste Woche einen Workshop bei dir.
00:29:17: Ich krieg schon eine Videobotschaft kann mal dein Gesicht sehen Hör schon, okay es wird interaktiv.
00:29:25: Keine Sorge, wir machen keine Beschörden.
00:29:27: Eisbreaker ich weiß du kommst da nächste Woche vorbei hab schon mal ein gutes Gefühl.
00:29:34: wie geht's dann weiter?
00:29:36: Was machst Du zum Beispiel mit Raum?
00:29:39: was passiert noch alles bevor überhaupt der erste Satz an den Workshop-Raum gefällt?
00:29:45: Bevor er gerne gefallen ist?
00:29:47: ja
00:29:50: Ja denn den Raum gestalten.
00:29:51: Also ich versuche immer, wenn ich die Wahl habe mir den Raum selber auszuwählen.
00:29:56: Mir was zu suchen, was auch vom von dem Gefühl her passt.
00:30:00: also das finde ich etwas was manchmal schwierig ist es zu erklären.
00:30:03: aber jeder Raum hat ein anderes Gefühl wenn du reinläufst.
00:30:07: und als krasses Beispiel sage ich immer wenn du jetzt in einen Boardroom reinläuft mit einem langen Tisch und die Stühle außen rum und wahrscheinlich ein Fernseher am einen Ende so typischer Boardroom dann passiert da auch bestimmte Sachen mit den Teilnehmern, wenn die reinlaufen.
00:30:24: Also irgendwie ist gleich so Hierarchie jemand der was zu sagen hat sitzt am einen Ende.
00:30:29: Großer Tisch ist irgendwie genau in der Mitte und vielleicht auch ein Hindernis wie wir uns verbinden können?
00:30:35: Wie wir uns sehen können.
00:30:37: Und Wenn ich jetzt den Tisch raus tun könnte was leider bei sehr vielen solchen Räumen nicht geht aber das wäre natürlich immer mein Mein Favorit Tische zur Seite, wenn wir sie für Gruppenarbeit brauchen oder wenn Leute was aufschreiben müssen will ich sie in der Nähe haben.
00:30:52: Aber eigentlich will ich den Raum offen haben dass wenn Leute reinkommen Sie sich auch nicht unbedingt gleich irgendwo verstecken können und sollten.
00:31:03: Und gleichzeitig will ich halt aber auch wenn's in den Raum rein kommen in irgendwas geben was sie tun können.
00:31:09: weil meistens ist es ja so das Wenn ein Workshop & Training startet gibt es immer so einen So ein Zeitfenster von online würde ich sagen vielleicht fünf bis zehn Minuten, bis alle da sind.
00:31:24: Selten kommt mittlerweile jemand zu früh vom Online-Meeting aber wenn man was in Präsenz macht dann kommen manchmal Leute fünfzehn Minuten zu früh oder vielleicht sogar eine halbe Stunde später je nachdem wie viel Zeit es ist und was für ein Event jetzt ist.
00:31:37: Wenn's ein Networking-Event ist am Abend dann die Leute im Stau stehen oder noch Abendessen holen dann wird das Zeitfenste immer größer Und eigentlich kann ich nicht wirklich anfangen, bis alle da sind.
00:31:48: Und einen Satz, den ich hoffe, denn niemand mehr benutzt nachdem es in dieses Interview hören ist.
00:31:54: Lass uns kurz warten, bis alles da sind!
00:31:58: Ich habe ihn glaube ich im Buch auch dick markiert.
00:32:01: Ich hab' den auch oft gesagt...
00:32:04: Also ich werde mal ein Monat lagen immer wenn ich das sage Imaginäre, fünfzig Cent in den Bock schmeißen und lade ich dann mal auf einen Kaffee an.
00:32:17: Was ist dein Problem mit dem Satz?
00:32:18: oder wie geht's besser?
00:32:21: Also das Hauptproblem ist ja dass die Leute, die schon da sind deren Zeit wird nicht respektiert.
00:32:27: also hey!
00:32:27: Ich habe jetzt mich vielleicht richtig beeilt damit ich es rechtzeitig zu der Meeting schaffe Und jetzt sitzen wir hier rum und machen nichts.
00:32:35: Zum anderen lädt sich die Leuten auch dazu ein Das zu machen was vor allem im Online-Meetings Leute vermeiden wollen Und zwar multitasking.
00:32:43: Also wenn ich jetzt sage, hey wir warten jetzt mal kurz bis alle da sind... Lutz was würdest du dann machen?
00:32:49: Ich würde Hund also im Online-Meeting ja gleich schreiben.
00:32:51: noch eine Mail!
00:32:53: Ja schreib ne Mail hol mein Handy raus holen Kaffee geh wieder also vom Engagement das geht ein erst einmal ganz steil runter.
00:33:04: Alle machen irgendwas anderes was nichts mit dem Thema zu tun hat und nicht wirklich anfangen will.
00:33:09: Dann muss sich umso mehr ... arbeiten, damit ich die Aufmerksamkeit wieder zurückkriege.
00:33:14: Überhaupt alle in einen Raum wiederzukriegen!
00:33:16: Die Person, die Kaffee holen gegangen ist... ... ist immer noch nicht zurück und jetzt sind alle anderen eigentlich da und jetzt muss ich noch länger warten.
00:33:22: Und die Zeit ist sehr kostbar.
00:33:25: Das heißt wenn solche Sachen passieren dann steigert sich das vielleicht auch jedes Mal.
00:33:29: Vielleicht die Leute, die es erst einmal pünktlich waren kommen's zweit mal zu spät weil sie denken hey in den ersten paar Minuten passiert eh nix.
00:33:38: Einfach für mich eine sehr große Gelegenheit, um was anderes zu machen und zwar Leute einzuladen zum sich mit dem Thema in Verbindung zu setzen.
00:33:49: Sich miteinander vielleicht... ...zu verbinden ins Gespräch zu kommen, um einfach etwas Sinnvolles zu machen.
00:33:55: Und das nenne ich die Spark Activity also der Funke, der das Lagerfeuer später entzündet.
00:34:03: Da habe ich einige Ideen aber bin mir ziemlich sicher dass du vielleicht auch schon mal sowas gemacht hast.
00:34:09: Vielleicht hast Du ja eine Idee.
00:34:15: Also zum Beispiel, also in meinen Trainings löse ich das total viel.
00:34:21: Dass sich eine lange Wand wenn ich ein Wiesbaden bin da liegen schon so ganz viele an Trainingsmaterialien und dann stehen auch Schilder dran.
00:34:29: so packen packt mich gerne aus oder ne?
00:34:32: So
00:34:33: was ich beobachte.
00:34:35: deswegen meinte es auch sehr bewusst Irgendwer steht da immer und sprich also man spricht schon miteinander.
00:34:41: Ach kennst du das?
00:34:42: oder ach guck mal hier, ne?
00:34:45: Das sorgt dafür dass die Leute schon miteinander in Kontakt gehen.
00:34:49: In der Soziologie habe ich gelehrt nennen wir das Orte des legitimierten Rumstehens was sich ein wirklich komplizierter schönen Begriff finde.
00:34:56: Und wenn ich es mehr strukturieren will dann so vielleicht so Sachen wie bei unserem Barcamp hatten wir Sonne Deutschland Karte an die Wand getaped mit Mach mal, leg schon mal einen Kreuz auf die deutschen Karte wo du herkommst.
00:35:12: Das würdest Du als Spark... das würde gelten oder?
00:35:16: Ja und beim Lego Series Barcamp hattet ihr ja auch die Name Tags, die Namen Schilder rausgeschickt.
00:35:24: Stimmt!
00:35:25: Und für mich ist es auch nochmal eine super Idee.
00:35:27: also Namensschilde zu machen ist generell glaube ich ne gute Idee.
00:35:33: aber dann einfach noch was.
00:35:34: dazu kann ich da irgendwie, also ich bringe sehr gern Sticker-Packs mit und Leute sich dann noch ein Sticker aussuchen.
00:35:41: Der hat irgendwas zu ihrer Person sagt oder was mit dem Thema vielleicht zu tun hat und wie sie es verstehen.
00:35:47: Vielleicht verschiedene farbige Stifte.
00:35:49: damit können Sie selber drauf schreiben in Ihrer eigenen Farbe.
00:35:52: Also mit Namenschilden kann man sehr viel machen so in den ersten paar Momenten vor allem für Präsenz wenn's eben auch länger dauert und wenn man dann einen Namensschild hat und jemand anderes macht einen Namenschild neben dran Weiß mir gleich den Namen, man kann ins Gespräch viel einfacher kommen.
00:36:06: Und das bei dem Lekosyres Plague Barcamp ging ja auch sehr viel Arbeit.
00:36:13: also ich habe wirklich lange dran gesessen meins zusammenzubauen bevor ich überhaupt da war weil ihr es rausgeschickt habt.
00:36:19: per Post fand ich auch eine sehr coole Idee.
00:36:21: aber dann hat man gleich ein Gesprächsstoff.
00:36:23: also man kommt ins event rein und kann gleich kommentieren hey mir gefällt dein du hast so viele grüne Pflanzen Das sieht richtig cool aus.
00:36:32: Hast du auch so viele Pflanzen in deinem Büro?
00:36:34: Also mal gleich irgendwie eine Frage einfach parat.
00:36:37: Ja, übrigens ein... Eine Sache die wir bei Barcamp immer sehr bewusst machen Wenn du reinkommst Du läufst automatisch an so einer Fotowand vorbei also wo das Barcamp-Logo ist.
00:36:49: Naja und klar manche Leute machen Selfies aber ich hab bestimmt schon dreißigvierzig Menschen beobachtet, die daran vorbeigehen und wem Fremde sagen, ah kannst du schnell ein Voto von mir machen.
00:37:00: Das ist so'n Lutsch den wir sehr bewusst da reinsetzen um Leute in Kontakt zu bringen Und ich stehe da über und habe richtig Freude wie gut das funktioniert.
00:37:09: Okay Spark Activity finde ich supergut.
00:37:12: In deinem Buch beschreibst ihr echt ja auch eine Palette an Spark Activities die man nutzen kann.
00:37:21: Wie geht's weiter?
00:37:22: Wir wollen am Ende das Lagerfeuerleuchten haben, also wie machen wir dann geschickt weiter um das Eis zum Schmelzen zu bringen?
00:37:29: Ja
00:37:30: die Frage, der ich mich jetzt mehr als stelle ist.
00:37:32: Wie viel Zeit haben wir in diesem Podcast und wie tief können wir in jeden Schritt reingruppen?
00:37:39: Vermutlich werden wir nicht alle... es sind sieben oder neun Schritte glaube ich.
00:37:46: Neun am Ende.
00:37:47: Der letzte ist die Marshmallows on Fire Roast'n und S'mores.
00:37:51: Also da ist nicht sehr viel Inhalt drin.
00:37:54: Aber bevor wir zum nächsten Schritt gehen, möchte ich noch mal unterstreichen es kommt jetzt nicht drauf an dass man jeden Schritt macht also das wirklich mehr so ein Menü von Dingen die man machen kann und wenn man genügend macht dann schmilzt des Eises.
00:38:08: Es ist nicht so dass man Wenn man is eins vergisst dann funktioniert's nicht.
00:38:12: Also mit manchen Gruppen braucht man nicht soviel.
00:38:14: Und da ist glaube ich sehr viel wichtiger Dass man den Raum liest, dass man die Gruppe liest um dann zu gucken zum nächsten Schritt gehen.
00:38:22: und oder brauchen die noch bisschen mehr Zeit, muss ich dann noch ein bisschen mehr das Feuer anstochen.
00:38:28: Okay
00:38:29: ja genau wir müssen auch gar nicht jeden Menüpunkt einzeln unseren Finger reinstecken.
00:38:36: aber in so einem Workshop verlauf also Spark Activity haben wir schon dann die ersten Minuten die ersten Sachen die du als Facilitator machst.
00:38:44: was ist dir da wichtig?
00:38:45: wie kannst du da schon die Gruppe unterstützen?
00:38:48: Also das nächste, wenn die Spark-Aktive wird oft auch unofficial start genannt also der inoffizielle Stadt.
00:38:56: Das heißt wenn dann alle da sind dann wäre es der offizielle statt.
00:38:59: und so.
00:39:00: die ersten paar Worte die man sagt haben auch glaube ich sehr viel Bedeutung weil generell denke ich dass die Menschen sehr offen sind wenn sie irgendwo reinkommen und die Person vorne dran steht nicht kennen Aber jeder Satz, den du sagst könnten sie ihre Arme mehr verschränken und vielleicht mehr schließen oder eben mehr öffnen.
00:39:22: Und wenn man halt anfängt und erstmal seine lange Lebenslauf hier erklärt und sagt hier habe ich das gemacht und das gemacht uns hat aber gar keine Relevanz zum Thema oder zu der Gruppe dann hat man glaube ich da wieder eine Möglichkeit verpasst was anders zu machen?
00:39:40: Für mich sind so ein paar Sachen wichtig.
00:39:44: Wenn ich mich vorstelle erzähle ich ziemlich oft gerne eine Geschichte, anstatt dass ich irgendwie sage hier sind die Sachen nicht gemacht habe.
00:39:52: Versuche es in eine Geschichte zu verpacken, die den Leuten hilft mich kennenzulernen aber auch meine Expektise vielleicht ein bisschen erklärt oder das Thema einleitet weil eine Geschichte ähnelt sich Leute besser hören sie besser zu.
00:40:10: also Fakten sind ziemlich schnell vergessen Und da passiert sehr viel mehr in den Leuten, wie wenn ich jetzt keine Ahnung meine Bürographiefolie ist von dem Blattpapier.
00:40:23: Hast du eine Standardgeschichte oder passt du das einfach immer an?
00:40:27: Also ich höre schon, dass immer aufs Thema anpassen.
00:40:30: aber hast du eine Geschichte die du besonders oft nutzt oder mit der du besonders gerne einsteigst?
00:40:38: Die ich auch für verschiedene Sachen wie ein TEDx Talk mal vorbereitet habe und dann versuche, die halt wieder zu verwenden.
00:40:44: Also jedes Mal wenn ich von einer größeren Gruppe spreche... ...und mir eine neue Geschichte ausdenke,... ...dann gucke ich dass ich mit dir aufschreibe,... ...daß sich sie wieder verwendet kann!
00:40:56: Und eine von den Geschichten ist eben auch die, die ich am Anfang erzählt hab.. ..mit dem Fun-Fact so einem Kreis stehen.
00:41:01: Weil ich eben in letzter Zeit sehr viel über Icebreaker spreche.
00:41:04: Ich finde das ist eine gute Geschichte wo einfach.... Nummer eins zeigt, ich verstehe wie sich die Leute fühlen.
00:41:11: Die sich vielleicht bei Icebreakern auch ein bisschen schüchtern fühlen.
00:41:16: und ich habe eine Lösung weil ich hab ja einen Buch drüber geschrieben.
00:41:19: also habe ich da irgendwie beides die Empathie mit dabei dass sich leute in mich reinversetzen können das wissen dass ich kann mich in sie rein versetzen Und auch die die credibility Mit dabei.
00:41:32: Okay, wir merken uns schon mal sehr bedacht rein zu gehen.
00:41:37: Die Macht von Geschichten nutzen finde ich auch extrem gut.
00:41:41: Und was können wir dann noch alles tun, um die Gruppe bestmöglich dabei zu unterstützen miteinander warm zu werden?
00:41:48: Wir wissen ja schon viele Sachen, die wir nicht machen!
00:41:54: Lass uns mal drüber reden, was unbedingt wichtig ist und es ist wichtig in den Erwartungen teilen also vorher, das ist wichtig am Anfang der Session Und ich würde sagen, ist auch wichtig jedes Mal bevor man eine Übung anleitet.
00:42:09: Und vielleicht sogar in dem Moment wo man die Agenda durchgeht sollte man das immer im Hinterkopf verhalten und zwar ist es der auf Englisch würde ich sagen der Purpose Der Grund warum wir eigentlich uns in dem gleichen Raum zusammen befinden.
00:42:23: was wollen wir eigentlich erreichen?
00:42:25: Und der Grund den will ich eigentlich verbal mit Leuten teilen damit sie zum einen zum Event kommen Zum Workshop.
00:42:33: Das ist schon vorherwissen ... dass ich am Anfang nochmal sage.
00:42:36: Also viele Leute fragen sich halt, okay... ...okay warum ist das für mich jetzt relevant?
00:42:42: Total schön, dass du hier über Eisbrecher sprechen willst und deine eigene Geschichte hast.
00:42:47: aber warum muss ich darüber was wissen?
00:42:50: Und die Frage muss man wirklich beantworten am Anfang.
00:42:54: Ich gehe mittlerweile so durch meine Agenda-Punkte durch,... ...dass ich gucke, dass jeder Agenda Punkt hat einen... ...und hier ist warum wir das machen.
00:43:02: Punkt!
00:43:06: auch für mich selbst sagen kann, okay das macht Sinn.
00:43:09: Wenn es irgendeinen Teil gibt in meiner Agenda wo ich denke oh das Spiel macht unheimlich viel Spaß aber ich weiß nicht wirklich warum das den Leuten hilft dann soll ich das vielleicht rauslassen.
00:43:19: und ich habe sehr viele Spiele und Übungen die ich unheimliche gerne mache und im Nachhinein merke nee das ist eigentlich nur für mich Die Gruppe hat davon gar nichts.
00:43:28: das mache ich nur weil weil ich das gerne machen will Und dann muss ich halt leider die Entscheidung treffen.
00:43:34: Okay, dann lasse ich das halt raus.
00:43:37: Du rennst bei mir offene Türen ein.
00:43:40: also auch in unserem Buch wir nennen das Centering Also jener Agenda-Punkt aber auch jedes Meeting an sich immer mit einer Kontextualisierung Warum?
00:43:53: Mit welchem Ziel verweichen?
00:43:54: Hintergrund sind Wir hier also wir auch in dieser Zusammensetzung heute zusammen und dann geht es immer so Entschleifen weiter.
00:44:03: also erstes große ziel worum geht es in diesem meeting?
00:44:06: und an agenda punkt für agenda punkt.
00:44:08: Und ich finde das krass wie schnell man das auch vergisst, also und dann die leute.
00:44:14: Also dann passiert alles und nichts und man wundert sich irgendwie dass sie Leute nicht eine anführende ist.
00:44:21: Strichen mitspielen dabei hat man ihnen gar nicht gesagt was gespielt wird stark den bürbis hervorheben Immer in der eigenen Agenda auch Challenge.
00:44:32: Was würdest du sagen ist noch unbedingt wichtig?
00:44:35: Hier ist was, wo ich mich sehr interessiere... Ich interessiere mich sehr wie deine Reflektion ist zu diesem Teil vom Buch weil das ist, was sich während des Schreibens, ...währenden Gesprächen nicht in meinen Facilitator Trainings hatte mit meiner Community geändert habe.
00:44:51: und zwar war ich... hab ich ersten Kapitel geschrieben.
00:44:54: da ging es um Community Agreements oder wie sagt man da auf Deutsch Ähm, die Gruppenregeln oder...
00:45:01: Ja.
00:45:02: Oder Gruppenvortrag hat man glaube ich in den neunzigern gesagt.
00:45:05: Ja.
00:45:06: Ach, spannend!
00:45:06: Genau.
00:45:08: Und am Anfang habe ich geschrieben ... Ich glaub das ist unheimlich wichtig ... damit ich meinen Job als Facilitator besser machen kann.
00:45:16: und dann hatte ich ein paar Gespräche und hab gemerkt dass mich jemand gechallengt hat und hat gesagt ... Das heißt die Regeln sind nur für dich nicht für die Gruppe.
00:45:25: Dann habe ich pausiert und dann habe ich gesagt Stimmt.
00:45:31: Und irgendwie ist es mittlerweile auch so was geworden, wo es irgendwie nur ein Checkbox ist.
00:45:36: also ich... Gehe meine Gruppenregeln durch erwarte ein Jahr bin ich bereit wenn ein Nein kommt oder ein Vielleicht- oder jemand nicht die Hand hebt.
00:45:45: und dann gehe ich weiter zum nächsten Punkt.
00:45:47: Dann habe ich mir gedacht du geht das fast wie bei den Icebreakern Wenn ich jetzt einfach nur einen Icebreaker mache weil ich gelernt hab ich soll ein Icebreaker machen.
00:45:52: Mir aber nicht Gedanken mach warum und wie das der Gruppe hilft?
00:45:56: Dann sollte ich gucken ob's da eine andere Möglichkeit des ... das Ziel zu erreichen, dass vielleicht mehr Sinn macht.
00:46:04: Total spannend!
00:46:05: Ich habe das ganz lange so gemacht.
00:46:08: Aus der Jugendarbeit kommt... Das Wahgehörte irgendwie zumindest längeren Workshops mit dazu,... ...dass man sich erst darüber verständigt.
00:46:18: Ich hab es dann vor einigen Jahren einfach komplett sein lassen.
00:46:21: Mehr aus der Perspektive von gerade bei neuen Gruppen die sind ja noch überhaupt nicht arbeitsfähig also.... Müsse ich ja erstmal kennenlernen, wissen was ist hier Thema?
00:46:32: Was wollen wir regeln und was nicht.
00:46:35: Und die Zeit... Also was ist denn da normalerweise rausgekommen?
00:46:39: Wir kommen pünktlich und wir lassen uns ausreden.
00:46:42: Da denke ich mir das setzt sich voraus und solange es funktioniert gehe ich gar nicht drauf ein.
00:46:50: und wenn's nicht funktioniert kann ichs auch thematisieren.
00:46:53: aber Es hat es eher schnell wie du sagst checkbox, checkbox und bin ich überhaupt bereit damit umzugehen.
00:47:00: Ich finde auch bei Trainings dieses ja was sind denn deine Erwartungen?
00:47:03: Was würdest du gerne lernen?
00:47:05: also ich frage schon nach Erwartung aber ich frag schon auf versuch das immer auf so eine bestimmte Art zu machen weil naja Wir haben ja ein Ziel, wir haben eine Agenda im Vorfeld.
00:47:19: Und jeder der sich da anmeldet würde ich gerade wenn sie freiwillig da sind will schon sagen hat schon seinen Commitment dazu gegeben und ich warte noch auf den Zeitpunkt wo jemand schlecht nach Erwartung fragt und die Leute was ganz anderes sagen als eigentlich geplant ist oder ob die Person bereit ist auch um zu planen.
00:47:43: Ja, genau.
00:47:44: Und eine Bekannte von mir die Marsha Chandler ist auch mein Storytelling-Coach aber macht sehr viele Workshops zum Thema Storyteling und Presentations Skills Training in Organisationen hat dann mal erzählt dass sie das nicht mehr macht aber stattdessen gibt es Versprechen an die Gruppe.
00:48:02: Das fand ich so spannend dass jetzt die Gruppenregeln für mich ersetzt haben und zwar sind die Versprechen von mir was ich machen werde.
00:48:12: Die Gruppe muss nichts machen, aber dadurch dass ich teile wie zum Beispiel ... Ich hab nicht so viele Slides.
00:48:20: Ich verspreche euch das, dass es interaktiv wird und dass ihr am Ende viel mehr lernt als wenn ich jetzt euch keine Ahnung nur den Text vorlesen würde.
00:48:31: Da hat die Gruppe vielleicht ein bisschen mehr davon oder solche Sachen wie ... Wie sagt man denn auf Deutsch?
00:48:39: To put someone on the spot?
00:48:41: Habe ich mir letztens auch
00:48:42: gefragt.
00:48:43: Also ja, jemand aus der Gruppe warlos raussuchen und sagen du musst jetzt was erzählen.
00:48:51: Ja, Rauspicken!
00:48:54: Das zum Beispiel eins meiner anderen versprechen.
00:48:55: das werde ich nie machen.
00:48:57: also wenn ihr nicht schon weißt dass ihr etwas interessantes zu sagen habt oder Zeit hat euch vorzubereiten weil wir sich nie aus der gruppe raus picken Und ich glaube es macht sehr viel mehr wie wenn ich jetzt eine gruppenregel aufstelle
00:49:13: Boah, ich muss mir an meine Nase fassen.
00:49:15: Dieses eher vorpicken.
00:49:18: Das passiert ja wahnsinnig schnell aber davor haben wir Leute manchmal wirklich auch Angst und ich finde es dann stark zu versprechen das nicht zu tun.
00:49:28: Ich also unbewusst, aber das sage ich fast immer, ich verspreche mal dass wir nicht überziehen.
00:49:34: Also ist meiner Art so facilitierend.
00:49:36: Passiert auch maximal einmal im Jahr so und ich merke aber dass die Leute das entspannt Also dass wir viel weniger gehetzt sind, aber diese Angst vorüberziehen ist auch häufig da.
00:49:50: Da teile ich einen kurzen Tipp den ich angefangen habe vor ein paar Jahren was ich unheimlich toll finde.
00:49:57: online in Präsenz macht man es meistens automatisch, aber online am Ende des Meetings macht jeder sein Programm aus und dann sind alle wieder weg.
00:50:09: also dieser Teil wo Du vielleicht noch beim Aufräumen bist und Leute packen ihre Sachen zusammen, bis sie da draußen sind.
00:50:15: Und dann vielleicht doch noch eine Idee kommt oder eine Frage oder was teilen wollen.
00:50:19: Geht dabei verloren?
00:50:21: Ich hab irgendwann angefangen einen Afterglow also in meiner Campfire Metapher zu sagen okay das Feuer ist noch nicht aus.
00:50:29: während die Leute, die jetzt im Termin haben schon gegangen sind bleib ich immer noch ein extra fünfzehn zwanzig Minuten auf dem Call, falls irgendjemand auch etwas teilen will.
00:50:41: Das teile ich auch mit meinen Teilnehmern, bevor ... damit sie sich im Terminkalender einplanen können.
00:50:47: Wenn Sie die Zeit haben?
00:50:48: Aber ich gucke dann immer, ich mach pünktlich Schluss und dann gibt's noch die Extrazeit!
00:50:54: Und die Extra-Zeit ist meistens so viel, also da passiert es soviel in den paar Minuten wo ich mir gedacht hab okay wenn ich jetzt einfach zwanzig Minuten länger machen würde, würde das nie passieren.
00:51:06: Also Leute brauchen dieses offizielle Ende.
00:51:09: Und dann dieser inoffizielle Ausklang gibt sehr vielen Leuten nochmal den Mut auch was zu teilen oder was zu fragen, was sie vorher nicht machen wollten.
00:51:19: Stark!
00:51:21: Damit werde ich experimentieren Jan.
00:51:22: Danke.
00:51:23: Du hast mich gerade schon ein Stift sucht gesehen.
00:51:26: Okay cool und wenn man jetzt... Wir denken wieder an unsere Gruppe und den Workshop im Vorfeld.
00:51:33: Erwartung Ich finde Haltung haben wir uns ja auch viel darüber geredet.
00:51:39: Wie steigen wir ein?
00:51:40: Was sind die ersten Sätze, Versprechen, die man in der Gruppe macht von Storytelling.
00:51:46: Was ist dir noch wichtig?
00:51:48: Also hast du noch eine Sache, wo du sagst, Ady darüber sollen wir unbedingt reden ja.
00:51:56: Es gibt viele Sachen, die sind optional würde ich sagen.
00:52:00: also kommt auf die Gruppe an und wie viel man von der Grupe mitbekommt.
00:52:04: Aber eins versuche ich in jede Session einzubauen und das ist, ich nenne es die Engagement Layers.
00:52:10: Und zwar ist der Idee dass ich bevor ich eine Frage in den Raum werfe Leuten immer mehrere Möglichkeiten gibt mit dem Thema sich in Verbindung zu setzen oder ihre Antwort zu finden.
00:52:23: Das heißt im ersten Schritt ging's um Reflect wo ich Leuten Zeit gebe einfach die Frage mal zu hören für sich selbst Gedanken zu machen Und manchmal ist das auch schon alles, was ich machen muss.
00:52:37: Also eine Frage in Raum zu stellen und dann schon die gleiche erste Hand, die oben ist, zu nehmen bedeutet dass eigentlich immer nur die Leute zur Wort kommen, die nicht zuerst die Antwort finden müssen bevor sie ihre Hand heben sondern ihre Handheben und dann ihre Antwort finden indem es laut aussprechen.
00:52:57: Das kommt dann oft vor, dass immer die gleichen Leute ihre hand heben.
00:53:00: D.h.,
00:53:03: allen vor, ich stelle euch jetzt eine Frage und jetzt habt ihr erst mal ein zwei Minuten Zeit um euch Gedanken zu machen.
00:53:08: Vielleicht möchte er euch paar Sachen aufschreiben vielleicht möchtet ihr euch einfach nur generell Gedanken machen, vielleicht wolltet ihr was im Chat schreiben?
00:53:16: Und erst danach würde ich dann öffnen zu mehreren Leuten.
00:53:21: Idealerweise würde ich da aber dazwischen nochmal einbauen einen Connect Step wo Leute es mit einer kleineren Gruppe in einem Partner austauschen können.
00:53:31: Weil generell ist wie gesagt, dass die Leute für dich das Buch auch geschrieben hab und es war wirklich ich als ich aufgewachsen bin.
00:53:40: Ich mochte nicht vor der ganzen Gruppe was sagen.
00:53:42: Was auch wenn ich eine gute Idee hatte hat ich nicht den Mut meine Hand zu heben aber mit meinem Nachbar das zu teilen, das war überhaupt gar kein Problem.
00:53:52: Das heißt den Schritt baue ich oft noch dazwischen ein und gebe jedem einfach die Chance das in einer kleineren Gruppe bisschen zu testen.
00:54:00: Und vielleicht gibt es sogar die extrovertierte Person, die von einer introvertierten Person die Idee adoptiert und dann später in der großen Gruppe teilt.
00:54:08: Also da gibt's so viele Möglichkeiten wie... ...die Ideen in eine Gruppe und die Meinungen einfach weitergetragen werden.
00:54:15: Wenn ich dann noch die kompletten vier Layers von der Engagement-Layers mache, dann werde dritte Schritt Collect das heißt alle Sachen nochmal einsammeln ob das jetzt ist Leute auf Posted was auch schreiben lassen auf ein Whiteboard ... zu kleben oder im Chat noch mal alles aufzuschreiben.
00:54:33: Weil da würde ich dann sagen, wenn ich jetzt sehe das der Lutz was richtig cooles geschrieben hat in dem Chat... Dann würde ich sagen hey Lutz anstatt dass ich es vorlesen können wir's in deiner Stimme hören und dann erzählst du vielleicht ein bisschen mehr und dann weiß ich aber dass du etwas zu sagen hast.
00:54:50: Also können wirs in deine Stimme hörten?
00:54:51: Das ist super ja!
00:54:55: Genau.
00:54:57: und dann der letzte Schritt wäre eben Das, was meistens nur als einziger Schritt passiert.
00:55:01: Okay, wer möchte jetzt noch teilen?
00:55:03: Und dann kann man teilen, was man im Chat gelesen hat.
00:55:05: Man kann teilen ,was man selbst reflektiert hat .
00:55:07: Man kannteilen, das man im Gespräch für Erkenntnisse gefunden hat und dann kommt viel mehr raus.
00:55:13: und ob die Person, die nicht vor der Gruppe sprechen will.
00:55:17: Dann noch die Hand hebt ist mir eigentlich fast egal weil ich weiß sie hat sich mit dem Thema befasst.
00:55:21: Die hat es mit einer kleinen Gruppe geteilt.
00:55:23: Der hat das im Chat geteiled.
00:55:25: Ich muss jetzt nicht von jeder Person was hören und meistens hat man eh nicht die Zeit, dass jede Person noch mal zu Wort kommt.
00:55:31: Ja
00:55:32: voll!
00:55:33: Und viele gute Methoden bauen ja instinktiv darauf auf.
00:55:38: One to for all aus den Iberating Factures Aber auch die wirklich Legos.
00:55:44: Serious Play hatte auch Phasen von erstmal jeder für sich drei D-Welten.
00:55:48: Also die guten Methoden machen das... Vereinen da schon instinktiv.
00:55:54: Man muss sich nur daran erinnern, das gilt auch für wenn ich einfach so Fragen stelle.
00:55:59: Mega stark!
00:56:01: Jan, du hast gerade schon gesagt, für wen du das Buch geschrieben hast einmal für die vielleicht introvertierten... Introvertierte Person, wer sollte das Buch noch alles lesen?
00:56:20: Also ganz fragmatisch.
00:56:21: Wer war die Zielgruppe, die du im Kopf hattest als du das Buch geschrieben hast?
00:56:25: Also geschrieben habe ich es für die Leute, die sich in der Gruppe vielleicht ein bisschen unwohl fühlen vor allem am Anfang mit fremden Leuten.
00:56:32: Ich würde aber nicht sagen dass ist die Zielgrupe dies lesen sollte weil wenn man extrovertiert isst und ich hab viele bekannte und auch lese die mir schon gesagt haben hey Ich bin überhaupt gar nicht die Person, ich habe kein Problem mich zu melden und mich zum Affen zu machen.
00:56:48: Und lustige Spiele mitzumachen.
00:56:50: aber ich hab sehr viel gelernt weil mir sind ja meine Teilnehmer wichtig!
00:56:55: Meine Teilnehmer sind nicht genauso wie ich und da haben mir einige Leute gesagt hier ich habe ein viel besseres Verständnis jetzt was in den Köpfen von den Leuten vorgeht und auch generelle Tipps was sich denn machen kann damit sich alle eingebunden fühlen und niemand von der Gruppe ausgeschlossen fühlt.
00:57:14: Stimmt und ein Buch fängt ja auch, ich glaube mit zwei Widmungen an.
00:57:18: also das fand ich irgendwie auch stilistisch ein schönes Mittel für die eher introvertierten und Ehre, die eher extrovertierten.
00:57:26: Jan wir haben super viel gesprochen und ich glaube wir könnten noch Stunden und Tage weiter reden.
00:57:34: wenn ich sage dass finde ich spannend.
00:57:35: wo kann man dich mal erleben?
00:57:37: gibt es da zeitnah Irgendwas an Termin, Trainings, etc.
00:57:42: Also am besten je nachdem wann man jetzt dieses Podcast-Interview anhört einfach mal auf meine Webseite gehen und da hat es dann alle Infos JanCac.com.
00:57:53: Aber wer sich generell mit mir austauschen will ich bin auch LinkedIn sehr viel aktiv also mehr einfach eine Anfrage schicken.
00:58:00: schickt mir eine Nachricht wenn's irgendwas gibt was euch gefallen hat von der Episode oder vielleicht auch ne Frage.
00:58:08: Bin sehr offen dafür.
00:58:10: Super.
00:58:11: Perfekt!
00:58:12: Eine Frage habe ich noch, hier stellen wir jedem Gast und ich bin auch auf Deiner Antwort sehr gespannt.
00:58:17: Jan-Wir bei Hello Edger.
00:58:18: Wir treten für eine Welt in der jeder gerne zur Arbeit geht an.
00:58:22: Das steht auf unseren inneren Wandtattoos und in unserer Vision.
00:58:28: Glaubst Du daran?
00:58:29: Oder was ist Deine Perspektive?
00:58:31: Ist das realistisch?
00:58:32: Eine Welt in die jeder gerne zu Arbeit geht.
00:58:34: Was sind Deine Gedanken dazu?
00:58:37: Ich mag die Vision Aber wenn ich so Geschichten höre von anderen Leuten, bin ich nicht sicher dass das in der Kontrolle... Dass man es kontrollieren kann.
00:58:48: Aber man kann's beeinflussen und ich glaube solche Sachen wie Podcasts Bücher den Inhalt teilen Trainings zu leiten wo man eine Person mit drin hat und jede Einzelperson irgendwie beeinflussend kann den neuen Strategien an die Hand geben kann.
00:59:05: Ich glaube, es ist möglich da nah ran zu kommen.
00:59:08: Ob's wirklich funktioniert bin ich glaub' ich eher realistisch.
00:59:13: also ich würde nicht aufhören an der Mission zu arbeiten aber ob's generell möglich ist glaube ich eher nicht.
00:59:23: Jürgen vielen Dank und ich kann wirklich nur empfehlen les das Buch.
00:59:28: vielleicht eine Sache noch ist in Englisch geschrieben.
00:59:30: ich selbst Hab jetzt kein Riesen, also bin nicht der riesen Englisch-Sprecher.
00:59:37: Du hast mich bei Barcamp, hast du gesagt Lutz liest das mal?
00:59:41: Das geht gut und das kann ich verstätigen!
00:59:43: Also auch wenn ihr nicht jeden Tag englische Bücher liest da kommt man wirklich mit ein ganz großartiges Buch und ich glaube dass wird die deutsche Facilitation Szene insgesamt noch ganz gut beschäftigen was du da geschrieben hast.
00:59:56: Lieber Jan vielen Dank für deine Zeit.
00:59:59: Vielen Dank Lutz, das war ein sehr tolles Gespräch.
01:00:02: Vielen Dank für die tollen Fragen!
Neuer Kommentar